05.11.09

Polizeikontrolle

"Guten Tag. Allgemeine Verkehrs Polizeikontrolle. Dienstausweis bitte!", sage ich freundlich aber doch in einem Ton an dem der Polizist genau erkennt wer hier das Sagen hat. "Äh, was, wie bitte?", fragt er ein wenig überrascht. "Allgemeine Polizeikontrolle", wiederhole ich ein wenig lauter, "Dienstausweis aber zackig!" Das zeigt Wirkung. Der Polizist lässt seine Kelle fallen und sucht nach den Papieren.

"Wissen Sie warum ich Sie angehalten angesprochen habe?", frage ich ihn noch bevor er seine Papiere gefunden hat. "Äh, nein...", antwortet er sichtlich nervös und versucht dabei so unschuldig wie möglich auszusehen. "Sie behindern den Straßenverkehr in beträchtlichem Maße", erkläre ich. "Was? Ich? Nein? Wie denn?", stammelt er. "Sie halten absichtlich Autos an, die ihre Kollegen ein paar hundert Meter weiter zuvor geblitzt haben. So kann der Verkehr nicht fließen."

"Aber das... das würden wir nie tun!", sagt er, aber ich zeige ihm das Foto das ich gemacht habe.



"Und was ist das?", frage ich. "Das sind SIE wie sie einen Verkehrsteilnehmer abfertigen. Ich fürchte dafür muss ich ihnen ein Bußgeld von fünfzehn Euro abknöpfen. Wollen Sie sofort zahlen? Sie können auch später überweisen, aber dann wird's teurer." Der Polizist weiß das er aus der Nummer nicht mehr rauskommt. "Na gut, hier haben sie." Ich bin 15 Euro reicher.

"Und jetzt machen sie das sie hier weg kommen und nehmen sie ihre Kollegen mit dem Blitzer mit. Und das mir das nicht nochmal vorkommt!", ermahne ich ihn und gehe meines Weges.

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Ach ja, an alle die mich gerne mal besuchen: unbedingt dran denken, daß meine Straße jetzt ne 30-Zone ist und die Bullen unser Freund und Helfer da täglich (!!!) am Blitzen ist.

02.11.09

Das ist dann wohl mein Verdienst

Haben Sie eigentlich von dem amoklaufenden Elefanten gehört, der laut trötend zehn Leute bei seiner wilden Flucht durch die Innenstadt zertrampelt hatte? Sie wissen schon - der Elefant, der erst letztens so spektakulär aus dem Zoo ausgebrochen war. Nein? Nichts davon gehört? Nun, das ist dann wohl mein Verdienst.

Denn der Elefant war gar nicht spektakulär aus dem Zoo geflohen. Und deshalb hat er auch auf der Flucht keine zehn Leute laut trötend zertrampelt. Er wollte aber. So viel ist sicher!

Tierpfleger haben eine sehr innige Beziehung zu den Tieren die sie Pflegen. Und wenn irgendwas mit den Tieren nicht stimmt, dann merken das die zuständigen Pfleger sofort. Und so kam es, dass ich erst letztens wieder einen Anruf aus dem Zoo bekam. Man sagte mir es wäre ein Notfall und ich solle wenn möglich sofort vorbeikommen. Ja und das hab ich dann auch gemacht.

Vor Ort führte mich dann der Tierpfleger der mich angerufen hatte ganz aufgeregt zum Elefantengehege. "Sehen sie! Da!", sagte er, "Erkennen sie nicht auch den Wahnsinn in seinen Augen?" Und tatsächlich - ich sah den Wahnsinn! Man konnte dem Elefanten ganz klar ansehen, dass er kurz davor war spektakulär aus dem Zoo auszubrechen und auf seiner Flucht zehn Leute laut trötend zu zertrampeln. Dieser Elefant war ganz klar ein Psychopath kurz vorm Durchdrehen. Ein Psychofant!

Es war gut das der Tierpfleger mich sofort angerufen hatte. Ein paar Minuten später und es wäre zu spät gewesen. Jetzt hieß es für mich die Zähne zusammenzubeißen und mutig ans Werk zu gehen. Ich wurde ins Elefantengehege geschubst und hinter mir wurde die Tür zugeschlagen. Vorsichtig bewegte ich mich auf den großen, grauen Berg aus geballter Agressivität zu.

Warum tat ich das? Ich glaube ich habe es Ihnen bisher noch nie erzählt, aber ich habe ein seltenes Talent, welchess nur wenige, sehr besondere Menschen besitzen. Ich bin ein Elefantenflüsterer. Ich habe die Fähigkeit jeden Elefanten allein mit der beruhigenden Kraft meiner Stimme zu zähmen.

