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03.07.12

Milch von glücklichen Kühen

"Oh, da kommt er. Das geile Stück. Oh, muh, und er will mich beeindrucken. Hat sich extra für mich schick gemacht. Die grünen Gummistiefel! Muhu. Ja, komm näher. Hau mir auf den Arsch das ich in Stimmung komme. Muuuh! Oh, ja. Komm kleiner. Mach es dir auf deinem Melkschemel bequem. Ich bin ganz für dich da. Muh, ja! Ooohooo, muuuh, pack mich genau da. Ja. Ja! JA! Genau so. Weiter! Muh! Ja! Melk mich! MELK mich! MELK MICH!
MUUUUUUUUUUUUUUUH!"

25.03.10

Nicht spektakulär

"Du wirst es nicht glauben!"
"Vielleicht ja doch."
"Nein, das ist so uuunglaublich, das glaubst du mir nie!"
"Okay, erzähl mal."
"Gestern, da war ich dienstlich unterwegs..."
"Ja, und?"
"...Und ich bin so mit'm Auto Landstraße gefahren..."
"Aha."
"...Und plötzlich führte die Straße ein paar Kilometer durch einen Wald..."
"Stimmt, ich glaub's nicht."
"Haha, sehr witzig. Die unglaubliche Sache hab ich doch noch gar nicht erzählt."
"Oh, achso, tschuldigung. Dann erzähl mal."
"Also ich fahr so durch den Wald und plötzlich..."
"Ja? Ja?!? Plötzlich was?"
"Plötzlich steht vor mir mitten auf der Straße EIN EINHORN!"
"Ein Einhorn?"
"Ja! Ein echtes Einhorn! Ein Pferd, weiß, mit nem fetten Horn auf der Stirn. Ich schör's! Das war da! In echt! Und ich nüchtern! Und kein Traum! Wirklich! Ehrlich!"
"Okay, ich glaub's."
"Du glaubst es?!?"
"Ja. Wieso auch nicht?"
"Weil es Einhörner gar nicht gibt."
"Aber du hast doch eins gesehen."
"Ja! Eben!"
"Wenn du sagst da war eins, dann glaub ich dir das. Wieso solltest du mich belügen? Und sooo spektakulär ist das ja jetzt auch nicht."
"Nicht spektakulär? NICHT SPEKTAKULÄR! Da war ein EINHORN, Alter! Ein ECHTES EINHORN!"
"Ich hab schon tollere Sachen gesehen als ein Einhorn."
"Echt?"
"Ja."
"Was soll denn bitte noch toller sein als ein Einhorn?"
"Ein Zweihorn."
"Ein Zweihorn?!?"
"Jep."
"Was ist denn ein Zweihorn? Ein Einhorn mit zwei Hörnern?"
"Nee, ganz anders."
"Sag! Sag! Wie sieht es aus?"
"Also das Zweihorn..."
"Ja?"
"...das stand auf einer Wiese..."
"Jaaa?"
"...hatte zwei Hörner..."
"Uiuiuiuiui!"
"...und machte 'muh'."

21.12.09

Entkommen, die Welt retten und eine schöne Frau pimpern

"Und nun Mr. Bond... werden Sie sterben!" Bond war nicht sonderlich beeindruckt. Er war solche Situationen gewohnt. Er hing über einem Becken voller Haifische, gefesselt an Händen und Füßen mit vier Ketten, die in alle Himmelsrichtungen gespannt waren. Über ihm schwang bedrohlich eine große, scharfe Klinge an einem Pendel von links nach rechts und um die ganze Sache optisch aufzuwerten war zwischen Bond und dem Haifischbecken noch ein Gitter aus leuchtend roten Todeslasern installiert worden. Die Situation war aussichtslos und unentkommbar. Aber wann war sie das mal nicht.

"Hübsches Gerät", kommentierte Bond. "Ja, nicht wahr", sagte der Oberschurke und streichelte seinen diabolischen Hamster, den er im Arm hielt wie ein Baby. "Es hat über zwei Jahre gedauert das Teil zu entwickeln. Die Maschine dient nur einem Zweck - Sie, Mr. Bond, zu töten. Ich hatte schon Sorge sie würden mich nie finden und ich hätte das Ding umsonst gebaut." Bond blieb cool. "Ja, das wäre echt schade gewesen. Scheint als hätten sie sich wirklich Mühe gegeben."

"Soll ich ihnen erklären wie die Maschine funktioniert, Mr. Bond?", fragte der Bösewicht. "Nein, danke", antwortete Bond, "meine Zeit ist leider etwas knapp. Ich muss hier noch entkommen, die Welt retten und eine schöne Frau pimpern bevor das Abenteuer vorbei ist. Ein andermal gerne." Der Bösewicht grinste. "Ah, sie scherzen im Angesicht des Todes. Wie wunderbar. Ich werde es ihnen trotzdem erklären..." Bond unterbrach. "Das war kein Sch..." - "RUHE! Ich rede jetzt! Klappe halten und zuhören!" Bond war ruhig.

"Also", begann der Bösewicht, "wenn ich diesen Knopf hier drücke, dann startet die Maschine und die Ketten an denen sie hängen, Mr. Bond, werden auseinandergezogen bis es sie früher oder später zerreißt. Gleichzeitig wird das Pendel mit der großen, scharfen Klinge langsam immer näher kommen bis es sie irgendwann aufschlitzt. Das Todeslasergitter unter ihnen beginnt langsam nach oben zu steigen und wird sie in praktische Würfel zerschneiden, die widerum ins Becken fallen und von den Haien gefressen werden. Und um ihnen besondere Schmerzen zu bereiten wird das ganze untermalt von 'Last Christmas' von Wham!" Der Bösewicht lachte dreckig und sein Hamster fauchte diabolisch. "Autsch", kommentierte Bond. "Doch bevor ich sie umbringe lassen sie mich noch eben meinen Plan erklären wie ich die Weltherrschaft an mich reißen werde." Bond seufzte. "Muss das sein?"

"Sein sie doch nicht albern, Mr. Bond. Natürlich muss das sein. Haben sie jemals einen Erzschurken getroffen, der nicht seinen Plan verraten hätte? Aber ich bin besser als ihre anderen Endgegner. Ich habe nämlich eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet um ihnen meinen Plan zu verdeutlichen. Sehen sie mal hier..." Der Bösewicht schaltete einen Beamer ein. "Können sie nicht einfach sofort auf den Knopf drücken und die Killermaschine starten?", fragte Bond. Aber das ging natürlich nicht.

"Okay, beginnen wir mit meinem Namen. Ich heiße Dr. Dieter Ignatius Amond." Eine Powerpointfolie zeigte den Namen des Superbösewichtses. "Aber abgekürzt wird das ganze 'Dr. D. I. Amond' geschreiben", wie dann auch die nächste Folie zeigte. "Und deshalb habe ich mich 'Doktor Diamond' genannt! Das ist sehr clever und hat einen guten Klang, oder? Besser als Goldfinger wenn sie mich fragen." Bond gähnte. "Können wir das ganze irgendwie beschleunigen, Doktor? Ich habe wirklich keine Zeit.", sagte er, doch das wurde ignoriert weil Dr. Diamond gerade so richtig in Fahrt gekommen war. "Und weil ich schon so einen coolen Namen habe, da habe ich mir gedacht 'Hey, Doktor Diamond', dachte ich, 'dein Weltunterdrückungsplan muss irgendwas mit Diamanten zu tun haben! Und deshalb habe ich..."

