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18.08.11

Deswegen

Ich war übrigens bis letztes Wochenende im Urlaub und auf Reisen. Deswegen war leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.

Aber keine Sorge, jetzt bin ich wieder da und am Arbeiten weil der Urlaub vorbei ist. Deswegen ist leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.

14.07.11

And justice... for all!

...und das war dann der Grund warum ich mir so ein Gerichtsverfahren mal live anschauen wollte. Und als einmal dieser Entschluss gefasst war konnte mich auch nichts mehr aufhalten.

Ich ging also zum Gericht und fragte mich durch ob gerade irgendwelche interessanten öffentlichen Verfahren laufen würden, von denen ich mir eins anschauen könnte. Man schickte mich zu Gerichtssaal vier. Weil dort die Verhandlung schon begonnen hatte schlich ich mich leise rein und setzte mich zwischen die anderen Zuschauer.

Erst war ich ein wenig enttäuscht, weil nichts so war wie in den unzähligen Gerichtsverhandlungen die ich im Fernsehn gesehen hatte. Der Gerichtssaal war optisch sehr schlicht und nicht etwa mit teuren Hölzern vertäfelt wie ich angenommen hatte und es rief auch nicht ein einziges mal irgendjemand "EINSPRUCH, euer Ehren!".

Worum es in der Verhandlung ging weiß ich auch nicht mehr genau. Die haben da die ganze Zeit nur geredet. Voll langweilig war das! Und da hab ich halt nicht aufgepasst und an andere Sachen gedacht und darauf gewartet das es endlich zu Ende geht und irgendjemand für irgendetwas verurteilt wird. Zwischendurch bin ich auch mal eingenickt.

Irgendwann, als ich gerade mal wieder aufgewacht war, hat der Staatsanwalt gerade eine Zeugin in die Zange genommen. "Ich fasse das ganze mal zusammen", sagte er. "Sie haben nichts von der Tat gesehen, waren nicht einmal in der Nähe als es passiert ist, kennen weder den Kläger, noch den Angeklagten, und können auch sonst nichts hilfreiches zu diesem Fall beitragen und vermuten Sie sind nur aufgrund eines Schreibfehlers bei Ihrem Namen hier vorgeladen worden. Ist das so richtig?" Die Zeugin bestätigte. "Ja so ist es. Ich habe keine Ahnung worum es überhaupt hier geht", sagte sie. Der Richter machte sich eine Notiz in seine Akte.

"Nun gut", fuhr der Staatsanwalt fort, "eine letzte Frage habe ich dann noch. Würden Sie als völlig Unbeteiligte dem Gericht bitte sagen was sie glauben wer der Täter hier sein könnte?" Die Zeugin dachte nach und sah sich im Saal um. "Also wenn sie so fragen", antwortete Sie, "dann würde ich sagen der da ist schuld." Während sie das sagte zeigte sie auf mich. "Der sieht ziemlich schuldig aus."

"AHA!", sagte der Richter. "Fall gelöst. Ich verurteile den Typ da", er zeigte auch auf mich, "für eine lange Zeit im Gefängnis oder mindestens eine hohe Geldstrafe." Dann hämmerte er mit seinem Holzhammer auf sein Holzplättchen. "Führt die Sau ab!" Sofort sprangen die Gerichtsdiener auf legten mir Handschellen an und führten mich davon. Ich konnte noch einen Blick auf die Klägerin, eine junge Frau die ich nie zuvor gesehen hatte, erhaschen die vor Glück in Tränen ausbrach weil die Gerechtigkeit gesiegt hatte.

Ja und weil ich dann ne Weile weggesperrt war konnte ich hier nix schreiben in letzter Zeit. True story.

30.03.11

Keine Zeit

Tut mir Leid. Is so.

11.01.11

Huch!

Sie sind ja immer noch da. Lieber Leser, ein wenig enttäuschen Sie mich da ja schon. Reicht es denn nicht das ich seit Wochen nicht nur keine Wiederholungen älterer Texte, sondern sogar komplett mal ganz gar nichts geschrieben habe, nur um Sie von hier zu vertreiben?

Anscheinend nicht.

Das Page-Counter-Analyse-Tool erzählt mir jedenfalls das die täglichen Seitenbesuche hier kaum weniger werden. An manchen Tagen sogar mehr. Und das obwohl neue Inhalte seit langer Zeit gänzlich fehlen. Sind Sie denn bescheuert, lieber Leser? Oder wollen Sie mir damit vielleicht etwas sagen? Vielleicht so im Sinne von: "Das Blog ist ja ganz gut, aber die ständig neuen Texte haben irgendwie genervt."? Oder: "Was hier steht lese ich eh nicht. Ich komme nur wegen der schönen Farben."?

