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28.06.10

Eine Freude

Eigentlich hatte ich mit einem gänzlich anderen Gesichtsausdruck gerechnet als ich der Liebsten einen dicken Strauß roter Rosen vor die Nase hielt. Denn statt mir freudestrahlend und dankend verliebt um den Hals zu fallen warf sie mir einen eher stechenden Blick entgegen und fragte: "Was ist das?"

"Rosen", antwortete ich freundlich lächelnd und streckte ihr den Strauß entgegen. "Für dich!" Prüfend sah die Liebste an mir vorbei als ob sie dort ein Kamerateam von verstehen sie Spaß erwartete. Irgendwie traute sie dem Braten nicht. "Rosen?", fragte sie. "Für mich?" Ich nickte fröhlich.

"Was hast du angestellt?", fragte Sie in einem Ton der keinen Zweifel daran ließ das es etwas Schlimmes gewesen sein mußte. "Nichts", antwortete ich etwas verzweifelt und fragte mich was ich falsch gemacht hatte das die Situation eine solche Wendung nahm. "Aber du bringst mir sonst nie Rosen mit", stellte sie richtigerweise fest. "Du mußt etwas angestellt haben! - Oh, nein! Hast du es etwa mit einer anderen getrieben und jetzt ein schlechtes Gewissen?" Ich schüttelte den Kopf und lächelte sanft. "Nein, nein. Ganz sicher nicht", erklärte ich wahrheitsgemäß. "Ich wollte dir ganz ehrlich einfach nur eine Freude bereiten."

Die Liebste sah mich abschätzend an. "Eine Freude?!?", fragte sie skeptisch und nahm den Rosenstrauß zögerlich entgegen. "Ja, eine Freunde", bestätigte ich und fügte "weil ich dich liebe" hinzu. "Du sagst doch immer nie würde ich dir Blumen mitbringen und da dachte ich..." Doch bevor ich zu Ende erklären konnte wurde ich auch schon mit dem Rosenstrauß verdroschen während die Liebste im Takt der Schläge schimpfte "Stimmt - ja - auch! - Nie - bringst - du - mir - Blu - men - mit!"

Und jetzt weiß ich auch warum...

26.02.10

Das Vorspiel vor dem Vorspiel

"Wie kriege ich eine Frau ins Bett?"

...anscheinend indem Sie einfach danach googlen, denn die meisten meiner Besucher - vielleicht ja sogar Sie selbst, lieber Leser - landeten nach Eingabe genau dieser Suchanfrage hier im pottCast. Und zu Recht! Denn da sind sie ja bei mir auch genau richtig - ich bin nämlich Experte was dieses Thema betrifft.

Ein paar Tips für Anfänger hatte ich zwar an anderer Stelle schon mal gegeben, aber da das aufgrund der vielen Suchanfragen ein recht beliebtes Thema zu sein scheint bin ich gerne bereit Ihnen noch ein paar Goldstücke aus dem Schatze meiner unendlichen Weisheit zu spendieren.

Manchmal (das ist abhängig von der Frau mit der Sie schlafen wollen) ist es erforderlich erst das Vertrauen der Dame zu gewinnen bevor Sie die Lady fragen sollten ob sie vielleicht gerne mit Ihnen Sex machen möchte. Sie müssen die Frau dazu bringen das Sie von sich aus mit Ihnen schlafen will. Quasi ein Vorspiel vor dem Vorspiel. Da Frauen sehr kleine Gehirne haben ist das zum Glück sehr einfach.

Anders als Männer mögen Frauen am meisten auf der Welt sich selbst. Um also bei einer Frau den Wunsch zu wecken mit ihnen zu schlafen müssen Sie ihr einfach nur zeigen das Sie genau so sind wie die Dame. Sprechen Sie einfach die Frau Ihrer Begierde an und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten mit ihr. Wenn die Frau feststellt das Sie ihr sehr ähnlich sind wird sie sich sofort in sich selbst verlieben - und damit auch in Sie - und so schnell unterbewusst den Wunsch hegen augenblicklich mit Ihnen Sex zu machen! Als Vorlage für ein solches Gespräch werde ich Ihnen einen von tausenden typischen Dialogen aus meinen alten Tagen zitieren:

"Guten Tag."
"Hallo."
"Schönes Wetter was?"
"Find ich nicht."
"Mögen Sie Pferde?"
"Nein."
"Katzen?"
"Nein."
"Kennen Sie die Metzgerei Müller in Wattenscheid? Finden Sie nicht auch die haben die beste Wurst der Welt?"
"Ich bin Vegetarier."
"Wissen Sie wen ich voll gut finde? Jesus!"
"Ich hasse Religion."
"Ich wette Ihre Lieblingsfarbe ist rot."
"Nein."
"Grün?"
"Nein."
"Blau?"
"Nein."
"Orange?"
"Nein."
"Lila?"
"Meinen Sie 'lila' oder 'violett'?"
"Lila."
"Nein."
"Und violett?"
"Nein, auch nicht."
"Gelb?"
"Nein."
"Cyan?"
"Nein."
"Magenta?"
"Nein."
"Was ist denn Ihre Lieblingsfarbe?"
"Mausgrau."
"Na so ein Zufall - meine auch!!!"


Sehen Sie wie ich geschickt durch meine clevere Gesprächsführung eine Gemeinsamkeit herausgestellt habe. Die Frau denkt jetzt - von sich aus - weil meine Lieblingsfarbe (angeblich) auch Mausgrau ist, daß ich genau so sei wie Sie und möchte nun ganz klar gerne mit mir hemmungslose Liebe machen. Eigentlich ein sehr simpler Trick - der allerdings immer klappt!

Nachdem der Frau nun also von Ihnen mit meinen schlauen psychologischen Tricks der Wunsch nach Beischlaf suggeriert wurde kann jetzt nichts mehr schief gehen und Sie können Phase zwei starten. Fragen Sie die Frau einfach: "Würden Sie vielleicht jetzt gerne mit mir Sex machen?", und Sie werden garantiert die richtige Antwort bekommen. Und falls die Dame nicht sofort "Ja" sagt, lesen Sie einfach HIER weiter. Da gibt es dann weitere Hinweise.

Ich freue mich wenn ich wieder mal ein paar Hilflosen helfen konnte.

05.01.10

Eine Geschichte...

...die ich hier garantiert nicht erzählen werde, ist die Story vom Junggesellenabschied von Peter. Es sollte ein fröhlicher Abend im Stripclub werden und den hatten die Jungs auch - nur ich nicht, denn ich wurde rausgeschmissen.

Immerhin habe ich an jenem Abend gelernt, dass man in ein Striplokal besser ein paar Scheine mitbringt. Die Damen dort lassen sich nur ungern Kleingeld in den Schlüpper stopfen.