Und dann erzählte Dr. Diamond lang und breit seinen ganzen Plan. Er erzählte wie er dieses und jenes machen würde, wie er Bond bereits erwartet hatte und deshalb die Tötungsmaschine baute und natürlich die Sache mit den Diamanten, denn die war ja eigentlich das Wichtigste an seinem Plan. Er lies nicht die kleinste Kleinigkeit aus und hatte für alles was er erzählte eine Powerpointfolie parat. Auf manchen Folien waren nur ein paar Stichpunkte, auf anderen dicke Balken mit Prozentzahlen dran und wieder auf anderen komplizierte Diagramme, die einfache Zusammenhänge verdeutlichen sollten. Als er nach über zwei Stunden zum Ende kam war James Bond fast eingeschlafen. "...und so werde ich dann die Weltherrschaft an mich reißen.", beendete Dr. Diamond seinen Vortrag.

"Das war ein wirklich guter Vortrag, Doktor Diamond!", log Bond. Doktor Diamond war sichtlich stolz. Sie ahnen ja gar nicht wie viel Arbeit und Mühe er in seine Präsentation gesteckt hatte bis sie endlich fertig war. "Der Vortrag war sogar sooo gut, daß ich gerne klatschen würde", sagte Bond, "aber ich kann nicht so lang ich hier noch gefesselt bin." Das stimmte. Da hatte Doktor Diamond gar nicht dran gedacht, daß niemand klatschen können würde. Dabei hatte er seit er ein kleines Kind war immer davon geträumt einmal im tosenden Applaus zu stehen - und käme dieser Applaus auch von nur einem einzigen Zuhörer. Sofort befreite er Bond aus der unentkommbaren Tötungsmaschine.

"Haha", lachte Bond, "das war nur ein Trick. Ich werde gar nicht applaudieren. Ich wollte nur aus der unentkommbaren Todesmaschine befreit werden, Doktor." Dr. Diamond war überrascht und geschockt. Damit hatte er nicht gerechnet. Sein Plan war perfekt und bis ins kleinste Detail ausgetüftelt. Er hatte alles Mögliche vorrausgesehen und eingeplant bis auf das. "Och menno.", sagte Dr. Diamond noch, doch da wurde er auch schon von Bond ins Haifischbecken geschubst. Zum Glück waren die Haie Vegetarier sonst wäre Dr. Diamond wohl tatsächlich gefressen worden. So ertrank er nur weil er nicht schwimmen konnte.

Bond allerdings verkniff sich jeden schlagfertigen Kommentar weil er keine Zeit hatte und begann sofort damit die Welt zu retten. Dank des wirklich sehr ausführlichen Vortrages von Dr. Diamond kannte Bond nämlich sogar alle Codes die notwendig waren um irgendwelche Countdowns abzubrechen. Ja, SO ausführlich war die Präsentation, daß sogar die Codes verraten würden. Verrückt, oder? Aber so sind wahnsinnige Irre eben.

Und dennoch, obwohl Bond sich total abhetzte und wirklich doll beeilte schaffte er es nicht mehr die schöne Frau zu pimpern. Die war das Warten nämlich irgendwann satt und bereits nach Hause gegangen.

Ende.

13.12.09

Metapher

"Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf den Tischen."
"Hö?!?"
"Das ist eine Metapher."
"Ah, verstehe! Die Mäuse sind eigentlich Stripperinnen, oder?"

12.11.09

Schnell gelebt

Es war einmal eine Schnecke, die schneckte im Schneckentempo ihres Weges wie sie das ihr ganzes Leben lang gemacht hatte. Doch irgendwann - quasi plötzlich - war ihr ein riesiges Hindernis im Weg. Klar sie hätte es aus der Ferne sehen können, aber es war Nacht und so sah sie es nicht und schneckte einfach immer weiter drauf zu. Doch jetzt dämmerte es langsam in der Ferne und die Schnecke sah im Zwielicht direkt vor sich einen wahnsinnig großen Berg. Es war ein Iglu-Zelt.

"Verdammt!", dachte die Schnecke, "Wenn ich da jetzt drum herum schnecken würde, dann bräuchte ich den halben Tag dafür. Ich glaube ich schnecke einfach drüber weg." Und das tat die Schnecke dann auch, obwohl es nicht wirklich gerade viel kürzer war als drum herum zu schnecken. Aber Schnecken habe sehr kleine Gehirne, weshalb sie das gar nicht bemerkte.

Das Schwierigste war der Aufstieg. Doch irgendwie schaffte die Schnecke es. Als sie ganz oben angekommen war beschloss sie eine kurze Pause zu machen, Luft zu schnappen und die Aussicht zu genießen. Und so kam es, dass die Schnecke einen wunderschönen Sonnenaufgang sah. Der Himmel leuchtete in allen Farben von Gold bis Violett und weil sie von der Schönheit dieses Ereignisses so überwältigt war rann ihr eine kleine Träne über das Gesicht.

Doch die Schnecke musste weiter. Und so begann sie mit dem Abstieg an der Vorderseite des Iglu-Zeltes, denn es war die Hinterseite, die sie hinaufgeschneckt war. Auf etwa halber Höhe passierte etwas womit die Schnecke nicht gerechnet hatte. Ganz plötzlich öffnete sich der Reißverschluss des Zeltes und ein Mensch kroch daraus hervor. Dabei fingen die Zeltwände an zu wackeln und die Schnecke konnte keinen Halt mehr finden, stürzte ab und landete mitten auf dem Kopf des jungen Mannes, der da gerade hervorgekrochen kam. Dieser hatte so dichtes, lockiges Haar, daß er die Schnecke auf seinem Kopf gar nicht bemerkte.

Weil sie nicht herunterfallen wollte hielt die Schnecke sich gut fest als der Mensch plötzlich anfing zu gehen. Wohin er wollte das wußte die Schnecke nicht. Es interessierte sie aber auch nur nebensächlich, denn viel mehr war sie fasziniert von der wahnsinnigen Geschwindigkeit mit der sich dieser Mensch bewegte. "Meine Güte!", dachte die Schnecke, "Das müssen mindestens sechs km/h sein! Hoffentlich läuft er nicht irgendwo gegen bei dem Tempo!"

Der Mensch sah die Sache natürlich anders. Er war müde und hungrig und schlurfte eigentlich er langsam zu seinem Auto um sich Brötchen zu holen. Als er sich reinsetzte und den Wagen startete erlebte die Schnecke auf seinem Kopf die nächste Überraschung. "Huiiiii!", sagte sie. "Wer hätte gedacht, dass man so schnell unterwegs sein kann?" Dabei fuhr der Mensch gerade mal die erlaubte innerörtliche Geschwindigkeit.

Irgendwann kam der Mensch am Bahnhof an, wo er in der Bahnhofsbäckerei ein paar Brötchen kaufte. Dabei bemerkte die schöne Bäckerin etwas auf seinem Kopf und fragte: "Was haben sie denn da?" Der Mann ertastete in seinem Haar etwas Schleimiges, machte erschrocken einen kurzen Affentanz und warf die Schnecke angeekelt zum Fenster hinaus. "Wheeeeeee!", sagte die Schnecke. Denn der Flug kam ihr noch schneller vor als die Autofahrt.

Wie durch ein Wunder überlebte die Schnecke sogar den Sturz. Sie prallte hier und da von etwas ab und kullerte ein wenig hin und ein wenig her. Doch sie war sehr weich weil sie eine Schnecke war und blieb deshalb unverletzt und ohne Knochenbrüche. Als sie da so lag, da musste sie erstmal tief durchatmen und das Erlebte verarbeiten, als sich plötzlich der Boden unter ihr bewegte.

Nein, Moment, das war gar kein Boden auf dem sie da lag - die Schnecke lag auf einem Dach - auf dem Dach eines Schnellzuges! Und der fuhr gerade los! "Was ist denn das jetzt?", dachte die Schnecke noch als der Zug immer schneller und schneller wurde und sie durchs ganze Land trug.

