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21.06.12

Nacktfotos

Und dann dreht sie sich um und kreischt. Der Ton kommt schrill und plötzlich und ich erschrecke fast tödlich. "Was ist? Was ist los?!?", frage ich panisch und schaue mich ängstlich um ob vielleicht irgendwo im Raum eine dicke Spinne sitzt.
"Sie Widerling!", beschimpft sie mich, "Ich dachte das hier wäre seriös. Ich hätte mir gleich denken können das sie so einer sind." Dabei dreht sie sich weg und hält sich mit beiden Händen die Augen zu.
Ich versuche Ruhe in die Situation zu bringen. "Entschuldigen sie", sage ich höflich, "aber könnten Sie mir bitte erklären was das Problem ist?" Sie linst zwischen zwei Fingern in meine Richtung. "Nicht bevor Sie sich wieder angezogen haben!", sagt sie.

Das macht mich stutzig. "Aber Sie wollten doch das ich nackt Fotos von Ihnen mache...", erkläre ich. "Für Ihren Freund haben Sie gesagt. Wissen Sie nicht mehr?"
"Doch. Natürlich wollte ich Nacktfotos von mir machen lassen, aber da wusste ich ja nicht das ich an so einen Perversling wie SIE gerate! Ach, ich hätte es mir denken können das bei dem Preis irgendwo ein Haken ist. Und jetzt ziehen sie sich bitte wieder an oder ich hole die Polizei!"

"Aber... wie soll ich denn nackt Fotos von Ihnen machen wenn ich dabei angezogen bin?", frage ich sichtlich verwirrt. "Gar nicht!", brüllt sie, "Von Ihnen lasse ich mich ganz bestimmt nicht nackt fotografieren. Auf nimmer Wiedersehen, sie Schwein!"
Und damit verlässt sie türknallend mein Fotostudio wie so viele andere Frauen zuvor. Ich bleibe regungslos und nackt hinter der Kamera zurück.

"Vielleicht liegt mir die Sache mit dem nackt fotografieren doch nicht so", sage ich leise zu mir selbst. Blöd, dass das ganze Equipment so teuer war...

15.09.11

Diskriminierung von Gewinnern

Herr Maak ist sauer. Ja, Sie lesen richtig, sauer ist er! Wie konnte es nur so weit kommen?

Schuld ist der oberhippe, nordrheinwestfälische Radiosender 1LIVE. Den hört der Herr Maak immer im Auto auf dem Weg zur Arbeit weil die Moderatoren sich bemühen lustig zu sein. Früher hat Herr Maak den Sender mal eine Zeit lang den ganzen Tag gehört, aber das verkraftet er nicht mehr weil sich dort alles viel zu oft wiederholt. Vielleicht ist Herr Maak aber auch nur zu alt geworden für die auf 1LIVE gespielte Chartkacke (denn wie jeder weiß werden die Charts von 14-jährigen Pubertierenden gemacht).

Trotz aller Gründe den Sender nicht einzuschalten tut Herr Maak es jeden Tag wieder. Selbst jetzt wo er doch sauer ist. Vielleicht liegt es daran das Herr Maak keinen USB-Port und keinen MP3-Support im Autoradio hat und nicht einsieht sich ständig neue CDs brennen zu sollen um mal anständige Musik im Auto hören zu können. Da ist Herr Maak etwas hinter der Zeit. Das weiß er selber auch.

Jedenfalls läuft auf dem blöden 1LIVE-Sender derzeit eine Aktion wo man jede Woche eine Weltreise gewinnen kann. Weltreise ist gut denkt Herr Maak und hört genauer hin. Es gibt zwei Möglichkeiten die Reise zu gewinnen.

Der schwierige Weg ist zum rechten Zeitpunkt anzurufen, neben 100.000 anderen Anrufern durchzukommen und ein bis zwei Fragen richtiger als ein anderer Anrufer zu beantworten. Hat man das geschafft gehört einem die Reise aber noch nicht, sondern man muss sie bis zum Ende der Woche durch weitere tägliche Fragespiele gegen andere Anrufer verteidigen. Es gewinnt also eigentlich nur der eine Reise, der am Freitag das Fragespiel gewinnt. Der Rest der Woche ist belanglos.

Der einfache Weg geht so: man läd bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einen kleinen, selbstgemachten Film auf die Internetseite des Senders hoch mit dem Thema "In 60 Sekunden um die Welt". Unter den besten fünf Filmen (die von der 1LIVE-Redaktion rausgepickt werden) wählt dann die Zuhörerschaft den tollsten aus und der bekommt die Reise dann sofort und ohne weiteres Heckmeck.

"Mhhh... den besten Film machen ist leicht", denkt sich der Herr Maak und macht ihn einfach. Wobei "einfach" ein wenig untertrieben ist. Es steckt nämlich eine Menge Zeit und Arbeit in so nem Film wenn der gut sein soll. Und Zeit hat der Herr Maak nur wenig. Deswegen ist Herr Maak gezwungen ein gaaanzes Wochenende Arbeit in die Erstellung seines Filmes zu stecken, obwohl er seine wenige Freizeit doch viel lieber mit anderen Dingen verbringt. Naja, für einen Weltreisegewinnerfilm kann man es ja machen.

Zwischendurch checkt Herr Maak was denn die Konkurrenz bisher so hochgeladen hat und stellt zufrieden fest, das da nichts dabei ist was ihm das Wasser reichen könnte. Dann ist das Wochenende plötzlich vorbei und der Film fertig. Aber Herr Maak ist nicht zufrieden mit seinem Werk und sieht an vielen Ecken Optimierungsmöglichkeiten. So kommt es das Herr Maak auch in der Woche nach der Arbeit an seinem Weltreisegewinnerfilm herumbastelt.

