Weil ich meinen letzten Nebenjob nicht so toll fand aber unbedingt das Geld zum Leben brauche, habe ich mir jetzt etwas Neues gesucht. Sie können mich nun an Wochenenden als Stripper buchen.
Stripper sein ist eigentlich ein toller Nebenjob. Wo man auch hinkommt freuen sich die Leute (in meinem Fall meist Frauen) das man da ist. Ehrlich, wo ein Stripper auftaucht ist immer gute Stimmung. Und da ich eh sehr gerne tanze und auf Wunsch auch an der Stange eine fabelhafte Figur mache, dachte ich zunächst das sei der beste Beruf der Welt... bis ich die Schattenseiten kennenlernte.
Verstehen Sie mich nicht falsch, der Job als Stripper ist suuuper (besonders wenn ich als Polizist verkleidet kommen soll, ich sehe in Uniform echt gut aus!). Das große Problem ist eher finanzieller Natur. Klar, wenn man für einen Auftritt gebucht wird bekommt man zunächst erstmal relativ viel Geld für relativ wenig Arbeit (und oft stecken einem die Ladies sogar noch extra Geld in den Schlüpper), aber am Ende - ob Sie es glauben oder nicht - am Ende zahlt man drauf.
Zum Beispiel bei meinem letzten Auftritt: ein Junggesellinnenabschied. Ich komme da hin und da sind lauter wirklich attraktive, junge Frauen. Alle sind total hemmungslos und ein bisschen beschwipst und zu allem bereit. Die Stimmung könnte nicht besser sein. Und alle wollen Sie das ich endlich mit meiner Show anfange. Also starte ich die Musik und beginne zu tanzen und dann... plötzlich... schreien die ganzen Mädels laut "AUSZIEH'N! AUSZIEH'N!".
Ja, und dann wurde es teuer. Um nämlich auszuziehen brauchte ich erstmal eine neue bleibe in die ich einziehen konnte. Also bin ich sofort nach Hause und habe gemeinsam mit meiner Liebsten erstmal mehrere Wochen lang gesucht und gesucht bis wir endlich ein Haus gefunden hatten das zu uns passte. Das haben wir dann gekauft. Allerdings muss dort erstmal renoviert werden. Und eine Küche war auch nicht drin. Und neue Fliesen brauchen wir auch. Und... ach, jedenfalls mussten wir uns bis ans Ende aller Tage verschulden um das alles bezahlen zu können. Und das nur damit ich ausziehen kann, weil ein paar besoffene Weiber das von mir verlangen.
Jetzt habe ich Angst nochmal irgendwo als Stripper aufzutreten weil wieder jemand "AUSZIEHEN!" schreien könnte. Und bevor das aktuelle Haus nicht abbezahlt ist kann ich mir auch beim besten Willen keinen weiteren Auszug leisten. Ich glaube morgen kündige ich wieder...
14.01.11
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16.08.10
Überfall!
Es war Nacht und ich lief betrunken und wehrlos durch gefährliche, dunkle Gassen nach Hause wie ich das so zu pflegen tue. Und während ich am dahertorkeln war, da kam mir der Gedanke: "Ich müsste mal wieder was bloggen, sonst denken die ganzen... äh... Leser noch da kommt nix mehr und halten micht für tot oder faul oder beides oder so." Und während ich das so dachte, da flüsterte mich plötzlich etwas aus den Schatten an...
"He, du. Komm mal her!", kam es aus der Dunkelheit hinter einem Müllcontainer. Ich sah mich um ob noch irgendwer anderer außer mir gemeint sein könnte, aber es war niemand da. Also fragte ich: "Wer? Ich?"
"Ja, du! Komm mal hier hin wo es dunkel ist." Und da ich Fremden in dunklen Gassen grundsätzlich traue ging ich hin und fragte den, der auch immer da im Dunkeln hockte fröhlich "Was issn?"
"Überfall!", sagte der und sprang hervor. "Gib mir all dein Geld!" Ich lachte. "Haha, da haben Sie mich jetzt aber voll erwischt. Überfall, haha! Wer hätte damit gerechnet?" Der Typ lachte auch. Wenn auch etwas verunsichert. "Ja, haha, guter Trick, nicht wahr? Und jetzt Geld her bitte."
Ich wollte ihm gerade all mein Geld geben, da stellte ich fest der Räuber war ja gar nicht bewaffnet. "Moment mal", sagte ich, "was soll das denn für ein Überfall sein? Sie haben ja gar keine Pistole oder zumindest ein Messer. So geht doch kein Überfall!"
"Doch wohl", sagte er, "es steht nirgends geschrieben das man für einen Überfall bewaffnet sein muss. Zumindest hab ich das noch nirgendwo gelesen." Das machte mich nachdenklich. Und ich stellte fest das ich auch noch nie davon gelesen hatte das man bei einem Überfall unbedingt bewaffnet sein müsse. Jedenfalls konnte ich mich nicht daran erinnern. Also hatte er wohl Recht.
"Nun gib schon dein Geld", drängelte der Dieb während ich noch am Grübeln war. "Ich muss noch sieben andere Leute überfallen und habe es eilig." Er hielt mir die offene Hand hin in der Erwartung das ich mein Geld da reinlegte. "Warum müssen sie noch sieben andere Leute überfallen", fragte ich neugierig. "Müssen sie etwa eine bestimmte Quote erfüllen?"
"Ach, habe ich das noch gar nicht erwähnt?", fragte er. "Die Sache ist folgende: ich wurde selber erst kürzlich überfallen von jemandem der auch erst kurz davor überfallen wurde. Und der hat mir erklärt man hätte ihm erklärt es sei gar nicht so schlimm wenn man überfallen wird. Mann müsse einfach nur zehn andere Leute überfallen und so könnte man aus dem Geld was einem bei dem ersten Überfall abgenommen wurde die zehnfache Menge machen!"
"Wow!", sagte ich beeindruckt. "Es ist also gut das ich Sie hier überfalle", erklärte der Räuber weiter, "denn dadurch werden sie am Ende mehr Geld haben als vorher. Sie müssen nur ebenfalls zehn Leute überfallen. So einfach ist das. Man nennt das Schneeballsystem."
"Aber es liegt doch gar kein Schnee!", stellte ich fest. "Macht nix", sagte der Dieb, "heißt trotzdem so." Das ganze musste ich erstmal kurz sacken lassen. "Eine Frage", sagte ich dann, "was ist wenn ich ihnen jetzt mein Geld nicht gebe?" Der Typ dachte nach. "Dann... dann... ja dann müssen sie eben keine zehn Leute überfallen, haben so allerdings auch nicht die Möglichkeit ihr Geld zu verzehnfachen."
"Das wäre ja dumm", stellte ich fest, "ich will auf jeden Fall die Summe verzehnfachen!" Dann gab ich ihm all meine Kohle - auch das Kleingeld - und sagte fröhlich "Hier, nehmen sie, bitte."
Der Räuber bedankte sich freundlich, steckte mein Geld ein, wünschte mir noch eine gute Nacht und flüchtete fröhlich hüpfend die dunkle Gasse entlang bis er verschwunden war.
Ich aber setzte mich in die Schatten hinter dem Müllcontainer und wartete. Ich hoffte auf ein leichtes Opfer - vielleicht ein Kind oder eine Frau - war mir aber nicht sicher wie viele von denen Nachts durch dunkle Gassen spazieren. Nach einiger Zeit kam ein Betrunkener. Der würde auch funktionieren. Als er mir ganz nah war flüsterte ich aus dem Schatten: "He, du. Komm mal her..."
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18.03.10
Psssssssssssscht!
"Hey, du, Kumpel, komm mal her", flüstert der grüne Typ mit dem Trenchcoat und dem Hut. "Wer? Ich?", frage ich wohl etwas zu laut denn der Typ schreckt zusammen, zischt panisch "Pssssssssssscht!" und schaut sich dabei total paranoid um. Als er sicher ist das wir allein sind sagt er leise: "Genaaaaaau."
"Willst du ein N kaufen", fragt der Typ mich, "zu einem total günstigem Preis?" Dann öffnet er seinen Mantel und zeigt mir ein großes grünes N welches darin hängt. "Ein N?", frage ich erstaunt - aber wohl wieder etwas zu laut für seinen Geschmack. "Psssssssscht!", sagt der Typ und schaut sich wieder panisch um. "Genaaaaau", sagt er als die Luft rein scheint.
"Nein, ein N brauche ich nun wirklich nicht", sage ich. "Ausserdem muss ich jetzt wieder los. Aber danke!" Gerade will ich gehen, da sagt der Typ "Warte mal Kumpel!" Ich weiß nicht warum, aber ich bleibe stehen. "Was denn?", frage ich.
"Möchtest du vielleicht eine Flasche voller Luft kaufen?", fragt er mich und zeigt mir die Flasche, die neben dem N in seinem Mantel hängt. "Kostet für dich nur zehn Cent", flüster er. "Nur zehn Cent?!?", stelle ich überrascht fest, denn das ist wirklich ein klasse Preis für eine Flasche voller Luft. "Pssssssssscht!", macht der Typ wieder und sieht sich nervös um. Dann sagt er ruhig: "Genaaaaaau."
"Ach wissen Sie", erkläre ich ihm, "zehn Cent ist wirklich ein sehr guter Preis für eine Flasche voller Luft..." Der Typ nickt. "Genaaaau", sagt er. "Ja, genau", fahre ich fort, "aber momentan ist mein Bedarf an Flaschen voller Luft bereits gedeckt. Sie müssten mal meine Küche sehen. Da stehen bestimmt hundert Flaschen voller Luft herum und ehrlich gesagt müsste ich die mal langsam wegbringen. Ich bin aber zu faul." Der grüne Typ kratzt sich am Kopf. "Zu faul?", fragt er und diesmal zische ich "Pssssssssscht!", worauf hin er sich wieder erschrocken umschaut. Als er begreift das alles in Ordnung ist und ich ihn nur veräppelt habe sage ich "Genaaaau."