Es war nicht einfach sich bei dem starken Fahrtwind auf dem Dach festzuhaltenschleimen, aber irgendwie schaffte die Schnecke es und erlebte was nur wenige Schnecken zuvor erlebt hatten. Die Welt zog an ihr vorbei und sie sah Flüsse, Berge, Täler, Felder, Städte und Wälder. Nur im Tunnel, da sah sie nichts. Und wenn sie nach vorne sah kam es ihr vor als wenn die Welt zu Streifen wurde. "Hurra! Ich bin die schnellste Schnecke der Welt!", rief sie in den Wind.

Irgendwann hielt der Zug an und die Schnecke war völlig euphorisch vom Rausch der erlebten Geschwindigkeit. "Wenn ich jetzt sterben müsste", dachte sie, "so wäre ich trotzdem glücklich. Ich habe schnell gelebt und heute an einem Tag mehr gesehen als so manch andere Schnecke in ihrem ganzen Leben. Mein Leben war gut. Ich kann mich nicht beklagen."

Beklagen konnte sie sich wirklich nicht, denn quasi sofort kam ein großer schwarzer Vogel angeflogen und fraß die Schnecke auf.

02.11.09

Das ist dann wohl mein Verdienst

Haben Sie eigentlich von dem amoklaufenden Elefanten gehört, der laut trötend zehn Leute bei seiner wilden Flucht durch die Innenstadt zertrampelt hatte? Sie wissen schon - der Elefant, der erst letztens so spektakulär aus dem Zoo ausgebrochen war. Nein? Nichts davon gehört? Nun, das ist dann wohl mein Verdienst.

Denn der Elefant war gar nicht spektakulär aus dem Zoo geflohen. Und deshalb hat er auch auf der Flucht keine zehn Leute laut trötend zertrampelt. Er wollte aber. So viel ist sicher!

Tierpfleger haben eine sehr innige Beziehung zu den Tieren die sie Pflegen. Und wenn irgendwas mit den Tieren nicht stimmt, dann merken das die zuständigen Pfleger sofort. Und so kam es, dass ich erst letztens wieder einen Anruf aus dem Zoo bekam. Man sagte mir es wäre ein Notfall und ich solle wenn möglich sofort vorbeikommen. Ja und das hab ich dann auch gemacht.

Vor Ort führte mich dann der Tierpfleger der mich angerufen hatte ganz aufgeregt zum Elefantengehege. "Sehen sie! Da!", sagte er, "Erkennen sie nicht auch den Wahnsinn in seinen Augen?" Und tatsächlich - ich sah den Wahnsinn! Man konnte dem Elefanten ganz klar ansehen, dass er kurz davor war spektakulär aus dem Zoo auszubrechen und auf seiner Flucht zehn Leute laut trötend zu zertrampeln. Dieser Elefant war ganz klar ein Psychopath kurz vorm Durchdrehen. Ein Psychofant!

Es war gut das der Tierpfleger mich sofort angerufen hatte. Ein paar Minuten später und es wäre zu spät gewesen. Jetzt hieß es für mich die Zähne zusammenzubeißen und mutig ans Werk zu gehen. Ich wurde ins Elefantengehege geschubst und hinter mir wurde die Tür zugeschlagen. Vorsichtig bewegte ich mich auf den großen, grauen Berg aus geballter Agressivität zu.

Warum tat ich das? Ich glaube ich habe es Ihnen bisher noch nie erzählt, aber ich habe ein seltenes Talent, welchess nur wenige, sehr besondere Menschen besitzen. Ich bin ein Elefantenflüsterer. Ich habe die Fähigkeit jeden Elefanten allein mit der beruhigenden Kraft meiner Stimme zu zähmen.

Doch obwohl ich mir dieser Fähigkeit bewusst war, war es dennoch nicht ganz ungefährlich sich einem solchen Tier zu nähern - besonders wenn es wütend ist! Denn wütende Elefanten neigen dazu jeden und alles was in ihre Nähe kommt laut trötend zu zertrampeln. Und wenn laut getrötet wird kann der Elfant mein Flüstern wohl kaum hören - egal wie groß seine Ohren auch sind. Daher bewegte ich mich sehr vorsichtig auf das Tier zu und versuchte nicht gleich entdeckt zu werden.

Als er mich dann doch bemerkte und sich flink umdrehte und wie eine Katze die Sprungposition einnahm, da fing ich an ganz leise und sanft ein altes Elefantenlied zu brummen. Darauf war der Elefant nicht gefasst und er hob eine Augenbraue und sah mich abschätzend an. Ganz langsam und vorsichtig brummte ich mich immer weiter in seine Richtung bis ich ihn endlich erreichte. "Na mein kleiner", flüsterte ich und legte ihm sanft meine Hand auf die riesige Stirn, "Was ist denn los? Warum bist du denn so wütend?" Der Elefant schnaufte seufzend durch seinen Rüssel und sah mich traurig an. Dann erklärte er mir wortlos wie Elefanten das so tun seine Probleme. Ich hörte nur zu, unterbrach ihn nie, ließ ihn einfach nur machen und nickte hin und wieder.

Er hatte wohl Rachegedanken, weil ihm immer wieder die Besucher Brötchen vor die Nase den Rüssel hielten und diese dann wenn er sie nehmen wollte wegzogen und ihn auslachten. Ganz besonders böse war ein wohl ein Achtjähriger, der ständig in den Zoo kam - nur um den Elefanten zu ärgern! Und da Elefanten nie vergessen wollte er jetzt ausbrechen und diesen Jungen zu Klump zermatschen. Irgendwie konnte ich ihn verstehen.



Doch gelang es mir nach einem langen Gespräch unter dem Sternenhimmel den Elefanten von seinem Plan abzubringen. Ich erklärte ihm ruhig er müsse über die Folgen seines Planes nachdenken und das sie ihn ganz sicher umbringen würden wenn er spektakulär ausbräche und auf seiner Flucht laut trötend zehn Leute zertrampelte und fragte ihn ob es das wirklich wert wäre für einen kleinen, blöden, achtjährigen Jungen. Da schniefte der Elefant und sah ein das es ein großer Fehler gewesen wäre und war froh darüber, dass ich ihm von seinem Vorhaben abgebracht hatte. Ich wischte ihm seine großen Elefantentränen vom Gesicht und umarmte ihn nochmal trostspendend und versprach von nun an öfter in den Zoo zu kommen und wenn ich den Jungen sähe ihm die Unterbuchse hinten aus der Hose zu ziehen so das er sie tief in der Arschritze hängen hat. Da lachte der Elefant und tantze fröhlich durch sein Gehege. Ich verabschiedete mich von Tier und Pfleger und spazierte erleichtert durch die Nacht nach hause.

Und wieder mal hat der Elefantenflüsterer ein Unglück verhindert!

06.10.09

Geliebte Kuh

Mir ist mal eine Kuh zugelaufen. Ein armes herrenloses Tier. Ich hab sie natürlich aufgenommen und in meinem Zimmer versteckt weil meine Eltern nichts davon wissen durften. Damals war ich ja noch klein... oder sagen wir mal jung, denn soviel kleiner als jetzt war ich ja gar nicht. Naja, jedenfalls war die Kuh sehr lustig und ist immer auf den Schränken herumgesprungen oder hat sich unterm Schreibtisch versteckt oder Fliegen gejagt. Nachts schlief sie grundsätzlich bei mir im Bett und war sehr kuschelig. Nach der Schule bin ich immer mit ihr "Gassi" gegangen und habe ihr beigebracht immer schön in den Vorgarten von Herrn Düsterbrecht (einem bösen Nachbarn ein paar Häuser weiter) zu scheißen. Ach ja, die Kuh und ich das waren Zeiten.

