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14.06.10

Dann spiel ich halt mit mir selbst...!

Urlaub - und ich habe nichts besseres zu tun als mit meinen beiden dämlichen Klonen Playstation 3 zu zocken...


(Inspiration kam von hier. Link gefunden da.)

10.03.10

Tiefstpreisgarantie my ass!

"Entschuldigen Sie bitte", sage ich zu dem pummeligen, vollbärtigen MediaMarkt-Angestellten in der Computerspieleabteilung. Vermutlich habe ich ihn damit aus einem wunderschönen Tagtraum geweckt. Er braucht eine Sekunde um sich bewußt zu werden wo und wer er ist. Dann fragt er freundlich: "Ja, was kann ich für sie tun?"

"Okay, es ist so", beginne ich meine einstudierte Rede, "In dieser Hand halte ich das Spiel Final Fantasy XIII für die Playstation 3...", ich halte es im vor die Nase, "...und in dieser Hand halte ich das dazugehörige Lösungsbuch*." Auch das zeige ich ihm. "Das Spiel kostet hier im MediaMarkt 69,90 Euro, das Buch 19,99 Euro. Das sind zusammen ca. 90 Euro" Er nickt. "Ich bin im Begriff beides jetzt und sofort zur Kasse zu schleppen und zu kaufen..." Er nickt wieder und lächelt zufrieden. "...aaaber oh nein!", sag ich, "bei Amazon kostet das Spiel ja nur 58,45 Euro." Während ich das sage halte ich ihm mein iPhone vor die Nase auf dem die Amazon-Seite mit dem Artikel geöffnet ist. "Das ist ja viel billiger!" Jetzt lächelt er nicht mehr.

"Kann man da nicht was machen?", frag ich, "Oder muss ich jetzt tatsächlich Ware für neunzig Euro hier im Laden lassen weil ich es woanders für zehn Euro weniger bekomme?" Der Typ denkt gar nicht nach und sagt mir seine einprogrammierte Antwort. "Naja", erklärt er, "normalerweise haben wir ja Tiefstpreisgarantie..." Ich lächle. "...aaaber die gilt nicht für Online-Preise." Ich lächle nicht mehr. "Wenn sie das Spiel also in nem anderen Laden wie Saturn oder Kaufhof** billiger finden, dann gehen wir den Preis mit. Aber nicht bei Online-Preisen. Da können wir nicht mithalten."

Natürlich lass ich mich nicht so schnell verscheuchen. "Hören Sie", sag ich, "hier ist doch geraden eine Aktion am laufen von wegen: Kauf was für fünfhundert Euro und wir schenken dir was für hundert Euro dazu." Er nickt. "Ja das stimmt.", sagt er. "Sie verschenken also lieber an andere Leute Ware im Wert von hundert Euro, als für mich zehn Euro vom Preis runter zu gehen damit ich überhaupt etwas kaufe?" Er nickt zögerlich. "Äh... ja... äh... das stimmt."

"Okay", sag ich und starte einen letzten Versuch. "Letzte Chance! Entweder Spiel und Buch zusammen für achtzig Euro oooder nichts für null Euro. Denken Sie nach! Achtzig Euro! Haben oder nicht haben?" Jetzt ist er unsicher und grübelt ersthaft drüber nach. Aber wie ein braver Soldat gehorcht er seinen Befehlen von oben. "Das kann ich nicht machen", sagt er beschämt, "wir haben hier Anweisungen..."

"Kein Problem", sage ich und lächle ihm freundlich zu. "Ich bin mir sicher sie haben alles getan was sie konnten. Danke." Dann lege ich demonstrativ vor seiner Nase Buch und Spiel zurück ins Regal, wünsche ihm fröhlich einen schönen Tag und gehe zum Ausgang.

Noch bevor ich aus dem MediaMarkt raus bin habe ich das Spiel plus Buch mit dem iPhone bei Amazon bestellt - für unter achtzig Euro! "Das war spaßig", denke ich so für mich. "Ich glaube das mache ich jetzt öfter..."



* Final Fantasy Games kaufe ich grundsätzlich mit Lösungsbuch. Nicht weil ich es ohne Lösung nicht packen würde, aber da sind Secrets in den Spielen auf die kein normaler gescheiter Mensch ohne das Buch von alleine kommt. Und ständig googlen ist mir zu blöd.

** MediaMarkt, Saturn, Kaufhof... Moment mal! Gehören die nicht ALLE zum selben Konzern?!? Seltsam...

26.02.10

Das Vorspiel vor dem Vorspiel

"Wie kriege ich eine Frau ins Bett?"

...anscheinend indem Sie einfach danach googlen, denn die meisten meiner Besucher - vielleicht ja sogar Sie selbst, lieber Leser - landeten nach Eingabe genau dieser Suchanfrage hier im pottCast. Und zu Recht! Denn da sind sie ja bei mir auch genau richtig - ich bin nämlich Experte was dieses Thema betrifft.

Ein paar Tips für Anfänger hatte ich zwar an anderer Stelle schon mal gegeben, aber da das aufgrund der vielen Suchanfragen ein recht beliebtes Thema zu sein scheint bin ich gerne bereit Ihnen noch ein paar Goldstücke aus dem Schatze meiner unendlichen Weisheit zu spendieren.

Manchmal (das ist abhängig von der Frau mit der Sie schlafen wollen) ist es erforderlich erst das Vertrauen der Dame zu gewinnen bevor Sie die Lady fragen sollten ob sie vielleicht gerne mit Ihnen Sex machen möchte. Sie müssen die Frau dazu bringen das Sie von sich aus mit Ihnen schlafen will. Quasi ein Vorspiel vor dem Vorspiel. Da Frauen sehr kleine Gehirne haben ist das zum Glück sehr einfach.

Anders als Männer mögen Frauen am meisten auf der Welt sich selbst. Um also bei einer Frau den Wunsch zu wecken mit ihnen zu schlafen müssen Sie ihr einfach nur zeigen das Sie genau so sind wie die Dame. Sprechen Sie einfach die Frau Ihrer Begierde an und suchen Sie nach Gemeinsamkeiten mit ihr. Wenn die Frau feststellt das Sie ihr sehr ähnlich sind wird sie sich sofort in sich selbst verlieben - und damit auch in Sie - und so schnell unterbewusst den Wunsch hegen augenblicklich mit Ihnen Sex zu machen! Als Vorlage für ein solches Gespräch werde ich Ihnen einen von tausenden typischen Dialogen aus meinen alten Tagen zitieren:

"Guten Tag."
"Hallo."
"Schönes Wetter was?"
"Find ich nicht."
"Mögen Sie Pferde?"
"Nein."
"Katzen?"
"Nein."
"Kennen Sie die Metzgerei Müller in Wattenscheid? Finden Sie nicht auch die haben die beste Wurst der Welt?"
"Ich bin Vegetarier."
"Wissen Sie wen ich voll gut finde? Jesus!"
"Ich hasse Religion."
"Ich wette Ihre Lieblingsfarbe ist rot."
"Nein."
"Grün?"
"Nein."
"Blau?"
"Nein."
"Orange?"
"Nein."
"Lila?"
"Meinen Sie 'lila' oder 'violett'?"
"Lila."
"Nein."
"Und violett?"
"Nein, auch nicht."
"Gelb?"
"Nein."
"Cyan?"
"Nein."
"Magenta?"
"Nein."
"Was ist denn Ihre Lieblingsfarbe?"
"Mausgrau."
"Na so ein Zufall - meine auch!!!"