Egal. So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Anscheinend ist die einzige Möglichkeit das Blog gescheit verkommen zu lassen nicht meine Abwesenheit sondern meine Anwesenheit. Daher drohe ich schon jetzt mit weiteren... äh... Geschichten in gewohnt unregelmäßigen Abständen bis auch der letzte Depp von Ihnen begriffen hat das es hier kacke ist und voll nicht lohnt immer wieder zu kommen.

02.11.10

Er lebt!

Heute klappt das irgendwie nicht mit der Arbeit weil es mir sehr schwer fällt mich zu konzentrieren. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der Lärm, den der Typ macht, der nun seit Stunden schon vor meinem Fester wie ein Wilder brüllend und mit den Armen wedelnd die Straße auf und ab läuft. Eine Großbaustelle oder jemand mit einem Laubbläser könnte unmöglich lauter sein als dieser Wahnsinnige.

Gegen Mittag entschließe ich mich ihn anzusprechen. Also ziehe ich die dicke Jacke an und gehe vor die Tür, wo er mir auch gleich entgegenkommt. Sein Haar ist total zerzaust und Speichel läuft ihm aus dem Mundwinkel. Sein Blick ist irgendwie irre was auch sein nervöses Augenzucken nicht kaschieren kann. Wild wirft er seine Arme in die Luft und stolpert etwas unbeholfen brüllend auf mich zu. "ER LEEEEEEBT!", ruft er. "ER LEEEEEEEEBT!!!"

"Wer lebt?", frage ich vorsichtig. "Etwa Elvis?" Plötzlich ist er still. Ich glaube er hatte mich bis jetzt noch gar nicht wahrgenommen. Langsam dreht er den Kopf in meine Richtung als frage er sich ob es mich wirklich gibt. Dann kommt er vorsichtig zögernd auf mich zu geschlichen, tastet prüfend an mir rum und... riecht an mir.

Ich bin starr vor Angst. Dieser Typ ist ohne Zweifel total durchgeknallt in seiner Birne und niemand kann sagen was er als nächstes macht. Dann kommt er mit seinem Gesicht so nah an meines das sich fast unsere Nasenspitzen berühren und dann... starrt er. Er starrt mir in die Augen. Still. Ohne eine Regung. Ohne ein blinzeln. Wind pfeift.

Ich überlege gerade wie ich wohl unbeschadet aus dieser Situation wieder herauskommen könnte und ob ich jemals zuvor einen so beeindruckend stinkenden Mundgeruch riechen musste, da brüllt er mir plötzlich und unerwartet voll in die Fresse: "ER LEEEEEEEEEEBT!!!" Vor Schreck falle ich um und sitze völlig perplex auf dem Boden. Da fängt der Verrückte an zu singen und zu tanzen und wahnsinnig zu lachen. "ER LEEEEBT! JAAA-HAHA! ER LEEEEEEBT! JAHAAAA!"

Ich rapple mich auf und klopfe mir den Dreck von der Jacke. "Wer lebt, verdammt? Wer?!?", schnauze ich ihn wütend an. "Sag es! WER?" Doch er ist total weggetreten und singt und tanzt und brüllt einfach nur "ER LEEEEEEEEBT!" Langsam beschleicht mich der Verdacht er ist vielleicht als Kind in den Kessel mit dem LSD gefallen. Wie Obelix quasi, nur anders. "ER LEEE-HEEEEBT!", grunzt er fröhlich.

"Wer lebt? Wer?", versuche ich ein letztes Mal zu erfahren. "Ist es vielleicht Jesus? Meinst du Jesus? Oder Frankenstein? Oder vielleicht Gandalf? Wer lebt? Wer verdammt nochmal? WER?!?"

Der Irre beruhig sich kurz und sieht mich an. Dann zeigt er mir fröhlich grinsend seine gelben Zähne und quiekt: "GROOOOOOOB! Grob, Grob, Grob. Grobidubidu. GRO-HO-HO-HOB."

"Grob?", frage ich.

"JA! GROB, HAHA, ER LEEEEEEEEEEBT!", antwortet der Durchgedrehte und tanzt glücklich brüllend davon.

07.10.10

Falls Sie noch mitlesen...

...wird Sie vielleicht interessieren was ich im Folgenden zu sagen habe. Vielleicht auch nicht. Egal. Jetzt haben Sie den Anfang schon hinter sich und müssen den Rest zwangsweise auch lesen. Wer jetzt wegklickt ist ne feige Sau.