10.11.09

Meiner ist kleiner!

...und ich so: "Nein, das kann ja gar nicht sein! Ich bin mir ziemlich sicher das ich den kleineren Schniepel habe."
Und Herr Fitz so: "Aber wenn ich es doch sage! Ich habe den kleinsten Schniepel der Welt. Kleiner geht nicht!"
Und ich so: "Sie können mir viel erzählen, mein lieber Herr Fitz, aber den kleineren Schniepel von uns beiden habe ganz sicher ich."
Und Herr Fitz so: "Wollen wir wetten?"
Und ich so: "Klar, gerne, die Wette habe ich schon gewonnen!"
Und Herr Fitz so: "Und was ist der Einsatz?"
Und ich so: "Es muss schon etwas Gemeines sein. Ich schlage vor wenn ich die Wette gewonnen habe gewinne, dann müssen Sie, Herr Fitz, ein Jahr lang meine Wohnung putzen. Nackt! Socken dürfen sie von mir aus anbehalten."
Und Herr Fitz so: "Na gut. Sollte sich allerdings herausstellen das ICH den kleineren Schniepel habe, mein werter Herr Maak, so werden sie Ende Januar lesen müssen, in Berlin, im Rahmen eines Jour Fitz!"
Und ich so: "Was? Lesen?!? Ich? Das ist ja viel schlimmer als ihr Einsatz, Herr Fitz!"
Und Herr Fitz so: "Wollen Sie jetzt etwa kneifen?"
Und ich so: "Niemals! Bisher hab ich noch keinen Schniepel gesehen der kleiner gewesen wäre als meiner. Sie können schon mal ihren Putzlappen holen!"
Und Herr Fitz so: "Na dann zeigen sie mal her."
Und alle so: "YEAH!"

Ja und so kam das. Und weil wir alle wissen das Wettschulden Ehrenschulden sind werde ich am 25. Januar in Berlin lesen müssen. Und meine Wohnung putze ich wohl auch weiterhin selber. Nackt. Mit Socken.

23.10.09

Das Wunder der Geburt

Meine Liebste will ja mal gerne Frau Doktor werden. Dieserhalb hat sie einfach mal ein paar Jahre Medizin studiert. Bevor Mediziner aber ihr Examen machen dürfen müssen die noch ein praktisches Jahr in verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus ableisten. Und das macht die Liebste gerade.

Momentan ist sie viel im Kreißsaal unterwegs und erlebt hin und wieder mal wie so ein nigelnagelneuer Mensch das Licht der Welt erblickt. Sie sagt es gibt kaum was schöneres als das Wunder der Geburt.

Naja, außer manchmal...

Wie zum Beispiel letztens, als eine junge Mutter ihr bereits drittes Kind zur Welt brachte. Der junge Vater war mit im Kreißsaal und hat ihr... äh... beigestanden und Fotos gemacht. So wie die Liebste das schilderte sahen die beiden aus wie frisch aus der Sendung von Britt gekommen. Er, ein kompletter Vollassi, kurze, dunkle Haare mit einem blond gebleichten Ralleystreifen von vorne nach hinten in der Mitte. Und sie, naja, sie kriegte gerade ein Kind da wollen wir mal nicht so hart mit ihr sein was das Aussehen betrifft.

Auf jeden Fall war der Papi voll bei der Sache und motivierte seine Frau (?) mit den zärtlichen Worten: "Jetzt press schon raus die Scheiße!" Wenn das nicht eloquent ist, was dann?

Als das Kind dann geboren war, sagte der Typ noch zur Mutter: "Ich hab dir vorher gesagt du sollst dir die Haare waschen. Jetzt siehst du auf allen Fotos scheiße aus!" Ein wahrer Profi. Aber okay, war ja schon das dritte Kind. Der kannte sich aus.

Die Liebste meinte jedenfalls nur, daß es für das gesamte Geburtsteam immer wahnsinnig wahnsinnig schwer ist sich das Lachen zu verkneifen wenn solche Experten dabei sind.

Ich glaube ihr.

03.09.09

Vogelbird

Der Mond lässt sein kühles Licht auf die Stadt niederrieseln. Der Nachthimmel ist wolkenverhangen, was ihm eine mystische Note gibt. Die braven Kinder schlafen längst. Ab und an hört man in der Ferne ein Auto vorbeifahren.

Dann ein Schatten auf dem Dach. Es ist Vogelbird - der Superheld aus Günnigfeld. Wie jede Nacht trägt er die Schnabelmaske und wacht über sein Revier. Majestätisch hockt er an der Kante und starrt in die Nacht.

Nur wenige kennen die wahre Identität von Vogelbird da er im Gegensatz zu den meisten anderen Superhelden nicht zwei, sondern gleich drei Identitäten hat. Trägt er nämlich die Maske nicht, so gibt er sich als Fotograf aus obwohl er eigentlich Biologiestudent ist. Manche Leute glauben die Fotografenmasche diene nur dem Zweck dümmliche Mädels ins Bett zu kriegen, die sich für Models halten, aber in Wirklichkeit will er so nur seine Gegner verwirren. Sollte jemals je jemand herausfinden das Vogelbird eigentlich der Fotograf von nebenan ist, so kann er immernoch als Biologiestudent - also seiner wirklich wahren Identität - untertauchen und wäre so unantastbar. Vogelbird grinst als er darüber nachdenkt. Das mit den Identitäten hatte er sich clever ausgedacht.

Geschickt huscht er zum nächsten Dach ohne eine einzige Feder von seinem Vogelkostüm zu verlieren. Das huschen hat er lange geübt und er ist richtig gut darin geworden. Dafür das er sonst keine Superfähigkeiten besaß konnte Vogelbird besser huschen als die meisten anderen Leute. Und weil ihm das bewusst ist huscht er noch zum nächsten Dach. *husch*

Dort endet sein Revier. Über sein Küchenfenster kann Vogelbird nämlich nur das Dach seines eigenen Hauses erreichen und von dort aus nur die Dächer der beiden Nachbarhäuser. Weiter kommt er leider nicht. Und vom Dach runter will er nicht weil er sich dabei verletzen könnte. Sein Revier ist also sehr klein, aber dafür ist dort noch niemals etwas passiert während seiner Wache, was sicherlich sein Verdienst ist.

Doch Vogelbird weiß das eines Tages, beziehungsweise Nachts, ein Bösewicht aus irgendeinem Grund auf sein Dach kommen könnte. Und für diesen Moment trainiert Vogelbird weiter um dann im richtigen Moment gerüstet zu sein...

*husch*

17.07.09

Die besten Antworten auf den Satz: "Ich liebe Dich."