Sehen Sie wie ich geschickt durch meine clevere Gesprächsführung eine Gemeinsamkeit herausgestellt habe. Die Frau denkt jetzt - von sich aus - weil meine Lieblingsfarbe (angeblich) auch Mausgrau ist, daß ich genau so sei wie Sie und möchte nun ganz klar gerne mit mir hemmungslose Liebe machen. Eigentlich ein sehr simpler Trick - der allerdings immer klappt!

Nachdem der Frau nun also von Ihnen mit meinen schlauen psychologischen Tricks der Wunsch nach Beischlaf suggeriert wurde kann jetzt nichts mehr schief gehen und Sie können Phase zwei starten. Fragen Sie die Frau einfach: "Würden Sie vielleicht jetzt gerne mit mir Sex machen?", und Sie werden garantiert die richtige Antwort bekommen. Und falls die Dame nicht sofort "Ja" sagt, lesen Sie einfach HIER weiter. Da gibt es dann weitere Hinweise.

Ich freue mich wenn ich wieder mal ein paar Hilflosen helfen konnte.

12.02.10

Gehirne waschen

In Zeiten der Finanzkrise reicht ein Job ja gar nicht mehr aus. Deswegen habe ich mir einen Nebenjob gesucht. Bin auch schnell fündig geworden. Ich rekrutiere missioniere jetzt Leute für Scientology und verkaufe ausserdem diese tollen E-Meter-Geräte. Die sind zwar total nutzlos, dafür aber teuer! Wollen Sie eins?

Naja, jedenfalls wenn man diesen Job macht, dann muss man psychologisch voll auf der Höhe sein. Man kann nicht einfach sagen: "Hey Leute, kommt alle zu Scientology!" So geht das nicht. Man bekommt ein Training wo einem ganz genau erklärt wird wie man quasi eine fünf-Minuten-Gehirnwäsche in der Fußgängerzone abziehen kann. Und so und nicht anders hat man dann die Leute auch anzusprechen. Scientology-Style. Leider klappt das im Ruhrpott nicht immer ganz so einfach. Ständig werde ich falsch verstanden...

"Wussten sie das sie nur dreissig Prozent ihres Gehirnes nutzen?"
"Wat?"
"Sie nutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirns. Wussten sie das?"
"Willste damit sagen das ich blöd bin oder wat?"
"Nein, äh... sie äh... könnten nur so viel mehr... äh..."
"Pass auf Junge, ich hau dir gleich mal dreissig Prozent inne Fresse."
"Äh, Moment, nein, so war das nicht gemeint. Die meisten Leute benutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirnes, aber wir..."
"Die meisten Leute? Ey, Jungs, der Typ hier sagt ich bin doof und ihr alle auch!"
"Wat sacht der?"
"Nein, nein, alles was ich sage ist, sie nutzen nur dreissig Prozent ihres Gehirns! Dabei könnten sie..."
"Jetz reicht's Freundchen. Ich hab dich gewarnt..."


Und dann werde ich für gewöhnlich verdroschen. Irgendwas haben die Leute hier im Ruhrpott an sich was sie resistent gegen die Scientology-Bauernfänger-Methoden macht.

Morgen kündige ich wieder.

21.09.09

Auf den Hund gekommen

Also, das war so: Bekannte von uns hatten einen Hund - einen Labrador. (Genau so einer läuft auch bei Lost auf der Insel rum - zumindest in den ersten Staffeln. Später nicht mehr so oft.) Und dieser Labrador war jedenfalls schon sehr alt und hatte ein glückliches und erfülltes Hundeleben und zeigte nun Schwächeerscheinungen und wurde krank. Also sind sie mit dem Hund zum Tierarzt und der hat gesagt man könne ihn sofort einschläfern oder sie könnten ihn wieder mit nach Hause nehmen wo er dann im Kreise der Familie sterben kann. Auf jeden Fall würde der Hund nicht mehr länger als fünf bis sechs Tage lang machen - so der Arzt.

Naja. Unsere Bekannten entschieden sich dafür den Hund nicht sofort einzuschläfern und nochmal mit nach Hause zu nehmen damit sich die Kinder von ihm verabschieden könnten. Also Hund ins Auto gepackt und ab nach Hause.

Unterwegs kam ihnen dann die gute Idee einen Fernseher zu kaufen - Sie wissen schon so eine große, flache, moderne Kiste mit HD und Zeug, wie sie jetzt alle haben. Mit der neuen Anschaffung, so der Plan, würde man die Kinder (und sich selbst) vom traurigen Ereignis des bevorstehenden Hundetodes ablenken. Also sind sie dann doch nicht direkt nach Hause, sondern eben vom Tierarzt aus nach MediaMarkt gefahren.

Dort angekommen haben sie den Hund an der Leine mit in den Laden genommen damit der nicht allein im Auto hocken muss (wo tierisch die Sonne drauf geballert hat - das ganze ist schon ein paar Wochen her als es noch richtig warm war). Und jetzt kommts: noch bevor sie in der Fernseh-Abteilung ankommen verstirbt der Hund - mitten im MediaMarkt! Natürlich sind alle geschockt, am meisten aber die anderen Kunden und die Verkäufer. Nun ist so ein Labrador ja nicht gerade klein. Die werden so richtig groß und wiegen - keine Ahnung - bestimmt an die fünfzig Kilo. Wie kriegt man also jetzt den toten Riesenhund möglichst unauffällig aus dem MediaMarkt. An der Leine rausschleifen war irgendwie keine Option.

Zum Glück kam schnell ein freundlicher MediaMarkt-Mitarbeiter mit einem leeren Karton von einem im Laden ausgestellten Flachfernseher an. Der hatte genau die richtige Größe. Also wurde der Hund in den Karton gepackt und unauffällig aus dem Laden getragen. Den Karton mit Hund haben unsere Bekannten dann draußen in den Kofferaum gepackt. Dann sind sie wieder rein in den MediaMarkt, denn einen Fernseher hatten sie ja noch gar nicht gekauft.