Gerade will ich weiter gehen - weil ich habe ja eigentlich noch etwas vor - da sagt der grüne Typ "Warte mal, Kumpel. Warte mal." Wieder bleibe ich stehen. "Was ist denn?", frage ich munter. "Möchtest du vielleicht Pilze kaufen?", flüstert er jetzt. "Ich mache dir auch einen guten Preis." Ich runzle meine Stirn. "Pilze?", frage ich (diesmal leise), "Ich mag gar keine Pilze. Ich glaube ich verzichte." Doch er hält mich fest und flüstert: "Das sind 'besondere' Pilze. Magic Mushrooms."
"Magic Mushrooms!", platzt es aus mir heraus. Der Typ kriegt vor Schreck fast einen Herzinfarkt. "PSSSSSSSSSSSSSSSSSSCHT!", flüstert er gebrüllt und checkt wieder nervös die Lage. Dann haucht er: "Geeeeenaaaaau. Das sind 'magische' Pilze. Willst du welche?" Ich überlege. "Keine Ahnung", sage ich. "Was ist den so 'magisch' an denen?" Der grüne Typ grinst. "Das wirst du schon sehen wenn du sie isst. Aber es lohnt sich!" Ach, manche Dinge muss man einfach mal ausprobieren, denke ich so für mich selbst und sage: "Okay, gib mal her." Ich bezahle ihn und der grüne Typ gibt mir die Pilze, welche ich sofort alle vollständig verschlinge.
"Und was ist jetzt mit der Magie?", frage ich. "Die kommt gleich", erklärt der Typ. "Du musst warten bis die Pilze wirken. Das kann einen Moment dauern." Also warte ich. Und nach kurzer Zeit passiert etwas sehr seltsames...
Um die Ecke kommt ein Mann bekleidet mit einem Zylinder und einem schwarzen Frack. Er verbeugt sich vor mir und ganz plötzlich hält er in seiner Hand, die vorher leer gewesen war - ich schwör es - einen Strauß bunter Plastikblumen. "Wow!", sage ich beeindruckt. Doch damit hört es nicht auf. Jetzt greift der Mann mit dem Zylinder in seine Westentasche und zieht ein buntes Tuch heraus. Doch da hängt was an dem Tuch - ein weiteres Tuch! Und an dem Tuch hängt auch noch eins. Und noch eins! Der Mann mit dem Zylinder zieht und zieht und zieht an den Tüchern und es scheint kein Ende zu nehmen. Nach einer Minute hat er bestimmt zehn Meter zusammengeknotete bunte Tücher aus seiner Westentasche gezogen. Ich applaudiere begeistert. "Siehst du", flüstert der grüne Typ, "Magie! Die Pilze wirken." Ich nicke glücklich. "Ja, danke dafür", sage ich, "das ist wirklich eine tolle Show!"
Der grüne Typ mit dem Trenchcoat lächelt zufrieden. Am Ende hat er es doch noch geschafft mir etwas zu verkaufen. Und während ich begeistert dabei zusehe wie der Typ im schwarzen Frack ein weißes Kaninchen aus seinem Zylinder zieht erspäht der grüne Kerl schon seinen nächsten Kunden. Aus seinem Trenchcoat kramt er rotes Schild hervor auf dem groß in weißer Schrift "STOP" geschrieben steht und...
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10.03.10
Tiefstpreisgarantie my ass!
"Entschuldigen Sie bitte", sage ich zu dem pummeligen, vollbärtigen MediaMarkt-Angestellten in der Computerspieleabteilung. Vermutlich habe ich ihn damit aus einem wunderschönen Tagtraum geweckt. Er braucht eine Sekunde um sich bewußt zu werden wo und wer er ist. Dann fragt er freundlich: "Ja, was kann ich für sie tun?"
"Okay, es ist so", beginne ich meine einstudierte Rede, "In dieser Hand halte ich das Spiel Final Fantasy XIII für die Playstation 3...", ich halte es im vor die Nase, "...und in dieser Hand halte ich das dazugehörige Lösungsbuch*." Auch das zeige ich ihm. "Das Spiel kostet hier im MediaMarkt 69,90 Euro, das Buch 19,99 Euro. Das sind zusammen ca. 90 Euro" Er nickt. "Ich bin im Begriff beides jetzt und sofort zur Kasse zu schleppen und zu kaufen..." Er nickt wieder und lächelt zufrieden. "...aaaber oh nein!", sag ich, "bei Amazon kostet das Spiel ja nur 58,45 Euro." Während ich das sage halte ich ihm mein iPhone vor die Nase auf dem die Amazon-Seite mit dem Artikel geöffnet ist. "Das ist ja viel billiger!" Jetzt lächelt er nicht mehr.
"Kann man da nicht was machen?", frag ich, "Oder muss ich jetzt tatsächlich Ware für neunzig Euro hier im Laden lassen weil ich es woanders für zehn Euro weniger bekomme?" Der Typ denkt gar nicht nach und sagt mir seine einprogrammierte Antwort. "Naja", erklärt er, "normalerweise haben wir ja Tiefstpreisgarantie..." Ich lächle. "...aaaber die gilt nicht für Online-Preise." Ich lächle nicht mehr. "Wenn sie das Spiel also in nem anderen Laden wie Saturn oder Kaufhof** billiger finden, dann gehen wir den Preis mit. Aber nicht bei Online-Preisen. Da können wir nicht mithalten."
Natürlich lass ich mich nicht so schnell verscheuchen. "Hören Sie", sag ich, "hier ist doch geraden eine Aktion am laufen von wegen: Kauf was für fünfhundert Euro und wir schenken dir was für hundert Euro dazu." Er nickt. "Ja das stimmt.", sagt er. "Sie verschenken also lieber an andere Leute Ware im Wert von hundert Euro, als für mich zehn Euro vom Preis runter zu gehen damit ich überhaupt etwas kaufe?" Er nickt zögerlich. "Äh... ja... äh... das stimmt."
"Okay", sag ich und starte einen letzten Versuch. "Letzte Chance! Entweder Spiel und Buch zusammen für achtzig Euro oooder nichts für null Euro. Denken Sie nach! Achtzig Euro! Haben oder nicht haben?" Jetzt ist er unsicher und grübelt ersthaft drüber nach. Aber wie ein braver Soldat gehorcht er seinen Befehlen von oben. "Das kann ich nicht machen", sagt er beschämt, "wir haben hier Anweisungen..."
"Kein Problem", sage ich und lächle ihm freundlich zu. "Ich bin mir sicher sie haben alles getan was sie konnten. Danke." Dann lege ich demonstrativ vor seiner Nase Buch und Spiel zurück ins Regal, wünsche ihm fröhlich einen schönen Tag und gehe zum Ausgang.
Noch bevor ich aus dem MediaMarkt raus bin habe ich das Spiel plus Buch mit dem iPhone bei Amazon bestellt - für unter achtzig Euro! "Das war spaßig", denke ich so für mich. "Ich glaube das mache ich jetzt öfter..."
* Final Fantasy Games kaufe ich grundsätzlich mit Lösungsbuch. Nicht weil ich es ohne Lösung nicht packen würde, aber da sind Secrets in den Spielen auf die kein normaler gescheiter Mensch ohne das Buch von alleine kommt. Und ständig googlen ist mir zu blöd.
** MediaMarkt, Saturn, Kaufhof... Moment mal! Gehören die nicht ALLE zum selben Konzern?!? Seltsam...
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Rubrik: Bücher, Geld, Private Parts, Spiele, Technik
08.02.10
Was soll man damit machen?
Was ich überhaupt nicht leiden kann ist, wenn Leute sich Dinge von mir ausleihen und diese dann nicht wieder von selbst zurückbringen. Dann muss man die nämlich ständig daran erinnern sie hätten noch dieses oder jenes von mir und ob es nicht mal langsam an der Zeit wäre das zurückzugeben. Und wenn man nach nem halben Jahr vergessen hat wem man diese eine Sache da geliehen hat dann ist sie sowieso hoffnungslos verloren. Irgendwann glaubt man, man hätte sie selbst verklüngelt.
Deswegen bin ich auch gerade ein wenig sauer auf Daniel. Der weiss nämlich das ich - obwohl mir völlig klar ist das ich meine Sachen nie wiedersehe - nicht nein sagen kann wenn mich jemand freundlich bittet ob ich ihm nicht dieses oder jenes ausleihen könnte. Das nutzt Daniel schamlos aus und leiht sich ständig Dinge von mir, die ich dann erst Jahre später - wenn überhaupt - von ihm wiederbekomme.
Wie zum Beispiel letztens, vor ein paar Wochen, da hat Daniel sich von mir eine CD geliehen, die ich immer noch nicht von ihm zurück bekommen habe. Und ich frage mich was der mit dieser CD überhaupt will, denn da ist weder Musik noch ein Film drauf sondern einfach nur stinklangweilige Daten von deutschen Steuersündern, die Konten in der Schweiz haben. (Fragen Sie mich nicht wie ich zu dieser CD komme. Ist ne laaange Geschichte.) Gibt es etwas langweiligeres als das? Was soll man damit machen? Ich wollte die CD schon wegwerfen, aber der Rohling ist wiederbeschreibbar und deshalb hätte ich die doch gerne wieder. Kann man ja was anderes drauf machen.
Jetzt meinte Daniel als ich ihn auf die CD angesprochen habe es täte ihm Leid, aber er könnte mir die CD nicht zurückgeben sie sei... verschwunden. Allerdings sagt Daniel er würde in Kürze zu sehr viel Geld kommen und dann würde er mir den Rohling ersetzen.
Das will ich auch hoffen, Daniel. Du Sau!
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Rubrik: Freunde, Geld, Geschichten, Seltsam
18.01.10
Inspektor Maak gegen den dümmsten Dieb der Welt (3)
Ein Krimi in drei Teilen. Nach einer wahren Geschichte.
