Grundsätzlich hasse ich ja Fernsehwerbung. Sie ist mitunter der Grund warum ich fast kein Fernsehprogramm mehr schaue sondern nur noch ausgewählte Filme und Serien von Silberscheiben - ohne nervige Unterbrechungen. Werbung ist hinterhältig und böse und kommt grundsätzlich immer dann wenn man gerade bequem ausserhalb der Reichweite der Fernbedienung liegt oder gerade vor der Glotze was essen will. Wenn man pinkeln muss und dringend eine Pause bräuchte kommt sie nie.
Normalerweise wenn die Werbung mich überrascht (wenn ich dann doch mal das Programm schaue, welches die lieben Fernsehanstalten mir hinrotzen) wird geflucht, umgeschaltet und nach Kanälen gesucht die gerade keine Werbung zeigen (oft schwierig) oder gar der Raum verlassen (meist zum Kühlschrank oder Klo). Doch eine Werbung gibt es, die hat es mir angetan. Wenn ich höre dass die gerade läuft schau ich erst recht hin, ja komme sogar zum Fernseher gerannt. Es ist der Seek&Find-Werbespot für den Ford Ka.
In dieser Werbung ist der Ford Ka nämlich 64 mal (!) versteckt und es gilt ihn zu finden. Eigentlich ist er überall zu sehen: als Tapete an der Wand, als Aufkleber auf einem Karton, als Tattoo, im Schaufenster, auf einem Luftballon, überall! Nun sitze ich jedesmal da und zähle laut vor mich hin wenn der Spot kommt und versuche alle 64 zu finden (bin aber bisher nicht über 26 Stück gekommen). Es ist unglaublich man entdeckt jedes mal weitere! Beim ersten Mal hab ich gerade mal zwei Stück gesehen.
Nun ist es leider so, dass viele Leute gar nicht das Prinzip dieser Werbung kapiert haben und überhaupt nicht versuchen zu zählen weil sie nicht checken das es überhaupt was zu zählen gibt. Als die Werbung noch neu war wurde unten links in der Ecke eingeblendet "64 Ka. Schon entdeckt?" (siehe Video). Das gab zumindest einen Hinweis das man mal genauer hinsehen sollte. Jetzt blenden sie das nicht mehr ein und wenn man nicht bescheid weiss und sich nicht drauf konzentriert die vielen Ka zu sehen bleiben sie natürlich unsichtbar und es ist einfach nur ne blöde Werbung mit guter Musik.
Wenn man allerdings weiss was geht kann diese Werbung süchtig machen. Es ist eine richtige Herausforderung wirklich alle Ka zu finden und es motiviert ungemein das man jedesmal besser wird. Und so infiziere ich nun ständig Leute in meinem Umfeld mit dem Zähl-Virus. Die Liebste war die Erste und ihre Mutti fragte mich letztens auch schon warum ich laut vor mich hin zählen würde. "Das ist die Werbung", sagte ich, "da sind jede Menge Ford Ka versteckt." - "Echt? Ist mir nie aufgefallen... oh stimmt da war einer! Und da!" Zack, infiziert. Jetzt zählt sie auch jedes mal mit.
Und wer weiss, vielleicht zählen Sie ja jetzt auch mit wo sie es wissen - oder sie wussten es schon und sind schon lange süchtig. Auf jeden Fall haben sie jetzt bestimmt nen Ohrwurm wenn sie das Video geschaut haben.^^
*sing* "Schau mal genauer hin, hast du mich denn schon entdeckt?"
26.02.09
Schau mal genauer hin
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Maak
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Rubrik: Meine Liebste, Musik, Spiele, TV, You Tube
24.02.09
Mindestens halb richtig
"Verdammt!"
"Was ist los?"
"Seit diesem Fiasko mit der neuen Rechtschreibung weiss ich nicht mehr wie man richtig schreibt."
"Ja, damit haben viele Leute Probleme."
"Und dann plagen mich ständig diese Zweifel ob denn auch wirklich richtig war was ich so geschrieben habe."
"Kann ich verstehen."
"Hier schau mal. Ich würde gerne Fussball schreiben..."
"Fußball?"
"Ja, Fussball. Und jetzt weiss ich nicht ob man das mit 'ß' schreibt oder mit zwei 's'."
"Mhhh...? Keine Ahnung. Schreib doch einfach mit zwei 'ß'. Dann hast du von beidem was drin und bist schon mal mindestens halb richtig."
"Stimmt!"
*schreib* Fußßball.
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Maak
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23.02.09
Von Kunden, Karten und Klauen
Am Samstag war ich mit der Liebsten und meinem Bruder in Bochum und Essen einkaufen. Wie sich herausstellte war das eine sehr gute Idee, denn zumindest vormittags hatten wir die Läden beinahe für uns allein. Ob es nun daran lag, dass den Leuten zum Monatsende das Geld immer knapper wird oder das gerade Karneval war und der Ruhrpott noch mit'm dicken Kopf im Bett lag weiss ich nicht. Jedenfalls ist es ne tolle Sache wenn kaum Kunden unterwegs sind (okay, vielleicht sehen die Geschäfte das anders). Kein Gedränge und nirgendwo Warteschlangen an den Kassen. Toll!