Mit Aussuchen des Geräts und Beratung und Verkaufsgespräch und allem Pipapo waren unsere Bekannten dann bestimmt nochmal ca. eine Stunde im Laden. Dann hatten sie aber ihr Wunschgerät und spazierten mit der Rechnung zum Auto um zur Warenausgabe (für große Geräte) zu fahren. Und dann der Schock: das Auto war aufgebrochen! Und nicht nur das. Der tote Hund wurde geklaut!

Die Diebe müssen wohl gesehen haben das da ein Karton vom neuesten Super-TV-Gerät unbeaufsichtigt im Auto stand. Und als die den Karton dann aus der aufgebrochenen Karre gehoben haben und dieser Karton wegen dem drinliegenden Hund auch noch das passende Gewicht hatte, haben die natürlich Gedacht da wäre tatsächlich der Fernseher zur Verpackung drin.

Wie gerne hätte ich erlebt was für'n Gesicht diese Ganoven wohl gemacht haben als sie zu Hause die Kiste öffneten. :-D

True story. Ohne Scheiß!

21.05.09

Jetzt kann ich es Ihnen ja sagen

Vermutlich wissen Sie es (noch) nicht, aber Sie - ja genau Sie! - waren in den letzen Tagen (m)ein Versuchskaninchen, (m)eine Laborratte, (m)ein Forschungsobjekt. Und Sie haben es nicht einmal bemerkt. Muharharharhar! (Stellen Sie sich bitte vor wie in diesem Moment die Blitze um mich herum zucken während ich wie wahnsinnig lache.)

In einem waghalsigen Experiment versuchte ich festzustellen, ob die Abwesenheit neuer Inhalte einen Einfluss auf die Besucherzahlen (m)eines Blogs hat. Die nicht vorhandenen Inhalte habe ich selbst erstellt aber die Besucherzahlen mussten Sie generieren. Unbewusst. Hätte ich Ihnen vorher Bescheid gesagt, so hätte es falsche Ergebnisse gegeben.

Nun, da das Experiment vorbei ist und die Ergebnisse ausgewertet wurden, ist bewiesen: es gibt einen Zusammenhang! Die Gleichung lautet in etwa:

Je weniger neue Inhalte, desto mehr Besucher.

Interessanterweise scheint das aber nur hier beim pottCast so zu sein, denn weitere Versuche mit der Kontrollgruppe haben ergeben, dass diese Formel im Falle von talentierten Bloggern (also nicht ich) am Ende mal minus eins genommen werden muss und so die Gleichung für die meisten anderen Blogs lauten muss:

Je weniger neue Inhalte, desto weniger Besucher.

Natürlich wurde versucht festzustellen warum gerade beim pottCast mehr Leser vorbeischauen wenn nichts geschrieben wird. Eine Umfrage zu dem Thema hat ergeben, das 82% aller pottCast-Kenner den Authoren für so talentfrei halten, dass Sie es als angenehmer empfinden wenn sie "nicht noch mehr von dem Scheiss" lesen müssen. (Ja, genau das war der Wortlaut. Echt!) 29% dagegen hassen mich einfach nur so (und zwar so doll, dass wenn Sie mal nachrechnen zusammen sogar über 100% dabei rauskommen - beängstigend!).

Doch warum dieses Experiment? Die Antwort liegt auf der Hand. Mein Selbstwertgefühl ist abhängig von der Menge der Besucher, die ich täglich habe. Jeden Abend prüfe ich nervös die Counter-Statistiken. Habe ich an einem Tag viele Besucher, so wird vor Freude entweder eine Flasche Wein getrunken oder onaniert (je nach Laune). Für den Fall, dass irgendwann mal kein Leser vorbeischaut liegt immer ein blank polierter und geladener Revolver neben dem Rechner bereit. Bisher hatte ich immer Glück und irgendjemand hat sich erbarmt beim pottCast reinzuschauen, sodass es mir erspart bin den Revolver zu benutzen. Danke dafür.

Während ich dies schreibe begreife ich übrigens warum mein Psychiater mich einen sexsüchtigen suiziden Alkoholiker nennt. Vielleicht scherzt er doch nicht. Ich glaube das könnte ein Durchbruch sein!

Naja, jedenfalls hab ich mir gedacht, dass ich mich ja eigentlich bei der ganzen Besucherstatistik nur über ein paar Zahlen freue und je größer die sind, umso besser geht es mir. Da kam mir die Idee nach einem Un-Counter, der alle Leute zählt die täglich meinen Blog nicht besuchen. Dabei kommen riesige Zahlen heraus - das ist für die Laune wie Heroin! Momentan habe ich noch Probleme mit der Darstellung solch großer Zahlen. Sie sind so riesig, dass sie nicht auf den Monitor passen - trotz FullHD! Aber ich bin sicher die Industrie arbeitet an besseren Geräten und es ist nur eine Frage der Zeit bis ich den Un-Counter in den Blog einbauen kann.

Bis auf weiteres behalte ich mir vor Sie auch weiterhin ohne Ihr Wissen für meine unethischen Experimente zu missbrauchen und bedanke mich schon mal im Vorraus für Ihre rege Teilnahme.

13.05.09

Worst Episode ever?

Achtung massive Spoiler! Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Eigentlich ist der neue Star Trek Film für sich allein gesehen ja ne unterhaltsame Sache. Da ist immer was los und viel Bummbumm und Popcornkino und alles. Jaja. Trotzdem hätte der Herr Abrams den armen Herrn Roddenberry nicht so vergewaltigen müssen.

Der Herr Abrams hat sich nämlich gedacht er macht mal eben sechs Science-Fiction-Fernsehserien mit insgesamt 726 Episoden, sowie zehn andere Kinofilme, zahlreiche Romane, Computerspiele und andere Werke ungültig, indem er mit lustigen Zeitreisefaxen an den Anfang des ganzen Epos springt und sagt: "So, hier ändern wir mal was, das alles Bekannte, das eigentlich folgen würde, nie passieren lässt, somit völlig entwertet und in die Mülltonne kloppt."

Zeitreisen sind in Star Trek keine Seltenheit. So ziemlich jede Crew des Franchise hat irgendwann mal eine erlebt - aktiv oder passiv - und immer ging am Ende alles gut. Da nun aber direkt in die Entstehung von Kirk und Konsorten eingegriffen wird, ist alles, aber auch wirklich ALLES was Millionen von Trekkies Trekkers seit über vierzig Jahren begeistert hat, mit einem Schlag nichtig.

Zum Beispiel wird (fast nebenbei) der Planet Vulkan zerstört - man müsste eigentlich mal stoppen ob nicht sogar Alderaan in Star Wars Episode IV länger gehalten hat - und Spock's Mom (gespielt von der dafür viel zu Jungen Winona Rider) geht dabei hopps. Oh, traurig. Aber in seit über vierzig Jahren bekannter Star Trek Geschichte, die nun neu geschrieben werden muss (sehr clever Herr Abrams) war das alles nie passiert. Also Bekanntes bitte vergessen und das neue Alte akzeptieren.