Die Leute fragen mich hin und wieder wann ich denn mal wieder irgendwo meine Geschichten vorlesen würde. Ich erkläre dann immer, dass dazu erst einmal jemand, der solche Lesungen veranstaltet, mir entweder einen Gefallen schulden, eine Wette gegen mich verloren oder einen psychischen Schaden haben müsste um mich als Vorleser einzuladen. Bisher war es immer so. Außerdem müsste das schon terminlich und örtlich passen mit der Lesung, damit ich so eine Einladung auch annehme. Das ist nicht immer alles so ganz leicht zu vereinbaren. Ich verspreche aber, sollte es jemals dazu kommen werde ich wieder lesen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht was ich denn dann vorlesen würde. Wie bitte? Tun Sie nicht? Nun, ich schon! Immerhin sieht es ja so aus als hätte ich das Bloggen aufgegeben. Keine neuen Geschichten mehr. Nur eine alte Kamelle alle paar Wochen mal. Hah! Selbst die Medien berichten ich hätte meine besten Zeiten hinter mir. Okay, tun Sie nicht, aber wenn ich berühmt wäre würden sie genau das machen und ich müsste mit irgendwelchen B-Promi-Schlampen in die Kiste springen oder öffentlich Islamisten beschimpfen um noch irgendwie im Gespräch zu bleiben. Dabei ist es doch gar nicht so. Ich blogge ja noch, sie merken das nur nicht weil ich das nicht wie ganz früher mal täglich mache.

Dafür gibt es natürlich Gründe. Vielleicht sogar gute, aber selbst wenn die Gründe scheiße wären - es sind Gründe! Hauptgrund Nummer eins ist wie immer die nicht vorhandene Zeit aufgrund eines sehr wohl vorhandenen Jobs. Das kennen Sie ja, das hab ich schon öfter mal erwähnt.

Und dann, und das macht mich selbst sehr traurig, scheint es so als wenn meine persönlichen Lieblingsblogger, also die Leute die mich anspornen und an deren Schreibqualität ich mich immer messen wollte (ich will jetzt keine Namen nennen damit Sie lieber Leser vielleicht selbst annehmen können Sie seien einer von denen), ja es scheint als hätten genau diese Leute auch die Lust an der Sache verloren. Die bloggen seltenst bis gar nicht mehr und treiben sich höchstens mal an Orten rum wo man sich nicht mehr als 140 Zeichen ausdenken muss. Das hat mich eine Menge Motivation gekostet und in eine tiefe Sinnkrise gestürzt ob das ganze mit der Bloggerei überhaupt noch Sinn macht.

Aber ich will ja gar nicht aufhören, ich will weitermachen! Ich habe eine Liste mit Stichpunkten was ich bloggen könnte wenn ich denn die Zeit fände. Da stehen dann Sachen drauf wie "eine lustige Geschichte mit essbarer Unterwäsche" oder "eine Geschichte wo der Schiri zwanzig Minuten zu früh das Spiel abpfeift damit er selbst es rechtzeitig zur Sportschau nach Hause schafft" und noch ein paar andere Stichpunkte, die so alt sind, dass ich sie selbst kaum noch verstehe. Sie sehen also Material wäre da, es fehlt nur an Zeit und mangelt an Motivation.

Trotzdem sollten Sie nicht einfach annehmen ich wäre am Ende und hätte aufgehört. Wenn es so weit ist sage ich Ihnen schon Bescheid damit sie den pottCast aus Ihren Favouriten nehmen können. Also keine Sorge. Betrachten wir das ganze also für den Moment weiter als ungewiss lange Pause, in der man hin und wieder eine alte Best-Of-Geschichte aufgewärmt bekommt und wenn man Glück hat auch mal eine neue. Und wenn Zeit und Motivation wieder besser werden gibt's neue Geschichten auch wieder häufiger. Ja, genau. So machen wir das.

Also dann...

16.08.10

Überfall!

Es war Nacht und ich lief betrunken und wehrlos durch gefährliche, dunkle Gassen nach Hause wie ich das so zu pflegen tue. Und während ich am dahertorkeln war, da kam mir der Gedanke: "Ich müsste mal wieder was bloggen, sonst denken die ganzen... äh... Leser noch da kommt nix mehr und halten micht für tot oder faul oder beides oder so." Und während ich das so dachte, da flüsterte mich plötzlich etwas aus den Schatten an...

"He, du. Komm mal her!", kam es aus der Dunkelheit hinter einem Müllcontainer. Ich sah mich um ob noch irgendwer anderer außer mir gemeint sein könnte, aber es war niemand da. Also fragte ich: "Wer? Ich?"

"Ja, du! Komm mal hier hin wo es dunkel ist." Und da ich Fremden in dunklen Gassen grundsätzlich traue ging ich hin und fragte den, der auch immer da im Dunkeln hockte fröhlich "Was issn?"

