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12.10.10

WANTED - dead or alive

Gesucht werden ein oder mehrere miese, fiese, dreckige Verbrecher, die vermutlich in der Nacht vom 07. auf den 08. Oktober in unseren Garten eingebrochen sind und eine Bananenstaude entwendet haben. Hier ein Foto des Opfers:


Die Banane hatte mein Vater im Mai angepflanzt nachdem ich ihm zum Geburtstag einen Panama-Hut geschenkt hatte. (Ich schreibe das weil ich da einen direkten Zusammenhang vermute - auch wenn es mit dem Diebstahl vermutlich nichts zu tun hat.)

Über die letzten Monate haben wir alle die Banane sehr lieb gewonnen und wurden oft von Nachbarn und Gästen gelobt, wie schön sie doch sei und wie sehr sie das Gesamterscheinungsbild des Gartens aufwertete. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Neider auf sich zog. Und nun ist die Banane weg!

Die Staude wurde mit Topf geklaut und ist auch ohne nicht gerade leicht. Vermutlich waren zwei Personen mit Fahrzeug notwendig um die Banane zu entwenden. Das spricht für das organisierte Verbrechen oder zumindest organisierte Verbrecher.

Natürlich haben wir den Fall der Polizei gemeldet. Die haben die Anzeige auch aufgenommen, konnten sich allerdings die ganze Zeit über ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich vermute die werden nicht ihre besten Leute auf den Fall ansetzen, obwohl natürlich hier nichts geringeres angemessen wäre.

Daher biete ich

€ 100,-


für sachdienliche Hinweise (in den Kommentaren), die zur Ergreifung der botanischen Bösewichte führen und uns unsere Bananenstaude wiederbringen. Bitte helfen Sie uns diese kranken Schweine hinter Gitter zu bringen und unser Land wieder ein Stückchen sicherer zu machen!


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

26.07.10

Liebe Raver,

nur weil Sie sagen das es aufgrund der traurigen Ereignisse niemals nie mehr wieder eine Love Parade geben wird muss das ja noch lange nicht bedeuten, dass selbiger Zirkus nicht schon bald unter anderem Namen stattfinden kann.

Sobald das Sommerloch vorbei ist und wir die vielen Toten vergessen können weil die Medien endlich wieder anderes zu berichten haben, wird sicherlich schnell irgendwer mit den Vorbereitungen für eine "Peace Parade" oder "Noise Parade" oder "Drug Parade" oder wie auch immer sie es dann nennen wollen beginnen.

Also bitte nicht weinen. Zumindest nicht deswegen.

Rave on!

01.04.10

Reingelegt

"Schau mal aus dem Fenster."
"Wieso?"
"Da draußen auf dem Parkplatz... das Auto von Chef brennt!"
"Echt?!? Wo?"
"April, April, hahahaha!"
"Na toll. Und ich Depp steh auch noch auf und seh nach."
"Ja, reingelegt, hahahaha!"
"Aber moment mal... da brennt ja wirklich ein Auto auf dem Parkplatz!"
"Ich weiß. Ist aber nicht das vom Chef sondern deines."

05.10.09

Ist es besser wenn man dabei stirbt?

Dominik Brunner (das ist der Typ der sich tapfer hat totprügeln lassen um ein paar Kids zu beschützen) bekommt postum (also obwohl er tot ist) das Bundesverdienstkreuz verliehen. Na da wird er sich aber freuen.

Klar, der gute Mann hat sein Leben gegeben um andere zu schützen und damit die Ehrung sicherlich in höchstem Maße verdient. Nur stelle ich mir die Frage ob er auch eingeschritten wäre wenn er vorher gewusst hätte das er da nicht lebend raus kommt. Das mag feige klingen aber angesichts des sicheren Todes hätten sich ganz bestimmt die meisten Leute aus der Sache rausgehalten (haben die meisten ja auch gemacht ohne sicher zu wissen das dabei wer umkommt). Auch jene, die gerne mal laut Zivilcourage predigen sind nicht unbedingt bereit sich umbringen zu lassen. Verkloppt werden - okay, vielleicht - aber dabei gleich draufgehen muss ja nicht unbedingt sein.

Warum bekommt der also jetzt das Bundesverdienstkreuz? Weil er sich für Schwächere eingesetzt hat? Mag sein, aber ich wage zu behaupten das andere sich auch für Schwächere einsetzen und das nur keiner merkt weil solche Sachen meistens wohl ohne Todesfolge enden und daher nicht in den Medien breitgetreten werden. Kriegen also die tapferen unbekannten Retter ein Bundesverdienstkreuz? Wohl kaum. Die leben ja noch. Dann kann es ja auch nicht sooo gefährlich gewesen sein. Sonst wäre es ja im Fernsehn gewesen. Oder?