Ach ja, und dann hat der alte Spock, also der Leonard Nimoy (ja auch er ist dabei), der aus der Zukunft angeflogen kommt, den ganzen jungen Enterprise-Deppen verraten wie man - was eigentlich erst noch erfunden werden muss - Leute auf Schiffe beamen kann die mit Warpgeschwindigkeit unterwegs sind. Dabei war das doch in der Serie ständig das Problem weshalb die irgendwo unter schlimmsten Beschuss hocken bleiben mussten, weil irgendein Depp auf irgendeinem Planeten mit irgendeinem Scheiss nicht schnell genug fertig wurde. Überhaupt werden sich jetzt bestimmt die Physik-Genie-Geeks jahrelang Theorien ausdenken wie das ganze überhaupt möglich ist. Ach und Schilde hochfahren wärend man noch mit Warp fliegt geht jetzt auch. War mir neu.

Und dann rote Materie. Rote Materie!!!

Ach, und Uhura, die den halben Film ihren Vornamen nicht verraten will, ist plötzlich voll pornospitz auf Spocki und steckt dem mehrmals die Zunge in den Hals. Okay, unerwartet, aber... äh... naja. Muss nicht sein. Immerhin in Unterwäsche kann man sie ertragen.

Okay, immerhin haben sie sich bemüht jeden mal zu Wort kommen zu lassen, was besonders bei Scotty nicht gelingt weil der erst viel zu spät im Film auftaucht. Immerhin geben alle das von sich, was man von ihnen erwartet - ausser Pille. Kein: "He's dead, Jim." Traurig dabei: den ganzen Film wartet man auf DEN oneliner von Spock "Faszinierend." und dann lässt er den total unspektakulär raus als er sich auf nen dreieckigen Pilotensitz hockt und feststellt, dass es sich dabei um einen Drehstuhl handelt. Doh!

Gut ist es jedenfalls zu wissen, dass es Nokia bis ins 23ste Jahrhundert geschafft hat. So schlimm kann also die Wirtschaftskrise nicht sein. Alles wird gut.

Die schlimmen Vergangenheitsveränderungen - aka Planetenzerstörung etc. - sind natürlich viel gravierender als in prähistorischer Vorzeit eine Mücke zu killen - was man, wie Zeitreisende wissen, ja auch nicht machen darf. Bleibt nur zu hoffen, dass es aufgrund dieser Eingriffe die Geschichte dermaßen verändert wird, dass es niemals in ferner Zukunft zum Bau des Raumschiff Voyager mit der Frau am Steuer kommen wird und/oder niemals ein Geschöpf namens Neelix (mein absoluter Hass-Charakter!) das Licht seiner Welt erblickt. Das wäre mein einziger Trost.

Cool wäre natürlich ein alternatives Ende auf der BluRay/DVD von dem Film, wo plötzlich Q erscheint und den ganzen Film rückgängig macht und sagt: "War nur'n Scherz." Wäre auf jeden Fall das bessere Ende gewesen.

12.05.09

Über sieben Brücken musst du geh'n...

...aber diese Brücken müssen erst noch gebaut werden. Und da kommt der Herr Maak ins Spiel. Der Herr Maak (also ich in der dritten Person) ist nämlich in einem ganz tollen Bauingenieurbüro in der Konstruktion tätig. Und weil der Herr Maak demnächst jede Menge Brücken entwerfen soll, aber noch niemals nie eine Brücke entworfen hat, hat der Chef vom Herrn Maak gesagt es sei nun aber höchste Zeit mal etwas über Brückenbau zu lernen. Und dann hat der Chef dem Herrn Maak noch ein paar schlaue Bücher zu dem Thema gegeben und nun ist der Herr Maak auch nach der Arbeit immer fleissig am lernen wie man so Brücken baut ohne das sie gleich wieder umkippen. Das ist übrigens mitunter einer der Gründe warum der Herr Maak in letzter Zeit nicht so häufig wie gewohnt bloggen konnte und auch demnächst können wird.

Der Herr Maak - manche behaupten er sei ein cleveres Kerlchen - dachte sich aber, dass die paar Bücher, die der Chef ihm zum lernen gegeben hat niemals reichen werden um totaler Vollexperte im Brückenbau zu werden und hat deshalb mal bei amazon nachgesehen ob es wohl noch mehr Bücher zu dem Thema gibt, die er sich kaufen könne um noch mehr zu lernen und noch weniger Zeit zu haben. Vielleicht ist der Herr Maak doch nicht so ganz clever.

Naja, jedenfalls stellte der Herr Maak bei der Online-Büchersuche fest, dass es sehr wohl einen großen Unterschied macht ob man "Brückenbau" oder "Brücken bauen" in der amazon-Suchleiste eingibt. Und das fand der Herr Maak dann lustig.

23.03.09

Langfristig denken

Ein vermutlich schlauer Mann sagte einst mal zu mir, wenn er vor fünfzig Jahren gewusst hätte wie die Welt heute aussieht, dann hätte er damals Parkhäuser in den Städten gebaut und wäre jetzt sehr, sehr, sehr reich. Schliesslich braucht man für's Betreiben eines Parkhauses ein Minimum an Personal, fährt aber ein Maximum an Gewinnen ein.

Doch früher gab es halt noch nicht so viele Autos und niemand hatte die Notwendigkeit von Parkhäusern erkannt. Heute sind die Städte so verbaut, dass kaum noch Platz für neue Parkhäuser ist. Und selbst wenn man den nötigen Platz finden würde, dann wäre ein Bau in der Innenstadt jetzt kaum bezahlbar - schon das Grundstück würde ein vielfaches von dem Kosten was es vor fünfzig Jahren gekostet hätte.

Trotzdem hat der Gedanke an diese Sache mich bis heute nicht losgelassen. Das ganze beschäftigt mich so sehr, dass ich vor kurzem beschlossen habe ins Immobiliengeschäft einzusteigen. Viele Leute denen ich davon erzählte sagten mir das wäre eine sehr dumme Idee. Wir stecken in einer Finanzkrise behaupten sie und besonders Immobiliensachen seien derzeit weltweit überhaupt nicht gut am laufen. Dort jetzt einzusteigen wäre verrückt.

Was diese Leute allerdings nicht wissen sind zwei Dinge: erstens soll man den Verrückten nicht sagen das sie verrückt sind (das ist wie Schlafwandler wecken - soll man ja auch nicht machen) und zweitens kann mir egal sein wie gerade weltweit die Immobiliengeschäfte laufen. Denn weltweit ist von gestern - ich bau auf dem Mond!