Was bisher geschah: In Teil Eins wurde ein Kasten Cola geklaut und Inspektor Maak, der erfolgloseste Ganovenjäger der Welt, nahm die Ermittlungen auf.
In Teil Zwei schlug der Dieb erneut zu. Anhand der vielen Spuren konnte Inspektor Maak den Täter eindeutig als den "dümmsten Dieb der Welt" identifizieren, der einzigen Kriminellen den Inspektor Maak zu fassen in der Lage ist. Inspektor Maak hat einen Plan.
Teil Drei
"Ich habe einen Plan", sagte Inspektor Maak. "Tatsächlich?", fragte seine Liebste. "Ja, tatsächlich. Von mir aus wechselt die Schlösser aus damit ihr endlich die Garage abschließen könnt, aber erst morgen. Heute muss die Tür noch unverschlossen bleiben."
"Du glaubst er kommt nochmal wieder, nicht wahr?", fragte der Vater der Liebsten. "Davon bin ich sogar überzeugt", entgegnete Inspektor Maak. "Zwei Kästen sind noch übrig. Ein Kasten Fritz Limo und ein Kasten Bier. Um sein Werk zu vollenden muss er auch noch diese beiden stehlen... und zwar noch heute - bevor hier die Schlösser gewechselt werden wie er sich sicherlich denken kann." Die Liebste dachte nach. "...und ihr werdet auf der Lauer liegen und ihn fassen", vermutete sie. "Nein", sagte Inspektor Maak. "Das ist gar nicht notwendig." Das brachte die Liebste ins Grübeln. "Aber was werdet ihr dann tun? Ihm eine Falle stellen?", fragte sie. "Abwarten", sagte Inspektor Maak ganz cool und zog an seiner Pfeife. "Wir werden einfach abwarten."
Am Abend traf sich die Familie der Liebsten wieder mit Inspektor Maak an der Garage. "Dann woll'n wir mal sehen ob du Recht hattest", sagte der Vater und öffnete die Tür. "Daran besteht gar kar Zweifel", entgegnete Inspektor Maak überzeugt. Und tatsächlich die beiden Kästen waren verschwunden. Dafür stank es in der ganzen Garage tierisch nach Bier und ein paar Kronkorken lagen auf dem Boden in einer gelben, schaumigen Pfütze. "Er hat tatsächlich wieder zugeschlagen!", stellte der Vater fest.
"Ja", antwortete Inspektor Maak, "und wie zuvor hat er erst die vollen Flaschen ausgekippt weil er nur das Pfand brauchte. Und diesmal hat er auch die Fahrräder stehen lassen weil er die zwei Kästen auch ohne Hilfsmittel tragen konnte." Einen Moment lang herschte Stille und die Anwesenden sahen sich in der Garage um. Es war die Liebste, die irgendwann fragte: "Und jetzt?"
"Wie? Und jetzt?", fragte Inspektor Maak. "Naja", sagte die Liebste, "vielleicht war es doch nicht so clever dem Dieb keine Falle zu stehlen oder ihn auf frischer Tat zu ertappen. Jetzt hat er noch die letzten beiden Kästen geklaut und wir sind keinen Schritt weiter, oder?" Der Inspektor lachte. "Falsch, meine Liebste", sagte er. "Jetzt wissen wir wer er ist und können ihn festnehmen. Ruft schonmal die Kollegen von der Polizei."
Der Vater ging zu Telefon und rief die Polizei an. Nach ein paar Minuten kam er wieder. "Es sollte gleich ein Streifenwagen hier auftauchen", sagte er, "obwohl die erst keinen schicken wollten. Als ich erzählte das Inspektor Maak einen Fall gelöst hätte, haben die gelacht und mich erstmal gefragt ob ich getrunken hätte. Am Ende konnte ich sie aber doch davon überzeugen das die Sache ernst gemeint ist."
Dann kam der Streifenwagen. Da die Diebstähle bisher nicht offiziell gemeldet worden waren mussten die Kollegen Bayer und Mayer (so hießen die beiden Polizisten in echt jetzt - ohne Scheiß!) erst einmal von Inspektor Maak über die Vorfälle aufgeklärt werden. Er erzählte ganz ruhig und ausführlich vom ersten Einbruch und von den vielen Spuren, die bei der zweiten Tat hinterlassen wurden. Bayer und Mayer hörten interessiert zu und machten sich notizen. "Und woher wollen sie jetzt wissen wer der Täter ist?", fragte Bayer. "Ja, das würde ich auch mal gerne wissen", sagte der Vater der Liebsten. "Das weiß ich erst in fünf Minuten", antwortete Inspektor Maak. "Folgt mir bitte. Wir können zu Fuß gehen. Dabei werde ich es erklären."
"Der Täter war nur auf Pfand aus", erklärte Inspektor Maak während die anderen ihm über die Straße folgten. "Er hat alle Dinge von Wert zurückgelassen. Kein Werkzeug geklaut, keinen Wein. Das eine Fahrrad das er geklaut hat, hat er nicht wegen seinem Wert mitgenommen, sondern um die vielen Pfandkästen einfacher transportieren zu können. Doch warum war er nur auf Pfand aus?" Alle sahen sich dumm an. "Keine Ahnung", sagte Mayer. "Weil man Pfand sofort und an jeder Ecke in Bares wechseln kann", erklärte Inspektor Maak. "Ein geklautes Fahrrad zu verkaufen ist schon schwieriger. Besonders in der eigenen Nachbarschaft, wo jemand das Fahrrad wiedererkennen könnte." Inspektor Maak ging um die Ecke. Alle folgten ihm.
"Hier in der Gegend gibt es einen Kiosk, eine Tankstelle und eine Trinkhalle wo man Pfand umtauschen kann" fuhr Inspektor Maak fort. "Alle sind zu Fuß zu erreichen, aber die Trinkhalle ist am nächsten. Da er die beiden zuletzt geklauten Kästen sicherlich nicht unnötig weit tragen wollte wird er garantiert dorthin gegangen sein. Immerhin ist es der dümmste Dieb der Welt!" Inspektor Maak und die anderen gingen über die Ampel und standen plötzlich vor der Trinkhalle. "Dort drin wartet die Lösung auf uns."
Sie gingen hinein. "Guten Tag", sagte Inspektor Maak zu der Frau an der Kasse. Sie sah etwas verbraucht aus. Maak fragte sich ob das wohl vom aufregenden Trinkhallenleben kam. "Hallo", antwortete die Frau mit einer Stimme, die nach vierzig Jahren Kettenrauchen klang. "Gute Frau", sagte Inspektor Maak, "sie können uns bestimmt behilflich sein. Kann es sein, dass heute jemand einen Pfandkasten Fritz Limo hier abgegeben hat?" Die Frau brauchte gar nicht lange nachzudenken. "Ja", antwortete sie. "Ja, tatsächlich! Sowas hat hier noch nie jemand abgegeben. Deswegen weiß ich das noch so genau. Das Zeug verkaufen wir hier gar nicht. Aber einen Kasten Bier hatte der Typ auch noch dabei." Inspektor Maak grinste. "Und wissen sie zufällig noch wie die Person ausgesehen hat, die den Kasten Fritz Limo hier eingetauscht hat?" Die Frau lachte, was schnell in einen Hustenanfall umschlug. "Ich weiß nicht nur wie er aussieht, ich weiß sogar wie er heißt! Das war Steve der Junkie. So ein ganz blasser Typ. Groß. Helle Haare. Tauscht hier öfter Pfand ein, kauft aber nie etwas. Ich glaube der braucht das Geld für Drogen. Recht agressiver Typ. Passen sie auf bei dem."
"Da haben wir's!", sagte Inspektor Maak. "Es war Steve der Junkie. Der ist doch bestimmt bekannt hier in der Nachbarschaft, oder?" Polizist Mayer nickte. "Aber sicher. Wir wissen sogar wo der wohnt. Ist ja nicht so das der zum ersten Mal aufgefallen wäre. Bisher konnten wir ihm aber nie etwas nachweisen. Endlich haben wir was gegen den in der Hand. Der wird jetzt erstmal direkt festgenommen und viele viele Jahre weggesperrt. Das garantiere ich!"
Inspektor Maak steckte sich seine Pfeife an. "Er hätte eben nicht den Fehler machen dürfen einen Pfandkasten umzutauschen, den es wohl in ganz Wattenscheid nur einmal gibt und der eindeutig identifizierbar ist. Sonst hätten wir ihn wohl nie gefasst. Aber so ist das halt wenn man der dümmste Dieb der Welt ist."
Dann lachten alle und die Kamera zoomte immer weiter heraus und weiße Schrift lief langsam von unten nach oben durch das Bild.
Ende
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05.01.10
Eine Geschichte...
...die ich hier garantiert nicht erzählen werde, ist die Story vom Junggesellenabschied von Peter. Es sollte ein fröhlicher Abend im Stripclub werden und den hatten die Jungs auch - nur ich nicht, denn ich wurde rausgeschmissen.
Immerhin habe ich an jenem Abend gelernt, dass man in ein Striplokal besser ein paar Scheine mitbringt. Die Damen dort lassen sich nur ungern Kleingeld in den Schlüpper stopfen.
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31.12.09
2009
Wie immer zum Jahresabschluss beantworte ich mir selbst ein paar Fragen. Wer das ganze für ein Stöckchen hält darf es gerne aufsammeln - aber nicht vergessen den Fundort zu verlinken wegen viele, viele Klicks und so.
Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Yay!
Größte Zeitverschwendung?
Bin froh berichten zu können 2009 keine Zeit verschwendet zu haben.
Größte Innovation?
G19-Tastatur und G9x-Maus.
Schönster Film?
Hangover... glaube ich.
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt?
Trübsal geht anders. ;-)
Am liebsten gehört?
Die drei ??? - zum Einpennen.
Am liebsten gelesen?