Doch obwohl ich mir dieser Fähigkeit bewusst war, war es dennoch nicht ganz ungefährlich sich einem solchen Tier zu nähern - besonders wenn es wütend ist! Denn wütende Elefanten neigen dazu jeden und alles was in ihre Nähe kommt laut trötend zu zertrampeln. Und wenn laut getrötet wird kann der Elfant mein Flüstern wohl kaum hören - egal wie groß seine Ohren auch sind. Daher bewegte ich mich sehr vorsichtig auf das Tier zu und versuchte nicht gleich entdeckt zu werden.

Als er mich dann doch bemerkte und sich flink umdrehte und wie eine Katze die Sprungposition einnahm, da fing ich an ganz leise und sanft ein altes Elefantenlied zu brummen. Darauf war der Elefant nicht gefasst und er hob eine Augenbraue und sah mich abschätzend an. Ganz langsam und vorsichtig brummte ich mich immer weiter in seine Richtung bis ich ihn endlich erreichte. "Na mein kleiner", flüsterte ich und legte ihm sanft meine Hand auf die riesige Stirn, "Was ist denn los? Warum bist du denn so wütend?" Der Elefant schnaufte seufzend durch seinen Rüssel und sah mich traurig an. Dann erklärte er mir wortlos wie Elefanten das so tun seine Probleme. Ich hörte nur zu, unterbrach ihn nie, ließ ihn einfach nur machen und nickte hin und wieder.

Er hatte wohl Rachegedanken, weil ihm immer wieder die Besucher Brötchen vor die Nase den Rüssel hielten und diese dann wenn er sie nehmen wollte wegzogen und ihn auslachten. Ganz besonders böse war ein wohl ein Achtjähriger, der ständig in den Zoo kam - nur um den Elefanten zu ärgern! Und da Elefanten nie vergessen wollte er jetzt ausbrechen und diesen Jungen zu Klump zermatschen. Irgendwie konnte ich ihn verstehen.



Doch gelang es mir nach einem langen Gespräch unter dem Sternenhimmel den Elefanten von seinem Plan abzubringen. Ich erklärte ihm ruhig er müsse über die Folgen seines Planes nachdenken und das sie ihn ganz sicher umbringen würden wenn er spektakulär ausbräche und auf seiner Flucht laut trötend zehn Leute zertrampelte und fragte ihn ob es das wirklich wert wäre für einen kleinen, blöden, achtjährigen Jungen. Da schniefte der Elefant und sah ein das es ein großer Fehler gewesen wäre und war froh darüber, dass ich ihm von seinem Vorhaben abgebracht hatte. Ich wischte ihm seine großen Elefantentränen vom Gesicht und umarmte ihn nochmal trostspendend und versprach von nun an öfter in den Zoo zu kommen und wenn ich den Jungen sähe ihm die Unterbuchse hinten aus der Hose zu ziehen so das er sie tief in der Arschritze hängen hat. Da lachte der Elefant und tantze fröhlich durch sein Gehege. Ich verabschiedete mich von Tier und Pfleger und spazierte erleichtert durch die Nacht nach hause.

Und wieder mal hat der Elefantenflüsterer ein Unglück verhindert!

29.10.09

Der seltsame Wecker

Seit Tagen... ach was Wochen... Monaten... ja sogar Jahren kann ich nicht schlafen. Zumindest nicht morgens. Der Grund dafür ist offensichtlich eine Fehlfunktion meines Weckers. Eigentlich soll der ja nur die Uhrzeit anzeigen, aber jeden morgen, so gegen sechs, da macht das Ding einen Krach, das würden sie nicht glauben. Er piepst!

Und obwohl ich gerne weiter schlafen würde habe ich bei der ganzen Piepserei keine Chance. Ich habe zwar irgendwann herausgefunden, dass man einfach auf den Wecker draufhauen kann und der dann ruhig ist, aber acht Minuten später, wenn ich gerade wieder schlafe, da piepst der dann wieder! Ganz klar das Werk des Teufels.

(Ich habe sogar kürzlich mal die Uhren umgestellt und der piepsende Wecker ist jetzt in der Küche. Dafür ist die große Standuhr aus dem Wohnzimmer jetzt neben meinem Bett aber die tickt so laut, dass ich abends nicht einschlafen kann. Deswegen schlafe ich jetzt in der Küche auf dem Tisch, wo allerdings der Wecker morgens wieder piepst. Ein Teufelskreis! Aber das nur am Rande...)