Irgendwann als ich mit ihr im Fernsehen eine Doku über Bullenzucht sah, da sah ich in ihren lieblich-glubschigen Kuhaugen das sie immer trauriger wurde und der Wille nach Freiheit und die Sehnsucht nach ihren Artgenossen in ihr keimte. Noch am selben Abend bin ich mit ihr zum Meer gefahren, wo ich ihr schließlich die Freiheit schenke. Ich erinnere mich noch wie sie muhend in den Sonnenuntergang geschwommen ist und ich ihr mit einer kleinen Träne im Auge hinterherwinkte...

21.09.09

Auf den Hund gekommen

Also, das war so: Bekannte von uns hatten einen Hund - einen Labrador. (Genau so einer läuft auch bei Lost auf der Insel rum - zumindest in den ersten Staffeln. Später nicht mehr so oft.) Und dieser Labrador war jedenfalls schon sehr alt und hatte ein glückliches und erfülltes Hundeleben und zeigte nun Schwächeerscheinungen und wurde krank. Also sind sie mit dem Hund zum Tierarzt und der hat gesagt man könne ihn sofort einschläfern oder sie könnten ihn wieder mit nach Hause nehmen wo er dann im Kreise der Familie sterben kann. Auf jeden Fall würde der Hund nicht mehr länger als fünf bis sechs Tage lang machen - so der Arzt.

Naja. Unsere Bekannten entschieden sich dafür den Hund nicht sofort einzuschläfern und nochmal mit nach Hause zu nehmen damit sich die Kinder von ihm verabschieden könnten. Also Hund ins Auto gepackt und ab nach Hause.

Unterwegs kam ihnen dann die gute Idee einen Fernseher zu kaufen - Sie wissen schon so eine große, flache, moderne Kiste mit HD und Zeug, wie sie jetzt alle haben. Mit der neuen Anschaffung, so der Plan, würde man die Kinder (und sich selbst) vom traurigen Ereignis des bevorstehenden Hundetodes ablenken. Also sind sie dann doch nicht direkt nach Hause, sondern eben vom Tierarzt aus nach MediaMarkt gefahren.

Dort angekommen haben sie den Hund an der Leine mit in den Laden genommen damit der nicht allein im Auto hocken muss (wo tierisch die Sonne drauf geballert hat - das ganze ist schon ein paar Wochen her als es noch richtig warm war). Und jetzt kommts: noch bevor sie in der Fernseh-Abteilung ankommen verstirbt der Hund - mitten im MediaMarkt! Natürlich sind alle geschockt, am meisten aber die anderen Kunden und die Verkäufer. Nun ist so ein Labrador ja nicht gerade klein. Die werden so richtig groß und wiegen - keine Ahnung - bestimmt an die fünfzig Kilo. Wie kriegt man also jetzt den toten Riesenhund möglichst unauffällig aus dem MediaMarkt. An der Leine rausschleifen war irgendwie keine Option.

Zum Glück kam schnell ein freundlicher MediaMarkt-Mitarbeiter mit einem leeren Karton von einem im Laden ausgestellten Flachfernseher an. Der hatte genau die richtige Größe. Also wurde der Hund in den Karton gepackt und unauffällig aus dem Laden getragen. Den Karton mit Hund haben unsere Bekannten dann draußen in den Kofferaum gepackt. Dann sind sie wieder rein in den MediaMarkt, denn einen Fernseher hatten sie ja noch gar nicht gekauft.

Mit Aussuchen des Geräts und Beratung und Verkaufsgespräch und allem Pipapo waren unsere Bekannten dann bestimmt nochmal ca. eine Stunde im Laden. Dann hatten sie aber ihr Wunschgerät und spazierten mit der Rechnung zum Auto um zur Warenausgabe (für große Geräte) zu fahren. Und dann der Schock: das Auto war aufgebrochen! Und nicht nur das. Der tote Hund wurde geklaut!

Die Diebe müssen wohl gesehen haben das da ein Karton vom neuesten Super-TV-Gerät unbeaufsichtigt im Auto stand. Und als die den Karton dann aus der aufgebrochenen Karre gehoben haben und dieser Karton wegen dem drinliegenden Hund auch noch das passende Gewicht hatte, haben die natürlich Gedacht da wäre tatsächlich der Fernseher zur Verpackung drin.

Wie gerne hätte ich erlebt was für'n Gesicht diese Ganoven wohl gemacht haben als sie zu Hause die Kiste öffneten. :-D

True story. Ohne Scheiß!

01.09.09

Der hustende Kontinent

Früher, ganz früher, also vor sehr sehr langer Zeit, also so richtig lange her, sooo lang, dass alle die damals noch lebten heut schon ewig tot sind und Staub und vergessen, also zu der Zeit etwa, da fand man in Australien keine ruhige Minute.

Damals nämlich hörte man wo immer man sich auch gerade in Australien aufgehalten hat ein ständiges Husten. Husten morgens, husten mittags, husten abends, husten nachts, husten überall. Hust, hust, hust. Das war ganz schön nervig. Das können Sie mir glauben.

Doch warum war in ganz Down Under dieser ständige Dauerhusten zu vernehmen? Hatten die Kängurus etwa Asthma? Hatten die Krokodile alle Bronchitis? Hatten die Aborigines mit dem Rauchen angefangen. Nein. Der Grund waren die Koalabären.

Koalabären sind von Natur aus immer erkältet. Immer. Von Geburt an. Dauernd. Ständig. Hust, hust. Jetzt sagen Sie vielleicht "Aber Moment mal das stimmt doch gar nicht! Ich war im Zoo und hab die Koalas gesehen und von denen hat keiner gehustet." Mag ja sein. Aber früher haben die wohl gehustet - den ganzen Tag lang.

Heute husten Koalabären nicht mehr. Irgendwann zwischen früher und heute ist nämlich ein cleverer Koalabär auf die Idee gekommen Eukalyptus zu fressen statt wie gewöhnlich Filetsteak mit Sauce Bernaise (was früher die übliche Nahrung für Koalabären war. Koalas waren aussergewöhnlich gute Köche.) Und dieser schlaue Bär musste von da an nicht mehr husten. Und weil er nicht ständig husten musste konnte er viel länger und besser Sex machen als die anderen, was den Koalafrauen übrigens sehr gefallen hat.

Der Rest ist typische Evolutionsgeschichte (Manche behaupten die Formel dafür wäre "der Angepassteste überlebt" aber in wirklichkeit gilt "der mit dem meisten Sex gewinnt"). Heute fressen alle Koalas nur noch Eukalyptus und haben längst vergessen warum. Doch würden sie eines Tages damit aufhören, so hätte Australien wieder keine ruhige Minute.

Hust, hust.

07.06.09

Männer...!

26.05.09

Chubagga

Also eines kann ich Ihnen sagen: retten Sie niemals nie einem Wookiee das Leben. Ich habe es getan und nun habe ich den Salat.

Rettet man einem Wookiee das Leben, so wird er immer bei einem bleiben um sich dafür zu revanchieren. Die Wookiees bestehen darauf denn sie sind ein sehr stolzes Volk und sie nehmen das mit der Lebensschuld sehr sehr ernst. Wenn Sie dem Wookiee sagen wollen: "Schon gut. Kein Problem. Hab ich doch gern gemacht. Brauchst nicht bei mir bleiben. Geh und leb dein Leben." oder so - vergessen Sie's. Er WIRD bei Ihnen bleiben. Immer! Ob Sie wollen oder nicht.