Am Dienstagabend muss er dann seinen Film hochladen weil Mittwochmittag letzter Abgabetermin ist und Herr Maak dann im Büro sitzen würde und nix hochladen könnte. Also läd Herr Maak den Film auf die 1LIVE-Internetseite wo mitlerweile ca. 90 andere Filme zu sehen sind. Als der Upload fertig ist steht auf dem Bildschirm etwas im Sinne von "Der Film wurde erfolreich hochgeladen, wird aber erst auf der Internetseite erscheinen wenn die Redaktion ihn geprüft hat." Na gut, denkt sich der Herr Maak, das werden die wohl tun damit denen keiner Pornos auf die Seite stellt. Hihi. "Na dann bin ich ja mal gespannt wann der Film bei den anderen 90 dabei sein wird." Und weil Herr Maak den Film gerne schon anderen zeigen wollte bevor er auf der 1LIVE-Internetseite zu sehen ist, hat er ihn auch auf YouTube hochgeladen und schon mal ein paar wenigen Auserwählten vorgeführt, die alle die Unverlierbarkeit des Weltreisegewinnerfilms bestätigten.

Dann wartete Herr Maak.

Und wartete.

Und wartete.

Aber am Dienstag erschien sein definitiver Gewinnerfilm nicht mehr auf der 1LIVE-Seite. Vermutlich brauchte die 1LIVE-Redaktion etwas länger für die Prüfung vor Freigabe weil ja sicherlich noch andere ihre Filmchen up geloaded hatten.

Und so war es auch. Am Mittwoch kamen auf der 1LIVE-Seite mehr und mehr Filmchen dazu. Und mehr. Und noch mehr. Am Ende waren es um die 127 Stück. Das wurden aber auch mal wieder weniger und mal wieder mehr. Keine Ahnung warum. Einen Film hat Herr Maak sogar zweimal entdeckt und fragte sich ob es vielleicht besser gewesen wäre den eigenen Film auch mehrmals Hochzuladen, denn sein Film war immer noch nicht dabei. Selbst nach verstreichen der Abgabefrist hat sich noch was an der Liste der hochgeladenen Filme getan. Doch der Gewinnerfilm von Herrn Maak fehlte.

Das ganze musste wohl ein Missverständnis sein. Deswegen verfasste Herr Maak eine freundliche Email an 1LIVE und fragte warum denn sein Film nicht bei den anderen dabei wäre. Und ob Sie es glauben oder nicht, obwohl das Eingabeformular auf der 1LIVE-Seite nach Absendung der Mail versprach man würde schnellstmöglichst antworten hat Herr Maak bis heute keine Antwort bekommen. Also versuchte er es öffentlich und fragte über die Pinwand auf der 1LIVE-Facebook-Seite nach wo es alle sehen können, aber außer 1LIVE hat es wohl keiner gesehen, weil der Eintrag in weniger als einer Minute unbeantwortet wieder entfernt wurde.

Jetzt ahnte Herr Maak was da geschah. Sein Film wurde ohne Angabe von Gründen nicht online gestellt und jegliche Nachfrage wurde seitens 1LIVE ignoriert. Das konnte nur eines bedeuten: DISKRIMINIERUNG!

Bei 1LIVE hatte man natürlich den Film von Herrn Maak gesehen und festgestellt dass es total unsinnig wäre andere überhaupt dagegen antreten zu lassen weil ein Gewinner von vorne herein feststeht. Und deshalb hat der Sender beschlossen die Sache lieber unter den Tisch zu kehren und den Film niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken zu lassen. Und dafür, liebe Freunde, gibt es ein Wort: GEWINNERDISKRIMINIERUNG!

Nur weil Herr Maak ein Gewinner ist hat man ihn nicht mitmachen lassen, ja ihm nicht einmal erklärt warum! Er wurde benachteiligt weil er besser ist als alle anderen. Wer weiß wie lange dieses scheußliche Spiel schon bei 1LIVE an der Tagesordnung ist? Wer weiß wie viele andere Gewinner schon vom Sender diskriminiert wurden ohne das es jemals jemand mitbekommen hätte!

Und deswegen ist Herr Maak sauer. Nicht weil er nicht gewonnen hat, sondern weil er viel seiner Freizeit anders hätte nutzen können wenn er vorher gewusst hätte das es sinnlos ist weil sein Film eh nicht zugelassen werden würde weil er zu gut ist.

Mitlerweile sind auf der 1LIVE-Seite nur noch fünf Filme übrig für die abgestimmt werden kann (je nachdem wann Sie das hier lesen ist die Aktion aber vielleicht auch schon vorbei). Der Gewinnerfilm ist nicht leider dabei. Dafür gibt es ihn hier:

18.08.11

Deswegen

Ich war übrigens bis letztes Wochenende im Urlaub und auf Reisen. Deswegen war leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.

Aber keine Sorge, jetzt bin ich wieder da und am Arbeiten weil der Urlaub vorbei ist. Deswegen ist leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.

02.06.11

Keep it real

Heut morgen beim Frühstück mit der Liebsten:
"...ach und am ersten Juli wird unser neues Firmangebäude eingeweiht und alle sind eingeladen mit ihren Familien. Gibt Kuchen. Und es wird gegrillt. Da kommst du auch, oder?"
"Klar komm ich."
"Schön! Dann kannste dir mal gleich mein neues Büro anschauen."
"Gerne. Was soll ich denn da anziehen?"
"Hö? Wie jetzt?"
"W-a-s - s-o-l-l - i-c-h - d-a - a-n-z-i-e-h-e-n - ?"
"Öhm... naja. Ich hab meinen Arbeitskollegen immer erzählt das du Ärztin bist... und Metzgerstochter! Zieh dir also bitte einen Arztkittel an und häng dir eine Fleischwurst um den Hals damit meine Geschichte glaubwürdiger klingt."
:-)

True story!

30.03.11

Keine Zeit

Tut mir Leid. Is so.

14.01.11

Stripped

Weil ich meinen letzten Nebenjob nicht so toll fand aber unbedingt das Geld zum Leben brauche, habe ich mir jetzt etwas Neues gesucht. Sie können mich nun an Wochenenden als Stripper buchen.

Stripper sein ist eigentlich ein toller Nebenjob. Wo man auch hinkommt freuen sich die Leute (in meinem Fall meist Frauen) das man da ist. Ehrlich, wo ein Stripper auftaucht ist immer gute Stimmung. Und da ich eh sehr gerne tanze und auf Wunsch auch an der Stange eine fabelhafte Figur mache, dachte ich zunächst das sei der beste Beruf der Welt... bis ich die Schattenseiten kennenlernte.