Ja und so sind wir dann von Laden zu Laden spaziert, haben dieses und jenes gekauft und die Wirtschaft angekurbelt was das Zeug hielt. Ich weiss nicht genau wieviele Geschäfte wir durchkonsumiert haben, aber in fast jedem Laden hiess es dann an der Kasse: "Haben Sie eine Kundenkarte?" - "Nein." - "Wollen Sie eine?" Klar war es nicht das erste mal das ich irgendwo nach Kundenkarte, Paybackkarte oder anderen Stasi-2.0-Big-Brother-schaut-dir-beim-Einkaufen-zu-Glaskunden-Karten gefragt wurde, aber nie zuvor ist mir aufgefallen, wie viele Geschäfte ihre eigene Karte haben. Hätte ich von jedem einzelnen Laden eine Kundenkarte, so wäre bei mir kein Platz mehr für Geld im Portmo Portemon Portmor in der Geldbörse.
Lustige Story am Rande: als wir bei "Nanu Nana" vorbeilaufen kommen bei meinem Bruder Kindheitserinnerungen hoch und er erzählt wie er früher mal dabei war als ein damaliger Kumpel von ihm dort was geklaut hat (jaha es war der Kumpel - mein Bruder war unschuldig *schwör*). Er meint blöder hätten sie sich nicht anstellen können, haben die beiden doch ne Stunde total auffällig unauffällig im Laden gestanden bevor der Kollege dann zugegriffen hat. Bei dem Diebesgut handelte es sich übrigens um einen Gummipimmel - also nicht jetzt ein Riesendildo, sondern so ein kleiner Knautschpenis in größe eines Fingers ungefähr. Fragen sie mich nicht wofür sowas gut ist oder warum der gerade DAS geklaut hat. Sollte bestimmt witzig sein. Witzig fand ich dann auch, dass der Kollege natürlich beim Klauen erwischt wurde. Immerhin hatte er sich ja das beste Objekt ausgesucht mit dem man beim Klauen erwischt werden kann. Ich frage mich wie seine Eltern wohl geschaut haben als ihnen telefonisch mitgeteilt wurde, dass ihr Sohn gerade einen Gummipimmel klauen wollte.
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Maak
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Rubrik: Familie, Geld, Meine Liebste, Sex
20.02.09
Besonders
"Ich habe es satt zu sein wie alle anderen", sagte Norbert und schlug mit der Faust auf den Tisch. Schade eigentlich, dass niemand in der Nähe war um das zu sehen denn die Szene hatte schon etwas Dramatisches. "Ich will etwas Besonderes sein!", führte er sein Selbstgespräch fort. "Jeden Tag gehe ich zur Arbeit - wie alle anderen, trage die gleichen Klamotten wie alle anderen und verhalte mich wie alle anderen." Norbert stand auf und hob den Zeigefinger. "Damit muss Schluss sein!"
"Ich will kein Namenloser Roboter sein, der untergeht in der Menge. Ich will besonders sein. Besonders!" Er riss die Augen weit auf und starrte nachdenklich in die Leere. "Ich will auffallen, gesehen werden!", murmelte er, "Kaum ein Mensch weiss das es mich überhaupt gibt." Norbert kniff die Augen zusammen und rieb sich die Hände. "Doch damit ist jetzt Schluss..."
"Ich werde mein Leben ändern. Jetzt! Ich werde mir bunte Klamotten anziehen und viel zu große Schuhe. Und falls das noch nicht reicht werde ich mir das Gesicht weiss schminken mit einem großen roten Mund. Und eine rote Nase und eine bunte Perücke werde ich auch tragen!" Er strahlte vor Freude. "Damit werde ich auffallen unter den ganzen Anzugträgern und den Leuten mit Jeans und T-Shirts. Endlich wird jemand mich bemerken. Endlich werde ich besonders sein!"
Sofort suchte Norbert sich die nötigen Sachen zusammen und verwandelte sich in sein neues ich. Dann ging er zur Haustür und holte tief Luft. Der nächste Schritt wäre ein Schritt in ein neues Leben. "Endlich bin ich besonders.", flüsterte er andächtig mit geschlossenen Augen. Dann öffnete er die Tür.
Draussen waren etwa tausend Leute die aussahen wie er. Karneval kann so grausam sein.
Und damit wünschte ich Ihnen, lieber Leser - und natürlich auch Norbert - ein besonderes Wochenende.
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Rubrik: Geschichten, Kultur, Seltsam
19.02.09
Hunderte kreischende Mädchen
*tuuut* *tuuut*
"Chef hier. Wer da?"
"Ja guten morgen Chef. Ich bin's der Herr Maak."
"Oh nein! Sie schon wieder? Womit wollen sie mir heute auf die Nerven gehen?"