Sie kennen das ja. Ständig trifft man Leute die einen lieben. Oftmals ist es die eigene Frau, machnmal sind es aber auch einfach Fremde am Bahnhof oder in der Schwulenkneipe oder in der Kirche oder beim Metzger. Und wenn man so sehr geliebt wird, dann bekommt man das natürlich auch ständig von diesen Leuten mitgeteilt.

Das Schlimme an dem Satz "Ich liebe Dich" ist, dass die Menschen darauf zwingend eine Antwort erwarten - und zwar eine gute. Daher hab ich für Sie ein paar Sätze aufgelistet, mit denen Sie gerne auf diese Frage antworten dürfen falls es Sie mal unvorbereitet trifft. Sie müssen dann nur noch fix eine der Situation entsprechende Antwort heraussuchen und sind aus dem Schneider.


Antworten auf den Satz: "Ich liebe Dich"

01. "Wie passend, ich liebe dich auch!"

02. "Echt jetzt? Wieso? Bist du bekloppt?"

03. "Hatten wir nicht gesagt keine Gefühle?"

04. "Hier muss es sich um eine Verwechslung handeln."

05. "Dito."

06. "Beweise es!"

07. "Du willst nur meinen Körper!"

08. "Du willst nur mein Geld!"

10. "Wieso denn?"

11. "Oh Gott, was hab ich getan?!?"

12. "Danke. Sehr freundlich."

13. "Mich?!?"

14. "Wer tut das nicht?"

15. "Das ist schön, aber geh bitte mal zur Seite. Ich kann den Fernseher nicht sehen."

16. "Ich muss weg."

17. "Fängst du jetzt auch schon so an?"

18. "Das wollte ich auch gerade sagen!"

19. "Wie sehr denn?"

20. "Nur mich, oder könntest du dir noch eine weitere Frau dabei vorstellen?"

21. "Immer noch?"

22. "In diesem Moment liebe ich dich auch."

23. "Ich bin ein Roboter aus der Zukunft und kenne keine Gefühle. Beep."

24. "Und was ist mit Brad Pitt? Den liebst du doch auch. Schlampe!"

25. "Dann bring mir mehr Bier."

26. "Oh nein, du bist schwanger, oder?"

27. "Ich dich auch - für fünfzig Euro."

28. "Bist du betrunken?"

29. "Brauchst du Geld oder was ist?"

30. "Ich dich auch. Immer zwei mal mehr wie du."

31. "Warum liegt denn da Stroh rum?"

32. "Ich bin gar kein/e Frau/Mann." (je nach Geschlecht)

33. "Ich weiß."

34. "Jahaaaa.... das sagst Du jetzt." (by Herr Olsen)

35. "Warte bis wir bei mir waren." (by Herr Olsen)

36. "Püdde???" (by Herr Olsen)

37. "Faszinierend." (by Herr Olsen)

38. "Stimmt genau." (by Herr Olsen)

39. "Du hast noch nicht viele Männer / Frauen kennengelernt, stimmt's?" (by Herr Olsen)

40. "Natürlich tust Du das." (by Herr Olsen)

41. "Muss das sein?" (by Herr Olsen)

42. "Das geht vorbei." (by Herr Olsen)

43. "Wart's ab!" (by Mary Malloy)

44. "Wie passend. Ich liebe mich auch!" (by Der Imperator)

45. "Was genau meinst du jetzt damit?" (by Ann von Neben)

46. "Möchtest du darüber reden?" (by Lily)

47. "Da sind wir dann schon zwei!" (by Lily)

48. "Hm. Moment mal... ich hab da so 'ne Liste mit passenden Antworten" (by Lily)

49. "Ich hoffe, du kannst damit leben!" (by Lily)

50. "Und? War das jetzt so schwer?" (by Lily)

51. "Wer tut das nicht?" (by Lily)

52. "Das ändert sich, wenn du meine Kinder kennengelernt hast!" (by Lily)

53. "Ja schön, aber ich muß noch fahren." (by Frau Rossi)

54. "Ich bin ein Alien, der in wirklichkeit eine Invasion der Erde vorbereitet...!" (by Mr.Elch)

55. "Was trinkst du?" (by Schuschan)

56. "Danke. Ich liebe mich auch." (by Man in Metropolis)

57. "Traurig... findest du nichts Besseres?" (by Geschichtenerzähler)

58. "Ok, was hast du angestellt?" (by Pssst!)

59. "Ok, wie heisst sie?" (by Pssst!)

60. "Was hast du gesagt? War/Hab gerade [hier Ausrede einfügen]." (by Michaela)

61. "Mmhh, morgen wieder, jetzt bin ich müde" (by Michaela)

62. "Weia!" (by Oppa Eumel)

63. "Ooh, mein Fusspilz ist gerade aufgeplatzt. Was hast Du gesagt?" (by Oppa Eumel)

64. "Das kommt in den besten Familien vor." (by Oppa Eumel)

65. "Selbst Chuck Norris konnte mir nicht widerstehen." (by Oppa Eumel)

66. "Guck mal, Bauchflusen." (by Oppa Eumel)

67. "Sachen gibt's." (by Oppa Eumel)

68. "Klar tust Du das, ich zahl die Miete und Deine Klamotten." (by Oppa Eumel)

69. "Immerhin." (by Oppa Eumel)

70. "Nicht Dein Ernst?" (by Oppa Eumel)

71. "Warte mal, shit, wo hab ich nur Maaks Liste hin...?" (by Marco)

72. "Ja, postkoital redet man allerhand Unsinn" (by Schaetzle)

73. "Wie war noch Dein Name?" (by Schaetzle)

74. "Willkommen im Club!" (by Schaetzle)

75. "Das sagt mein Mann auch immer!" (by Schaetzle)

76. "Das ist kein Grund, dass ich Deine Kehrwoche mache!" (by Schaetzle)

77. "Mal wieder Pleite?" (by Schaetzle)

78. "Ich hab trotzdem meine Tage Schatz." (by Schaetzle)

79. "Ich sagte doch schon: kein Sex vor der Ehe!" (by Schaetzle)

80. "Die Liebe ist eine Frau namens Corvette!" (by Schaetzle)

81. "Mein Herz gehört Jesus allein" (by Schaetzle)


Alle Antworten wurden von mir persönlich an lebenden Menschen getestet und sind voll funktionsfähig. Natürlich ist diese Liste bei weitem noch nicht vollständig. Also falls Sie noch Ergänzungen dazu haben dann immer her damit in den Kommentaren.

So, und nun drucken Sie sich die Liste einfach aus und haben Sie immer dabei. Man kann ja nie wissen wann und wo das nächste mal jemand überraschend sagt: "Ich liebe Dich."