Zunächst hört sich das natürlich gut an einen kräftigen zwei Meter dreissig großen Freund zu haben, der einen Tag und Nacht beschützt. Und tatsächlich reden die Leute anders mit Ihnen wenn so ein Zottelvieh hinter Ihnen steht und Ihnen grimmig über die Schulter schaut. Plötzlich kommt man ohne Probleme in jede Disco - sogar mit Turnschuhen! In der Bahn stehen selbst alte Leute freiwillig auf und bieten Ihnen einen Sitzplatz an. Und wo immer es eine Warteschlange gibt werden Sie vorgelassen. Von jedem! Eigentlich ne praktische Sache so ein Wookiee.

Aber die Sache hat auch dunkle Seiten, die oft vergessen werden. Wenn ich nämlich Chubagga - so heisst der Wookiee dem ich das Leben gerettet habe - mal gerade nicht brauche, so ist er trotzdem da. Wenn ein Wookiee sagt immer, dann meint er nämlich immer - und zwar "immer" im Sinne von "ständig". Versuchen Sie mal Frauen aufzureissen wenn dieser riesige Bettvorleger nie von Ihrer Seite weicht und ständig blöde Kommentare grunzt. Auch an ein Sexleben ist nicht zu denken wenn dieser Wuschelkrieger dabei neben Ihrem Bett steht. Selbst wenn man ihm sagt er soll leise sein, bietet dieses unübersehbare Vieh einen verstörenden Anblick.

Glücklicherweise habe ich mich mit der Zeit daran gewöhnt, dass Chubagga auch wenn ich mal kacken muss nicht von meiner Seite weicht. Aber es hat lange gedauert. Sehr lange. Immerhin hab ich ihn durch wiederholte Demonstration wo das Häufchen hingehört endlich stubenrein gekriegt.


Dennoch überwiegen die Nachteile. Wenn Chubagga sich nicht wäscht, so stinkt er nach zwei Tagen unerträglich. Schickt man ihn aber unter die Dusche, so kann man direkt ein paar Flaschen Shampoo neu kaufen. Das kostet. Und wenn Sie einmal Wookieehaare aus Ihrem Abfluss pulen mussten, dann überlegen Sie sich dreimal ob Sie den Kollegen nochmal duschen schicken.

Und dann das Problem mit der Verständigung. Das Gute ist, Chubagga scheint zu verstehen was ich sage. Das Schlechte ist, niemand versteht was er sagt. Er kann nämlich nur Brüll- und Grunzlaute von sich geben was seine Gesprächspartner oft mit den Schultern zucken lässt. Im Film sieht alles immer so einfach und selbstverständlich aus. Ist es aber nicht.

Erst dachte ich, ich könnte die Sache aussitzen. Hunde, Katzen, Meerschweinchen und andere Fellträger leben ja auch nicht ewig. Doch falsch gedacht. Wookiees werden mal locker mehrere hundert Jahre alt. Und wenn ich die Schriftzeichen auf Chubaggas Personalausweis richtig deute, so ist dieser mit seinen hundertdreissig Jahren noch verhältnismäßig jung.

Ihn einschläfern lassen möchte ich dann aber auch nicht. Dafür hab ich ihn mitlerweile viel zu lieb gewonnen - so sehr er auch meistens nervt. Ausserdem ist er mal so richtig kuschelweich... nachts... im Bett...

03.04.09

Pimp my Visage


Hallo. Ich bin's Boris Entrup, der tolle Star-MakeUp-Artist, verkannt in Funk und Fernsehen. Tapfer habt ihr wieder eine Folge Germany's Next Topmodel durchgehalten um im Anschluss endlich meine trendy Schminktips zu sehen. Na dann leg ich mal los.

Heute zeige ich euch wie man eine pickelige Hackfresse hinter mehreren Schichten Schminke versteckt. Dazu benutze ich die tollen Produkte von Maybelline New York weil das ganze nur mit denen funktioniert und übrigens alle anderen Hersteller nur Scheisse produzieren und diese dann an wehrlosen Tieren testen. Wer einmal einen geschminkten Affen gesehen hat weiss, dass das ne üble Sache ist.

Ich schminke aber hier und heute keine Tiere sondern eine von Heidis aktuellen Topmodels. Und da kommt sie auch schon, es ist die... oh mein Gott - was ist denn mit dir passiert?!? Du siehst ja aus wie aus'm Arsch gezogen! Hast du dich etwa selbst geschminkt? Ja? Das konnte ja nix werden. Setz dich mal hier hin. Ich schau mal wie wir das wieder gerade biegen.

Zuerst trage ich das neue Power-Powder von Maybelline New York in der gasamten Gesichtspartie auf. Dabei grinse ich wie ein Blöder, aber keine Sorge - das muss so sein, das mache ich ständig. Es reicht, wenn eine etwa zwei Millimeter starke Schicht aufgetragen wurde und keine Gesichtskonturen mehr zu erkennen sind.

Dann kommt der Eye-Liner. Ich entscheide mich für "Sexy Black" von Maybelline New York und ziehe wie immer den Lidstrich von innen nach aussen. Auch dabei grinse ich wie ein Honigkuchenpferd. Um das ganze zu komplettieren bringen wir jetzt noch etwas Farbe ins Spiel. Mit dem wuscheligen Pinsel tragen wir vorsichtig den neuen Rot-Ton "Crackwhore" von Maybelline New York auf die Backen Wangen auf. Nur wenig für einen jungen Look oder etwas mehr wenn es eher sexy sein soll.

Zum Abschluss kommt noch etwas Farbe auf die Lippen. Das neue rot "Dark Bitch" ist hier genau das richtige. Nach dem Auftragen wische ich noch ein paar mal mit dem Finger über die Lippen drüber und grinse dabei debil wie immer. Das ich mir vorher die Hände nicht gewaschen habe sage ich den Models natürlich nicht.

So. Fertig. Wie Sie sehen ist jetzt unter dem ganzen MakeUp kein Mensch mehr zu erkennen. Das war es dann mal wieder für diese Woche. Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein wenn ich, Boris Entrup, mit den super Produkten von Maybelline New York die Welt verbessere.

20.03.09

For Laser

Habe gehört da gibt es so einen Film (und/oder Buch), wo so ne Ex-KZ-Nazi-Tussi sich nen jungen Bengel schnappt und ständig mit dem poppt damit er ihr dafür Sachen vorlesen tut weil sie nämlich nicht lesen kann (soll ja öfters vorkommen sowas). Fragen Sie mich nicht nach dem Namen von dem Streifen, den hab ich vergessen. Aber man sagt in der Story wird viel vorgelesen - und gepoppt. Vielleicht heisst er ja "Der Popper"...?

Aber egal. Ich hab mir bei dem Thema mal Gedanken drüber gemacht das es eigentlich viel bequemer ist einen Menschen zu haben, der einem was vorliest und dann Sex dafür bekommt, als eine Horde Affen und einen Papagei. Dem Menschen könnte man auch mal was zum Aufschreiben diktieren und müsste so nicht immer auf den Zufall hoffen wenn man Texte verfasst. Der Mensch wäre wahrscheinlich auch sauberer als unendlich viele Affen und würde nicht so viele Kekse verlangen wie der blöde Papagei. Und er spart Platz! Und wenn dieser Mensch, der einem Sachen vorliest und aufschreibt, zufällig eine wunderschöne Frau ist, dann lässt sich das mit dem Sex auch aushalten. Vielleicht Frage ich einfach mal die Liebste ob sie lesen kann...

Kennt jemand ein Tierheim, welches unendlich viele Affen und einen verfressenen Papagei aufnehmen würde?