Im Internet habe ich entdeckt, dass man ein Tausend-Quadratmeter-Grundstück auf dem Mond für unschlagbar günstige 29.95 Euro bekommen kann. Natürlich war mir klar, dass ich schnell handeln müsste. Wenn erstmal andere Leute von diesem unglaublichen Angebot hören würden, wäre die gesamte Mondfläche ja ruckzuck verkauft. Also bin ich zur Bank und hab denen für einen dicken Kredit meine Seele verkauft und ein paar Hypotheken auf das Haus meiner Eltern aufgenommen (Sorry, Dad). Die ganze Summe habe ich dann in Mondgrundstücke investiert und darf mich nun zurecht Großgrundbesitzer auf dem Mond nennen.

Natürlich war das nur der halbe Plan und ich gebe zu, dass ich den Rest vielleicht nicht ganz durchdacht hatte. Denn immerhin gilt es jetzt Parkhäuser da oben auf dem Mond zu bauen um in spätestens fünfzig Jahren wenn dort hoffentlich Städte wachsen sehr, sehr, sehr reich zu werden. Und wenn auch Sie jetzt glauben ich sei wahnsinnig, möchte ich sie daran erinnern, dass die ersten Autos schon da oben rumfahren und momentan drei von denen für umsonst da parken obwohl ich eigentlich schon abkassieren könnte.


Doch um auf dem Mond die dringend notwendigen Parkhäuser zu bauen muss man erstmal da hinkommen. Doch wie? Weil ich keine Ahnung hatte habe ich - wie man das heute so macht - bei Wikipedia nachgesehen und herausgefunden: wenn man zum Mond will brauch man eine Rakete. Hätten Sie's gewusst?

Ein wenig Googelei später fand ich heraus das es da so einen Verein namens Nase NASA gibt, der wohl Raketen hat und hin und wieder zum Mond fliegt um dort Flaggen aufzustellen. Also hab ich denen mal ne Email geschrieben ob ich wohl mal eine von deren Raketen leihen könnte - nur so für ne Woche oder so. Die stellen sich allerdings quer und wollen auf gar keinen Fall ihre Raketen verleihen. Auch nicht nur kurz. Ich frage mich ob die meinen Nachbar kennen, der seit vier Jahren darauf wartet, dass ich ihm seinen Rasenmäher wiedergebe. Mir wurde von der NASA aber noch der Tip gegeben ich solle mal die Russen fragen. Für Geld würden die alles machen. Aber Geld hab ich ja keins mehr weil alles in meinen Mondgrundstücken steckt. Und ohne Mondparkhäuser kein Geld und ohne Rakete keine Mondparkhäuser. Ein Teufelskreis.

Aber ich bin ja kein kleiner Dummkopf. Mit nem wahnsinnig großen Teleskop habe ich nämlich festgestellt, dass die Autos auf dem Mond (siehe Bild oben) auf meiner Grundstücksfläche parken. Um also schon mal etwas Gewinn zu machen habe ich jetzt der NASA (denen die Autos gehören) angeboten, dass sie dort für fünfzehn Euro pro Auto pro Monat dort weiterparken dürfen. Bin gespannt wie die Antworten. Wenn die mir doof kommen lass ich die nämlich eiskalt abschleppen.

02.03.09

Kaffeefahrt

Am Wochenende rief mich Mike, ein alter Freund von dem ich seit Jahren nichts gehört hatte, an und Fragte ob ich nicht mit ihm eine Kaffeefahrt nach Dänemark machen wollte. Natürlich fragte ich Mike wie er denn auf so eine Idee komme und ob er nicht wüsste, dass man bei solchen Kaffeefahrten total abgezockt wird. Doch das wusste er wohl. Immerhin war er der Veranstalter.

Mike erklärte mir, dass Patrick, sein Partner im Kaffeefahrtengeschäft, überraschend krank geworden sei und er nun dringend Ersatz bräuchte. Der Job sei ganz einfach, sehr lukrativ und am Ende würden wir alle Gewinne der Verkaufsveranstaltung fifty-fifty teilen. Das ganze klang sehr vielversprechend. Eigentlich konnte ich dabei nur gewinnen. Selbst wenn wir nichts verkaufen würden hätte ich immerhin eine Tagesreise nach Dänemark gemacht - für Umsonst! Aber natürlich fragte ich Mike trotzdem erst mal was ich denn zu tun hätte bevor ich zusagte.

Mike erklärte mir genau wie so eine Kaffeefahrt funktioniert. Man lockt die Leute mit extrem billigen Tagesreisen ins nahe Ausland - Kaffee und Kuchen inklusive (daher der Name Kaffeefahrt). Wenn man ein zwei Reisebusse voller Teilnehmer (meist Rentner) hat steuert man einen abgelegenen Ort in der Nähe des Zeilortes an. Dort findet dann ganz überraschend eine Verkaufsveranstaltung statt, bei der den Rentnern der letzte Scheiss für total überzogene Preise angedreht wird. Natürlich muss niemand an dieser Verkaufsveranstaltung teilnehmen, da der Ort aber so abgelegen ist scheint es eine gute Idee dort wenigstens zuzuschauen bis es weiter geht. Tja und wer einmal da im Saal dabei ist, sagte Mike, der kauft garantiert irgendwas. Dafür würde er mit seiner grandiosen Verkaufs-Show schon sorgen. Und es sei unglaublich wie viel Geld man da an diesen ahnungslosen Deppen verdienen kann.

Okay, jetzt hatte Mike mich vollkommen überzeugt und wenn er die Rentner auch nur halb so gut davon überzeugen konnte seinen Kram zu kaufen würden wir sehr reich werden. Trotzdem wusste ich immer noch nicht was meine Aufgabe bei der Sache sein würde. Sollte ich etwa den Bus fahren? Natürlich nicht.

Mike erklärte mir, dass bei solchen Verkaufsveranstaltungen niemand der erste sein will der was kauft. Das hat mit Psychologie und Hemmungen und so zu tun. Sobald aber einer was gekauft hat trauen sich plötzlich alle und kaufen auch. Deswegen bräuchte man einen Initiator - ein Initiator ist jemand, der eigentlich heimlich zum Verkäufer gehört und nur so tut als wenn er ein Reisegast ist. Und wenn der Initiator dann während der Verkaufsveranstaltung merkt dass die Leute sich nicht trauen zu kaufen, dann kauft er was um das Eis zu brechen. Und das sollte ich machen: den Initiator.

Da mir schien, dass das alles Sinn machte und man ja wohl wirklich nicht von einem schweren Job sprechen konnte sagte ich also zu. Und so kam es dann, dass wir am Samstag nach Dänemarkt fuhren. Mike als Reiseleiter (und später als Verkäufer) und ich getarnt als Mitreisender (und später als getarnter Initiator) mitten unter den Senioren. Es war eine schöne Fahrt. Die Rentner waren eine lustige Truppe die immer wieder alte Schlager anstimmte. Die Stimmung war super und es gab tatsächlich Kaffee und lecker Kuchen.