P.S.: Paul hat übrigens festgestellt, dass die meisten Sätze zur Not auch auf den Satz "Ich hasse dich" funktionieren. Also zögern Sie nicht es mal auszuprobieren.

16.06.09

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...

Jörg Groundflyer war nicht gerade eine gute Seele, gehörte aber auch bei weitem nicht zur dunklen Seite. Er war einfach einer dieser Jedis die sich aus dem ganzen Gut-gegen-Böse-Spiel heraushielten und die anderen einfach mal machen liessen. Wenn man ihn fragte wie er so machtmäßig einzuordnen sei, sagte er immer er gehöre zur "grauen Zone" der Macht. Er kannte alle Jedi-Tricks, setzte sie aber selten ein um das Universum zu unterdrücken oder zu retten. Er machte einfach sein Ding.

Freitags traf sich Jörg Groundflyer immer auf Tatooine mit paar Kollegen - meistens um in der Cantina-Bar von Mos Eisley ein wenig zu Pokern. Und so war es auch dieses Wochenende. Die Gruppe war bekannt in der Gegend und hatte ihren eigenen Stammtisch hinten in einer schummrigen Ecke der Kneipe. Als Jörg Groundflyer dort eintraf waren zwei der anderen schon dort.

"Hi Leute", grüßte Jörg seine Kumpels, "so wenige heute?" Er nahm Platz. "Ja, Derry und Hon mussten leider absagen", sagte Darth Laysor, ein hohes Tier von den bösen Sithlords, aber wenn man ihr etwas besser kannte eigentlich ein recht lustiger Kerl. "Derry hat Probleme mit dem Starter seiner X34 und Hon steckt auf Dagobah fest." Jörg Groundflyer lachte. "Moment mal, Dagobah? Weigert sich Yoda etwa mal wieder seinen Flieger aus dem Sumpf zu heben?" Darth Laysor grinste, aber wegen seinem bedrohlichen schwarzen Helm konnte das leider niemand sehen. "Ja, genau, hihi. Das alte Lied. Gibt's eigentlich irgendwen mit dem Yoda das nicht gemacht hat?" Darauf sagte Chabohda der Twi'lek_Jedimeister, "Aouwhahwha toh-tutta" und alle lachten.

"Und was ist mit Steev? Wollte der nicht auch heute kommen?"
, fragte Jörg Groundflyer. Steev war ein in Mos Eisley stationierter Stormtrooper und der einzige in der Runde ohne Jedi-Ausbildung. "Gnawanga tutta oringodo droidenga. Jo-doh Steevanga jeddabudu." Chabohda gestikulierte mit den Armen während er erklärte. "Überstunden?", wiederholte Jörg, "Na dann lasst uns mal hoffen, dass sie diese Droiden schnell finden. Sollen wir schon mal ohne ihn anfangen?" Die anderen stimmten zu.

Darth Laysor war der erste, der Karten geben musste. Er hob seine Hand und die Karten schwebten zu ihm rüber. Vor seiner Nase mischten sich die schwebenden Karten von selbst in der Luft. "Wollt ihr noch meinen neuesten Kartentrick sehen bevor wir anfangen?", fragte der Sithlord die anderen. "Ya-dhow", antwortere Chabohda. "Ich auch", sagte Groundflyer. "Na gut, Jungs", meinte Darth Laysor und liess seine Finger knacken, "dann zieht jetzt mal eine Karte". Jörg Groundflyer griff in den schwebenden Kartenhaufen und suchte sich eine Karte aus. Es war die Kreuz 8. Während diese Karte weiterschwebte fielen die anderen Karten auf den Tisch. "Nun merkt euch diese Karte", sagte Darth Laysor, "sagt mir aber nicht welche es ist!" Chabohda der Twi'lek lachte. "Chadda coda ben Jedawanga, hehe.", meinte er amüsiert. "Ja genau", stimmte Jörg Groundflyer ihm zu, "es spielt keine Rolle ob wir dir sagen welche es ist. Du wirst eh wieder unsere Gedanken lesen!" Darth Laysor war ein klein wenig beleidigt. "Okay, ja, es ist die Kreuz 8. Aber der Trick ist ja noch nicht zu Ende. Ausserdem - wenn man das ganze Leuten zeigt, die nichts von Jedi-Gedankentricks wissen kommt das immer super an. Und jetzt passt auf wie es weiter geht!"

Darth Laysor machte ein paar übertrieben mystische Handbewegungen und murmelte dabei billige Klischeezaubersprüche von Hokuspokus bis Abrakadabra. Die Karte schwebte über das Zentrum des Tisches. Dann, total plötzlich, sagte er "KAZAMM!" und mit einem *kazamm* schossen Macht-Blitze aus seinen Fingern und verzauberten die Karte in ein Häufchen Asche. "Das war der Trick?", fragte Jörg Groundflyer. "Nein, du Depp", entgegnete Laysor, "der Trick geht noch weiter. Hier zieh irgendeine Karte aus dem Stapel. Irgendeine." Jörg Groundflyer zog eine Karte aus der Mitte des Decks. Es war die Kreuz 8. "Tadaaa!", sagte Darth Laysor sichtlich erfreut mit seiner blechernden Stimme. Chabohda und Jörg Groundflyer waren beeindruckt und spendeten Applaus.

Dann kam auch Steev endlich dazu, nahm seinen weissen Helm ab, begrüßte alle und setzte sich. "Hiho Leute!", sagte er, "Diesmal werde ich ganz sicher gewinnen und mir all die Credits zurückholen, die ihr mir bisher abgezockt habt. Wartet es nur ab." Die Jedis kicherten. "Sicher wirst du das", sagte Darth Laysor und Chabohda fügte noch "Chabadenga di pudu monga, hehehe" hinzu.

Dann begannen sie zu pokern. Steev hatte wirklich Glück an diesem Abend. Gleich in der ersten Runde hatte er zwei Asse in der Hand. "Ich erhöhe!", sagte er. Doch Jörg Groundflyer sah ihn nur an, machte eine Handbewegung ähnlich einem Winken und sagte ernst "Du willst nicht erhöhen." Steev war wie in Trance. Er starrte ins Leere und wiederholte "Ich will nicht erhöhen." Jörg grinste und fügte hinzu "Du willst rausgehen." Steev wiederholte. "Ich will rausgehen" Dann stand er auf und verliess die Bar. "Nein, Moment halt!", rief Jörg ihm hinterher, "Du willst nur aus der Runde raus meinte ich! Also die Karten schmeissen! Nur Passen! Ey! Bleib hier!" Aber Steev war schon verschwunden.