"Überfall!", sagte der und sprang hervor. "Gib mir all dein Geld!" Ich lachte. "Haha, da haben Sie mich jetzt aber voll erwischt. Überfall, haha! Wer hätte damit gerechnet?" Der Typ lachte auch. Wenn auch etwas verunsichert. "Ja, haha, guter Trick, nicht wahr? Und jetzt Geld her bitte."

Ich wollte ihm gerade all mein Geld geben, da stellte ich fest der Räuber war ja gar nicht bewaffnet. "Moment mal", sagte ich, "was soll das denn für ein Überfall sein? Sie haben ja gar keine Pistole oder zumindest ein Messer. So geht doch kein Überfall!"

"Doch wohl", sagte er, "es steht nirgends geschrieben das man für einen Überfall bewaffnet sein muss. Zumindest hab ich das noch nirgendwo gelesen." Das machte mich nachdenklich. Und ich stellte fest das ich auch noch nie davon gelesen hatte das man bei einem Überfall unbedingt bewaffnet sein müsse. Jedenfalls konnte ich mich nicht daran erinnern. Also hatte er wohl Recht.

"Nun gib schon dein Geld", drängelte der Dieb während ich noch am Grübeln war. "Ich muss noch sieben andere Leute überfallen und habe es eilig." Er hielt mir die offene Hand hin in der Erwartung das ich mein Geld da reinlegte. "Warum müssen sie noch sieben andere Leute überfallen", fragte ich neugierig. "Müssen sie etwa eine bestimmte Quote erfüllen?"

"Ach, habe ich das noch gar nicht erwähnt?", fragte er. "Die Sache ist folgende: ich wurde selber erst kürzlich überfallen von jemandem der auch erst kurz davor überfallen wurde. Und der hat mir erklärt man hätte ihm erklärt es sei gar nicht so schlimm wenn man überfallen wird. Mann müsse einfach nur zehn andere Leute überfallen und so könnte man aus dem Geld was einem bei dem ersten Überfall abgenommen wurde die zehnfache Menge machen!"

"Wow!", sagte ich beeindruckt. "Es ist also gut das ich Sie hier überfalle", erklärte der Räuber weiter, "denn dadurch werden sie am Ende mehr Geld haben als vorher. Sie müssen nur ebenfalls zehn Leute überfallen. So einfach ist das. Man nennt das Schneeballsystem."

"Aber es liegt doch gar kein Schnee!", stellte ich fest. "Macht nix", sagte der Dieb, "heißt trotzdem so." Das ganze musste ich erstmal kurz sacken lassen. "Eine Frage", sagte ich dann, "was ist wenn ich ihnen jetzt mein Geld nicht gebe?" Der Typ dachte nach. "Dann... dann... ja dann müssen sie eben keine zehn Leute überfallen, haben so allerdings auch nicht die Möglichkeit ihr Geld zu verzehnfachen."

"Das wäre ja dumm", stellte ich fest, "ich will auf jeden Fall die Summe verzehnfachen!" Dann gab ich ihm all meine Kohle - auch das Kleingeld - und sagte fröhlich "Hier, nehmen sie, bitte."

Der Räuber bedankte sich freundlich, steckte mein Geld ein, wünschte mir noch eine gute Nacht und flüchtete fröhlich hüpfend die dunkle Gasse entlang bis er verschwunden war.

Ich aber setzte mich in die Schatten hinter dem Müllcontainer und wartete. Ich hoffte auf ein leichtes Opfer - vielleicht ein Kind oder eine Frau - war mir aber nicht sicher wie viele von denen Nachts durch dunkle Gassen spazieren. Nach einiger Zeit kam ein Betrunkener. Der würde auch funktionieren. Als er mir ganz nah war flüsterte ich aus dem Schatten: "He, du. Komm mal her..."

29.04.10

Gleichzeitig

Weil wir uns nicht auf eine Reihenfolge einigen konnten haben wir letztlich beschlossen alle gleichzeitig vorzulesen. Könnte also interessant werden...!


Wer dort im Monstertruck vorfährt bekommt ein Freigetränk!


P.S.: Hat irgendjemand ne Ahnung was ich da vorlesen könnte?

01.02.10

Vor lebenden Menschen

Doch, doch, ich lebe noch. Und eigentlich wollte ich schon lange mal wieder was geschrieben haben, aber ich hatte letzte Woche Urlaub und da gab es dann wichtigere Dinge zu tun.

Wenn Sie nicht dabei gewesen sind interessiert es Sie vielleicht wie meine... äh... Perfomance... beim 4. JourFitz am 25.01.2010 in Berlin gelaufen ist. Da das meine erste Lesung vor lebenden Menschen war bin ich im Vorfeld sehr natürlich aufgeregt gewesen - was allerdings niemand bemerkt hat, weshalb ich es jedem nochmal persönlich gesagt habe. Nervösität macht keinen Spaß wenn niemand davon weiß.