Dune-Prequel-Romane
Dicker geworden oder dünner?
Am Ende wieder dicker, verdammt.
Weiser geworden oder dümmer?
Weiser. Glaube ich. Nee, oder? Doch!
Bester Kauf?
Dragon Age Origins
Bester Kauf in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis?
Ludwig Reiter Schuhe (halten mindestens 10 Jahre!)
Idiotischste Ausgabe?
Etwa 2,- €uro für einen Tomate-Mozarella-Brotaufstrich der ja mal überhaupt nicht geschmeckt hat.
Am meisten getrunken?
Wein.
Am liebsten getrunken?
Dr. Wagner, 2007, Saarburger Rausch, Riesling Kabinett, trocken
und
Schäfer - Fröhlich, 2008, Riesling, trocken
Am meisten gegessen?
Fleisch.
Ekligstes Gericht?
Brot mit Tomate-Mozarella-Aufstrich.
Leckerstes Gericht?
Rehrücken mit Spätzle. Mmmmmh.
Neue Freunde gefunden?
Ja.
Alte Freunde verloren?
Einen.
Nicht befolgte Vorsätze?
Nein.
Verpasste Chancen?
Nein. Habe tatsächlich jede Chance genutzt.
Größte verpasste Chance?
Gibt's nicht.
Angst?
Momentan nur vor dem JourFitz am 25.01.2010, wo ich lesen muss...
Größter Erfolg?
Festanstellung. Yay!
Größter Misserfolg?
Abnehmen.
Gesünder oder kränker?
Psychisch oder Physisch?
Lustigstes Experiment?
Wieviel Wein passt in einen Maak rein?
Am meisten gelernt?
Umgang mit Leuten auf Baustellen.
Was ich in diesem Jahr garantiert nicht sehen möchte?
Kirschen. Fragen Sie aber bitte nicht warum.
TV-Würg?
Werbung.
TV-Wow?
Dexter Season 4. Meine Fresse!
Größte Veränderung?
Mehr Arbeit, weniger Freizeit.
Größter Verlust für die Menschheit?
Klimagipfel in Kopenhagen.
Größte Enttäuschung?
Terminator 4.
So, das war's mal wieder. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und/oder ein frohes neues Jahr!
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Rubrik: Abnehmen, Arbeit, Geld, Kultur, Lecker, Private Parts, Stöckchen, TV
05.11.09
Polizeikontrolle
"Guten Tag. Allgemeine Verkehrs Polizeikontrolle. Dienstausweis bitte!", sage ich freundlich aber doch in einem Ton an dem der Polizist genau erkennt wer hier das Sagen hat. "Äh, was, wie bitte?", fragt er ein wenig überrascht. "Allgemeine Polizeikontrolle", wiederhole ich ein wenig lauter, "Dienstausweis aber zackig!" Das zeigt Wirkung. Der Polizist lässt seine Kelle fallen und sucht nach den Papieren.
"Wissen Sie warum ich Sie angehalten angesprochen habe?", frage ich ihn noch bevor er seine Papiere gefunden hat. "Äh, nein...", antwortet er sichtlich nervös und versucht dabei so unschuldig wie möglich auszusehen. "Sie behindern den Straßenverkehr in beträchtlichem Maße", erkläre ich. "Was? Ich? Nein? Wie denn?", stammelt er. "Sie halten absichtlich Autos an, die ihre Kollegen ein paar hundert Meter weiter zuvor geblitzt haben. So kann der Verkehr nicht fließen."
"Aber das... das würden wir nie tun!", sagt er, aber ich zeige ihm das Foto das ich gemacht habe.
"Und was ist das?", frage ich. "Das sind SIE wie sie einen Verkehrsteilnehmer abfertigen. Ich fürchte dafür muss ich ihnen ein Bußgeld von fünfzehn Euro abknöpfen. Wollen Sie sofort zahlen? Sie können auch später überweisen, aber dann wird's teurer." Der Polizist weiß das er aus der Nummer nicht mehr rauskommt. "Na gut, hier haben sie." Ich bin 15 Euro reicher.
"Und jetzt machen sie das sie hier weg kommen und nehmen sie ihre Kollegen mit dem Blitzer mit. Und das mir das nicht nochmal vorkommt!", ermahne ich ihn und gehe meines Weges.
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Ach ja, an alle die mich gerne mal besuchen: unbedingt dran denken, daß meine Straße jetzt ne 30-Zone ist und die Bullen unser Freund und Helfer da täglich (!!!) am Blitzen ist.
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09.10.09
Neulich in Stockholm
"Hög et de smörendröm, ob de vaan un je drom smedje rööb", wurde gesagt. Und ich dachte erst ich hör' nicht recht. Denn wie wir ja alle wissen ist das Schwedisch und bedeutet "Und nun kommen wir zur Verleihung des Nobel-Preises für Spaß." Ich wußte gar nicht das es einen Nobel-Preis für Spaß gab und das Raunen das plötzlich durch den ganzen Saal ging verriet mir das auch die meisten anderen Gäste der Verleihung keine Ahnung davon hatten.
"Öp de trugendä smöribollen" (also für seine Verdienste) "en dä wolli bolli vanne veld" (und das Wohl der ganzen Welt) "dä asse kigge dö sädiness" (und das vertreiben von Traurigkeit) "wenne oli snuff manne dröpje dö" (durch lustigen Spaß) "smu da benno havte klödiböli" (wo immer es geht) "babbu fjörde blö smörendröm" (bekommt den Nobel-Preis für Spaß) "en de vilä dolla" (und die damit verbundene Million Euros) "de eenzig, de vare" (der einzig wahre) "Maak!"
Und in dem Moment wo das gesagt wurde leuchteten plötzlich alle Scheinwerfer auf mich. Ich brauchte ein paar Sekunden um zu realisieren was da gerade passiert war. Ganz Stockholm jubelte mir zu. Wildfremde gutgekleidete Leute gratulierten mir euphorisch. Es war wie ein Traum.
Mit Mühe bahnte ich mir meinen Weg durch die mich liebende Menge zur Bühne hin. Eigentlich wollte ich eine Rede halten, aber der Applaus wollte einfach nicht aufhören. Die Leute waren völlig aus dem Häuschen. Ich verbeugte mich bestimmt fünfzig mal. Nach ein paar Minuten wurde es dann ruhiger, so daß ich endlich ein paar Worte sagen konnte. "Mit großer Freude", sagte ich, "nehme ich diesen Preis, das damit verbundene Geld und diese unglaubliche Ehrung sehr gerne an." Ich strahlte über's ganze Gesicht.
Plötzlich lachten alle. Und ich meine alle. Jeder! Die ganzen Leute die mir gerade noch zugejubelt hatten, alle Gratulanten, wirklich alle. Und am lautesten lachte der Moderator der Preisverleihung. "Hihi, öp dä smörensniff hap dö ingelagje, hahaha!" Ich war entsetzt. "Was soll das heißen - reingelegt?", fragte ich. "Öbwoll di smirlje gog dö blad snje" (Es gibt keinen Nobel-Preis für Spaß), sagte der Moderator. "Fonne klöti fjorl basse gno van blu, hihi." (Das war alles nur ne kleine Verarsche vor der Weltöffentlichkeit, hihi) "Ad snere böddibu dolle gnardi norf..." (Obwohl, wenn es einen Nobel-Preis für Spaß gäbe...) "...ba döbi dubi smirlefanz." (...dann hätte ich ihn ganz sicher verdient).
Da hatte der Typ natürlich Recht. Wenn es einen gäbe hätte ich auf jeden Fall verdient. Immerhin lachten alle. Der Saal. Die ganze Welt! Wegen mir!
Nur ich lachte nicht. So ne Scheiße.
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01.10.09
Die Polizei - Dein Freund und Helfer!
"Wie bitte?", fragte der Polizist. Anscheinend hatte er mich nicht verstanden - also akustisch - denn der blöde Alarm der Bank röhrte ganz schön laut. Vielleicht lag es aber auch an meiner Maske, also nahm ich sie ab und fragte ihn nochmal.
"Würden Sie mir wohl helfen diesen fetten Sack mit dem Dollarzeichen drauf ins Auto zu schleppen." Ich zeigte dem Polizisten den Sack, den ich gerade mit großer Mühe aus der Bank geschleift hatte. "Der ist ganz schön schwer!"
"Hören Sie", sagte der Polizist, "ich habe jetzt gerade keine Zeit. Die Bank wurde überfallen und hier irgenwo läuft noch der Bankräuber rum. Und den muss ich finden. Also gehen Sie aus dem Weg und räumen sie ihren Sack selber weg!" Dann ging er mit gezogener Waffe in die Bank.
"Jaja", dachte ich, "von wegen Freund und Helfer", und schleppte die Beute allein zum Auto.
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Rubrik: Geld, Geschichten, Seltsam
04.06.09
Salat
Nachdem ich mich kürzlich aus meiner tiefen, dunklen Höhle gewagt hatte um mich in Hanau öffentlich zu zeigen - und hinterher wie erwartet von aller Welt eine "fette Sau" genannt wurde - da habe ich geweint. Ich weinte nicht weil die Leute mich wegen meinem viel zu hohem Gewicht und den damit verbundenen optischen Nachteilen hänselten, sondern weil sie Recht hatten. Selten hat es in der bekannten Menschheitsgeschichte einen dickeren Menchen gegeben wie mich als mich als wie mich.
Also fasste ich nach Wochen totaler Trauer und tiefen Tränensäcken zum tausendsten Mal den Entschluss endlich etwas dagegen zu tun. Ich fragte die einzige Person auf der Welt, die unter meinen Fettschichten noch einen Menschen in mir erkennt um Rat: die Liebste. Denn aus irgendeinem kranken Grund liebt sie mich trotz allem - also trotz allem Fett. Lange dachte ich sie wolle nur mein Geld, aber dann fiel mir auf das ich keins habe und es dann wohl einen anderen Grund für ihre Zuneigung geben muss. Vielleicht habe ich sie irgendwann mal zu gut behandelt. Wer weiß das schon?