Verstehen Sie mich nicht falsch, der Job als Stripper ist suuuper (besonders wenn ich als Polizist verkleidet kommen soll, ich sehe in Uniform echt gut aus!). Das große Problem ist eher finanzieller Natur. Klar, wenn man für einen Auftritt gebucht wird bekommt man zunächst erstmal relativ viel Geld für relativ wenig Arbeit (und oft stecken einem die Ladies sogar noch extra Geld in den Schlüpper), aber am Ende - ob Sie es glauben oder nicht - am Ende zahlt man drauf.

Zum Beispiel bei meinem letzten Auftritt: ein Junggesellinnenabschied. Ich komme da hin und da sind lauter wirklich attraktive, junge Frauen. Alle sind total hemmungslos und ein bisschen beschwipst und zu allem bereit. Die Stimmung könnte nicht besser sein. Und alle wollen Sie das ich endlich mit meiner Show anfange. Also starte ich die Musik und beginne zu tanzen und dann... plötzlich... schreien die ganzen Mädels laut "AUSZIEH'N! AUSZIEH'N!".

Ja, und dann wurde es teuer. Um nämlich auszuziehen brauchte ich erstmal eine neue bleibe in die ich einziehen konnte. Also bin ich sofort nach Hause und habe gemeinsam mit meiner Liebsten erstmal mehrere Wochen lang gesucht und gesucht bis wir endlich ein Haus gefunden hatten das zu uns passte. Das haben wir dann gekauft. Allerdings muss dort erstmal renoviert werden. Und eine Küche war auch nicht drin. Und neue Fliesen brauchen wir auch. Und... ach, jedenfalls mussten wir uns bis ans Ende aller Tage verschulden um das alles bezahlen zu können. Und das nur damit ich ausziehen kann, weil ein paar besoffene Weiber das von mir verlangen.

Jetzt habe ich Angst nochmal irgendwo als Stripper aufzutreten weil wieder jemand "AUSZIEHEN!" schreien könnte. Und bevor das aktuelle Haus nicht abbezahlt ist kann ich mir auch beim besten Willen keinen weiteren Auszug leisten. Ich glaube morgen kündige ich wieder...




Im März wird ausgezogen und dann geht es in das Haus in der Mitte.

02.11.10

Er lebt!

Heute klappt das irgendwie nicht mit der Arbeit weil es mir sehr schwer fällt mich zu konzentrieren. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der Lärm, den der Typ macht, der nun seit Stunden schon vor meinem Fester wie ein Wilder brüllend und mit den Armen wedelnd die Straße auf und ab läuft. Eine Großbaustelle oder jemand mit einem Laubbläser könnte unmöglich lauter sein als dieser Wahnsinnige.

Gegen Mittag entschließe ich mich ihn anzusprechen. Also ziehe ich die dicke Jacke an und gehe vor die Tür, wo er mir auch gleich entgegenkommt. Sein Haar ist total zerzaust und Speichel läuft ihm aus dem Mundwinkel. Sein Blick ist irgendwie irre was auch sein nervöses Augenzucken nicht kaschieren kann. Wild wirft er seine Arme in die Luft und stolpert etwas unbeholfen brüllend auf mich zu. "ER LEEEEEEBT!", ruft er. "ER LEEEEEEEEBT!!!"

"Wer lebt?", frage ich vorsichtig. "Etwa Elvis?" Plötzlich ist er still. Ich glaube er hatte mich bis jetzt noch gar nicht wahrgenommen. Langsam dreht er den Kopf in meine Richtung als frage er sich ob es mich wirklich gibt. Dann kommt er vorsichtig zögernd auf mich zu geschlichen, tastet prüfend an mir rum und... riecht an mir.

Ich bin starr vor Angst. Dieser Typ ist ohne Zweifel total durchgeknallt in seiner Birne und niemand kann sagen was er als nächstes macht. Dann kommt er mit seinem Gesicht so nah an meines das sich fast unsere Nasenspitzen berühren und dann... starrt er. Er starrt mir in die Augen. Still. Ohne eine Regung. Ohne ein blinzeln. Wind pfeift.

Ich überlege gerade wie ich wohl unbeschadet aus dieser Situation wieder herauskommen könnte und ob ich jemals zuvor einen so beeindruckend stinkenden Mundgeruch riechen musste, da brüllt er mir plötzlich und unerwartet voll in die Fresse: "ER LEEEEEEEEEEBT!!!" Vor Schreck falle ich um und sitze völlig perplex auf dem Boden. Da fängt der Verrückte an zu singen und zu tanzen und wahnsinnig zu lachen. "ER LEEEEBT! JAAA-HAHA! ER LEEEEEEBT! JAHAAAA!"

Ich rapple mich auf und klopfe mir den Dreck von der Jacke. "Wer lebt, verdammt? Wer?!?", schnauze ich ihn wütend an. "Sag es! WER?" Doch er ist total weggetreten und singt und tanzt und brüllt einfach nur "ER LEEEEEEEEBT!" Langsam beschleicht mich der Verdacht er ist vielleicht als Kind in den Kessel mit dem LSD gefallen. Wie Obelix quasi, nur anders. "ER LEEE-HEEEEBT!", grunzt er fröhlich.

"Wer lebt? Wer?", versuche ich ein letztes Mal zu erfahren. "Ist es vielleicht Jesus? Meinst du Jesus? Oder Frankenstein? Oder vielleicht Gandalf? Wer lebt? Wer verdammt nochmal? WER?!?"

Der Irre beruhig sich kurz und sieht mich an. Dann zeigt er mir fröhlich grinsend seine gelben Zähne und quiekt: "GROOOOOOOB! Grob, Grob, Grob. Grobidubidu. GRO-HO-HO-HOB."

"Grob?", frage ich.

"JA! GROB, HAHA, ER LEEEEEEEEEEBT!", antwortet der Durchgedrehte und tanzt glücklich brüllend davon.

07.10.10

Falls Sie noch mitlesen...