Dabei hätte ich mir überhaupt keine Sorgen machen müssen, hatte ich doch meine Liebste, meinen weltbekannten Onkel Udo und sogar deren Liebste, die Petra, mitgebracht. Udo hat mir noch gesagt ich müsse mir gar keine Sorgen machen. Wenn mir wärend meiner Lesung jemand dumm käme, so müsste ich nur das Codewort brüllen und er würde sofort den Störenfried sehr auffällig und unter Einsatz roher Gewalt entfernen. Als Codewort haben wir uns übrigens auf "Schaaaalke!" geeinigt.

Allerdings kam es nicht so weit, denn entgegen aller Erwartungen waren die Berliner ein wunderbares Publikum. Die meisten haben tatsächlich gelacht und applaudiert. Manche sogar an den richtigen Stellen!

Es gab auch einige Überraschungen. Ich war zum Beispiel überrascht wie in Berlin die Hausnummern angeordnet sind und wie schnell man seine Nervösität vergessen kann wenn man einen Saal voller Leute zum klatschen bringt. Das Publikum war überrascht das ein Typ von dem die wenigsten bisher gehört hatten so... äh... lustig sein konnte. Der Taubenvergämer war überrascht das ich nichts von seinem Schniepel erzählt habe - obwohl er mich als Schniepelerzähler angekündigt hatte. Und alle, aber wirklich jeder - auch ich - waren überrascht, dass ein fetter, kleiner Typ aus'm Pott überhaupt lesen kann. Kein Scheiß!

Total im Rausch meines plötzlichen Ruhmes (oder Bier) habe ich dann leider den Rest des Abends gar nicht mehr so recht wahrgenommen. Ich meine mich aber erinnern zu können einige nette Gespräche mit mir bis dahin völlig fremden Menschen (okay auf twitter kennt man sie alle - aber erst in Berlin haben sie Gesichter bekommen) geführt und besonders bei den Geschichten des Herr Deef, der irgendwann nach mir gelesen hat, sehr lachen gemusst zu haben. Geht so ein Satz wie der letzte überhaupt? Egal. Schön war's.

21.01.10

9162621

Heute keine Zeit zum Schreiben und weil die letzten Texte viel zu lang für die meisten waren gibt's jetzt mal was mit nur ganz wenig zu lesen: ein Video. Anschauen ohne Sound macht übrigens überhaupt keinen Sinn.



Am Wochenende geht's dann übrigens nach Berlin wegen Sie wissen schon. Und danach muss ich mal schauen ob ich mich noch traue je wieder was zu bloggen. Das können Sie übrigens beeinflussen indem Sie auch dorthin kommen (oder nicht) und viel Applaus spenden (oder nicht). Ich richte mich da ganz nach Ihnen.

07.01.10

Eine Bitte

Wie die treuen Leser längst wissen, bin ich aufgrund einer verlorenen Wette gezwungen am 25.01.2010 in Berlin vor echten Menschen etwas zu lesen.

Da ergeben sich für mich gleich zwei Probleme. Erstestens muss ich dazu nämlich erstmal lesen lernen. In weniger als drei Wochen! Von einem stinkenden Papagei!!! Aber das wissen treue Leser natürlich auch längst weil ich die ganze Sache ja bereits an anderer Stelle erklärt habe.

Zweitestens wäre da noch das Problem, dass ich gar nicht weiss was ich denn dort vorlesen soll. Leider ist wohl eine Bedingung, dass das Gelesene von mir selbst sein muss und ich nicht einfach ein gutes Buch kaufen darf und das dann vorlese (was ursprünglich mein Plan war).

Das Problem bei dem Problem ist, dass ich alles, was ich selbst schreibe während der Entstehung erst toll und wenn es dann fertig ist nach einmaliger Betrachtung total bekackt finde. Und das ist jetzt mal ungelogen. Ich bin mein eigener schlimmster Kritiker. Aus diesem Grund wollte ich schon gar nicht erst nach Berlin fahren, damit nicht auch mein schlimmster Kritiker anwesend ist und mich plötzlich vor allen Leuten auslacht oder so. Aber Wettschulden sind Wettschulden. Und weil man für nicht bezahlte Wettschulden die Finger gebrochen bekommt werde ich wohl doch hinfahren und lesen. *seufz*

Okay, ich gebe zu einige meiner Texte finde ich weniger bekackt als andere. Trotzdem werde ich die nächsten Wochen wohl so sehr mit Lesenlernen beschäftigt sein, dass mir wohl kaum die Zeit bleibt vorlesbare Texte selbst aus dem Blog zu suchen. Dürfte ich also Sie, lieber treuer Leser, vielleicht um Vorschläge bitten was man dem Berliner Volke so vorlesen könnte?