Darth Laysor und Chabohda sahen Jörg grimmig an. "Na das hast du ja prima hinbekommen." - "Khadenga daba wudo banga!" - "Ja genau! Und dann auch noch in der ersten Runde. Der Abend ist wohl gelaufen." Beschämt entschuldigte sich Jörg Groundflyer "Tut mir leid. Das nächste mal passe ich wohl besser auf was ich sage."

Danach war der Abend wirklich gelaufen. An ein Pokerspiel ohne ein Nicht-Jedi-Opfer war nicht zu denken. Das ist das blöde an den ganzen Jedi-Gedanken-und-Willens-Tricks. Man kann niemals gescheit mit anderen Jedis spielen weil alle dabei mogeln...

07.06.09

Männer...!

28.05.09

Worauf es wirklich ankommt

Vor einer Weile, nach dem Sport, in der Umkleide, da habe ich mal genauer hingesehen. Und Sie glauben kaum was ich da feststellte: niemand hat so einen kleinen Penis wie ich. Das überraschte mich sehr, denn bisher dachte ich immer ich wäre ganz gut dabei. Doch mit der Erkenntnis den kleinsten zu haben - wo doch gerade der Penis das Wichtigste bei einem Mann ist - war mir ganz plötzlich die Lust vergangen mit den anderen Riesenpimmeln zu duschen. Und so ging ich beschämt und stinkend nach hause und weinte auf dem ganzen Heimweg.

Schlagartig hatte sich mein Leben verändert. Bisher war ich immer ein fröhliches Kerlchen gewesen, aber nun gab es nur noch Tränen in meinem Leben. Ein jeder weiß, dass das Leben mit einem kleinen Penis nicht lebenswert ist. Ich sah keine Hoffnung mehr und hatte schlimme Selbstmordgedanken. Zwar hatte ich wohl schon immer den kleinsten Penis, aber bisher hatte ich es nicht gewusst! Die Erkenntnis brachte die Trauer.

Just in dem Moment, als ich meinen Abschiedsbrief schreiben wollte - was der moderne Mensch natürlich in Form einer Email erledigt - da landete mit einem *Pling* aus dem Äther des Internets eine Nachricht in meinem Postfach. Eine Nachricht, die ich noch heute als ein Zeichen von Gott persönlich deute. Eine Nachricht, die Hoffnung brachte und eine Zukunft möglich erscheinen lies. In der Betreffzeile stand: "Penisvergrößerung - jetzt!"

Sie glauben gar nicht was mein Herz für Sprünge machte bei Lesen dieser Botschaft des Schicksals. Es gab Ärzte auf der Welt, welche die Technologie besaßen jemandes Penis für viel Geld zu vergrößern! Glauben Sie das? Ich zunächst auch nicht, doch jetzt weiß ich das es stimmt.

Ich erinnere mich noch genau wie der Arzt mich vor der Operation fragte wie groß ich ihn denn gerne hätte und ich sagte "So groß wie mein Unterarm!" und wir dann beide lachten bis die Narkose einsetzte. Und als ich aufwachte... was soll ich sagen - mein Leben hatte wieder einen Sinn.

Nie wieder müsste ich mich nach dem Sport in der Umkleide schämen, was wohl auch daran lag, dass ich keinen Sport mehr machen konnte weil so ein Riesenpenis dabei hinderlicher ist als Sie glauben. (Ein weiterer Grund warum ich so fett geworden bin!) Wenn Ihnen der Penis schon ohne Erektion bis zum Knie reicht bringt das auch gewisse Nachteile mit sich über die man sich vorher vielleicht keine Gedanken gemacht hat - besonders wenn Sie dann doch eine Erektion bekommen! Das ist besonders beim Gehen sehr schwierig.



Auch blöd: kurze Hosen zu tragen können Sie vergessen. Es kommt sonst zu vielen, vielen, ja sehr vielen unangenehmen Situation in denen Sie unter anderem Kindern, alten Leuten, Ihrem Chef und ganz besonders Zollbeamten erklären müssen was da unten aus Ihrer Hose schaut. Nicht gut.

Es hat also nicht nur Vorteile so wie ich einen wahnsinnig großen Penis zu haben und zu den wenigen Nachteilen, die ich bisher erwähnt habe kommen noch viele viele mehr dazu, die ich aus Zeitgründen jetzt leider nicht alle aufschreiben kann. Wenn ich genauer drüber nachdenke ist es aber eigentlich voll scheiße mit so einem Riesenrüpel und mein Leben war viel einfacher vor der OP.

Klar könnte ich also jetzt meinen Penis wieder verkleinern lassen. Aber ein kleiner Penis? Sein wir mal ehrlich - damit ist das Leben doch nicht lebenswert.

27.11.08

Nur ein Spiel

Als meine Kreativität am Nullpunkt war kam eine Muse daher und gab mir Starthilfe (in gelb) für eine Geschichte. Kaum waren ihre Zeilen abgetippt sprudelte der Rest (in weiss) wie von ganz allein aus meinem Kopf.

Es war einmal ein armes Mädchen. Das saß immer auf einer Bank in einem wunderschönen Park. Auf dieser Bank saß auch immer zur selben zeit ein Mann mit einem grauen Trenchcoat. Er hatte behaarte Waden und schwarze Schuhe ohne Socken an. Jeden Tag. Die Hände immer im Mantel versteckt. Der Trenchcoat war ihm etwas zu weit, sodass das Mädchen, das neben ihm auf der Bank saß, Tag für Tag, seitlich in die Zwischenräume der Knöpfe starren konnte. Er hatte nichts drunter. Nie. Eines Tages...

...sprach das Mädchen ihn an. "Du, Onkel", sagte es, obwohl der Mann natürlich nicht wirklich ihr Onkel war, "kann es sein, dass dir sehr warm ist?" Der Mann drehte seinen Kopf zu dem Mädchen und lächelte. Er hatte gelb-bräunliche Zähne, jedenfalls dort wo sie nicht schon fehlten. "Wie kommst du denn darauf?", fragte er mit einer Stimme, die nach vierzig Jahren Kettenrauchen klang. "Naja, Onkel", sagte das Mädchen, "Mir ist aufgefallen dass du da gar nichts unter deinem Mantel hast." Der Mann lachte dreckig. Das Mädchen lachte mit weil es fand, dass es ulkig aussah wie der Mann lachte.

"Glaubst du das wirklich, dass ich nichts unter meinem Mantel habe?", fragte der Mann. Das Mädchen betrachtete ihn kritisch. "Ich weiss nicht.", sagte es, "Vielleicht ja doch." Der Mann lachte wieder bis er husten musste. Dann würgte er etwas gelb-grünes hoch und spuckte es auf den Gehweg. "Wie wäre es mit einem Spiel?", schlug er vor. Das Mädchen strahlte übers ganze Gesicht. "Oh ja, ein Spiel, ein Spiel!" rief es und sprang dabei händeklatschend auf und ab. "Was denn für ein Spiel?"