...wird Sie vielleicht interessieren was ich im Folgenden zu sagen habe. Vielleicht auch nicht. Egal. Jetzt haben Sie den Anfang schon hinter sich und müssen den Rest zwangsweise auch lesen. Wer jetzt wegklickt ist ne feige Sau.

Die Leute fragen mich hin und wieder wann ich denn mal wieder irgendwo meine Geschichten vorlesen würde. Ich erkläre dann immer, dass dazu erst einmal jemand, der solche Lesungen veranstaltet, mir entweder einen Gefallen schulden, eine Wette gegen mich verloren oder einen psychischen Schaden haben müsste um mich als Vorleser einzuladen. Bisher war es immer so. Außerdem müsste das schon terminlich und örtlich passen mit der Lesung, damit ich so eine Einladung auch annehme. Das ist nicht immer alles so ganz leicht zu vereinbaren. Ich verspreche aber, sollte es jemals dazu kommen werde ich wieder lesen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht was ich denn dann vorlesen würde. Wie bitte? Tun Sie nicht? Nun, ich schon! Immerhin sieht es ja so aus als hätte ich das Bloggen aufgegeben. Keine neuen Geschichten mehr. Nur eine alte Kamelle alle paar Wochen mal. Hah! Selbst die Medien berichten ich hätte meine besten Zeiten hinter mir. Okay, tun Sie nicht, aber wenn ich berühmt wäre würden sie genau das machen und ich müsste mit irgendwelchen B-Promi-Schlampen in die Kiste springen oder öffentlich Islamisten beschimpfen um noch irgendwie im Gespräch zu bleiben. Dabei ist es doch gar nicht so. Ich blogge ja noch, sie merken das nur nicht weil ich das nicht wie ganz früher mal täglich mache.

Dafür gibt es natürlich Gründe. Vielleicht sogar gute, aber selbst wenn die Gründe scheiße wären - es sind Gründe! Hauptgrund Nummer eins ist wie immer die nicht vorhandene Zeit aufgrund eines sehr wohl vorhandenen Jobs. Das kennen Sie ja, das hab ich schon öfter mal erwähnt.

Und dann, und das macht mich selbst sehr traurig, scheint es so als wenn meine persönlichen Lieblingsblogger, also die Leute die mich anspornen und an deren Schreibqualität ich mich immer messen wollte (ich will jetzt keine Namen nennen damit Sie lieber Leser vielleicht selbst annehmen können Sie seien einer von denen), ja es scheint als hätten genau diese Leute auch die Lust an der Sache verloren. Die bloggen seltenst bis gar nicht mehr und treiben sich höchstens mal an Orten rum wo man sich nicht mehr als 140 Zeichen ausdenken muss. Das hat mich eine Menge Motivation gekostet und in eine tiefe Sinnkrise gestürzt ob das ganze mit der Bloggerei überhaupt noch Sinn macht.

Aber ich will ja gar nicht aufhören, ich will weitermachen! Ich habe eine Liste mit Stichpunkten was ich bloggen könnte wenn ich denn die Zeit fände. Da stehen dann Sachen drauf wie "eine lustige Geschichte mit essbarer Unterwäsche" oder "eine Geschichte wo der Schiri zwanzig Minuten zu früh das Spiel abpfeift damit er selbst es rechtzeitig zur Sportschau nach Hause schafft" und noch ein paar andere Stichpunkte, die so alt sind, dass ich sie selbst kaum noch verstehe. Sie sehen also Material wäre da, es fehlt nur an Zeit und mangelt an Motivation.

Trotzdem sollten Sie nicht einfach annehmen ich wäre am Ende und hätte aufgehört. Wenn es so weit ist sage ich Ihnen schon Bescheid damit sie den pottCast aus Ihren Favouriten nehmen können. Also keine Sorge. Betrachten wir das ganze also für den Moment weiter als ungewiss lange Pause, in der man hin und wieder eine alte Best-Of-Geschichte aufgewärmt bekommt und wenn man Glück hat auch mal eine neue. Und wenn Zeit und Motivation wieder besser werden gibt's neue Geschichten auch wieder häufiger. Ja, genau. So machen wir das.

Also dann...

03.09.10

Das Schlimmste

"Whaaaah!", sagt die Liebste.
"Wat is los?", frag ich.
"Bin so aufgeregt!"
"Wieso?"
"Wegen Mittwoch!"
"Mittwoch?!? Wat is denn Mittwoch?"
"Vorstellungsgespräch!"
"Vorstellungsgespräch?"
"Ja!"
"Ja?"
"Whaaaaaah!"
"Okay, okay. Aber warum bist du so denn aufgeregt? Vorstellungsgespräch is doch super. Und gleich zwei Tage nach Abschicken der ersten Bewerbung eingeladen werden ist sogar phänomenal!"
"Ja. Weiß auch nicht. Bin nervös. Will das das gut läuft."
"Ach ganz bestimmt läuft das gut. Den Job hast du schon in der Tasche."
"Meinste?"
"Ja sicher! Wieso denn nicht?"
"Weiß nicht."
"Siehste! Sei mal entspannt! Was ist das Schlimmste was passieren könnte?"
"Das die mich nicht nehmen."
"FALSCH!"
"Falsch?"
"Ja, falsch! Das Schlimmste was wirklich passieren könnte ist nämlich, dass die Leute bei denen du dich vorstellst sich als pädophile, religiös fundamentalistische, RTL2-schauende Nazi-Kannibalen herausstellen, die dich bei lebendigem Leib von den Füßen an auffressen wollen."
"Öhm..."
"Und eigentlich kannst du dich GLÜCKLICH schätzen wenn du den Job nicht bekommst."
"Ach ja?"
"Ja! Wenn die dich tatsächlich nicht nehmen sollten sei fröhlich und sag dir einfach: 'Puh, Glück gehabt. Ich lebe und habe noch beide Beine. Die haben nicht mal an mir geknabbert!' Ich wette das hilft."
"Mhhhh, ich glaube du hast Recht."
"Hatte ich jemals nicht Recht?"
"Nein, du hast immer Recht. Danke für den Tipp. Jetzt geht's mir besser."
"Kein Problem. Immer wieder gerne."