19.03.09

Die Wahrheit

Viel zu lange brennt es mir nun schon auf der Seele als das ich es Ihnen, liebe Leser, noch weiter vorenthalten könnte. Deswegen werde ich Ihnen heute eine unangenehme Wahrheit offenbaren. Unangenehm ist diese Wahrheit natürlich nur für mich - Sie können also ohne schlechtes Gewissen weiterlesen.

Zunächst einmal muss ich wohl beichten, dass ich Sie schon des öfteren belogen habe. Wenn ich mal einen oder mehrere Tage nichts gebloggt habe wurde meistens von mir behauptet es läge daran, dass ich derzeit so viel zu tun habe auf der Arbeit. Ich würde in dem Stress einfach nicht die Zeit finden habe ich gesagt. Oft war das sogar meine Ausrede dafür nicht in Ihrem Blog vorbei zu schauen (sofern Sie in meiner Blogrolle stehen) oder bei Ihnen nicht zu kommentieren. Doch das sind alles Lügen. Schutzige, dreckige, verlogene Lügen. Oh, Wahrheit, wie konnte ich dich nur so besudeln?

Wenn Sie mich nämlich schon mal bei der Arbeit gesehen hätten wüssten sie natürlich, dass das nicht stimmt. Ich arbeite selten länger als fünf Minuten am Tag. Mein Job ist sehr einfach. Ich arbeite als Krimineller bei der Polizei. Natürlich bin ich nicht wirklich kriminell - ich bin einer der Typen, die Ihnen bei einer Gegenüberstellung neben dem wirklichen Verdächtigen vorgeführt werden. Da es in unserer Gegend nicht so oft zu Gegenüberstellungen kommt hab ich die meiste Zeit nichts zu tun. Und selbst wenn ich mal "arbeiten" muss dauert die Sache nicht länger als ein paar Minuten. Im Idealfall identifizieren die Leute bei so einer Gegenüberstellung den richtigen Kriminellen (der steht immer an Position fünf - selbst auf dem Cover von "Die üblichen Verdächtigen"). Manchmal aber, wenn sich die Opfer unsicher sind wie der Täter aussah, dann nehmen sie oft mich. Ich glaube das machen sie weil ich so hässlich und gemein aussehe. Mich macht es glücklich, da es mich in meinem Job als professionelles Kriminellendouble bestätigt.

Doch zurück zum Thema. Der wahre Grund warum ich an manchen Tagen weder schreibe noch lese ist... *Tusch* ...weil ich nicht lesen kann. Sie glauben gar nicht wie erleichtert ich bin, dass das nun endlich raus ist.

Wenn mann nicht lesen kann hat man es nicht einfach - besonders nicht als Blogger - denn schreiben kann man dann meistens auch nicht. Naja, ich kann wohl meinen Namen schreiben, aber eigentlich müsste man es eher meinen Namen malen nennen. Ich weiss wie das Wort auszusehen hat das meinen Namen bedeuted, aber welche Buchstaben da nun stehen und in welcher Reihenfolge bleibt mir ein Rätsel. Es ist glaube ich ungefähr so, als würde Ihnen ein Chinese zeigen wie man Ihren Namen in chinesischen Schriftzeichen schreibt. Sie könnten sich vielleicht die Zeichen merken, aber welches Zeichen was genau bedeutet wäre Ihnen bestimmt schleierhaft. Ja und so geht's mir.

Und dennoch, obwohl ich nie lesen und schreiben gelernt habe, war es schon immer mein größter Wunsch ein Blogger zu sein. Als andere Kinder noch Astronaut, Feuerwehrmann oder Präsident werden wollten wusste ich schon - ich würde eines Tages ein Blogger sein. Ja, ein Blogger. Einer dieser Teufelskerle die keine Angst haben ihren Senf dazuzugeben - möge das Thema noch so heikel sein. Geliebt von den Frauen. Berühmt und berüchtigt. Leider war es mir aufgrund meiner Lese- und Schreibschwäche (ich glaub man nennt Leute wie mich Legastiker oder Anal-Phabeten) nicht möglich diesen Traum wahr werden zu lassen bis...

...bis zu jenem Tag im Tabakladen. Ich war eigentlich dort um Lotto zu spielen, als ein Mathematikrofessor für Wahrscheinlichkeitsrechnung den Laden betrat um sich Zigaretten zu kaufen. Er sah wie ich den Lottoschein ausfüllte, lächelte und sagte: "Lotto ist sowas wie eine Steuer für Leute die keine Ahnung von Mathematik haben." Als ich ihn fragte wie er das meinte erklärte er mir einige Dinge über Wahrscheinlichkeiten und wie sehr wahrscheinlich es ist, dass ich nichts gewinnen würde. Das war sehr interessant. Und so kam es, dass ich täglich in den Tabakladen ging um dort den Professor wieder zu treffen und etwas über Wahrscheinlichkeiten zu lernen.

Zwölf Jahre lang stand ich täglich in diesem verdammten Laden und wartete das er käme um sich seine Zigaretten zu kaufen. Um mir die ganze Warterei zu vertreiben fing ich damals selbst an zu rauchen und rauchte bald so viel, dass der Tabakladen wegen des vielen Geldes das er an mir verdiente bald vergrößern konnte. (Nach ein paar Jahren rechnete mir der Verkäufer dort aus, dass ich wenn ich all das Geld was ich bei ihm für Kippen ausgegeben hatte gespart hätte, ich mit Zinsen und allem in etwa die Summe zusammen haben würde, die ein Sechser im Lotto mir gebracht hätte. Aber das nur am Rande.)

Eines Tages - und jetzt kommt der wichtige Teil der Geschichte - da erzählte mir der Professor vom sogenannten "Infinite Monkey Theorem". Was das genau ist können Sie gerne mal in der allmächtigen Wikipedia nachlesen. Kurz zusammengefasst bedeutet es in etwa das wenn unendlich viele Affen unendlich lange auf einer Schreibmaschine tippen würden (also jeder Affe auf seiner eigenen Schreibmaschine), dann kämen dabei früher oder später alle Bücher der Nationalbibliothek von Frankreich oder alle Werke von Shakespeare dabei heraus - und zwar rein durch Zufall. Die Wahrscheinlichkeit das das passiert ist natürlich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gering. Doch je unendlicher die Anzahl der Affen oder der länge des Zeitraumes den sie auf der Schreibmaschine tippen, um so wahrscheinlicher wird die Möglichkeit das dabei etwas lesbares herauskommt.

Was dann passierte können Sie, liebe Leser, sich sicherlich denken. Richtig, ich habe mir unendlich viele Affen besorgt, die ich seitdem Schreibmaschine tippen lasse. So entstehen alle hier erscheinenden Texte. Auch dieser Text wurde von Affen getippt.

Was immer die Affen mir tippen lasse ich mir vorlesen - von einem Papagei, dem ich das lesen beigebracht habe (was schwierig war ohne es dabei selbst zu lernen). Sprechen konnte der Vogel ja schon. Er ist es übrigens auch, der mir Ihre Blogs vorliest. Ich wüsste gar nicht was ich ohne ihn tun würde.