Da ich bei der ganzen Piepserei irgendwann keine Möglichkeit mehr sehe weiter zu schlafen, stehe ich dann immer genervt auf. Früh morgens! Können Sie sich das vorstellen? Und dann habe ich den ganzen Tag vor mir und weiß gar nicht was ich mit der ganzen Zeit anfangen soll. Ich hätte das ja gut wegpennen können wäre dieser blöde Wecker nicht immer so laut. Und weil ich nicht wusste was ich jeden Tag mit der ganzen Zeit anfangen soll habe ich mir irgendwann einen Job gesucht damit ich wenigstens acht Stunden lang schon mal sinnvoll rumkriege. Hätte dieser Wecker mich also morgens schlafen gelassen, so wäre das gar nicht nötig gewesen. Sie verstehen, oder?

Das mit dem täglichen Arbeiten kann natürlich kein Dauerzustand sein. Sowas ist ja nicht normal. Viel besser waren die Zeiten wo der Wecker morgens keinen Radau machte und ich den halben Tag lang durchpennen konnte, so wie die meisten anderen Menschen auch. Daher bin ich auf die Idee gekommen ein paar Detektive auf den Wecker anzusetzen um das Mysterium um die morgendliche Ruhestörung aufzuklären. Und wenn die dabei sind sollen die Detektive auch gleich mal rausfinden was dieses kleine Glöckchen im Display des Weckers bedeutet.

Nun kann man natürlich nicht einfach irgendwelche Detektive auf solch einen heiklen Fall ansetzen. Viele Detektive sind nämlich total unfähig. Nein, solch ein Fall ist nur was für Profis. Trifft es sich da nicht gut, dass gerade heute ein paar Profis in der Nähe sind und einen ähnlichen Fall lösen? Die Rede ist von einer Gruppe Detektiven, von denen ich schon sehr viel gehört habe - nämlich so circa 134 mal. Die Rede ist von den echten und leibhaftigen Drei Fragezeichen!

Die echten wahren Drei Fragezeichen sind nämlich heute in Essen in der Grugahalle um dort live und vor Publikum einen ähnlichen Fall zu lösen, den sie "Der seltsame Wecker" nennen. Das gibt mir natürlich die Gelegenheit mit der Liebsten dort hin zu fahren und die Jungs mal bei der Arbeit zu beobachten bevor ich sie dann an meinen eigenen seltsamen Wecker dran lasse. Wenn sie den anderen Fall lösen können, kriegen sie den Job!

Das einzige Problem was ich derzeit sehe ist, dass ich eventuell gar nicht mehr mitbekomme ob und wie sie den Fall lösen. Normalerweise schlafe ich nämlich immer ein bevor die Drei Fragezeichen irgendeinen Fall zu Ende gelöst haben. Ich hoffe das passiert heute Abend nicht...

26.10.09

Uhren umstellen!

Am Wochenende war es mal wieder so weit: für die Winterzeit mussten die Uhren umgestellt werden. "Uhren umstellen", so sagen die Medien, "das macht man damit man mehr vom Tage hat." Und als ich frage "Häh?", da fügen die Medien hinzu "Also mehr Sonnenlicht." Achso. Na klar! Häh?

Nun gut. Weil also anscheinend alle Leute ihre Uhren umstellen hab ich das diesmal auch gemacht. Seltsamerweise muss man das mitten in der Nacht machen - nämlich um drei Uhr morgens! Warum gerade dann weiß ich nicht. Vielleicht gibt's sonst doch nicht mehr Sonnenlicht und alles war umsonst. Keine Ahnung.

Und so sitze ich also die ganze Samstagnacht auf dem Sofa, schaue das langweiligste Fernsehprogramm der Welt und versuche dabei nicht einzupennen. Dabei wäre ich gerne raus gegangen, feiern oder so. Aber wäre ich wirklich losgezogen um Spass zu haben, so hätte ich mir die ganze Zeit Sorgen gemacht ob ich es wohl schaffe bis drei Uhr morgens wieder zu Hause zu sein um die Uhren umzustellen. Also bin sicherheitshalber zu Hause geblieben und habe mich bis früh morgens durchgelangweilt.