01.04.10

Reingelegt

"Schau mal aus dem Fenster."
"Wieso?"
"Da draußen auf dem Parkplatz... das Auto von Chef brennt!"
"Echt?!? Wo?"
"April, April, hahahaha!"
"Na toll. Und ich Depp steh auch noch auf und seh nach."
"Ja, reingelegt, hahahaha!"
"Aber moment mal... da brennt ja wirklich ein Auto auf dem Parkplatz!"
"Ich weiß. Ist aber nicht das vom Chef sondern deines."

18.02.10

Ninja in Not

Weil ich meinen letzten Nebenjob nicht so toll fand aber unbedingt das Geld zum Leben brauche, habe ich mir vor kurzem etwas Neues gesucht. Jetzt bin ich dreimal die Woche (am Dienstag, Donnerstag und Samstag) als Ninja unterwegs - Teilzeit.

Wenn man den Leuten erzählt man sei ein Ninja, so finden das die meisten erstmal sehr aufregend. Ist es ja auch! Man schleicht des nächtens maskiert durch düstere Schatten, lautlos, flink und elegant, trägt coole Waffen und einen stylischen schwarzen Kampfanzug und meuchelmördert munter umher. Man springt im Mondlicht über Dächer und erklimmt Fassaden - natürlich immer in den Mantel der Finsternis gehüllt - quasi Unsichtbar. Ein lautloser Jäger in den Schatten. Bevor das Opfer den Ninja bemerkt ist es schon längst tot. Das ist das Geheimnis.

Allerdings bringt das Dämmern in der Dunkelheit und die damit verbundene Unsichtbarkeit auch einige Probleme mit sich, über die ich nie nachgedacht hatte bis die harte Realität des Jobs mich damit konfrontierte. Großstädte sind so ein Problem.

Als Ninja kann man sich seine Opfer nicht unbedingt aussuchen. Man bekommt vom Chef gesagt wen man umzubringen hat und den muss man dann auch umbringen. Jemand anders gilt nicht. Leider wohnen die meisten Leute, die es umzubringen gilt selten auf dem Lande oder im Wald - wo Ninjas wirklich unschlagbare Vorteile genießen - sondern in Großstädten. Und in Großstädten können Ninjas gerne mal selbst zum Opfer werden.

Neben vieler kleinerer Probleme (auf die ich jetzt aus Zeitgründen nicht eingehen möchte) ist wohl eines der schlimmsten Probleme für Ninjas in Großstädten der viele Verkehr. Da man als Ninja nämlich in seiner Kluft quasi unsichtbar ist wird man ständig angefahren - und zwar mit Schmackes! Da der Autofahrer ja nicht ahnen kann das da gerade ein unsichtbarer Ninja über die Straße huscht, sieht er natürlich keinen Anlass zu bremsen. Wenn man also angefahren wird - was oft vorkommt - dann immer volle Kanne. Die meisten Autofahrer merken es nicht mal wenn sie mich überfahren haben. Scheiß Tarnung!

Aber ich bin ja nicht doof. Weil ich schon sehr schnell die Schnauze voll davon hatte ständig überfahren zu werden habe ich mir jede Menge von diesen praktischen Reflektoren besorgt - kennen Sie die? Das sind diese Streifen, die wie wild Leuchten wenn nur das geringste Licht drauf scheint. Sind an jedem Schulranzen dran. Und an Sicherheitskleidung auch. Sie wissen schon. Na jedenfalls hab ich mir von diesen Reflektoren jede Menge Streifen besorgt und hab die überall auf meinen Kampfanzug geklebt. Wenn ich den jetzt trage sehe ich zwar aus wie einer aus dem Film Tron, aber dafür wurde ich seitdem nicht mehr überfahren.

Leider ist es aber als Ninja sehr schwierig wenn man leuchtet aus dem Schatten anzugreifen weil die Finsternis das Leuchten nur noch mehr zur Geltung bringt und man so schon aus der Ferne gesehen wird. Deswegen erwischen mich jetzt immer die Bodyguards meiner Opfer (jeder der sich wirklich lohnt umgebracht zu werden weiß das auch und hat Bodyguards), die ich normalerweise einfach gekonnt umschleichen würde wenn ich dabei nicht so leuchtete. Seit ich also nicht mehr überfahren werde muss ich mich ständig von hirnlosen Bodyguards verdreschen lassen und meine Opfer kommen ständig davon.

Morgen kündige ich wieder.

12.02.10

Gehirne waschen

In Zeiten der Finanzkrise reicht ein Job ja gar nicht mehr aus. Deswegen habe ich mir einen Nebenjob gesucht. Bin auch schnell fündig geworden. Ich rekrutiere missioniere jetzt Leute für Scientology und verkaufe ausserdem diese tollen E-Meter-Geräte. Die sind zwar total nutzlos, dafür aber teuer! Wollen Sie eins?

Naja, jedenfalls wenn man diesen Job macht, dann muss man psychologisch voll auf der Höhe sein. Man kann nicht einfach sagen: "Hey Leute, kommt alle zu Scientology!" So geht das nicht. Man bekommt ein Training wo einem ganz genau erklärt wird wie man quasi eine fünf-Minuten-Gehirnwäsche in der Fußgängerzone abziehen kann. Und so und nicht anders hat man dann die Leute auch anzusprechen. Scientology-Style. Leider klappt das im Ruhrpott nicht immer ganz so einfach. Ständig werde ich falsch verstanden...

"Wussten sie das sie nur dreissig Prozent ihres Gehirnes nutzen?"
"Wat?"
"Sie nutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirns. Wussten sie das?"
"Willste damit sagen das ich blöd bin oder wat?"
"Nein, äh... sie äh... könnten nur so viel mehr... äh..."
"Pass auf Junge, ich hau dir gleich mal dreissig Prozent inne Fresse."
"Äh, Moment, nein, so war das nicht gemeint. Die meisten Leute benutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirnes, aber wir..."
"Die meisten Leute? Ey, Jungs, der Typ hier sagt ich bin doof und ihr alle auch!"
"Wat sacht der?"
"Nein, nein, alles was ich sage ist, sie nutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirns! Dabei könnten sie..."
"Jetz reicht's Freundchen. Ich hab dich gewarnt..."