"Ja... äh... ich... äh... ich kann heute nicht äh... zur Arbeit kommen."
"Was?!? Wieso nicht? Sind sie krank?"
"Ich... äh... nein."
"Dann kommen sie gefälligst her sonst sind sie gefeuert."
"Aber verstehen sie doch. Ich... äh... ich kann mein Haus nicht verlassen."
"Ich weiss ich werde bereuen gefragt zu haben, aber wieso können sie ihr Haus nicht verlassen?"
"Weil da... äh... da stehen hunderte kreischender Mädchen äh... vor meiner Haustür und äh... kreischen."
"Hunderte kreischende Mädchen? Was zum Geier haben sie diesmal wieder angestellt?"
"Ich äh... gar nichts."
"Und warum steht dann ne Horde kreischender Mädchen vor ihrer Tür und kreischt?"
"Wegen äh... wegen Brad Pitt."
"Brad Pitt?!?"
"Ja, Chef, Brad Pitt. Der hatte gestern nacht eine äh... Panne mit seinem öhm... Motorrad. Und dann äh... hat er bei uns geklingelt und äh... gefragt ob er mal öhm... telefonieren könnte. Ich glaub der wollte sich ein Taxi rufen. Und kurze Zeit später standen äh... hunderte kreischende Mädchen vor unserer Tür."
"Aha. Und? Haben sie ein Taxi für Herrn Pitt gerufen."
"Äh... nee, Chef. Das Problem ist wir haben kein superschnelles DSL-Internet von Alice, sondern äh... nur ne Verbindung über die Telefonleitung mit nem 14400 bit/s-Modem. Und jetzt warten wir seit öhm... zehn Stunden darauf, dass sich die Internetseite von den Gelben Seiten aufbaut damit wir äh... eine Taxinummer herausfinden können. Bisher hat nur der gelbe Hintergrund fertig geladen!"
"Das kann doch wohl nicht wahr sein! Und Brad Pitt sitzt jetzt die ganze Zeit bei Ihnen rum und wartet?"
"Ähm... ja. Und der futtert unseren Kühlschrank leer."
"Aber haben sie nicht ein iPhone? Geben sie das doch dem Herrn Pitt. Dann kann er ruckzuck ne Taxinummer rausfinden und auch gleich eins bestellen."
"Äh... mein iPhone dem Brad Pitt geben?!? Chef, sie spinnen wohl!"
Und weil es mir sonst keiner glaubt hab ich ein paar Videos von seinem Aufenthalt hier gedreht (bin selbst allerdings nicht im Bild): klick, klick, klick, klick und klick.
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Maak
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Rubrik: Arbeit, Frauen, Geschichten, Seltsam, Stars und Promis, Technik
18.02.09
Die Ulli
Das hier, das ist die Ulli und sie sucht über www.PlayDate.de einen Freund...
Warum sie allerdings so drüber lachen muss, dass ihr Ex sie vor einiger Zeit verlassen hat, ist mir ein Rätsel.
Ein Buch
Ich hab mir überlegt, ich werde jetzt ein Buch schreiben. Worüber? Das weiss ich zwar noch nicht, ist aber auch egal. Die Hauptsache ist, ich habe schon mal einen guten Titel. Und den habe ich. Vorne auf dem Cover wird in großen fetten Lettern "Ein Buch" stehen.
Bedenken Sie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben! Der Verlag wird in der Werbung sagen: "Kaufen Sie Ein Buch!" Die Presse wird sich überschlagen mit guten Kritiken. "Wer nicht Ein Buch gelesen hat, der hat gar nichts gelesen!" (FAZ), "Ein Buch ist der Lesespass des jungen Jahrtausends!" (Spiegel), "Ein Buch ist toll!" (Bild-Zeitung). In den Bestsellerlisten wird Ein Buch monatelang ganz oben stehen. Selbst Marcel Reich-Ranicki wird sagen: "Nie chabe ich etwasss derrrarrrtigesss geläsen wie Ein Buch." Eine typische Unterhaltung auf der Strasse wird sein: "Haben sie schon mal Ein Buch gelesen?" - "Natürlich. Und es war besser als Sex!"
Und dann wird Hollywood kommen und mir Milliarden und Abermilliarden für die Filmrechte geben. Natürlich wird der Titel für den Film geändert werden müssen in "Einen Film", denn Buchtitel als Filmtitel funktionieren nicht immer unbedingt. Und die Leute werden sagen: "Schatz wollen wir ins Kino gehen, Einen Film sehen?" - "Ist das nicht der Film für den Ein Buch die Vorlage war?" - "Ja genau der!" Und alle werden Einen Film sehen und es wird das Kinoerlebnis des Jahres sein. Klar werden die wahren Fans sagen Ein Buch sei viel besser, doch der Stoff sei auch schwer in Einen Film umzusetzen gewesen.
Aber langsam. Eins nach dem anderen. Erstmal muss Ein Buch geschrieben werden bevor wir überhaupt an Einen Film denken können. Dann fang ich wohl mal an...