Und dann war es irgendwann endlich drei Uhr morgens und ich konnte die Uhren umstellen. Die große Uhr aus der Küche ist jetzt im Bad. Den Wecker aus dem Schlafzimmer hab ich in die Küche gestellt (was gut ist, weil man den zum Eierkochen stellen kann). Die große Standuhr mit dem Pendel aus dem Wohnzimmer steht dafür jetzt neben meinem Bett, was vielleicht nicht ganz so clever war. Das stündliche *DONG*, *DONG*, *DONG* ist zwar auch eine prima Weckfunktion, allerdings ist stündlich geweckt werden nicht ganz so toll. Ausserdem tickt die Standuhr sehr laut und man kann nur schwierig wieder einschlafen.

Doch selbst wenn die neue Situation noch nicht ganz perfekt ist werd ich es wohl während der Winterzeit so durchhalten. Wie ich höre werden im Frühling die Uhren wieder umgestellt. Dann stell ich die Standuhr halt ins Bad.

23.10.09

Das Wunder der Geburt

Meine Liebste will ja mal gerne Frau Doktor werden. Dieserhalb hat sie einfach mal ein paar Jahre Medizin studiert. Bevor Mediziner aber ihr Examen machen dürfen müssen die noch ein praktisches Jahr in verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus ableisten. Und das macht die Liebste gerade.

Momentan ist sie viel im Kreißsaal unterwegs und erlebt hin und wieder mal wie so ein nigelnagelneuer Mensch das Licht der Welt erblickt. Sie sagt es gibt kaum was schöneres als das Wunder der Geburt.

Naja, außer manchmal...

Wie zum Beispiel letztens, als eine junge Mutter ihr bereits drittes Kind zur Welt brachte. Der junge Vater war mit im Kreißsaal und hat ihr... äh... beigestanden und Fotos gemacht. So wie die Liebste das schilderte sahen die beiden aus wie frisch aus der Sendung von Britt gekommen. Er, ein kompletter Vollassi, kurze, dunkle Haare mit einem blond gebleichten Ralleystreifen von vorne nach hinten in der Mitte. Und sie, naja, sie kriegte gerade ein Kind da wollen wir mal nicht so hart mit ihr sein was das Aussehen betrifft.

Auf jeden Fall war der Papi voll bei der Sache und motivierte seine Frau (?) mit den zärtlichen Worten: "Jetzt press schon raus die Scheiße!" Wenn das nicht eloquent ist, was dann?

Als das Kind dann geboren war, sagte der Typ noch zur Mutter: "Ich hab dir vorher gesagt du sollst dir die Haare waschen. Jetzt siehst du auf allen Fotos scheiße aus!" Ein wahrer Profi. Aber okay, war ja schon das dritte Kind. Der kannte sich aus.

Die Liebste meinte jedenfalls nur, daß es für das gesamte Geburtsteam immer wahnsinnig wahnsinnig schwer ist sich das Lachen zu verkneifen wenn solche Experten dabei sind.

Ich glaube ihr.

20.10.09

Die Tüte auf dem Küchentisch

Am Nachmittag kam er dann von der Arbeit nach Hause. Er warf seine Tasche in die Ecke, streifte sich die Schuhe von den Füßen und ging in die Küche. Auf dem Küchentisch fand er eine Plastiktüte und einen Brief von ihr. "Die Nacht war wundervoll. Du bist super. Das müssen wir unbedingt mal wiederholen. Ruf mich an! Gruß und Kuss - Nina" stand da. Er lächelte wärend er diese Zeilen las. Dann sah er in die Tüte und fand darin...

Doch beginnen wir die Geschichte von vorne. Es ist eine jener Geschichten bei der man die Namen der Beteiligten ändern muss wenn man nicht hinterher verklagt werden will. Das Mädel heisst also gar nicht Nina, das habe ich mir nur ausgedacht. Und der Typ dessen Namen ich noch nicht genannt habe heisst auch ganz bestimmt nicht... ähm... Jens - aber genau so werden wir ihn ab jetzt mal nennen.

Die Story ist übrigens nicht von mir erdacht sondern wurde mir kürzlich von meinem Bruder erzählt. Einer seiner Kollegen - der Jens, den ich aber selbst nicht kenne - hat sie angeblich wirklich so erlebt und davon berichtet. Und mal ehrlich: sowas Schräges kann man sich gar nicht ausdenken...

Also. Der Jens ging einst inne Disko und lernte da die Nina kennen. Bei den beiden hat es sofort gefunkt und sie konnten gar nicht mehr die Finger voneinander lassen. Und so war es auch gar nicht verwunderlich, dass es schnell zu der Frage kam: "Gehen wir zu mir oder zu dir?"