Und dann werde ich für gewöhnlich verdroschen. Irgendwas haben die Leute hier im Ruhrpott an sich was sie resistent gegen die Scientology-Bauernfänger-Methoden macht.

Morgen kündige ich wieder.

04.01.10

Wie ich mal fast ein Pornostar geworden wäre

Das Blöde wenn man nichts mehr schreibt - sei es aus Zeit- (vor Weihnachten) oder Lustmangel (nach Weihnachten) - ist, dass man zwangsläufig Leser verliert. Ich habe jetzt zwar meine Counter-Statistiken nicht geprüft, bin aber fast sicher das ich dort eh nur feststellen würde, daß Sie, lieber Leser, hier in letzter Zeit viel seltener vorbeigeschaut haben weil ich überarbeitete, faule Sau Ihnen kaum was zu Lesen hingeschrieben habe. Tja, und deshalb gibt's jetzt ein wenig Sex für die Quote. Ja, die Einschaltquote. Sex, damit Sie wieder einschalten. Das klappt immer.

Also, folgende Geschichte ist wahr. Ich weiss das weil ich sie selber selbst erlebt habe und sogar der Hauptdarsteller gewesen bin. Das ganze wurde mir nicht von irgendeiner obskuren Quelle berichtet, von der ich hinterher einfach nur behaupte sie sei total glaubwürdig. Nein, diesmal bin die Quelle ich selbst. Und wenn Sie mir nicht glauben können - wem dann?

Die Geschichte geht so: ich muss etwa um die 22 bis 23 Jahre alt gewesen sein, denn damals steckte ich noch in meiner Ausbildung zum Mediengestalter (digital/print). Dass ich heute was ganz anderes mache ist eine andere Geschichte. Aber die Tatsache das ich die Ausbildung zum Mediengestalter vor langer Zeit mal gemacht habe ist nicht ganz unwichtig. Denn aus irgendeinem komplizierten Grund musste ich damals zwei betriebsexterne, ausbildungsbegleitende, je dreimonatige Praktika machen. Ein Praktikum im Printbereich (welches ich bereits in einer Druckerei hinter mich gebracht hatte - mit dicken Heidelberg-Offsetdruckern und so) und ein Praktikum im digitalen Bereich, für welches ich mir nun eine Praktikumsstelle suchen musste.

Da digitaler Bereich ja so einiges bedeuten kann hab ich mir dann aus den verschiedensten digitalen Tätigkeitsfeldern Adressen in meiner Umgebung hergegoogelt und auf blöd einfach überall mal eMails im Sinne von "Hey, ich kann alles und mache alles und möchte drei Monate für umsonst bei Ihnen arbeiten!" hingeschickt. Die meisten Adressen waren dabei von irgendwelchen Webdesign-Läden, von denen es damals echt verdammt viele gab, weshalb auch kurze Zeit später viele von denen wieder pleite waren. Aber egal, damals gab's solche Firmen wie Sand am Meer und ich bekam auch jede Menge Antworten und Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Unter diesen Antworten war auch eine Rückmeldung, die ein wenig... äh... anders war als die anderen. Leider ist das sooo lange her das ich die Originalmail nicht mehr gespeichert habe aber der Wortlaut war in etwa so:


"Hallo Maak,

Du hattest uns kürzlich eine eMail an die Adresse info@unserinterwebladen.de (Adresse geändert) geschickt, in welcher Du gefragt hast, ob Du bei UnserInterWebLaden (Name von mir ausgedacht) ein Praktikum machen könntest. Die eMail-Adresse hattest du wohl auf der Internetseite www.unserinterwebladen.de gefunden.

Nun müssen wir Dir leider mitteilen, dass die Internetseite von UnserInterWebLaden längst veraltet ist und nicht mehr gepflegt wird und es UnserInterWebLaden nicht mehr gibt da wir mit Webdesign keine Gewinne mehr erwirtschaften konnten.

Daher haben wir unser Tätigkeitsfeld nun ins Adult-Business verschoben und freuen uns Dir mitteilen zu können dort zu den führenden deutschen Anbietern auf dem Markt zu gehören. Nicht nur das wir viele kostenpflichtige Adult-Internetseiten wie z.b. LinkZuPornoSeite oder LinkZuAndererPornoseite betreiben - nein, wir produzieren auch unseren eigenen Content, welchen wir dann an Betreiber anderer Adult-Angebote verkaufen.

Solltest Du dennoch weiterhin Interesse an einem Praktikum bei uns haben, so würden wir Dir sehr gerne die Möglichkeit dazu bieten. Deine Aufgabe bestünde dann hauptsächlich in der Erstellung von Webseiten im Adult-Bereich.

Wir würden uns freuen nochmal von Dir zu hören!

MfG
Die PornoFirma (Name von mir ausgedacht)"



Aha. Ich sollte also Pornoseiten machen. Wahrscheinlich gleich im Büro neben dem Raum mit den fickenden Menschen - denn dort wird der Content ja noch selbst produziert. Natürlich geht da sofort das Kopfkino los was denn wohl passieren würde wenn mal einer der Darsteller ausfällt. Ist doch klar, dass die dann sofort den Praktikanten geholt hätten weil der ja in seiner Bewerbung geschrieben hat er kann und macht alles und weil jede Sekunde wo die keinen Schwanz in Aktion ablichten teuer Geld kostet in der Adult-Content-Produktion. Und dann hätten die gesehen wie toll ich Sex machen kann und mir ganz klar sofort eine Festanstellung gegeben und ich hätte ein Leben voller Koks und Nutten gehabt. Ein Traum!