Und was wenn Dominik Brunner überlebt hätte? Was wenn er sich für die Kids eingesetzt hätte ohne dabei einen Kratzer abzubekommen? Wäre das ein Bundesverdienstkreuz wert gewesen? Nein, das wäre nicht mal drei Zeilen in der Lokalzeitung wert gewesen.

24.07.09

Die Post ist ein Arschloch

Na toll. Da gewinnt man mal was - sie erinnern sich - und dann bekommt man den Gewinn doch nicht. Gamestar versichert mir meinen Hauptgewinn bereits letzte Woche abgeschickt zu haben. Und das glaub' ich denen auch. Alle anderen Gewinner haben ihre Preise bereits erhalten. Nur bei mir ist noch nix angekommen. Grrrrrr.

Schuld kann eigentlich nur die Post sein. Vermutlich sitzt genau jetzt irgend so ein Postbote da und zockt MEIN Spiel. Dieb! Gib es wieder her! Vielleicht liegt es natürlich auch im Paketwagen unterm Regal oder ist in der Verteilerzentrale vom Fließband gefallen oder was weiss ich. Wo es genau ist kann ich nur erahnen. Mit Sicherheit kann ich nur sagen wo es nicht ist - nämlich bei mir!

Jetzt werde ich noch mal abwarten ob es heute oder am Wochenende kommt und wenn nicht dann...

...dann...

Ja, was dann? Hat man überhaupt irgendeine Möglichkeit die Kack-Post für verlorengegangene Sendungen zu belangen? Kennt sich da jemand aus?

26.06.09

Mein kleiner bescheidener Beitrag

Heut macht Bloggen wohl keinen Sinn wenn man nicht über den weißen Schwarzen aus Plastik berichtet.

Was ich mich gerade frage ist, ob beim finden der Leiche zuerst der Krankenwagen gerufen oder bei Wikipedia das Todesdatum eingetragen wurde...

09.06.09

Wenn Männer hinter Bierflaschen herkrabbeln...

Zuerst einmal: nein, ich habe mir nicht den Samstagabend damit verdorben das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel auf Pro7 zu schauen. Ich bin aber am Sonntagvormittag beim Zappen kurz drauf hängen geblieben und was ich dort sah war schon sehr wunderlich. Und obwohl der Samstagabend in Internetzeit gemessen schon Jahre her sein muss, will ich nun allen die es verpasst haben davon berichten.

Also, in seinem unendlichen Bestreben auch den letzten Zuschauer zu vergraulen sendete Pro7 am letzten Samstag zur PrimeTime eine Art Domino-Day mit ohne Dominosteine. Es ging wohl darum eine möglichst lange Kettenreaktion auf die Reihe zu kriegen, die im Idealfall vermutlich sogar Rekorde hätte brechen sollen - so vermute ich zumindest. Damit auch wirklich keiner einschaltet wurde das ganze moderiert von Matthias Augustinus Wilhelm Georg Opdenhövel.

War die Kettenreaktion erstmal im Gange, so wurde die Zeit gestoppt um hinterher sagen zu können man hätte die längste (temporär gesehen) Kettenreaktion der Welt geschafft. Zumindest vermute ich das, weil während der Sendung immer unten links eine Stoppuhr mit der aktuellen Zeit eingeblendet wurde, die sonst ja total sinnlos gewesen wäre. Aber wie gesagt ich könnte mich irren, da ich nur etwa zehn Minuten aus der Mitte der Wiederholung der Sendung gesehen hatte bevor ich es nicht mehr aushalten konnte und umschalten musste. Ich bin allerdings überzeugt, dass diese zehn Minuten sehr repräsentativ für den ganzen Rest der Sendung waren.

Ständig ging was schief. Ständig. Also wirklich ständig. Ganz oft! Die blöde Kettenreaktion lief seltenst ab wie geplant und immer wieder musste die Stoppuhr auf Null zurückgesetzt werden weil wieder irgendwas nicht richtig gekippt, gerollt oder gefallen war und so der nächste Abschnitt nicht aktiviert wurde. Wie zum Beispiel die Bierflaschen, die nie so fallen wollten wie sie sollten und deshalb von so nem armen Depp ständig angestubbst werden mussten. Aber sehen sie selbst... (richtig geil wirds ab 2:15)



Haben sie mal drauf geachte wie oft die Uhr resettet wurde? Großartig! Oder? Und wenn sie sich jetzt zwei bis drei Stunden von diesem Desaster vorstellen, dann wissen Sie was Sie am Samstagabend hoffentlich verpasst haben. Sie haben es doch verpasst, oder?