"Also, das Spiel geht so: du musst drei mal raten was ich unter meinem Mantel verstecke.", erklärte der Mann. "Wenn du es raten kannst hast du gewonnen und hast einen Wunsch frei. Ich bin nämlich eine gute Fee - nur halt inkognito unterwegs." Das war natürlich gelogen und nur ein böser Trick, spielte aber keine Rolle, weil das Mädchen eh nicht wusste was 'inkognito' bedeutet. "Gewinne allerdings ich", fuhr der Mann fort, "so musst du das was ich unter meinem Mantel verstecke streicheln und küssen bis ich sage, dass es genug ist." Er grinste breit während er das sagte. Da sich das Mädchen sehr sicher war, dass sie raten würde was unter dem Mantel steckte, sagte es zu. Das Spiel begann.

"Ich bin mir nicht sicher", sagte das Mädchen, "aber trägst du unter deinem Mantel vielleicht eine Unterhose?" Der Mann lachte und schüttelte den Kopf. "Nein, meine Kleine. Eine Unterhose trage ich ganz gewiss nicht. Ich verstecke etwas anderes unter meinem Mantel."

Das Mädchen dachte nach. "Ist es vielleicht ein Hemd oder T-Shirt?" Wieder lachte der Mann. "Nein, das ist es auch nicht. Einen Versuch hast du noch. Ich gebe dir einen Tip: es ist nichts zum Anziehen." Er grinste.

Jetzt kam es drauf an. Der letzte Versuch. Das Mädchen überlegte und überlegte was der Mann wohl unter seinem Mantel versteckt haben konnte. Etwas das man streicheln konnte musste es sein. Etwas das man küssen konnte musste es sein. Und es war sicher nichts zum Anziehen. Sie dachte und dachte und dachte. Und plötzlich sah sie es vor ihrem geistigen Auge. Die Lösung des Rätsels. Die Antwort.

"Ich weiss es, Onkel!", rief das Mädchen. "Es ist ein Pony! Du hast ein Pony unter deinem Mantel versteckt!" Diesmal lachte der Mann nicht. "Du hast Recht", sagte er verzweifelt, öffnete den Mantel, lies das Pony raus und knöpfte den Mantel wieder zu. "Wie hast du das erraten?" Das Mädchen lachte. "Spielt keine Rolle", sagte es, "Her mit dem Pony. Ich will es als Gewinn." Dann schwang sich die kleine auf den Rücken des Tieres und galoppierte in den Sonnenuntergang.

Der Mann aber weinte bitterlich. Jetzt hatte er auch noch sein Pony verloren.

19.11.08

Das Geheimnis des besten Sex der Welt

...ist bestimmt eine dieser Überschriften, mit denen man total viele Leute anlockt, die dann total angepisst wieder wegklicken wenn sie nicht finden was sie sich erhofft hatten.

Wenn Sie zu diesen Leuten gehören haben Sie wahrscheinlich schon jetzt wieder weggeklickt und lesen dies hier gar nicht mehr. Wenn Sie zu diesen Leuten gehören sind sie ausserdem höchstwahrscheinlich ein Mann männlich und googlen bereits nach der nächsten Internetseite die Ihnen das Geheimnis verraten könnte - aber nicht wird. Schade eigentlich das Sie so wenig Geduld haben.

Denn ich kenne tatsächlich das Geheimnis des besten Sex der Welt und habe auch den schwarzen Gürtel im Kamasutra! Und hätten Sie mal tapfer durchgehalten und ein paar Zeilen weitergelesen, dann hätte ich es Ihnen vielleicht sogar verraten. Aber nein, seite läd, kein Tittenbild, keine Sex-Info in den ersten zwei Zeilen, und tschüss.

Aber nicht mit mir, Freundchen. Nicht mit mir! Behalt ich halt das große Geheimnis des besten Sex der Welt für mich (okay, die Liebste weiss auch Bescheid - wird aber ebenfalls nix verraten). Selbst Schuld! Blöder Wegklicker! Ich hätt's ganz ehrlich verraten. Selbst Schuld.

Und allen die doch tapfer bis zum Ende durchgehalten haben sei gesagt: bedankt euch bei den Wegklickern dafür das ich das Geheimnis des besten Sex der Welt nun für mich behalte. Die haben euch das eingebrockt!

11.11.08

Die schlimmste Folter

Ich weiss nicht mehr genau wie ich in diese Situation gekommen bin. Aber da sitze ich nun, gefesselt an einen Stuhl in einem dunklen Raum mit zwei dunklen Gestalten, die die alte Verhörnummer mit mir abziehen.

"Rede endlich!", brüllt der eine und hält mir die Schreibtischlampe vors Gesicht. Ich kneife die Augen zusammen weil das tierisch hell ist und - das vergisst man oft wenn man es nicht mal selbst erlebt hat - verdammt warm ist es auch. "Ganz schön grell", sage ich. "Sechzig oder hundert Watt, die Birne?"

Das gefällt ihm gar nicht. Er schlägt *whammm!* mit der Faust auf den Tisch. Der Typ hat ne Statur wie ein Bär und ist schon sehr einschüchternd mit seiner Art. "Du hast es nicht anders gewollt.", sagt er. "Jetzt kannst du was erleben." Dann krempelt er sich die Ärmel hoch. Was jetzt wohl kommen mag?

Plötzlich taucht das Gesicht des Anderen neben meinem Ohr auf. Der scheint eher der ruhigere Typ zu sein und sagt ganz gelassen: "Sie müssen das Verhalten meines Kollegen verzeihen." (Ah, dieser hier siezt mich. Sehr höflich. Der andere hat mich immer ungefragt geduzt.) "Er verliert immer schnell die Geduld und wird dann etwas... ungemütlich." Ich schau zu dem bärenhaften Kerl rüber der schwitzend und schnaufend mit hochgekrempelten Ärmeln vor mir steht. Zwischen ihm und mir nur der Tisch, doch der wird mich nicht retten wenn ihm der Geduldsfaden reisst. "Vielleicht sollten sie uns einfach sagen was wir wissen wollen", fährt der Ruhigere fort, "dann sorge ich dafür das er ihnen nichts tut." Ich drehe den Kopf und schau mir den Ruhigen an. Dann den Bären. Dann wieder den Ruhigen. "Ist das jetzt 'guter Cop, böser Cop'?", frag ich.

"Wir sind keine Cops", sagt der Ruhige und nickt dem anderen zu. Dieser Brüllt als wäre er Godzilla und zerreisst vor meinen Augen den Tisch als wärs nur ein Stück Papier. Jetzt ist da gar nichts mehr zwischen ihm und mir. "Worum geht's hier überhaupt?", frage ich um Zeit zu gewinnen. "Sie haben immer nur gesagt ich soll reden und nie gesagt worüber." Auf einmal ist es still. Die beiden sehen sich an.