Ich bin dann natürlich sofort zu meinem Ausbilder gerannt und hab dem gesagt "Da will ich Praktikum machen. Da, schau mal die Internetseite mit den nackten Frauen mit den dicken Titten. Darf ich? Darf ich?!?" Aber mein Ausbilder meinte das wäre keine so gute Idee weil wenn man einmal auf dieser Schiene landet kommt man da nur ganz schwer wieder weg. Ausserdem mache sich das nicht unbedingt so gut im Lebenslauf wenn da steht Praktikum im Porno gemacht. Also hab ich den netten Pornoleuten abgesagt und mein Praktikum in einer "sauberen" Internetklitsche gemacht.

Und so bin ich dann doch kein Pornostar geworden. Sonst würden sie mich sicherlich jetzt von anderen Webseiten als dieser hier kennen. Und Schuld ist nur mein damaliger Ausbilder, die Sau! Der war bestimmt nur neidisch weil ihm nicht dieser tolle Job angeboten wurde...

31.12.09

2009

Wie immer zum Jahresabschluss beantworte ich mir selbst ein paar Fragen. Wer das ganze für ein Stöckchen hält darf es gerne aufsammeln - aber nicht vergessen den Fundort zu verlinken wegen viele, viele Klicks und so.

Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Yay!

Größte Zeitverschwendung?
Bin froh berichten zu können 2009 keine Zeit verschwendet zu haben.

Größte Innovation?
G19-Tastatur und G9x-Maus.

Schönster Film?
Hangover... glaube ich.

Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt?
Trübsal geht anders. ;-)

Am liebsten gehört?
Die drei ??? - zum Einpennen.

Am liebsten gelesen?
Dune-Prequel-Romane

Dicker geworden oder dünner?
Am Ende wieder dicker, verdammt.

Weiser geworden oder dümmer?
Weiser. Glaube ich. Nee, oder? Doch!

Bester Kauf?
Dragon Age Origins

Bester Kauf in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis?
Ludwig Reiter Schuhe (halten mindestens 10 Jahre!)

Idiotischste Ausgabe?
Etwa 2,- €uro für einen Tomate-Mozarella-Brotaufstrich der ja mal überhaupt nicht geschmeckt hat.

Am meisten getrunken?
Wein.

Am liebsten getrunken?
Dr. Wagner, 2007, Saarburger Rausch, Riesling Kabinett, trocken
und
Schäfer - Fröhlich, 2008, Riesling, trocken

Am meisten gegessen?
Fleisch.

Ekligstes Gericht?
Brot mit Tomate-Mozarella-Aufstrich.

Leckerstes Gericht?
Rehrücken mit Spätzle. Mmmmmh.

Neue Freunde gefunden?
Ja.

Alte Freunde verloren?
Einen.

Nicht befolgte Vorsätze?
Nein.

Verpasste Chancen?
Nein. Habe tatsächlich jede Chance genutzt.

Größte verpasste Chance?
Gibt's nicht.

Angst?
Momentan nur vor dem JourFitz am 25.01.2010, wo ich lesen muss...

Größter Erfolg?
Festanstellung. Yay!

Größter Misserfolg?
Abnehmen.

Gesünder oder kränker?
Psychisch oder Physisch?

Lustigstes Experiment?
Wieviel Wein passt in einen Maak rein?

Am meisten gelernt?
Umgang mit Leuten auf Baustellen.

Was ich in diesem Jahr garantiert nicht sehen möchte?
Kirschen. Fragen Sie aber bitte nicht warum.

TV-Würg?
Werbung.

TV-Wow?
Dexter Season 4. Meine Fresse!

Größte Veränderung?
Mehr Arbeit, weniger Freizeit.

Größter Verlust für die Menschheit?
Klimagipfel in Kopenhagen.

Größte Enttäuschung?
Terminator 4.

So, das war's mal wieder. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und/oder ein frohes neues Jahr!

08.12.09

Ich will

Nein, ehrlich, ich würde GERNE mal wieder was bloggen und es gäbe sogar einiges zu erzählen (und ich hoffe ich vergesse das alles nicht bis ich wieder zum Bloggen komme), aber ich finde einfach dieser Tage nicht die Zeit dazu. Ich will Sie jetzt auch nicht langweilen mit Gejammer über die viele Arbeit, die mir momentan die Blogzeit raubt. Aber so unspektakulär das auch klingt: das ist der Grund.

Was ich Ihnen aber auf jeden Fall eben mitteilen muss, was Sie uuunbedingt wissen sollten und auf gar keinen Fall verpassen... oh, ich muss weiterarbeiten.

16.11.09

Der Motivator

"Herr Maak..."
"Ja Chef?"
"Ich habe da eine Idee."
"Echt? Sagen Sie mal, Chef!"
"Wie wäre es..."
"Ja?"
"...wenn Sie heute einfach mal keine Pause machen, aber dafür..."
"Ja? Ja? Was denn?"
"...aber dafür länger bleiben als sonst."
"Überstunden, Chef?"
"Genau!"
"Wunderbar! Das ist wirklich eine prima Idee!"
"Danke. Und wenn es Ihnen so gefällt können wir das ja jetzt öfter mal machen solang das aktuelle Projekt noch nicht fertig ist."
"Hurra!!!"

29.10.09

Der seltsame Wecker

Seit Tagen... ach was Wochen... Monaten... ja sogar Jahren kann ich nicht schlafen. Zumindest nicht morgens. Der Grund dafür ist offensichtlich eine Fehlfunktion meines Weckers. Eigentlich soll der ja nur die Uhrzeit anzeigen, aber jeden morgen, so gegen sechs, da macht das Ding einen Krach, das würden sie nicht glauben. Er piepst!

Und obwohl ich gerne weiter schlafen würde habe ich bei der ganzen Piepserei keine Chance. Ich habe zwar irgendwann herausgefunden, dass man einfach auf den Wecker draufhauen kann und der dann ruhig ist, aber acht Minuten später, wenn ich gerade wieder schlafe, da piepst der dann wieder! Ganz klar das Werk des Teufels.

(Ich habe sogar kürzlich mal die Uhren umgestellt und der piepsende Wecker ist jetzt in der Küche. Dafür ist die große Standuhr aus dem Wohnzimmer jetzt neben meinem Bett aber die tickt so laut, dass ich abends nicht einschlafen kann. Deswegen schlafe ich jetzt in der Küche auf dem Tisch, wo allerdings der Wecker morgens wieder piepst. Ein Teufelskreis! Aber das nur am Rande...)