Jedenfalls sagte die Liebste mir man müsse Salat essen und dann würde man auch nicht Fett. Im Gegenteil - wenn man Salat esse, dann würde man sogar dünn! Alle Supermodels würden das so machen (...und koksen, aber koksen sei für leute die kein Geld haben - wie ich - und zu hässlich sind um ihren Körper zu verkaufen - wie ich - eine zu teure Angelegenheit). Aha! Salat ist also das große Geheimnis. Schon komisch das ich da nicht eher drauf gekommen bin.
Ja und seit ich davon weiss esse ich nun immer Salat, denn wenn man Salat isst wird man nicht dick - sondern dünn. Ich esse Salat bevor ich mir die Filetsteaks mit Sauce Bernaise reinziehe und ich esse Salat zu jeder fettigen Portion Pommes mit Mayo. Ich bestelle einen Salat zu jeder Pizza, die ich verdrücke und ich wickele sogar jedes der zwanzig Snickers die ich so am Tag verschlinge in ein Salatblatt ein. Es ist toll. Seit ich weiss, dass ich nur Salat essen muss um abzunehmen esse ich sogar viel mehr als vorher. Und endlich konnte ich auch getränkemäßig wieder von blödem Wasser auf Cola umsteigen. Es ist ein Traum!
Und jetzt wo ich mich schon eine ganze weile so ernähre, zeigt sich auch schon die erste Wirkung: ich habe zugenommen! Super, nicht wahr? Manche Leute fragen mich wie ich mich über eine noch weitere Gewichtszunahme freuen kann, wo doch Abnehmen das Ziel ist. Diese Leute wissen aber wahrscheinlich nichts von den kräften des Salats und kapieren nicht was gerade mit meinem Körper passiert. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass es sich hier um eine Art umgekehrten Jojo-Effekt handelt, bei dem man zuerst zunimmt und dann hinterher wieder viel mehr Gewicht verliert. Und wenn das so ist, dann klappt es schonmal bestens, denn zunehmen tu ich ja schon.
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Rubrik: Abnehmen, Geld, Gesundheit, Lecker, Meine Liebste, Seltsam
24.03.09
Vermutlich der klügste Mensch der Welt
Wer schlauer ist als seine Mitmenschen - so wie ich - der hat es oft nicht leicht im Leben. Schon sehr früh in der Grundschule lernte ich, dass die wirklich klugen Kinder von niemandem gemocht werden - ja sogar oft Spott oder gar Prügel ertragen mussten. Die dummen Kinder dagegen waren immer schon die Coolen. Sie hatten jede Menge Freunde, waren beliebt und hatten gewiss eine spassigere Jugend als die Streber. Vielleicht lag das auch daran, dass die Blöden diejenigen waren, die die schlauen Kinder quälten. Der Grund dafür war und ist natürlich Neid.
Zum Glück habe ich das schon sehr früh begriffen - quasi bevor bekannt wurde wie schlau ich eigentlich bin. Und glauben Sie mir: ich bin wahnsinnig schlau. Vermutlich viel schlauer als Sie, lieber Leser, auch wenn mich das bei Ihnen nicht gerade beliebter machen wird jetzt wo Sie bescheid wissen. Ich habe mal einen Intelligenztest gemacht wo festgestellt wurde, dass mein IQ fast hundert ist! Krass, oder? Ich glaube hundert ist Höchstgrenze - da geht nix drüber! Ich bin vermutlich der klügste Mensch der Welt.
Da es mir aber schon immer wichtiger war beliebt zu sein als klug, habe ich mein Leben lang verborgen wie clever ich wirklich bin. Bereits in der Grundschule bin ich vier mal sitzen geblieben und habe jedes einzelne Jahr wiederholt. Es mag Leute gegeben haben die mich für dumm hielten, aber ich war immer das beliebteste Kind auf der Schule.
Auch danach in der Hauptschule war ich beliebt ohne Ende und kam besonders gut bei den Mädels an, was vielleicht aber auch daran lag, dass ich in der siebten Klasse der einzige war dem bereits ein Bart wuchs. In der achten Klasse liebten mich die Kids weil ich ihnen mit meinen zwanzig Jahren locker Alkohol besorgen konnte. Wenn man oft sitzen bleibt hat das auch seine Vorteile.
Dann wäre mir beinahe ein Malheur passiert denn ich stand sooo kurz davor nach der neunten Klasse versehentlich meinen Hauptschulabschluss zu schaffen. Das machte mir damals große Sorgen, denn ich hatte eigentlich keine Chance mehr nicht zu bestehen, was dann ja eine gewisse Grundintelligenz bei mir bewiesen hätte. Doch keine Angst - ich konnte noch rechtzeitig die Schule ohne Abschluss abbrechen. Aber knapp war es schon.
Seitdem lebe ich von Sozialamt und meinem Ein-Euro-Job. Klar habe ich das Potenzial alles zu erreichen was ich will, aber das würde den Menschen nur zeigen wie wahnsinnig schlau ich bin und ich hätte schlagartig keine Freunde mehr. Da putze ich lieber weiter die Bahnhofstoiletten.
Manche Leute - besonders jene, die früher die schlauen Kids waren weil sie zu dumm gewesen sind ihre Intelligenz zu verbergen - bezeichnen mich als einen Verlierer. Aber genau diese Leute, die Juristen, Mediziner, die Manager, die in ihren Palästen leben und alles haben - das sind die wahren Verlierer. Und sie sind zu schlau um es zu merken.
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23.03.09
Langfristig denken
Ein vermutlich schlauer Mann sagte einst mal zu mir, wenn er vor fünfzig Jahren gewusst hätte wie die Welt heute aussieht, dann hätte er damals Parkhäuser in den Städten gebaut und wäre jetzt sehr, sehr, sehr reich. Schliesslich braucht man für's Betreiben eines Parkhauses ein Minimum an Personal, fährt aber ein Maximum an Gewinnen ein.
Doch früher gab es halt noch nicht so viele Autos und niemand hatte die Notwendigkeit von Parkhäusern erkannt. Heute sind die Städte so verbaut, dass kaum noch Platz für neue Parkhäuser ist. Und selbst wenn man den nötigen Platz finden würde, dann wäre ein Bau in der Innenstadt jetzt kaum bezahlbar - schon das Grundstück würde ein vielfaches von dem Kosten was es vor fünfzig Jahren gekostet hätte.
Trotzdem hat der Gedanke an diese Sache mich bis heute nicht losgelassen. Das ganze beschäftigt mich so sehr, dass ich vor kurzem beschlossen habe ins Immobiliengeschäft einzusteigen. Viele Leute denen ich davon erzählte sagten mir das wäre eine sehr dumme Idee. Wir stecken in einer Finanzkrise behaupten sie und besonders Immobiliensachen seien derzeit weltweit überhaupt nicht gut am laufen. Dort jetzt einzusteigen wäre verrückt.
Was diese Leute allerdings nicht wissen sind zwei Dinge: erstens soll man den Verrückten nicht sagen das sie verrückt sind (das ist wie Schlafwandler wecken - soll man ja auch nicht machen) und zweitens kann mir egal sein wie gerade weltweit die Immobiliengeschäfte laufen. Denn weltweit ist von gestern - ich bau auf dem Mond!
Im Internet habe ich entdeckt, dass man ein Tausend-Quadratmeter-Grundstück auf dem Mond für unschlagbar günstige 29.95 Euro bekommen kann. Natürlich war mir klar, dass ich schnell handeln müsste. Wenn erstmal andere Leute von diesem unglaublichen Angebot hören würden, wäre die gesamte Mondfläche ja ruckzuck verkauft. Also bin ich zur Bank und hab denen für einen dicken Kredit meine Seele verkauft und ein paar Hypotheken auf das Haus meiner Eltern aufgenommen (Sorry, Dad). Die ganze Summe habe ich dann in Mondgrundstücke investiert und darf mich nun zurecht Großgrundbesitzer auf dem Mond nennen.
Natürlich war das nur der halbe Plan und ich gebe zu, dass ich den Rest vielleicht nicht ganz durchdacht hatte. Denn immerhin gilt es jetzt Parkhäuser da oben auf dem Mond zu bauen um in spätestens fünfzig Jahren wenn dort hoffentlich Städte wachsen sehr, sehr, sehr reich zu werden. Und wenn auch Sie jetzt glauben ich sei wahnsinnig, möchte ich sie daran erinnern, dass die ersten Autos schon da oben rumfahren und momentan drei von denen für umsonst da parken obwohl ich eigentlich schon abkassieren könnte.
Doch um auf dem Mond die dringend notwendigen Parkhäuser zu bauen muss man erstmal da hinkommen. Doch wie? Weil ich keine Ahnung hatte habe ich - wie man das heute so macht - bei Wikipedia nachgesehen und herausgefunden: wenn man zum Mond will brauch man eine Rakete. Hätten Sie's gewusst?
Ein wenig Googelei später fand ich heraus das es da so einen Verein namens Nase NASA gibt, der wohl Raketen hat und hin und wieder zum Mond fliegt um dort Flaggen aufzustellen. Also hab ich denen mal ne Email geschrieben ob ich wohl mal eine von deren Raketen leihen könnte - nur so für ne Woche oder so. Die stellen sich allerdings quer und wollen auf gar keinen Fall ihre Raketen verleihen. Auch nicht nur kurz. Ich frage mich ob die meinen Nachbar kennen, der seit vier Jahren darauf wartet, dass ich ihm seinen Rasenmäher wiedergebe. Mir wurde von der NASA aber noch der Tip gegeben ich solle mal die Russen fragen. Für Geld würden die alles machen. Aber Geld hab ich ja keins mehr weil alles in meinen Mondgrundstücken steckt. Und ohne Mondparkhäuser kein Geld und ohne Rakete keine Mondparkhäuser. Ein Teufelskreis.