Gerne auch was von den älteren Sachen, die entstanden als das Schreiben noch keine Zwangsneurose war. Gerne was lustiges! Wie schön wäre es wenn die Leute mehr über die Texte als über meine Versprecher lachen würden. Und wenn Sie schon dabei sind versuchen sich bitte etwas zu finden was nicht zu lang ist. Ja, ich weiss das ist hier nicht immer ganz einfach, aber ich lese sehr seeehr langsam und wiederhole mich oft weil ich ja noch Anfänger bin.

Ach, und dann habe ich noch eine zweite Bitte. Sie können sich sicherlich denken, was für ein peinlicher Abend das für mich werden wird wenn ich dort schlechte Texte schlecht vorlese. Daher bitte ich Sie, bleiben Sie am 25.01.2010 zu Hause! Kommen Sie nicht nach Berlin und gehen Sie dort nicht um 20:00 Uhr ins Soupanova und sichern Sie sich auf keinen Fall gute Sitzplätze im Vorverkauf. Wenn Sie mir diese Bitte erfüllen tun Sie sich automatisch selbst einen Gefallen und könnten vielleicht am Ende sogar einen schönen Abend (ohne mich) erleben. Okay, Ihnen entgehen dann auch die bezaubernde Tina Pickhardt (@pickihh) aus Hamburg, der sagenhafte Deef Pirmasens (@deef) aus München und die Legende Matthias Sachau (@matthiassachau) höchstselbst (welche meine Blamage hoffentlich schnell wieder vergessen machen), die alle neben mir dort lesen werden (vielleicht ja gleichzeitig, damit man nichts versteht), aber das Risiko müssen Sie halt eingehen.

Also nochmal in Kurzform für alle, die schnell ans Ende von dem Text hier gescrollt haben:
1. Vorschlag machen was ich in Berlin lesen soll
2. nicht nach Berlin kommen wenn ich es dann vorlese

P.S.: Tip: wenn Sie nicht wissen was Sie vorschlagen könnten weil Sie vielleicht noch nicht so lange mitlesen, so besteht für Sie immer noch die Möglichkeit den Pottcast von Anfang an (Oktober 2007) nachzulesen. ;-)

04.01.10

Wie ich mal fast ein Pornostar geworden wäre

Das Blöde wenn man nichts mehr schreibt - sei es aus Zeit- (vor Weihnachten) oder Lustmangel (nach Weihnachten) - ist, dass man zwangsläufig Leser verliert. Ich habe jetzt zwar meine Counter-Statistiken nicht geprüft, bin aber fast sicher das ich dort eh nur feststellen würde, daß Sie, lieber Leser, hier in letzter Zeit viel seltener vorbeigeschaut haben weil ich überarbeitete, faule Sau Ihnen kaum was zu Lesen hingeschrieben habe. Tja, und deshalb gibt's jetzt ein wenig Sex für die Quote. Ja, die Einschaltquote. Sex, damit Sie wieder einschalten. Das klappt immer.

Also, folgende Geschichte ist wahr. Ich weiss das weil ich sie selber selbst erlebt habe und sogar der Hauptdarsteller gewesen bin. Das ganze wurde mir nicht von irgendeiner obskuren Quelle berichtet, von der ich hinterher einfach nur behaupte sie sei total glaubwürdig. Nein, diesmal bin die Quelle ich selbst. Und wenn Sie mir nicht glauben können - wem dann?

Die Geschichte geht so: ich muss etwa um die 22 bis 23 Jahre alt gewesen sein, denn damals steckte ich noch in meiner Ausbildung zum Mediengestalter (digital/print). Dass ich heute was ganz anderes mache ist eine andere Geschichte. Aber die Tatsache das ich die Ausbildung zum Mediengestalter vor langer Zeit mal gemacht habe ist nicht ganz unwichtig. Denn aus irgendeinem komplizierten Grund musste ich damals zwei betriebsexterne, ausbildungsbegleitende, je dreimonatige Praktika machen. Ein Praktikum im Printbereich (welches ich bereits in einer Druckerei hinter mich gebracht hatte - mit dicken Heidelberg-Offsetdruckern und so) und ein Praktikum im digitalen Bereich, für welches ich mir nun eine Praktikumsstelle suchen musste.