Da ich bei der ganzen Piepserei irgendwann keine Möglichkeit mehr sehe weiter zu schlafen, stehe ich dann immer genervt auf. Früh morgens! Können Sie sich das vorstellen? Und dann habe ich den ganzen Tag vor mir und weiß gar nicht was ich mit der ganzen Zeit anfangen soll. Ich hätte das ja gut wegpennen können wäre dieser blöde Wecker nicht immer so laut. Und weil ich nicht wusste was ich jeden Tag mit der ganzen Zeit anfangen soll habe ich mir irgendwann einen Job gesucht damit ich wenigstens acht Stunden lang schon mal sinnvoll rumkriege. Hätte dieser Wecker mich also morgens schlafen gelassen, so wäre das gar nicht nötig gewesen. Sie verstehen, oder?

Das mit dem täglichen Arbeiten kann natürlich kein Dauerzustand sein. Sowas ist ja nicht normal. Viel besser waren die Zeiten wo der Wecker morgens keinen Radau machte und ich den halben Tag lang durchpennen konnte, so wie die meisten anderen Menschen auch. Daher bin ich auf die Idee gekommen ein paar Detektive auf den Wecker anzusetzen um das Mysterium um die morgendliche Ruhestörung aufzuklären. Und wenn die dabei sind sollen die Detektive auch gleich mal rausfinden was dieses kleine Glöckchen im Display des Weckers bedeutet.

Nun kann man natürlich nicht einfach irgendwelche Detektive auf solch einen heiklen Fall ansetzen. Viele Detektive sind nämlich total unfähig. Nein, solch ein Fall ist nur was für Profis. Trifft es sich da nicht gut, dass gerade heute ein paar Profis in der Nähe sind und einen ähnlichen Fall lösen? Die Rede ist von einer Gruppe Detektiven, von denen ich schon sehr viel gehört habe - nämlich so circa 134 mal. Die Rede ist von den echten und leibhaftigen Drei Fragezeichen!

Die echten wahren Drei Fragezeichen sind nämlich heute in Essen in der Grugahalle um dort live und vor Publikum einen ähnlichen Fall zu lösen, den sie "Der seltsame Wecker" nennen. Das gibt mir natürlich die Gelegenheit mit der Liebsten dort hin zu fahren und die Jungs mal bei der Arbeit zu beobachten bevor ich sie dann an meinen eigenen seltsamen Wecker dran lasse. Wenn sie den anderen Fall lösen können, kriegen sie den Job!

Das einzige Problem was ich derzeit sehe ist, dass ich eventuell gar nicht mehr mitbekomme ob und wie sie den Fall lösen. Normalerweise schlafe ich nämlich immer ein bevor die Drei Fragezeichen irgendeinen Fall zu Ende gelöst haben. Ich hoffe das passiert heute Abend nicht...

10.09.09

Meet and greet... me!

Mit der Berühmtheit die man durch das Bloggen erlangt ist das ja so eine Sache. Ich zum Beispiel bekomme jeden Tag viele viele Fan-Mails und es kostet mich jeden Abend Stunden die alle zu lesen. Die meisten sind von Frauen, die ein Kind von mir haben wollen - oder wenigstens ein Autogramm.

Dieserhalb biete ich all diesen Frauen (und eventuell auch anwesenden Männern) im Rahmen meines Betriebsausfluges meiner Deutschlandtour die Möglichkeit mich morgen (also am Terrordatum 11.09.) in Köln zu treffen und sich von mir ein Autogramm oder ein Kind machen zu lassen.

Ich werde gegen 14:00 Uhr an der Domplatte anzutreffen sein und dort bleiben bis die Domführung für meine Mitarbeiter und mich beginnt auch der letzte Fan sein Stück von Herrn Maak bekommen hat.

Da der oder die ein oder andere mich vielleicht nicht gleich erkennt weil er oder sie mich vielleicht noch nie gesehen hat, werde ich morgen eine blaue Jeans tragen. Finden Sie also jemanden mit blauer Jeans morgen gegen 14:00 Uhr am Kölner Dom und das bin dann ich. Sprechen Sie mich an und ich erfülle Ihnen all Ihre Fan-Wünsche (Fotos kosten allerdings!). So einfach ist das!

Ich freue mich schon auf jeden einzelnen von Ihnen.

08.09.09

Ingenieure am Werk

Keine Zeit für lange Geschichten. Ich muss Überstunden kloppen damit wir einen wichtigen Termin halten können. Arrrgh!

Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen mal kurz zu zeigen wie bei uns im Büro ein Wasserschaden in den Griff gekriegt wurde...


Das ist so blöd, das sollte man glatt patentieren lassen.^^

31.08.09

Söldnerseele

So. Nachdem ich mich erfolgreich drei Wochen lang vor der Welt verstecken konnte bin ich nun wieder da. Und eigentlich wollte ich ja gleich mit ner lustigen Geschichte loslegen, aber das wird heut leider noch nix. Im Büro haben sie nämlich auch gemerkt dass ich wieder da bin und mich vor Freude gleich mal in ein größeres Büro mit größerem Schreibtisch und noch größeren Aufgaben versetzt.

Während ich nämlich drei Wochen lang am Urlauben war hat sich der Rest der Welt anscheinend trotzdem weiter gedreht. Und nun hat sich so viel Zeug angesammelt, dass der alte Schreibtisch einfach zu klein war um mir das alles da drauf zu knallen. Naja und weil sich das alles so entwickelt hat muss ich jetzt erstmal was tun wofür ich bezahlt werde bevor ich Ihnen etwas schreiben kann wofür mich niemand bezahlt. Wie lang Sie sich noch gedulden müssen kann ich Ihnen leider nicht verraten. Vielleicht geht's hier morgen schon weiter, vielleicht übermorgen, vielleicht erst Ende der Woche.

Sollten Sie, lieber Leser, allerdings auf die wahnwitzige Idee kommen mich für die Bloggerei großzügig bezahlen zu wollen, so könnte ich eventuell meine Prioritäten ändern. ;-)