Nun hat sich herausgestellt, das der eine Papagei sehr zuverlässig ist solang man ihn mit Keksen füttert. Er ist sogar so gut, dass er mir von den Affen geschriebene zufällige Buchstabenreihen ohne Sinn direkt vorher aussortiert und mir nur die Texte vorliest in denen echte Wörter vorkommen. So muss ich nur noch auswählen was ich davon online stellen will. Die Affen allerdings sind blöde Biester ohne jede Arbeitsmoral. So kommt es hin und wieder vor, dass sich die Hälfte der Affen plötzlich einen Krankenschein holt und eine Woche nicht zur Arbeit erscheint. Das ist blöd, weil es schon mit unendlich vielen Affen sehr lange dauert bis der pure Zufall einen Text ergibt den man hier bringen kann. Ist aber nun die Hälfte der unendlich vielen Affen nicht da, so dauert es mindestens doppelt so lang bis die andere Hälfte unendlich vieler Affen mir etwas verwertbares liefert. Ja und das ist im Prinzip der wahre Grund warum hier an manchen Tagen nichts neues erscheint. Und wenn ich mal nicht dazu komme bei Ihnen vorbeizulesen, dann hat das nix mit Stress und keine Zeit zu tun, sondern der Papagei ist krank. Das passiert aber sehr selten.

Nun kennen Sie die Wahrheit. Und nun wissen Sie auch wie ich Blogger wurde ohne je lesen oder schreiben gelernt zu haben. Vielleicht trete ich ja auch irgendwann mal auf einer Bloglesung auf, wie zum Beispiel der und der und der und viele andere. Dann brauche ich allerdings jede Menge Kekse für den Papagei.

18.02.09

Die Ulli

Das hier, das ist die Ulli und sie sucht über www.PlayDate.de einen Freund...



Warum sie allerdings so drüber lachen muss, dass ihr Ex sie vor einiger Zeit verlassen hat, ist mir ein Rätsel.

09.02.09

Die Jugend von heute

Fragen Sie mich nicht wie ich dort hinkomme, aber plötzlich bin ich mitten im Wald und hab mich verlaufen. Blöde Sache. Und um der Sache die Krone aufzusetzen wird es bald dunkel und ich bin am verhungern.

Naja, jedenfalls lauf ich so den Weg entlang und versuche mich irgendwie zu orientieren, da bemerke ich, dass jemand eine Spur aus Brotkrümeln gestreut hat. Hungrig wie ich bin folge ich der Spur und esse die Krümel auf. Plötzlich kommen mir zwei Kinder entgegen - ein Mädchen und ein Junge - die anscheinend der Spur von der anderen Seite gefolgt sind.

"Oh nein, Gretel sieh her", ruft der Junge. "Die Spur die ich gelegt hatte endet hier. Wir werden nie mehr nach Hause finden." Das ist mir jetzt aber peinlich. Ich bemühe mich so auszusehen als hätte ich nichts mit dem Verschwinden der Brotkrümelspur zu tun und beginne unauffällig zu pfeifen. "Oh nein, lieber Hänsel", antwortet das Mädchen verzweifelt. "Vögel müssen die Krümel gegessen haben. Oder vielleicht auch der Typ da am Wegesrand." Ich blicke mich um. Keiner da, nur wir drei. "Ich?", frage ich unschuldig. "Nein, nein, das waren tatsächlich die Vögel. Ich habe alles genau beobachtet."

"Verdammte Kacke!", sagt der Junge. "Da hat man mal so ne grandiose Idee und legt ne Spur um nach Hause zu finden und dann kommen die blöden Vögel und fressen die. Ist doch Scheisse." Das Mädchen stimmt zu. "Echt ey!" Wütend ziehen die beiden in den tiefen Wald davon und schimpfen laut auf die Vögel und alles andere Getier.

Als sie ausser Sichtweite sind folge ich weiter den Krümeln und esse sie bis die Spur endet. Dann fällt mir ein, dass ich doch Google-Earth auf meinem iPhone installiert habe und per GPS meinen Standort orten kann. Es dauert keine zwanzig Minuten, da bin ich raus aus dem Wald und gesund und munter auf dem Weg nach Hause.

Ich muss wohl glück ziemliches gehabt haben, dass die beiden Kinder mir nichts getan hatten. Denn später höre ich davon, dass die selben Kids wohl eine alte Frau, die im Wald wohnte, gefunden hatten. Von der haben sie sich erstmal Tage lang füttern lassen - besonders der Junge - und als es nichts mehr bei ihr zu holen gab haben sie die Omi gekillt. Einfach so. In den Ofen geschubst. Kaltblütig. Und hinterher auch noch ausgeraubt.

Schon krank zu was die Jugend von heute so fähig ist. Schuld ist bestimmt das Fernsehen. Oder die gefährlichen Killerspiele. Oder Komasaufen. Oder vielleicht sogar mangelnde Zuwendung der Eltern - aber das ist natürlich abwegig. Es ist auch egal was genau Schuld ist: so etwas wäre früher nicht passiert.

28.11.08

Nie wieder Pommes?!?

Freitags holen wir hier im Büro nicht selten mit der ganzen Abteilung Pommes Currywurst zu Mittag. Gekauft wird bei der kleinen Frittenbude umme Ecke - den Namen nenne ich jetzt mal bewusst nicht.

Letzte Woche wollte Kollegin P. nicht mitessen. Während der Rest der Abteilung sich vergnügt die Fritten in die Fressluke schaufelt kommt plötzlich die Frage auf warum P. denn nicht dabei sei. Kollege C. weiss warum, behält es aber für sich.

Erst als wir alle aufgegessen haben sagt er: "So, alle fertig? Dann kann ich's ja sagen. Die P. will nix mehr von der Pommesbude haben weil sie letzte Woche zwischen ihren Pommes ne frittierte Spinne gefunden hat. So ne richtig Große."

Schon witzig wie die verschiedenen Reaktionen auf eine solche Information sind. Ich grinse und Kollege C. lacht sich nen Ast ab während die Damen am Tisch mit eher zu Würgen und Ekel neigen. Kollegin K. sagt: "Das hättste ja mal sagen können bevor wir dort die Pommes geholt haben. An der Bude hol' ich mir jetzt garantiert auch nie wieder Pommes."

"Naja", entgegnet Kollege C. amüsiert, "ich glaube ja nicht das die Spinne in der Frittenbude in die Fritöse geraten ist. Die war bestimmt schon in der Pommesfabrik vor dem Abpacken in den Froster geraten und hätte in jeder beliebigen Pommesbude landen können."

Achso. Na dann...!

Schönes Wochenende!

27.11.08

Nur ein Spiel

Als meine Kreativität am Nullpunkt war kam eine Muse daher und gab mir Starthilfe (in gelb) für eine Geschichte. Kaum waren ihre Zeilen abgetippt sprudelte der Rest (in weiss) wie von ganz allein aus meinem Kopf.

Es war einmal ein armes Mädchen. Das saß immer auf einer Bank in einem wunderschönen Park. Auf dieser Bank saß auch immer zur selben zeit ein Mann mit einem grauen Trenchcoat. Er hatte behaarte Waden und schwarze Schuhe ohne Socken an. Jeden Tag. Die Hände immer im Mantel versteckt. Der Trenchcoat war ihm etwas zu weit, sodass das Mädchen, das neben ihm auf der Bank saß, Tag für Tag, seitlich in die Zwischenräume der Knöpfe starren konnte. Er hatte nichts drunter. Nie. Eines Tages...

...sprach das Mädchen ihn an. "Du, Onkel", sagte es, obwohl der Mann natürlich nicht wirklich ihr Onkel war, "kann es sein, dass dir sehr warm ist?" Der Mann drehte seinen Kopf zu dem Mädchen und lächelte. Er hatte gelb-bräunliche Zähne, jedenfalls dort wo sie nicht schon fehlten. "Wie kommst du denn darauf?", fragte er mit einer Stimme, die nach vierzig Jahren Kettenrauchen klang. "Naja, Onkel", sagte das Mädchen, "Mir ist aufgefallen dass du da gar nichts unter deinem Mantel hast." Der Mann lachte dreckig. Das Mädchen lachte mit weil es fand, dass es ulkig aussah wie der Mann lachte.