Da digitaler Bereich ja so einiges bedeuten kann hab ich mir dann aus den verschiedensten digitalen Tätigkeitsfeldern Adressen in meiner Umgebung hergegoogelt und auf blöd einfach überall mal eMails im Sinne von "Hey, ich kann alles und mache alles und möchte drei Monate für umsonst bei Ihnen arbeiten!" hingeschickt. Die meisten Adressen waren dabei von irgendwelchen Webdesign-Läden, von denen es damals echt verdammt viele gab, weshalb auch kurze Zeit später viele von denen wieder pleite waren. Aber egal, damals gab's solche Firmen wie Sand am Meer und ich bekam auch jede Menge Antworten und Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Unter diesen Antworten war auch eine Rückmeldung, die ein wenig... äh... anders war als die anderen. Leider ist das sooo lange her das ich die Originalmail nicht mehr gespeichert habe aber der Wortlaut war in etwa so:


"Hallo Maak,

Du hattest uns kürzlich eine eMail an die Adresse info@unserinterwebladen.de (Adresse geändert) geschickt, in welcher Du gefragt hast, ob Du bei UnserInterWebLaden (Name von mir ausgedacht) ein Praktikum machen könntest. Die eMail-Adresse hattest du wohl auf der Internetseite www.unserinterwebladen.de gefunden.

Nun müssen wir Dir leider mitteilen, dass die Internetseite von UnserInterWebLaden längst veraltet ist und nicht mehr gepflegt wird und es UnserInterWebLaden nicht mehr gibt da wir mit Webdesign keine Gewinne mehr erwirtschaften konnten.

Daher haben wir unser Tätigkeitsfeld nun ins Adult-Business verschoben und freuen uns Dir mitteilen zu können dort zu den führenden deutschen Anbietern auf dem Markt zu gehören. Nicht nur das wir viele kostenpflichtige Adult-Internetseiten wie z.b. LinkZuPornoSeite oder LinkZuAndererPornoseite betreiben - nein, wir produzieren auch unseren eigenen Content, welchen wir dann an Betreiber anderer Adult-Angebote verkaufen.

Solltest Du dennoch weiterhin Interesse an einem Praktikum bei uns haben, so würden wir Dir sehr gerne die Möglichkeit dazu bieten. Deine Aufgabe bestünde dann hauptsächlich in der Erstellung von Webseiten im Adult-Bereich.

Wir würden uns freuen nochmal von Dir zu hören!

MfG
Die PornoFirma (Name von mir ausgedacht)"



Aha. Ich sollte also Pornoseiten machen. Wahrscheinlich gleich im Büro neben dem Raum mit den fickenden Menschen - denn dort wird der Content ja noch selbst produziert. Natürlich geht da sofort das Kopfkino los was denn wohl passieren würde wenn mal einer der Darsteller ausfällt. Ist doch klar, dass die dann sofort den Praktikanten geholt hätten weil der ja in seiner Bewerbung geschrieben hat er kann und macht alles und weil jede Sekunde wo die keinen Schwanz in Aktion ablichten teuer Geld kostet in der Adult-Content-Produktion. Und dann hätten die gesehen wie toll ich Sex machen kann und mir ganz klar sofort eine Festanstellung gegeben und ich hätte ein Leben voller Koks und Nutten gehabt. Ein Traum!

Ich bin dann natürlich sofort zu meinem Ausbilder gerannt und hab dem gesagt "Da will ich Praktikum machen. Da, schau mal die Internetseite mit den nackten Frauen mit den dicken Titten. Darf ich? Darf ich?!?" Aber mein Ausbilder meinte das wäre keine so gute Idee weil wenn man einmal auf dieser Schiene landet kommt man da nur ganz schwer wieder weg. Ausserdem mache sich das nicht unbedingt so gut im Lebenslauf wenn da steht Praktikum im Porno gemacht. Also hab ich den netten Pornoleuten abgesagt und mein Praktikum in einer "sauberen" Internetklitsche gemacht.

Und so bin ich dann doch kein Pornostar geworden. Sonst würden sie mich sicherlich jetzt von anderen Webseiten als dieser hier kennen. Und Schuld ist nur mein damaliger Ausbilder, die Sau! Der war bestimmt nur neidisch weil ihm nicht dieser tolle Job angeboten wurde...

24.12.09

Ja dann mal...

...frohe Festtage, dicke Geschenke und einen guten Rutsch in neue Jahr. Dann wird's hier auch hoffentlich wieder häufiger mal was zu lesen geben.

Und jetzt alle zusammen:

"Happy Birthday toooooo youuuuuuu!
Happy Birthday tooooooo youuuuuuu!
Happy Birthday lie-hi-ber Jeeesus!
Happy Birthday. Tooooo. Youuuuuu."

20.12.09

Sie

...ja, genau Sie! Klicken Sie mal kurz hier.

08.12.09

Ich will

Nein, ehrlich, ich würde GERNE mal wieder was bloggen und es gäbe sogar einiges zu erzählen (und ich hoffe ich vergesse das alles nicht bis ich wieder zum Bloggen komme), aber ich finde einfach dieser Tage nicht die Zeit dazu. Ich will Sie jetzt auch nicht langweilen mit Gejammer über die viele Arbeit, die mir momentan die Blogzeit raubt. Aber so unspektakulär das auch klingt: das ist der Grund.