Sie sind dann zum Jens gegangen weil Nina noch bei ihren Eltern wohnte und Jens schon ne eigene Wohnung hatte. Und beim Jens, da ging es dann ziemlich schnell zur Sache und die beiden hatten Stunden lang super guten hardcore Pornosex (zumindest wenn Jens bei seinen Ausführungen da nicht übertrieben hat). Bevor sie dann beide erschöpft und befriedigt einschliefen sagte Jens noch, dass er am nächsten Tag leider arbeiten müsse, es aber kein Problem wäre wenn Nina gerne ausschlafen wolle. Sie solle einfach nur die Tür ins Schloss ziehen wenn sie irgendwann seine Wohnung verlässt. Das fand Nina super und schlummerte friedlich ein.

Am nächsten Morgen schlich Jens sich vorsichtig davon um Nina nicht zu wecken und ging zur Arbeit. Am Nachmittag kam er dann von der Arbeit wieder nach Hause. Er warf seine Tasche in die Ecke, streifte sich die Schuhe von den Füßen und ging in die Küche. Auf dem Küchentisch fand er eine Plastiktüte und einen Brief von ihr. "Die Nacht war wundervoll. Du bist super. Das müssen wir unbedingt mal wiederholen. Ruf mich an! Gruß und Kuss - Nina" stand da. Er lächelte wärend er diese Zeilen las. Dann sah er in die Tüte und fand darin... Scheiße!

Ja, Sie haben sich nicht verlesen. In der Tüte war ganz ehrlich wirklich ein stinkender Haufen Scheiße drin. Da stand der Jens nun mit dem Brief in der einen Hand und der Tüte in der anderen und wußte nich so recht den Zusammenhang zwischen beiden zu begreifen. Stellen Sie sich mal sein Gesicht vor! Hahaha, ich lache jetzt noch laut während ich dies hier schreibe.

Doch wie kam es dazu?

Ganz einfach. Was ich Ihnen nämlich bisher nicht erzählt habe ist, dass die Toilettenspülung in Jens seiner Wohnung nicht immer so richtig funktionierte. Das wußte er auch und hatte die Nina bereits am Vorabend vorgewarnt. Tja, und als Nina am nächsten Tag genüsslich ausgepennt hatte kam Ihr das dringende Bedürfnis mal auf's Klo zu gehen. Da Nina nun wußte, dass das Klo nicht gescheit spült und dem Jens keine unliebsame Überraschung hinterlassen wollte hat sie halt in die Plastiktüte gemacht. Oder vielleicht auch ins Klo und die Kacke dann hinterher in die Tüte gepackt - keine Ahnung, is aber auch egal wie genau. Die Idee war den Haufen draussen in der nächsten Mülltonne zu entsorgen.

Als Nina dann also alles sauber verpackt hatte ging sie in die Küche um den Brief zu schreiben. Und während sie so schrub schrob am schreiben war, da merkte sie, dass sie sich ganz schön beeilen müsste wenn sie die nächste Bahn noch kriegen wollte. Also husch-husch ganz schnell Schuhe angezogen, Tasche geschnappt, raus, Wohnungtür zugezogen und... WO WAR DIE TÜTE?!?

Die lag in der Eile vergessen in der Wohnung auf dem Küchentisch. Neben dem Brief. Rein in die Wohnung konnte Nina nicht mehr. Die Tür war zu und sie hatte keinen Schlüssel. Ich vermute mal das war der peinlichste Tag in ihrem Leben. Bwahahaha!

So weit mir bekannt ist hat die Sache aber ein gutes Ende genommen. Und als der Fall aufgeklärt war und Jens und Nina selber drüber lachen konnten waren sie noch lange Zeit zusammen. Vielleicht sind sie es ja sogar heute noch...

18.10.09

Unverkennbar!

Also, ich komm da an und seh den Herrn Fitz und den Herrn Schoss wie sie sich unterhalten. Der Herr Fitz erkennt mich weil wir uns ja damals in Hanau schon getroffen hatten. Er beginnt Herrn Schoss und mich einander vorzustellen, da wir uns bisher nie begegnet waren.

"Ah, schön das Sie gekommen sind", sagt er zu mir. "Das ist der Herr Schoss." Ich reiche Herrn Schoss die Hand. "Und das, werter Herr Schoss ist...", doch bevor Herr Fitz ausreden kann wird er von Herrn Schoss unterbrochen.

"Das muss Herr Maak sein", sagt Schoss und ich fühle mich ein wenig geschmeichelt weil ich erkannt wurde. "Unverkennbar!", fügt er hinzu, "Das ist ja wirklich so ne fette Sau wie immer alle sagen."

Dann ging ich leise weinen...