Aber ich bin ja kein kleiner Dummkopf. Mit nem wahnsinnig großen Teleskop habe ich nämlich festgestellt, dass die Autos auf dem Mond (siehe Bild oben) auf meiner Grundstücksfläche parken. Um also schon mal etwas Gewinn zu machen habe ich jetzt der NASA (denen die Autos gehören) angeboten, dass sie dort für fünfzehn Euro pro Auto pro Monat dort weiterparken dürfen. Bin gespannt wie die Antworten. Wenn die mir doof kommen lass ich die nämlich eiskalt abschleppen.
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Rubrik: Bilder, Erfindungen, Geld, Geschichten, Reisen, Seltsam, Technik
19.03.09
Die Wahrheit
Viel zu lange brennt es mir nun schon auf der Seele als das ich es Ihnen, liebe Leser, noch weiter vorenthalten könnte. Deswegen werde ich Ihnen heute eine unangenehme Wahrheit offenbaren. Unangenehm ist diese Wahrheit natürlich nur für mich - Sie können also ohne schlechtes Gewissen weiterlesen.
Zunächst einmal muss ich wohl beichten, dass ich Sie schon des öfteren belogen habe. Wenn ich mal einen oder mehrere Tage nichts gebloggt habe wurde meistens von mir behauptet es läge daran, dass ich derzeit so viel zu tun habe auf der Arbeit. Ich würde in dem Stress einfach nicht die Zeit finden habe ich gesagt. Oft war das sogar meine Ausrede dafür nicht in Ihrem Blog vorbei zu schauen (sofern Sie in meiner Blogrolle stehen) oder bei Ihnen nicht zu kommentieren. Doch das sind alles Lügen. Schutzige, dreckige, verlogene Lügen. Oh, Wahrheit, wie konnte ich dich nur so besudeln?
Wenn Sie mich nämlich schon mal bei der Arbeit gesehen hätten wüssten sie natürlich, dass das nicht stimmt. Ich arbeite selten länger als fünf Minuten am Tag. Mein Job ist sehr einfach. Ich arbeite als Krimineller bei der Polizei. Natürlich bin ich nicht wirklich kriminell - ich bin einer der Typen, die Ihnen bei einer Gegenüberstellung neben dem wirklichen Verdächtigen vorgeführt werden. Da es in unserer Gegend nicht so oft zu Gegenüberstellungen kommt hab ich die meiste Zeit nichts zu tun. Und selbst wenn ich mal "arbeiten" muss dauert die Sache nicht länger als ein paar Minuten. Im Idealfall identifizieren die Leute bei so einer Gegenüberstellung den richtigen Kriminellen (der steht immer an Position fünf - selbst auf dem Cover von "Die üblichen Verdächtigen"). Manchmal aber, wenn sich die Opfer unsicher sind wie der Täter aussah, dann nehmen sie oft mich. Ich glaube das machen sie weil ich so hässlich und gemein aussehe. Mich macht es glücklich, da es mich in meinem Job als professionelles Kriminellendouble bestätigt.
Doch zurück zum Thema. Der wahre Grund warum ich an manchen Tagen weder schreibe noch lese ist... *Tusch* ...weil ich nicht lesen kann. Sie glauben gar nicht wie erleichtert ich bin, dass das nun endlich raus ist.
Wenn mann nicht lesen kann hat man es nicht einfach - besonders nicht als Blogger - denn schreiben kann man dann meistens auch nicht. Naja, ich kann wohl meinen Namen schreiben, aber eigentlich müsste man es eher meinen Namen malen nennen. Ich weiss wie das Wort auszusehen hat das meinen Namen bedeuted, aber welche Buchstaben da nun stehen und in welcher Reihenfolge bleibt mir ein Rätsel. Es ist glaube ich ungefähr so, als würde Ihnen ein Chinese zeigen wie man Ihren Namen in chinesischen Schriftzeichen schreibt. Sie könnten sich vielleicht die Zeichen merken, aber welches Zeichen was genau bedeutet wäre Ihnen bestimmt schleierhaft. Ja und so geht's mir.
Und dennoch, obwohl ich nie lesen und schreiben gelernt habe, war es schon immer mein größter Wunsch ein Blogger zu sein. Als andere Kinder noch Astronaut, Feuerwehrmann oder Präsident werden wollten wusste ich schon - ich würde eines Tages ein Blogger sein. Ja, ein Blogger. Einer dieser Teufelskerle die keine Angst haben ihren Senf dazuzugeben - möge das Thema noch so heikel sein. Geliebt von den Frauen. Berühmt und berüchtigt. Leider war es mir aufgrund meiner Lese- und Schreibschwäche (ich glaub man nennt Leute wie mich Legastiker oder Anal-Phabeten) nicht möglich diesen Traum wahr werden zu lassen bis...
...bis zu jenem Tag im Tabakladen. Ich war eigentlich dort um Lotto zu spielen, als ein Mathematikrofessor für Wahrscheinlichkeitsrechnung den Laden betrat um sich Zigaretten zu kaufen. Er sah wie ich den Lottoschein ausfüllte, lächelte und sagte: "Lotto ist sowas wie eine Steuer für Leute die keine Ahnung von Mathematik haben." Als ich ihn fragte wie er das meinte erklärte er mir einige Dinge über Wahrscheinlichkeiten und wie sehr wahrscheinlich es ist, dass ich nichts gewinnen würde. Das war sehr interessant. Und so kam es, dass ich täglich in den Tabakladen ging um dort den Professor wieder zu treffen und etwas über Wahrscheinlichkeiten zu lernen.
Zwölf Jahre lang stand ich täglich in diesem verdammten Laden und wartete das er käme um sich seine Zigaretten zu kaufen. Um mir die ganze Warterei zu vertreiben fing ich damals selbst an zu rauchen und rauchte bald so viel, dass der Tabakladen wegen des vielen Geldes das er an mir verdiente bald vergrößern konnte. (Nach ein paar Jahren rechnete mir der Verkäufer dort aus, dass ich wenn ich all das Geld was ich bei ihm für Kippen ausgegeben hatte gespart hätte, ich mit Zinsen und allem in etwa die Summe zusammen haben würde, die ein Sechser im Lotto mir gebracht hätte. Aber das nur am Rande.)
Eines Tages - und jetzt kommt der wichtige Teil der Geschichte - da erzählte mir der Professor vom sogenannten "Infinite Monkey Theorem". Was das genau ist können Sie gerne mal in der allmächtigen Wikipedia nachlesen. Kurz zusammengefasst bedeutet es in etwa das wenn unendlich viele Affen unendlich lange auf einer Schreibmaschine tippen würden (also jeder Affe auf seiner eigenen Schreibmaschine), dann kämen dabei früher oder später alle Bücher der Nationalbibliothek von Frankreich oder alle Werke von Shakespeare dabei heraus - und zwar rein durch Zufall. Die Wahrscheinlichkeit das das passiert ist natürlich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gering. Doch je unendlicher die Anzahl der Affen oder der länge des Zeitraumes den sie auf der Schreibmaschine tippen, um so wahrscheinlicher wird die Möglichkeit das dabei etwas lesbares herauskommt.
Was dann passierte können Sie, liebe Leser, sich sicherlich denken. Richtig, ich habe mir unendlich viele Affen besorgt, die ich seitdem Schreibmaschine tippen lasse. So entstehen alle hier erscheinenden Texte. Auch dieser Text wurde von Affen getippt.
Was immer die Affen mir tippen lasse ich mir vorlesen - von einem Papagei, dem ich das lesen beigebracht habe (was schwierig war ohne es dabei selbst zu lernen). Sprechen konnte der Vogel ja schon. Er ist es übrigens auch, der mir Ihre Blogs vorliest. Ich wüsste gar nicht was ich ohne ihn tun würde.
Nun hat sich herausgestellt, das der eine Papagei sehr zuverlässig ist solang man ihn mit Keksen füttert. Er ist sogar so gut, dass er mir von den Affen geschriebene zufällige Buchstabenreihen ohne Sinn direkt vorher aussortiert und mir nur die Texte vorliest in denen echte Wörter vorkommen. So muss ich nur noch auswählen was ich davon online stellen will. Die Affen allerdings sind blöde Biester ohne jede Arbeitsmoral. So kommt es hin und wieder vor, dass sich die Hälfte der Affen plötzlich einen Krankenschein holt und eine Woche nicht zur Arbeit erscheint. Das ist blöd, weil es schon mit unendlich vielen Affen sehr lange dauert bis der pure Zufall einen Text ergibt den man hier bringen kann. Ist aber nun die Hälfte der unendlich vielen Affen nicht da, so dauert es mindestens doppelt so lang bis die andere Hälfte unendlich vieler Affen mir etwas verwertbares liefert. Ja und das ist im Prinzip der wahre Grund warum hier an manchen Tagen nichts neues erscheint. Und wenn ich mal nicht dazu komme bei Ihnen vorbeizulesen, dann hat das nix mit Stress und keine Zeit zu tun, sondern der Papagei ist krank. Das passiert aber sehr selten.
Nun kennen Sie die Wahrheit. Und nun wissen Sie auch wie ich Blogger wurde ohne je lesen oder schreiben gelernt zu haben. Vielleicht trete ich ja auch irgendwann mal auf einer Bloglesung auf, wie zum Beispiel der und der und der und viele andere. Dann brauche ich allerdings jede Menge Kekse für den Papagei.
02.03.09
Kaffeefahrt
Am Wochenende rief mich Mike, ein alter Freund von dem ich seit Jahren nichts gehört hatte, an und Fragte ob ich nicht mit ihm eine Kaffeefahrt nach Dänemark machen wollte. Natürlich fragte ich Mike wie er denn auf so eine Idee komme und ob er nicht wüsste, dass man bei solchen Kaffeefahrten total abgezockt wird. Doch das wusste er wohl. Immerhin war er der Veranstalter.