"Glaubst du das wirklich, dass ich nichts unter meinem Mantel habe?", fragte der Mann. Das Mädchen betrachtete ihn kritisch. "Ich weiss nicht.", sagte es, "Vielleicht ja doch." Der Mann lachte wieder bis er husten musste. Dann würgte er etwas gelb-grünes hoch und spuckte es auf den Gehweg. "Wie wäre es mit einem Spiel?", schlug er vor. Das Mädchen strahlte übers ganze Gesicht. "Oh ja, ein Spiel, ein Spiel!" rief es und sprang dabei händeklatschend auf und ab. "Was denn für ein Spiel?"

"Also, das Spiel geht so: du musst drei mal raten was ich unter meinem Mantel verstecke.", erklärte der Mann. "Wenn du es raten kannst hast du gewonnen und hast einen Wunsch frei. Ich bin nämlich eine gute Fee - nur halt inkognito unterwegs." Das war natürlich gelogen und nur ein böser Trick, spielte aber keine Rolle, weil das Mädchen eh nicht wusste was 'inkognito' bedeutet. "Gewinne allerdings ich", fuhr der Mann fort, "so musst du das was ich unter meinem Mantel verstecke streicheln und küssen bis ich sage, dass es genug ist." Er grinste breit während er das sagte. Da sich das Mädchen sehr sicher war, dass sie raten würde was unter dem Mantel steckte, sagte es zu. Das Spiel begann.

"Ich bin mir nicht sicher", sagte das Mädchen, "aber trägst du unter deinem Mantel vielleicht eine Unterhose?" Der Mann lachte und schüttelte den Kopf. "Nein, meine Kleine. Eine Unterhose trage ich ganz gewiss nicht. Ich verstecke etwas anderes unter meinem Mantel."

Das Mädchen dachte nach. "Ist es vielleicht ein Hemd oder T-Shirt?" Wieder lachte der Mann. "Nein, das ist es auch nicht. Einen Versuch hast du noch. Ich gebe dir einen Tip: es ist nichts zum Anziehen." Er grinste.

Jetzt kam es drauf an. Der letzte Versuch. Das Mädchen überlegte und überlegte was der Mann wohl unter seinem Mantel versteckt haben konnte. Etwas das man streicheln konnte musste es sein. Etwas das man küssen konnte musste es sein. Und es war sicher nichts zum Anziehen. Sie dachte und dachte und dachte. Und plötzlich sah sie es vor ihrem geistigen Auge. Die Lösung des Rätsels. Die Antwort.

"Ich weiss es, Onkel!", rief das Mädchen. "Es ist ein Pony! Du hast ein Pony unter deinem Mantel versteckt!" Diesmal lachte der Mann nicht. "Du hast Recht", sagte er verzweifelt, öffnete den Mantel, lies das Pony raus und knöpfte den Mantel wieder zu. "Wie hast du das erraten?" Das Mädchen lachte. "Spielt keine Rolle", sagte es, "Her mit dem Pony. Ich will es als Gewinn." Dann schwang sich die kleine auf den Rücken des Tieres und galoppierte in den Sonnenuntergang.

Der Mann aber weinte bitterlich. Jetzt hatte er auch noch sein Pony verloren.

29.08.08

Klassen treffen...

"Bist du es wirklich? Meine Güte wir ha'm uns je eeeeewig nich geseh'n!"
"Öh, ja... lange her."
"Auf jeden! Hast dich ganz schön verändert."
"Öhm... du auch."
"Und? Was machste jetzt so? Also beruflich?"
"Äh, irgendwas mit Medien."
"Irgendwas mit Medien, hä? War ja schon immer dein Ding. Find ich gut."
"Öh, ja. Und du? Was machst du so?"
"Ich? Also ich mach irgendwas mit Tieren!"
"...!"

28.07.08

Dauerwerbesendung

Hallo! Schön das Sie wieder eingeschaltet haben. Seit Jahren schon bieten wir Ihnen exklusive Produkte die Ihr Leben verbessern zu tollen Preisen an. Denn nichts wollen wir lieber als Ihr Geld Ihre Zufriedenheit!

Mit unseren Messern haben Sie kinderleicht Tomaten, Weissbrot, Schuhe - ja sogar Marmor zersägt und ganz nebenbei noch Ananasen in der Luft zerhackt! Unser Bauchweggürtel hat Ihnen das Fett wegvibriert ohne das Sie etwas dafür tun mussten. Und das tollste: keiner hat's gesehen weil Sie ihn bequem unter der Kleidung getragen haben! Das Gesundheitskissen, auf das man aus zwei Meter Höhe eine Bowlingkugel fallen lassen konnte ohne das die Glasscheibe darunter beschädigt wurde, lässt Sie noch heute bestens schlafen. Und erinnern Sie sich noch an den Lackschutz der Ihr Auto sogar vor einem Laserstrahl schützen konnte? Mit all diesen und noch vielen weiteren wunderbaren Produkten verbessern wir seit Jahren Ihr Leben - und jetzt setzen wir noch einen drauf. Denn jetzt haben wir das ultimative Produkt - nur für Sie, den ultimativen Kunden!

Sie kennen das sicher. Sie sind Besitzer von einem oder mehreren Kaninchen, Meerschweinchen, dsungarischen Zwerghamstern, Frettchen, Chinchillas oder anderen Nagetierchen - und natürlich liiiiieben Sie Ihre kleinen Fellbatzen. Immerhin sind sie sooo süß. Doch die leckeren knuddeligen Tierchen lieben Sie nicht unbedingt zurück, denn kaum gönnen Sie den kleinen Hopplern mal etwas Freiheit und lassen die Kleinen mal aus dem Käfig und durch die Wohnung flitzen, da huschen die putzigen Dinger auch schon unters Sofa und zerkauen Ihnen Ihre guten Boxenkabel.

Das hat nun ein Ende! Mit dem nigel-nagel-neuen "BiteProtection(TM) - Maulkorb für Nagetiere" wird Ihnen das nie wieder passieren! Fixieren Sie einfach den patentierten Bissschutz an Kopf Ihres geliebten Kleinviehs und das Tier wird es Ihnen danken indem es Ihre teuren Kabel verschont! Dank der revolutionären Arretierschnalle kann BiteProtection(TM) am Kopf nahezu dedes Nagetiers angebracht werden! Tests in Tierlabors haben ergeben, dass die Nager BiteProtection(TM) bis zu fünf mal bequemer empfinden als ein Gummiband um die Nase! Auch der WWF hat keine Einwände gegen BiteProtection(TM). Also rufen Sie jetzt an und bestellen Sie BiteProtection(TM) nur hier und für nur 39,90!















(Produkt kann von Abbildung abweichen.)

Moment mal. Das reicht Ihnen nicht? Bedenken Sie, BiteProtection(TM) wird aus unzerstörbarem Unzerstörbarium hergestellt, einem Material aus der Raumfahrt, welches für die Schnürsenkel der Raumanzüge entwickelt wurde damit die nicht mehr reissen können. Glauben Sie mir: kein Nagetier der Welt hat es bisher geschafft BiteProtection(TM) zu zernagen. Unzerstörbarium hält selbst einer Atombombenexplosion stand. DAS soll Ihr Nagetier erstmal nachmachen. Deshalb geben wir Ihnen auf BiteProtection(TM) auch ein Jahr Garantie! Und das Beste ist - BiteProtection(TM) gibt es in vier modischen Farben. Bestellen Sie gleich mehrere für jede Gelegenheit! Immerhin ist BiteProtection(TM) mit dem sagenhaften Preis von nur 39,90 eh fast geschenkt!

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