"Ähm", sagt der Böse plötzlich ganz freundlich, "Wir lesen immer ihren Blog." Der Ruhige nickt bestätigend. "Und da haben sie schon seit letzten Donnerstag nichts mehr geschrieben." Oh, jetzt siezt er mich also doch. Der Ruhige nickt wieder. "Und jetzt wollten wir wissen was los ist." Nicken. "Schließlich lieben wir ihren Blog! Und auch wenn wir nicht immer Kommentare schreiben lesen wir ihn jeden Tag. Und wenn mal einen Tag nichts kommt und wir auf den nächsten Tag warten müssen ist das für uns die schlimmste Folter!" Und wieder nickt der Ruhige zu dem was der Böse sagt.

"Aber Leute", sag ich, "Ihr könnt doch nicht tatsächlich von mir erwarten das ich euch JEDEN Tag pures (Blog-)Gold liefern kann. Manchmal passiert einfach nix was man verblogwursten könnte und Geschichten zu erfinden ist auch nicht einfach wenn sie gut sein sollen." Stumm schauen die beiden mich an. "Und manchmal ist einfach so viel zu tun, dass man einfach nicht dazu kommt was aufzuschreiben - selbst wenn man etwas Gutes zu erzählen hätte. Und jetzt mach ich auch noch zwei mal die Woche Sport und ab nächstes Jahr hab ich nen neuen Job, da weiss ich noch gar nicht ob und wieviel Zeit ich da zum Bloggen haben werde." Dem Bösen, der mitlerweile ganz lieb geworden ist und mich mit großen Kulleraugen anstarrt, läuft eine Träne über die Wange. "Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich WENN es was zu erzählen gibt UND es die Zeit erlaubt, das auch bloggen werde." Der liebe Böse lächelt weinend. Der Ruhige schnauft in ein Taschentuch. "Und wenn ihr mich jetzt losbindet, dann geb ich euch ein Eis aus."

Das machen die beiden dann auch. Sie binden mich los und wir räumen noch das Zimmer auf (ein zerrissener Tisch macht ne Menge Splitter). Dann gehen wir.

Auf dem Weg nach draussen fragt mich der Bärentyp: "Ist denn wirklich gar nichts passiert seit letzten Donnerstag?" Was für eine Frage. Natürlich war etwas passiert. "Also am Sonntag", erzähle ich, "da haben wir ne Martinsgans verdrückt. Die hat total gut geschmeckt. Aber am nächsten Tag hatten wir alle Magenbeschwerden. Gans schön blöd, sag ich. Versteht ihr? Gans schön blöd! Haha!"

Und wärend ich erzählte gingen wir in den Sonnenuntergang...

22.10.08

Sie hat nein gesagt.

"Und? Haste Steffi gefragt ob sie mit dir ausgehen will?"
"Ja. Hab ich."
"Und?"
"Und was?"
"Ja was hat sie gesagt?"
"Sie hat nein gesagt."
:-(
"Echt?"
"Ja."
"Nein?"
"Ja."
"Du Glückspilz!"
"Hä? Wieso?"
"Ja sie hat nein gesagt. Nein, man! Das ist doch super."
:-)
"Was bitte ist denn daran super?"
"Wie? Was bitte ist den daran super? Weisst du das denn etwa nicht?"
"Anscheinend nicht."
:-(
"Dummkopf! Wenn Frauen nein sagen meinen sie eigentlich ja."
;-)
"Bist du sicher?"
"Ja!"
"Also wollte Steffi doch mit mir ausgehen?"
:-)
"Ja!"
:-D
"Oh ich Depp. Warum hab ich das blos nicht gecheckt? Ich bin so dumm."
:-(
"Ach was. Ist schon in Ordnung. Kann ja nicht jeder so ein Frauenversteher sein wie ich. Frag sie einfach nochmal - jetzt weisst du ja wie der Hase läuft."
"Mhhh... ich glaub das ist eine gute Idee. Ich geh direkt mal zu ihr."
"Vielleicht solltest du sie dann auch gleich mal fragen ob sie vielleicht gern mit dir schlafen würde."
:-)
"Meinst du?"
"Aber sicher." ;-)
"Okay. Du hast definitiv mehr Ahnung von Frauen als ich. Danke für den Tip."
:-D
"Kein Problem. Dann bis gleich."
"Aber Moment... was ist wenn sie ja sagt?"
"Ja um so besser. Ja heisst auch ja!"
"Ja heisst ja?"
"Ja."
"Und nein heisst auch ja?"
"Ja."
"Aber was würde sie dann sagen wenn sie nein meint?"
"Falafel."
"Wenn sie nein meint sagt sie Falafel?"
"Ja."
"Das ist'n Scherz oder?"
"Nein. So sind Frauen."
"Na gut. Ich geh dann mal. Bis gleich."

*dumdidumdidum*

"Da bin ich wieder."
"Und? hast du Steffi nochmal gefragt ob sie mit dir ausgeht?"
"Ja."
"Und? Was hat sie gesagt?"
"Nein!"
:-D
"Hey, toll für dich. Hast du auch gefragt ob sie mit dir schlafen will?"
:-)
"Ja."
"Und? Was sagte sie dazu?"
"Falafel."
:-(

26.08.08

Lost

Bis auf das abgestürzte Flugzeug (das ein wenig das Gesamtbild trübt) ist es ein wunderbarer Strand an einem warmen, wolkenlosen Tag. Locke sitzt wortlos im Sand und schaut vertäumt in die Ferne des türkis schimmernden Ozeans. Sanft branden die Wellen gegen die Insel und wären nicht alle ständig in Lebensgefahr, so wäre es der schönste Ort der Welt. Doch in diesem Moment war das Leben schön.

Hurley gesellt sich zu ihm und starrt eine Weile wortlos mit in die Weite. Nach ein paar Minuten bricht er allerdings die Stille. "Dude", sagt er, "wenn du zehn Dinge auf eine einsame Insel mitnehmen könntest... was wäre das dann?"

Locke starrt ihn mit in Falten gelegter Stirn an. Dann schüttelt er den Kopf, steht auf und klopft sich den Sand von der Hose. "Hugo", sagt er, "das war das Bescheuertste was ich je im Leben gehört habe." Und mit diesen Worten klemmt er sich sein Messer zwischen die Zähne und verschwindet im Dschungel.

Hurley bleibt alleine sitzen.