Irgendwann stoppte dann der Bus und wir wurden in eine große Halle geführt. Dort waren jeden Menge Stühle wo wir Platz nahmen. Vorne in der Mitte stand ein Rednerpult, daneben lauter Kartons mit den Produkten, die Mike diesen ahnungslosen Deppen verkaufen würde. Und der legte auch gleich los.

Zuerst preiste Mike seine wundersamen Kissen mit magnetischen Heilkräften (für € 85,-) an. Obwohl es sich eigentlich um ganz normale Kissen handelte, in die lediglich ein Magnetstreifen geklebt wurde, machte Mike eine so verdammt gute Show, dass selbst ich am Ende fast an die Heilkräfte der Kissen geglaubt hätte. Doch genau wie Mike prophezeit hatte traute sich niemand eins zu kaufen. Also sprang ich begeistert auf und rief "Ich kaufe zwei!"

Wie es schien war ich aber nicht überzeugend genug, denn ausser mir kaufte niemand die magnetischen Heilkissen. So schlimm war das aber nicht. Ich würde mich einfach bei dem nächsten Produkt, den original chinesischen Anti-Rückenschmerz-Schuheinlagen (€ 40,-) mehr anstrengen. Leider wollte aber auch die niemand ausser mir kaufen. Überhaupt lief die Verkaufsveranstaltung gar nicht so wie sich das vorher angehört hatte. Irgendwie wollte niemand überhaupt etwas kaufen. Aber auch wirklich so gar nichts! Weder die Regenschirme mit UV-Beschichtung (€ 60,-), noch die Salbe gegen Morgenlatte (€ 50,-) wollten sich verkaufen lassen. Selbst die fleckenabweisenden Tischdecken (€ 40,-), die Energiesparbirnen für Autoscheinwerfer (€ 30,-), die Kaffeemaschinen mit Radio und Digitaluhr (€ 120,-) und sogar die Rheumadecken (€ 70,- und der unschlagbare Artikel der sich sonst eigentlich immer verkaufen lässt) sind wir nicht los geworden. Und das obwohl ich jedes mal als Initiator zugeschlagen habe! Am Ende mussten wir die Verkaufsveranstaltung abbrechen weil ich bereits zweitausend Euro ausgegeben und kein Geld mehr hatte um noch weitere Initialkäufe zu tätigen. Hätte ich doch nur etwas mehr mitgenommen! Ach, es war traurig.

Als wir abends wieder zurück waren fragte ich Mike ob ich was falsch gemacht hätte oder ob Patrick sonst irgendetwas anders machte. Aber Mike sagte ich hätte schon alles richtig gemacht und manchmal läuft es einfach schlecht. Da könne man nichts machen, das wäre aber nicht meine Schuld. Immerhin hatte Mike durch meine Initialkäufe zweitausend Euro eingenommen von denen er mir auch wie versprochen die Hälfte gab. Er schlug noch vor das irgendwann mal zu wiederholen. Vielleicht sei das nächste mal ja mehr Kohle für uns drin. Dann brauste er davon.

Naja. Ich starrte in meine Hand. Tausend Euro. Immerhin...

19.02.09

Hunderte kreischende Mädchen

*tuuut* *tuuut*
"Chef hier. Wer da?"
"Ja guten morgen Chef. Ich bin's der Herr Maak."
"Oh nein! Sie schon wieder? Womit wollen sie mir heute auf die Nerven gehen?"
"Ja... äh... ich... äh... ich kann heute nicht äh... zur Arbeit kommen."
"Was?!? Wieso nicht? Sind sie krank?"
"Ich... äh... nein."
"Dann kommen sie gefälligst her sonst sind sie gefeuert."
"Aber verstehen sie doch. Ich... äh... ich kann mein Haus nicht verlassen."
"Ich weiss ich werde bereuen gefragt zu haben, aber wieso können sie ihr Haus nicht verlassen?"
"Weil da... äh... da stehen hunderte kreischender Mädchen äh... vor meiner Haustür und äh... kreischen."
"Hunderte kreischende Mädchen? Was zum Geier haben sie diesmal wieder angestellt?"
"Ich äh... gar nichts."
"Und warum steht dann ne Horde kreischender Mädchen vor ihrer Tür und kreischt?"
"Wegen äh... wegen Brad Pitt."
"Brad Pitt?!?"
"Ja, Chef, Brad Pitt. Der hatte gestern nacht eine äh... Panne mit seinem öhm... Motorrad. Und dann äh... hat er bei uns geklingelt und äh... gefragt ob er mal öhm... telefonieren könnte. Ich glaub der wollte sich ein Taxi rufen. Und kurze Zeit später standen äh... hunderte kreischende Mädchen vor unserer Tür."
"Aha. Und? Haben sie ein Taxi für Herrn Pitt gerufen."
"Äh... nee, Chef. Das Problem ist wir haben kein superschnelles DSL-Internet von Alice, sondern äh... nur ne Verbindung über die Telefonleitung mit nem 14400 bit/s-Modem. Und jetzt warten wir seit öhm... zehn Stunden darauf, dass sich die Internetseite von den Gelben Seiten aufbaut damit wir äh... eine Taxinummer herausfinden können. Bisher hat nur der gelbe Hintergrund fertig geladen!"
"Das kann doch wohl nicht wahr sein! Und Brad Pitt sitzt jetzt die ganze Zeit bei Ihnen rum und wartet?"
"Ähm... ja. Und der futtert unseren Kühlschrank leer."
"Aber haben sie nicht ein iPhone? Geben sie das doch dem Herrn Pitt. Dann kann er ruckzuck ne Taxinummer rausfinden und auch gleich eins bestellen."
"Äh... mein iPhone dem Brad Pitt geben?!? Chef, sie spinnen wohl!"



Und weil es mir sonst keiner glaubt hab ich ein paar Videos von seinem Aufenthalt hier gedreht (bin selbst allerdings nicht im Bild): klick, klick, klick, klick und klick.

05.02.09

"Wolle Rose kaufe?"

"Wolle Rose kaufe?", sagte ich mit perfekt einstudiertem indischen Akzent zu dem verliebten Paar im Café. Die beiden drehten sich zu mir um und sahen mich an. Ich setzte ein breites Lächeln auf.