Was ich Ihnen aber auf jeden Fall eben mitteilen muss, was Sie uuunbedingt wissen sollten und auf gar keinen Fall verpassen... oh, ich muss weiterarbeiten.

22.09.09

Gar nicht wahr!

"Lügner!"
"Wer?"
"Na du!"
"ICH?!?"
"Ja aber sowas von!"
"Wieso?"
"Ich hab deinen Blog gelesen."
"Und?"
"Und was du gestern geschrieben hast ist gar nicht wahr!"
"Doch."
"Nein!"
"Doch."
"Nei-en! Das ist gar nicht so passiert. Alles nur erfunden!"
"Ach Quatsch. Alles wahr!"
"Nein, Blödmann!"
"Aber alles was ich schreibe ist wahr."
"Ahahahahahah! Das glaubste ja wohl selbst nicht."
"Doch."
"Etwa auch die Geschichte mit den hustenden Koalabären?"
"Ja klar."
"Und die Geschichte mit dem Fußnägelkauen?"
"Aber selbstverständlich!"
"Und die Sache mit dem Nasebohren?"
"Die ist sogar ganz besonders wahr. Noch viel wahrer als die anderen!"
"Ich glaub dir kein Wort."
"Wieso nicht?"
"Weil du lügst!"
"Aber die ganzen Sachen hast du doch im Internet gelesen, oder?"
"Ja, schon... wieso?"
"Meinst du denn im Internet würde NICHT die Wahrheit stehen?"
"Mhhhh... hast Recht. Das Internet lügt nie."
"Siehste!"
"Tschuldigung das ich dich einen Lügner genannt habe."
"Ach, kein Problem."

09.09.09

09.09.09

Viele schreiben was über das Datum und da wollte ich den Trend nicht verpassen.

31.08.09

Söldnerseele

So. Nachdem ich mich erfolgreich drei Wochen lang vor der Welt verstecken konnte bin ich nun wieder da. Und eigentlich wollte ich ja gleich mit ner lustigen Geschichte loslegen, aber das wird heut leider noch nix. Im Büro haben sie nämlich auch gemerkt dass ich wieder da bin und mich vor Freude gleich mal in ein größeres Büro mit größerem Schreibtisch und noch größeren Aufgaben versetzt.

Während ich nämlich drei Wochen lang am Urlauben war hat sich der Rest der Welt anscheinend trotzdem weiter gedreht. Und nun hat sich so viel Zeug angesammelt, dass der alte Schreibtisch einfach zu klein war um mir das alles da drauf zu knallen. Naja und weil sich das alles so entwickelt hat muss ich jetzt erstmal was tun wofür ich bezahlt werde bevor ich Ihnen etwas schreiben kann wofür mich niemand bezahlt. Wie lang Sie sich noch gedulden müssen kann ich Ihnen leider nicht verraten. Vielleicht geht's hier morgen schon weiter, vielleicht übermorgen, vielleicht erst Ende der Woche.

Sollten Sie, lieber Leser, allerdings auf die wahnwitzige Idee kommen mich für die Bloggerei großzügig bezahlen zu wollen, so könnte ich eventuell meine Prioritäten ändern. ;-)

11.08.09

Lost

Falls Sie sich seit Tagen fragen warum ich nichts mehr schreibe, nichts mehr von mir hören lasse, seltenst twittere und kaum noch bei Ihnen lese und Sie sich Sorgen machen, sich fragen ob es mir gut geht, ob ich noch lebe und Sie deshalb schon eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben haben und selbst den ganzen Tag durch die Gegend fahren und laut "Maak" rufend nach mir suchen - ja sogar einen Detektiv auf mich angesetzt haben, so sei Ihnen gesagt: ich mache nur Urlaub.

Zwar habe ich hier Internet und erlebe hier die schrägsten Geschichten, aber irgendwie lockt mich eine Hängematte in der spanischen Sonne mehr an als der Laptop und so habe ich mich für ein paar Wochen ins Sommerloch verzogen. Das muss nicht heißen das ich nicht vielleicht doch irgendwann was schreibe wenn es mir in den Fingern juckt oder doch bei Ihnen vorbeisurfe wenn mich die Sehnsucht nach den wunderbaren Texten meiner Mitblogger überkommt, aber verlassen Sie sich nicht drauf. Spätestens Anfang September gehts hier aber gewohnt weiter mit ehrlich ungelogenen Berichten und immer wahren Geschichten.

So verabschiede ich mich vorerst mit einem: bis dann - oder vielleicht auch eher.

27.07.09

Hoppla!

Am Wochenende wurde hier der 40.000-Besucher-Jackpot geknackt. Danke Leute. Weitermachen!