Mike erklärte mir, dass Patrick, sein Partner im Kaffeefahrtengeschäft, überraschend krank geworden sei und er nun dringend Ersatz bräuchte. Der Job sei ganz einfach, sehr lukrativ und am Ende würden wir alle Gewinne der Verkaufsveranstaltung fifty-fifty teilen. Das ganze klang sehr vielversprechend. Eigentlich konnte ich dabei nur gewinnen. Selbst wenn wir nichts verkaufen würden hätte ich immerhin eine Tagesreise nach Dänemark gemacht - für Umsonst! Aber natürlich fragte ich Mike trotzdem erst mal was ich denn zu tun hätte bevor ich zusagte.
Mike erklärte mir genau wie so eine Kaffeefahrt funktioniert. Man lockt die Leute mit extrem billigen Tagesreisen ins nahe Ausland - Kaffee und Kuchen inklusive (daher der Name Kaffeefahrt). Wenn man ein zwei Reisebusse voller Teilnehmer (meist Rentner) hat steuert man einen abgelegenen Ort in der Nähe des Zeilortes an. Dort findet dann ganz überraschend eine Verkaufsveranstaltung statt, bei der den Rentnern der letzte Scheiss für total überzogene Preise angedreht wird. Natürlich muss niemand an dieser Verkaufsveranstaltung teilnehmen, da der Ort aber so abgelegen ist scheint es eine gute Idee dort wenigstens zuzuschauen bis es weiter geht. Tja und wer einmal da im Saal dabei ist, sagte Mike, der kauft garantiert irgendwas. Dafür würde er mit seiner grandiosen Verkaufs-Show schon sorgen. Und es sei unglaublich wie viel Geld man da an diesen ahnungslosen Deppen verdienen kann.
Okay, jetzt hatte Mike mich vollkommen überzeugt und wenn er die Rentner auch nur halb so gut davon überzeugen konnte seinen Kram zu kaufen würden wir sehr reich werden. Trotzdem wusste ich immer noch nicht was meine Aufgabe bei der Sache sein würde. Sollte ich etwa den Bus fahren? Natürlich nicht.
Mike erklärte mir, dass bei solchen Verkaufsveranstaltungen niemand der erste sein will der was kauft. Das hat mit Psychologie und Hemmungen und so zu tun. Sobald aber einer was gekauft hat trauen sich plötzlich alle und kaufen auch. Deswegen bräuchte man einen Initiator - ein Initiator ist jemand, der eigentlich heimlich zum Verkäufer gehört und nur so tut als wenn er ein Reisegast ist. Und wenn der Initiator dann während der Verkaufsveranstaltung merkt dass die Leute sich nicht trauen zu kaufen, dann kauft er was um das Eis zu brechen. Und das sollte ich machen: den Initiator.
Da mir schien, dass das alles Sinn machte und man ja wohl wirklich nicht von einem schweren Job sprechen konnte sagte ich also zu. Und so kam es dann, dass wir am Samstag nach Dänemarkt fuhren. Mike als Reiseleiter (und später als Verkäufer) und ich getarnt als Mitreisender (und später als getarnter Initiator) mitten unter den Senioren. Es war eine schöne Fahrt. Die Rentner waren eine lustige Truppe die immer wieder alte Schlager anstimmte. Die Stimmung war super und es gab tatsächlich Kaffee und lecker Kuchen.
Irgendwann stoppte dann der Bus und wir wurden in eine große Halle geführt. Dort waren jeden Menge Stühle wo wir Platz nahmen. Vorne in der Mitte stand ein Rednerpult, daneben lauter Kartons mit den Produkten, die Mike diesen ahnungslosen Deppen verkaufen würde. Und der legte auch gleich los.
Zuerst preiste Mike seine wundersamen Kissen mit magnetischen Heilkräften (für € 85,-) an. Obwohl es sich eigentlich um ganz normale Kissen handelte, in die lediglich ein Magnetstreifen geklebt wurde, machte Mike eine so verdammt gute Show, dass selbst ich am Ende fast an die Heilkräfte der Kissen geglaubt hätte. Doch genau wie Mike prophezeit hatte traute sich niemand eins zu kaufen. Also sprang ich begeistert auf und rief "Ich kaufe zwei!"
Wie es schien war ich aber nicht überzeugend genug, denn ausser mir kaufte niemand die magnetischen Heilkissen. So schlimm war das aber nicht. Ich würde mich einfach bei dem nächsten Produkt, den original chinesischen Anti-Rückenschmerz-Schuheinlagen (€ 40,-) mehr anstrengen. Leider wollte aber auch die niemand ausser mir kaufen. Überhaupt lief die Verkaufsveranstaltung gar nicht so wie sich das vorher angehört hatte. Irgendwie wollte niemand überhaupt etwas kaufen. Aber auch wirklich so gar nichts! Weder die Regenschirme mit UV-Beschichtung (€ 60,-), noch die Salbe gegen Morgenlatte (€ 50,-) wollten sich verkaufen lassen. Selbst die fleckenabweisenden Tischdecken (€ 40,-), die Energiesparbirnen für Autoscheinwerfer (€ 30,-), die Kaffeemaschinen mit Radio und Digitaluhr (€ 120,-) und sogar die Rheumadecken (€ 70,- und der unschlagbare Artikel der sich sonst eigentlich immer verkaufen lässt) sind wir nicht los geworden. Und das obwohl ich jedes mal als Initiator zugeschlagen habe! Am Ende mussten wir die Verkaufsveranstaltung abbrechen weil ich bereits zweitausend Euro ausgegeben und kein Geld mehr hatte um noch weitere Initialkäufe zu tätigen. Hätte ich doch nur etwas mehr mitgenommen! Ach, es war traurig.
Als wir abends wieder zurück waren fragte ich Mike ob ich was falsch gemacht hätte oder ob Patrick sonst irgendetwas anders machte. Aber Mike sagte ich hätte schon alles richtig gemacht und manchmal läuft es einfach schlecht. Da könne man nichts machen, das wäre aber nicht meine Schuld. Immerhin hatte Mike durch meine Initialkäufe zweitausend Euro eingenommen von denen er mir auch wie versprochen die Hälfte gab. Er schlug noch vor das irgendwann mal zu wiederholen. Vielleicht sei das nächste mal ja mehr Kohle für uns drin. Dann brauste er davon.
Naja. Ich starrte in meine Hand. Tausend Euro. Immerhin...
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Rubrik: Arbeit, Gadgets, Geld, Geschichten, Gesundheit, Lecker, Reisen, Seltsam, Technik
23.02.09
Von Kunden, Karten und Klauen
Am Samstag war ich mit der Liebsten und meinem Bruder in Bochum und Essen einkaufen. Wie sich herausstellte war das eine sehr gute Idee, denn zumindest vormittags hatten wir die Läden beinahe für uns allein. Ob es nun daran lag, dass den Leuten zum Monatsende das Geld immer knapper wird oder das gerade Karneval war und der Ruhrpott noch mit'm dicken Kopf im Bett lag weiss ich nicht. Jedenfalls ist es ne tolle Sache wenn kaum Kunden unterwegs sind (okay, vielleicht sehen die Geschäfte das anders). Kein Gedränge und nirgendwo Warteschlangen an den Kassen. Toll!
Ja und so sind wir dann von Laden zu Laden spaziert, haben dieses und jenes gekauft und die Wirtschaft angekurbelt was das Zeug hielt. Ich weiss nicht genau wieviele Geschäfte wir durchkonsumiert haben, aber in fast jedem Laden hiess es dann an der Kasse: "Haben Sie eine Kundenkarte?" - "Nein." - "Wollen Sie eine?" Klar war es nicht das erste mal das ich irgendwo nach Kundenkarte, Paybackkarte oder anderen Stasi-2.0-Big-Brother-schaut-dir-beim-Einkaufen-zu-Glaskunden-Karten gefragt wurde, aber nie zuvor ist mir aufgefallen, wie viele Geschäfte ihre eigene Karte haben. Hätte ich von jedem einzelnen Laden eine Kundenkarte, so wäre bei mir kein Platz mehr für Geld im Portmo Portemon Portmor in der Geldbörse.
Lustige Story am Rande: als wir bei "Nanu Nana" vorbeilaufen kommen bei meinem Bruder Kindheitserinnerungen hoch und er erzählt wie er früher mal dabei war als ein damaliger Kumpel von ihm dort was geklaut hat (jaha es war der Kumpel - mein Bruder war unschuldig *schwör*). Er meint blöder hätten sie sich nicht anstellen können, haben die beiden doch ne Stunde total auffällig unauffällig im Laden gestanden bevor der Kollege dann zugegriffen hat. Bei dem Diebesgut handelte es sich übrigens um einen Gummipimmel - also nicht jetzt ein Riesendildo, sondern so ein kleiner Knautschpenis in größe eines Fingers ungefähr. Fragen sie mich nicht wofür sowas gut ist oder warum der gerade DAS geklaut hat. Sollte bestimmt witzig sein. Witzig fand ich dann auch, dass der Kollege natürlich beim Klauen erwischt wurde. Immerhin hatte er sich ja das beste Objekt ausgesucht mit dem man beim Klauen erwischt werden kann. Ich frage mich wie seine Eltern wohl geschaut haben als ihnen telefonisch mitgeteilt wurde, dass ihr Sohn gerade einen Gummipimmel klauen wollte.
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Rubrik: Familie, Geld, Meine Liebste, Sex
06.02.09
Wahr sag ich!
Als Wahrsager besitze ich natürlich die besondere Gabe des Hellsehens. Die meisten Menschen können das nicht, also hellsehen, aber ich kann es. Und weil der Joker im Batman-Film gesagt hat man solle Dinge, die man gut kann, nur tun wenn man dafür bezahlt wird, habe ich daraus ein Geschäft gemacht.