09.07.08

Geschüttelt, nicht gerührt

Was ein richtiger Autoproll ist wissen wir Bochumer sehr genau. Immerhin kommen jedes Jahr tausende dieser besonderen Menschenaffen direkt in unsere Nachbarschaft gepilgert - zum D&W-Fest. Dort gibt's dann Schwanzvergleiche auf verschiedenen Ebenen - solange es sich ums Auto dreht. Eigentlich könnten die aber alle zu Hause bleiben, denn das beste Auto überhaupt hat mein Bruder Basti.

Dieses Auto kann Sachen, die erst seit der Erfindung von Einstein's Relativitätstheorie (E=mc²) möglich sind. Zum Beispiel Raumkrümmung. Das Auto ist nämlich innen größer als außen. Das sieht man ihm zwar nicht an aber es muss einfach so sein. Wieso? Weil die Musikanlage die dort eingebaut ist inklusive Lautsprecher mal eben doppelt so groß ist wie das Auto selbst. Da das ganze aber im Auto (drinnen) eingebaut ist muss da einfach Raumkrümmung am Werk sein. Vielleicht auch Voodoo.

Ich kann mir vorstellen was Sie jetzt vielleicht denken aber die Musikanlage und die Speaker sind gar nicht so viel größer als die von anderen Möchtegern-Tunern. Nein, es ist das Auto was so klein ist. Der Basti fährt nämlich Smart.

Das Problem wenn man Riesenspeaker in einen Smart einbauen will ist die Tatsache, dass das Auto direkt hinter dem Sitz zu Ende ist. Da solche Lautsprecher aber traditionell hinten auf der Ablage installiert werden heisst das, dass man in Basti's Smart quasi schon mit'm Kopp inne Box hängt sobald man das Auto betritt besteigt entert. Macht aber nix, man kann trotzdem nix hören. Zumindest nix verstehen.

Wenn man nämlich eine solch tolle Musikanlage besitzen tut wie sie der Basti im Auto hat und bei der jeder Mantafahrer (gibt's die noch?) grün vor Neid würde, dann hat man die Pflicht seine Bässe auf volle Kanne und noch drüber zu drehen. Und wenn das in jenem kleinen Smart gemacht wird und von CD die Ghetto-Trommel loslegt, dann merkt man, wie viele Teile an so einem Auto aus Plastik sind - weil sie alle vibrieren. Und überhaupt auch die Teile die nicht aus Plastik sind vibrieren, nur dass sie dabei nicht so ein nervendes klapperndes Geräsch machen.

Glauben Sie mir - wenn Basti in seinem Smart die Bass-Keule aufdreht, dann fühlen Sie sich wie ne Batterie in einem Dildo: geschüttelt, nicht gerührt.

30.06.08

Mein Penis wird die Welt erobern!

Habe mich gerade mit dem Spore Creature Creator beschäftigt (Download für umsonst) und bin begeistert! Wie lustig muss das fertige Spiel erst sein wenn es möglich ist derartig lustige Viecher zu basteln und damit die Welt zu erobern?


Erste Kreation: Der Penoid


Zweite Kreation: Sir Schwanzelot


Dritte Kreation: Ein Pimmeling


Krass was da alles möglich ist! Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt... außer... ja außer man hat selbst eine beschränkte Fantasie.

28.06.08

Last night...



19.06.08

Disconnect

Letzten Donnerstag habe ich von der Trennung eines Paares aus meinem Freundeskreis erfahren. Ich war schockiert. Gerade von diesen beiden hätte ich nie gedacht das die nochmal auseinandergehen. Und dann *zack* hat er sie verlassen.

Und dann - gestern - schreibt mir eine sehr gute Freundin sie habe sich auch von Ihrem Freund getrennt. Auch hier handelt es sich um eine langjährige Beziehung, die plötzlich vorbei ist. Ich bin fassungslos.

Die Gründe für die beiden Trennungen könnten verschiedener nicht sein. Doch war es in beiden Fällen das dämliche Verhalten des Mannes aus dem am Ende die Trennung resultierte. Idioten! Ihr Deppen habt zwei grandios tolle Frauen gehen lassen!

Aber meine Güte! Zwei Trennungen von Unzertrennlichen in einer Woche. Und das nur in meinem Freundeskreis. Da wird man doch nachdenklich. Hoffentlich ist kein Trend, denn ich bin sehr glücklich mit der Liebsten und will auch weiter mit ihr glücklich sein!

Vielleicht sollte ich noch ein wenig lieber zu der Liebsten sein (falls das überhaupt möglich ist). Nur zur Sicherheit...

05.06.08

Sex und Schokolade

Die Jüngeren werden es vielleicht nicht wissen, aber irgendwann hat Twix mal Raider geheissen. Twix das ist dieser Schokoriegel wo man gleich zwei schmale Kalorienbolzen nebeneinander in eine Packung getan hat. (Nicht zu verwechseln mit Bounty, wo auch zwei von den Dingern in einer Packung sind, aber dort sind sie hintereinander und nicht nebeneinander eingepackt. Ausserdem sind im Twix keine Kokosnüsse, im Bounty aber schon.) Naja, jedenfalls hiess Twix vor langer Zeit mal Raider.



Ja und irgendwann ist dann ein schlauer Marketingtyp auf die Idee gekommen, dass Raider in verschienen Ländern verschiedene Namen hat und das ja mal rein verkaufstechnisch totaler Blödsinn ist. Also hat man sich dazu entschlossen dem Kind weltweit den selben Namen zu geben und dieser war halt Twix. Die älteren unter uns werden sich noch gut an die Werbung dazu erinnern: "Raider heisst jetzt Twix, sonst ändert sich nix." (leider nicht auf YouTube gefunden).

Tja und so gingen ein paar Jahre in die Lande und man gewöhnte sich an den neuen Namen Twix. Und noch ein paar Jahre später hatten wir Austauschschüler aus der US of A hier im Lande. Und weil wir ständig mit denen irgendwelche Sachen unternommen haben um denen zu zeigen wir viel besser es in Europa ist, hat man sich natürlich oft in Gruppen getroffen und halt irgendwelche Sachen mit denen unternommen. Und einmal, als irgendein Mädel bei so einer Unternehmung ein Twix am essen war, da sah das ein Kollege von mir und wollte seinen Ami fragen ob Twix denn in den Staaten auch mal Raider geheissen hatte. Und so zeigte er auf das Twix und fragte: "Do you know Raider?" Der Ami aber kannte erstens kein Raider und zweitens hatte er die Frage akustisch nicht so ganz verstanden und antwortete: "Her? Of course I wanna ride her!"

Es dauerte eine Weile den Irrtum zu aufzuklären, besonders weil wir vor Lachen kaum was sagen konnten. Seitdem fällt diese amüsante Geschichte mir jedes mal ein, wenn ich irgendwo Twix sehe.