Der Typ, von dem ich hoffte er würde von mir eine Rose (oder mehr) für seine Freundin kaufen, sah mich mit in Falten gelegter Stirn an und überlegte was hier nicht stimmte. Dass man hin und wieder an öffentlichen Plätzen von einem freundlichen Inder der Rosenmafia angequatscht wird war ja okay. Doch irgendetwas kam ihm hier komisch vor. Vielleicht irritierte ihn die Tatsache, dass ich gar kein Inder war und mir daher - quasi als Verkleidung - das Gesicht mit Schuhcreme vollgeschmiert hatte und nun aussah wie ein schmuddeliger Automechaniker mit einem Rosenstrauss in der Hand. Vielleicht war der Typ aber auch einfach nur nicht so schnell von Begriff. "Wolle Rose kaufe?", fragte ich daher nochmal und zeigte ihm meinen prächtigen Strauss roter Rosen.

"Nee", sagte der Typ. Und wendete sich wieder seiner Lieben zu. Ich glaube er kam sich verarscht vor, was das folgende "Schwirr ab" von ihm zu bestätigen schien. Doch so einfach gab ich nicht auf. Ich zog meine Jeans aus und tippte ihm von hinten auf die Schulter. Wieder drehte er sich zu mir.

"Wolle Hose kaufe?", sagte ich diesmal und hielt ihm meine Jeans vor die Nase. Damit hatte er nicht gerechnet und geriet so wieder in eine nachdenkliche Starre. Seine Liebste reagierte eher angewidert als ich so in Unterhose vor den beiden stand. "Mach das der weg geht!", sagte sie. Und das tat er dann auch. "Hau ab, Freundchen", sagte er und schubste mich so, dass ich ins Taumeln geriet.

Doch nicht mit mir. Ich zog die Hose wieder an, krempelte die Ärmel hoch und stellte eine Dose Cola vor dem Typ auf den Tisch. Wieder sah er mich verdutzt an. "Wolle Dose kaufe?", fragte ich. "Nein", sagte er, "gehen Sie!" Aber ich ging nicht.

Jetzt zeigte ich ihm ein paar Lotterie-Lose. "Wolle Lose kaufe?" Diesmal dachte er tatsächlich drüber nach, verwarf dann aber doch den Gedanken. "Nee, der Jackpot wurde ja schon geknackt."

Also fischte ich aus meiner Hosentasche ein transparentes Platiktütchen in dem eine rotbraune Flüssigkeit zu sehen war. "Ihhhh!", sagte das Mädel, "wie ekelig." Doch ich liess mich nicht beirren und fragte freundlich "Wolle Sose kaufe?" Doch auch die Sauce wollten die beiden nicht.

Nachdem ich nun alle Register gezogen hatte spielte ich meinen letzten Trumpf auf und zauberte ein paar hochwertige und teure Lautsprecherboxen der Firma Bose hervor. "Wolle Bose kaufe?", fragte ich. Und siehe da - diesmal war der Typ plötzlich sehr interessiert. "Ui, nett die Dinger. Was sollen die denn kosten?", fragte er. "Also", begann ich, "ich mache gute Preis. Für Freund. Zehn Euro." Der Typ konnte das gar nicht glauben. Diese wahnsinnig tollen Boxen sollten nur zehn Euro kosten? Das war das Schnäppchen des Jahrtausends - obwohl das Jahrtausend gerade erst mal neun Jahre alt war! "Für eine oder für alle?", fragte er. "Alle natürlich. Preis für Freund.", antwortete ich. Sofort zog er seine Brieftasche und suchte nach einem Zehn-Euro-Schein.

Plötzlich piepte meine Digitaluhr. "Oh", sagte ich, "Feierabend. Naja, vielleicht nächstes mal. Tschüß!" Und bevor er bezahlen konnte nahm ich meine Sachen und verschwand.

26.01.09

Heisse Sache

Sie kennen doch sicher Heizpilze. Viele Kneipen, Biergärten usw. stellen in ihrem Aussenbereich Heizstrahler in Pilzform auf (meist mit Propan oder Butan betrieben) damit die Gäste auch bei kälteren Temperaturen noch sitzen bleiben und weitertrinken. Besonders jetzt wo vielerorts Raucher vor die Tür geschickt werden gab es bei diesen Dingern wohl im Winter nochmal einen richtigen Verkaufsboom.

Die Tage der Minusgrade sind zwar (vorläufig?) vorbei, dennoch hab ich mir in den letzten Wochen oft einen Regenschirm mit eingebauten Heizpilz gewünscht. Wär das nicht wunderbar bei Ätzwetter kuschelig Warm (im T-Shirt?) durch die Fußgängerzone zu bummeln?

Gibt's sowas? Und wenn nein - warum nicht? Und wenn ja - wieviele Batterien kommen da rein?

Und komm'se mir hier nicht mit Klima!

06.01.09

Weil wegen der Sicherheit

In der Küche in meiner neuen Firma hängt ein Schild:


Da fragt man sich unweigerlich wer so schlau war das tatsächlich zu machen, denn umsonst hängt das Schild da ja nicht.

Egal. Ich koch mir jetzt erstmal ein Ei in der Mikrowelle...

31.12.08

Same procedure as every year

Quasi als Beweis dafür das ich noch lebe gibt es jetzt wie letztes Jahr schon ne kleine (stockverdächtige) Bilanz.

Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Viel mehr!

Größte Zeitverschwendung?
Urlaub auf'm Sofa.

Größte Innovation?
Karate.

Schönster Film?
The Dark Knight

Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt?
Jauchzend!

Am liebsten gehört?
Meine Playlist für Pokerabende.

Am liebsten gelesen?
Terry Pratchett - Schöne Scheine

Dicker geworden oder dünner?
Am Ende tatsächlich etwas dünner.

Weiser geworden oder dümmer?
Weiser. Definitiv.

Bester Kauf?
Flachfernseher.

Bester Kauf in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis?
Fallout 3.

Idiotischste Ausgabe?
Spore.

Am meisten getrunken?
Rieslinge.

Am liebsten getrunken?
Spätlesen.

Am meisten gegessen?
Nudeln?

Ekligstes Gericht?
Pommes mit frittierter Spinne (nicht selbst gegessen).

Leckerstes Gericht?
Entenbrust in Orangensauce.

Neue Freunde gefunden?
Jep.

Alte Freunde verloren?
Sind alte Freunde verloren wenn sie sich nie melden?

Nicht befolgte Vorsätze?
Hatte keine.

Verpasste Chancen?
Ja.

Größte verpasste Chance?
Arbeitslos werden und auf Staatskosten leben.

Angst?
Hin und wieder mal ganz kurz.

Größter Erfolg?
Neuer (Traum-)Job ab 2009 bekommen.

Größter Misserfolg?
Öhm...?

Gesünder oder kränker?
Nix von beidem.

Lustigstes Experiment?
Täglich bloggen.

Am meisten gelernt?
Vorstellungsgespräche erfolgreich meistern.

Was ich in diesem Jahr garantiert nicht sehen möchte?
Die Apokalypse.