Am Anfang hatte ich noch mit fetten Gewinnen gerechnet, denn unter den Wahrsagern bin ich eine Besonderheit - quasi eine Marktlücke, die sonst keiner füllt. Denn während alle anderen Wahrsager nur mit der Gabe der Precognition gesegnet sind - und dabei mir ihren Aussagen sehr oft falsch liegen - beherrsche ich die viel bessere Postcognition und liege damit immer richtig. Den dümmeren Lesern unter Ihnen will ich kurz die Fremdwörter aus dem Wahrsagerjargon erläutern. Der Unterschied zwischen Precognition und Postcognition ist der, dass precognitive Wahrsager nur die Zukunft vorraussagen können, während ich als postcognitiver Wahrsager fähig bin in die Vergangenheit zu blicken.
Kleine Kostprobe? Okay, wenn Sie mich zum Beispiel fragen würden was ich am ersten Februar 2008 gebloggt hatte, so würde ich Ihnen sagen das es die Geschichte von Mr. Fogg war, der aufbrach um in achtzig Tagen unmögliches zu schaffen. Überprüfen Sie es ruhig. Sie werden sehen das ich Recht habe. Ich habe nämlich noch nie daneben gelegen wenn ich jemandem die Vergangenheit vorrausgesagt habe.
Wie ich meine Gabe zum ersten mal bemerkt habe weiss ich noch genau, schliesslich kann ich in die Vergangenheit sehen. Ich war noch sehr klein. Meine Mutter stand in der Küche und schnibbelte Gemüse für's Abendessen und fragte mich ob ich schon den Müll rausgebracht hatte. Und ich sagte "Ja!", denn ich bekam eine Vision wie ich tatsächlich den Müll nur zehn Minuten zuvor hinaus gebracht hatte. Und es stimmte. Und da wusste ich, ich konnte die Vergangenheit vorraussagen.
Später merkte ich dann, dass es selbst mit einer solchen Fähigkeit nicht schaden kann viel zu lesen und hell fern zu sehen. Besonders Nachrichten und Geschichtsdokumentationen sind mir bei kniffligen globalen Fragen im Bezug auf die Vergangenheit oft hilfreich gewesen. Hauptsächlich verlasse ich mich aber natürlich auf meine mystischen Kräfte.
Vielleicht sollte ich mal bei der Uri Geller Show anfragen ob ich dort nicht als Mentalist irgendwelchen Prominenten ihre Vergangenheit vorraussagen darf. (Bei Prominenten fällt mir das nämlich leichter als bei normalen Leuten - besonders wenn es um Zeiträume nach ihrem Bekanntwerden geht. Schon seltsam.) Und meine Show wäre bestimmt garantiert auf jeden Fall besser als die vom Zaubernazi.
Trotz dieser wahnsinnigen Fähigkeit läuft mein Wahrsagergeschäft eher schleppend. Ich habe einfach kaum Kunden. Manchmal glaube ich meine Preise sind zu hoch, aber hey, in die Vergangenheit sehen - wer kann das schon? Da wird man ja wohl ein wenig mehr verlangen dürfen als die null-acht-fünfzehn Standard-Wahrsager. Ich vermute eher es liegt daran, dass die meisten Leute einfach nicht an das Übernatürliche glauben und mich für einen Scharlatan halten.
Naja, ich wünsche Ihnen trotzdem ein schönes Wochenende. Und vielleicht - ganz vielleicht, wenn Sie supernett zu mir sind und ganz viele tolle Kommentare schreiben - blicke ich dann am Montag in für Sie die Vergangenheit - umsonst! - und sage Ihnen vorraus ob mein Wochenende auch schön war.
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Maak
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Rubrik: Arbeit, Bloggen, Geld, Seltsam, Stars und Promis, TV
05.02.09
"Wolle Rose kaufe?"
"Wolle Rose kaufe?", sagte ich mit perfekt einstudiertem indischen Akzent zu dem verliebten Paar im Café. Die beiden drehten sich zu mir um und sahen mich an. Ich setzte ein breites Lächeln auf.
Der Typ, von dem ich hoffte er würde von mir eine Rose (oder mehr) für seine Freundin kaufen, sah mich mit in Falten gelegter Stirn an und überlegte was hier nicht stimmte. Dass man hin und wieder an öffentlichen Plätzen von einem freundlichen Inder der Rosenmafia angequatscht wird war ja okay. Doch irgendetwas kam ihm hier komisch vor. Vielleicht irritierte ihn die Tatsache, dass ich gar kein Inder war und mir daher - quasi als Verkleidung - das Gesicht mit Schuhcreme vollgeschmiert hatte und nun aussah wie ein schmuddeliger Automechaniker mit einem Rosenstrauss in der Hand. Vielleicht war der Typ aber auch einfach nur nicht so schnell von Begriff. "Wolle Rose kaufe?", fragte ich daher nochmal und zeigte ihm meinen prächtigen Strauss roter Rosen.
"Nee", sagte der Typ. Und wendete sich wieder seiner Lieben zu. Ich glaube er kam sich verarscht vor, was das folgende "Schwirr ab" von ihm zu bestätigen schien. Doch so einfach gab ich nicht auf. Ich zog meine Jeans aus und tippte ihm von hinten auf die Schulter. Wieder drehte er sich zu mir.
"Wolle Hose kaufe?", sagte ich diesmal und hielt ihm meine Jeans vor die Nase. Damit hatte er nicht gerechnet und geriet so wieder in eine nachdenkliche Starre. Seine Liebste reagierte eher angewidert als ich so in Unterhose vor den beiden stand. "Mach das der weg geht!", sagte sie. Und das tat er dann auch. "Hau ab, Freundchen", sagte er und schubste mich so, dass ich ins Taumeln geriet.
Doch nicht mit mir. Ich zog die Hose wieder an, krempelte die Ärmel hoch und stellte eine Dose Cola vor dem Typ auf den Tisch. Wieder sah er mich verdutzt an. "Wolle Dose kaufe?", fragte ich. "Nein", sagte er, "gehen Sie!" Aber ich ging nicht.
Jetzt zeigte ich ihm ein paar Lotterie-Lose. "Wolle Lose kaufe?" Diesmal dachte er tatsächlich drüber nach, verwarf dann aber doch den Gedanken. "Nee, der Jackpot wurde ja schon geknackt."
Also fischte ich aus meiner Hosentasche ein transparentes Platiktütchen in dem eine rotbraune Flüssigkeit zu sehen war. "Ihhhh!", sagte das Mädel, "wie ekelig." Doch ich liess mich nicht beirren und fragte freundlich "Wolle Sose kaufe?" Doch auch die Sauce wollten die beiden nicht.
Nachdem ich nun alle Register gezogen hatte spielte ich meinen letzten Trumpf auf und zauberte ein paar hochwertige und teure Lautsprecherboxen der Firma Bose hervor. "Wolle Bose kaufe?", fragte ich. Und siehe da - diesmal war der Typ plötzlich sehr interessiert. "Ui, nett die Dinger. Was sollen die denn kosten?", fragte er. "Also", begann ich, "ich mache gute Preis. Für Freund. Zehn Euro." Der Typ konnte das gar nicht glauben. Diese wahnsinnig tollen Boxen sollten nur zehn Euro kosten? Das war das Schnäppchen des Jahrtausends - obwohl das Jahrtausend gerade erst mal neun Jahre alt war! "Für eine oder für alle?", fragte er. "Alle natürlich. Preis für Freund.", antwortete ich. Sofort zog er seine Brieftasche und suchte nach einem Zehn-Euro-Schein.
Plötzlich piepte meine Digitaluhr. "Oh", sagte ich, "Feierabend. Naja, vielleicht nächstes mal. Tschüß!" Und bevor er bezahlen konnte nahm ich meine Sachen und verschwand.
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Maak
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31.12.08
Same procedure as every year
Quasi als Beweis dafür das ich noch lebe gibt es jetzt wie letztes Jahr schon ne kleine (stockverdächtige) Bilanz.
Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Viel mehr!
Größte Zeitverschwendung?
Urlaub auf'm Sofa.
Größte Innovation?
Karate.
Schönster Film?
The Dark Knight
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt?
Jauchzend!
Am liebsten gehört?
Meine Playlist für Pokerabende.
Am liebsten gelesen?
Terry Pratchett - Schöne Scheine
Dicker geworden oder dünner?
Am Ende tatsächlich etwas dünner.
Weiser geworden oder dümmer?
Weiser. Definitiv.
Bester Kauf?
Flachfernseher.
Bester Kauf in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis?
Fallout 3.
Idiotischste Ausgabe?
Spore.
Am meisten getrunken?
Rieslinge.
Am liebsten getrunken?
Spätlesen.
Am meisten gegessen?
Nudeln?
Ekligstes Gericht?
Pommes mit frittierter Spinne (nicht selbst gegessen).
Leckerstes Gericht?
Entenbrust in Orangensauce.
Neue Freunde gefunden?
Jep.
Alte Freunde verloren?
Sind alte Freunde verloren wenn sie sich nie melden?
Nicht befolgte Vorsätze?
Hatte keine.
Verpasste Chancen?
Ja.
Größte verpasste Chance?
Arbeitslos werden und auf Staatskosten leben.
Angst?
Hin und wieder mal ganz kurz.
Größter Erfolg?
Neuer (Traum-)Job ab 2009 bekommen.
Größter Misserfolg?
Öhm...?
Gesünder oder kränker?
Nix von beidem.
Lustigstes Experiment?
Täglich bloggen.
Am meisten gelernt?
Vorstellungsgespräche erfolgreich meistern.
Was ich in diesem Jahr garantiert nicht sehen möchte?
Die Apokalypse.
TV-Würg?
Bauer sucht Gräfin und Zeug.
TV-Wow?
Blurays in HD schauen.
Größte Veränderung?
Ich habe mich nicht verändert. Alles andere hat sich verändert.
Größter Verlust für die Menschheit?
Derrick. Haha!
Größte Enttäuschung?
Spore.
So, das war's. Guten Rutsch!
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Maak
einst um
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