TV-Würg?
Bauer sucht Gräfin und Zeug.

TV-Wow?
Blurays in HD schauen.

Größte Veränderung?
Ich habe mich nicht verändert. Alles andere hat sich verändert.

Größter Verlust für die Menschheit?
Derrick. Haha!

Größte Enttäuschung?
Spore.

So, das war's. Guten Rutsch!

17.12.08

Die Prophezeiung

"Mein Akku ist gleich alle", meldete sich mein Bruder gestern von seinem Handy aus. Doch dann brach die Verbindung ab.

15.12.08

Sicher ist sicher

Ich stell mir gerade so vor wie das läuft, wenn der Kollege endlich seinen Flachfernseher geliefert bekommt...

*dingdong*
"Guten Tag, Lieferservice hier. Habe ein Paket für sie."
"Ooooooh, jajajajajajaja! Komm'se rein, komm'se rein! Endlich isser da!"
"Wo soll's hin?"
"Da bitte."
"So, dann bekomm ich hier bitte eine Unterschrift, dass sie die Ware erhalten haben."
"Moooment. Muss ja erstmal schaun ob es sich denn auch wirklich um die bestellte Ware handelt. Sicher ist sicher. Nen großen Karton kann jeder liefern, aber wer weiss was da drin ist?"
"Mhhh. Na gut, aber machen sie schnell. Ich hab noch nen halben Laster voller Sachen die ich heute ausliefern muss."
"Jaja, geht ganz schnell."
*auspack*
"Da, sehen sie. Ein Flachfernseher, wie bestellt! Und jetzt unterschreiben sie bitte freundlicherweise hier..."
"Moooment. Erst muss ich schaun ob der auch geht. Wenn der nicht läuft könn'se den nämlich gleich wieder mitnehmen. Ich lass mir doch keine kaputten Sachen anliefern."
"Aber... ich... arrrgh... na gut."
*anschliess*
*einschalt*
"Da. Er läuft. Wenn sie dann jetzt bitte hier unterschreiben würden..."
"Moooment. Ich hatte aber einen Full-HD-Fernseher bestellt. Das sieht gar nicht nach Full-HD aus!"
"Glauben sie mir. Das IST ein Full-HD-Fernseher. Nur normales Programm wird halt nicht in Full-HD gesendet. Bitte, bitte unterschreiben sie jetzt hier."
"Moooment, ich weiss was. Schaun sie mal. Wenn man gaaanz nah ran geht kann man die einzelnen Pixel erkennen."
"Ja, und?"
"Ein Full-HD-Fernseher hat eine Auflösung von tausendneunhundertzwanzig mal tausendachtzig Bildpunkten."
"Und was heisst das jetzt?"
"Ich zähl mal eben nach."
"Sie... was?!?"
"Eins, zwei, drei, vier, fünf, ..."

25.11.08

Server down

Gleitzeitanmeldung nicht möglich. Zugriff auf Netzlaufwerke nicht möglich. Netzdruckerverbindung kann nicht hergestellt werden. Scanner kann internen Webserver nicht erreichen. Und Internet? Haha, das wär ja was!

Ohne Netz ist arbeiten hier überhaupt nicht möglich. Nix geht. Ich komm nicht an meine Daten, kann weder Scannen noch Drucken und dass ich überhaupt hier bin weiss die Gleitzeiterfassung auch nicht.

Toll wenn man da seit sieben am Arbeitsplatz hockt, vor acht keinen Admin erreichen kann und selbst diese allmächtigen EDV-Götter es bis jetzt nicht geschafft haben die Kacke zum dampfen laufen zu bringen. Wie gern wäre ich im Nachhinein heute lieber mal ne Stunde länger im warmen Bettchen liegen geblieben.

Immerhin kann ich dank iPhone wenigstens noch bloggen während der Rest der Abteilung die Zeit offline mit Solitär überbrückt.


Edit: 10:22 Uhr - es geht wieder! Yeehaw!

21.11.08

Another one rides the bus

Nehmen wir mal an Sie sitzen morgens im Bus auf dem Weg zur Arbeit. Draussen ist es stockduster, aber das macht nichts weil man aus dem Fenster eh nicht schauen kann. Die Scheiben sind nämlich alle total beschlagen weil wegen dem Regen jeder dazusteigende Fahrgast triefnass ist.

Um wach zu bleiben haben Sie den iPod in den Ohren und statt einer Zeitung oder einem Buch lesen Sie heute mal mit Ihrem iPhone was sich neues in Ihrer Blogrolle getan hat.

Durch die Wunder der modernen Technik sind Sie also akustisch und visuell von der Welt um Sie herum abgeschnitten. Was in der Realität passiert nehmen Sie nur in den Momenten wahr, in denen Sie aufblicken um zu checken ob Sie schon aussteigen müssen - was bei den milchig weissen Fensterscheiben drinnen und der totalen Dunkelheit draussen übrigens mehr auf Vermutungen beruht.

Ist es da verwunderlich wenn Sie irgendwann feststellen, dass Sie bereits zwei Haltestellen zu weit gefahren sind?

Würde mir natürlich niemals passieren...

19.11.08

Das Geheimnis des besten Sex der Welt

...ist bestimmt eine dieser Überschriften, mit denen man total viele Leute anlockt, die dann total angepisst wieder wegklicken wenn sie nicht finden was sie sich erhofft hatten.

Wenn Sie zu diesen Leuten gehören haben Sie wahrscheinlich schon jetzt wieder weggeklickt und lesen dies hier gar nicht mehr. Wenn Sie zu diesen Leuten gehören sind sie ausserdem höchstwahrscheinlich ein Mann männlich und googlen bereits nach der nächsten Internetseite die Ihnen das Geheimnis verraten könnte - aber nicht wird. Schade eigentlich das Sie so wenig Geduld haben.

Denn ich kenne tatsächlich das Geheimnis des besten Sex der Welt und habe auch den schwarzen Gürtel im Kamasutra! Und hätten Sie mal tapfer durchgehalten und ein paar Zeilen weitergelesen, dann hätte ich es Ihnen vielleicht sogar verraten. Aber nein, seite läd, kein Tittenbild, keine Sex-Info in den ersten zwei Zeilen, und tschüss.

Aber nicht mit mir, Freundchen. Nicht mit mir! Behalt ich halt das große Geheimnis des besten Sex der Welt für mich (okay, die Liebste weiss auch Bescheid - wird aber ebenfalls nix verraten). Selbst Schuld! Blöder Wegklicker! Ich hätt's ganz ehrlich verraten. Selbst Schuld.

Und allen die doch tapfer bis zum Ende durchgehalten haben sei gesagt: bedankt euch bei den Wegklickern dafür das ich das Geheimnis des besten Sex der Welt nun für mich behalte. Die haben euch das eingebrockt!