13.05.09

Worst Episode ever?

Achtung massive Spoiler! Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Eigentlich ist der neue Star Trek Film für sich allein gesehen ja ne unterhaltsame Sache. Da ist immer was los und viel Bummbumm und Popcornkino und alles. Jaja. Trotzdem hätte der Herr Abrams den armen Herrn Roddenberry nicht so vergewaltigen müssen.

Der Herr Abrams hat sich nämlich gedacht er macht mal eben sechs Science-Fiction-Fernsehserien mit insgesamt 726 Episoden, sowie zehn andere Kinofilme, zahlreiche Romane, Computerspiele und andere Werke ungültig, indem er mit lustigen Zeitreisefaxen an den Anfang des ganzen Epos springt und sagt: "So, hier ändern wir mal was, das alles Bekannte, das eigentlich folgen würde, nie passieren lässt, somit völlig entwertet und in die Mülltonne kloppt."

Zeitreisen sind in Star Trek keine Seltenheit. So ziemlich jede Crew des Franchise hat irgendwann mal eine erlebt - aktiv oder passiv - und immer ging am Ende alles gut. Da nun aber direkt in die Entstehung von Kirk und Konsorten eingegriffen wird, ist alles, aber auch wirklich ALLES was Millionen von Trekkies Trekkers seit über vierzig Jahren begeistert hat, mit einem Schlag nichtig.

Zum Beispiel wird (fast nebenbei) der Planet Vulkan zerstört - man müsste eigentlich mal stoppen ob nicht sogar Alderaan in Star Wars Episode IV länger gehalten hat - und Spock's Mom (gespielt von der dafür viel zu Jungen Winona Rider) geht dabei hopps. Oh, traurig. Aber in seit über vierzig Jahren bekannter Star Trek Geschichte, die nun neu geschrieben werden muss (sehr clever Herr Abrams) war das alles nie passiert. Also Bekanntes bitte vergessen und das neue Alte akzeptieren.

Ach ja, und dann hat der alte Spock, also der Leonard Nimoy (ja auch er ist dabei), der aus der Zukunft angeflogen kommt, den ganzen jungen Enterprise-Deppen verraten wie man - was eigentlich erst noch erfunden werden muss - Leute auf Schiffe beamen kann die mit Warpgeschwindigkeit unterwegs sind. Dabei war das doch in der Serie ständig das Problem weshalb die irgendwo unter schlimmsten Beschuss hocken bleiben mussten, weil irgendein Depp auf irgendeinem Planeten mit irgendeinem Scheiss nicht schnell genug fertig wurde. Überhaupt werden sich jetzt bestimmt die Physik-Genie-Geeks jahrelang Theorien ausdenken wie das ganze überhaupt möglich ist. Ach und Schilde hochfahren wärend man noch mit Warp fliegt geht jetzt auch. War mir neu.

Und dann rote Materie. Rote Materie!!!

Ach, und Uhura, die den halben Film ihren Vornamen nicht verraten will, ist plötzlich voll pornospitz auf Spocki und steckt dem mehrmals die Zunge in den Hals. Okay, unerwartet, aber... äh... naja. Muss nicht sein. Immerhin in Unterwäsche kann man sie ertragen.

Okay, immerhin haben sie sich bemüht jeden mal zu Wort kommen zu lassen, was besonders bei Scotty nicht gelingt weil der erst viel zu spät im Film auftaucht. Immerhin geben alle das von sich, was man von ihnen erwartet - ausser Pille. Kein: "He's dead, Jim." Traurig dabei: den ganzen Film wartet man auf DEN oneliner von Spock "Faszinierend." und dann lässt er den total unspektakulär raus als er sich auf nen dreieckigen Pilotensitz hockt und feststellt, dass es sich dabei um einen Drehstuhl handelt. Doh!

Gut ist es jedenfalls zu wissen, dass es Nokia bis ins 23ste Jahrhundert geschafft hat. So schlimm kann also die Wirtschaftskrise nicht sein. Alles wird gut.

Die schlimmen Vergangenheitsveränderungen - aka Planetenzerstörung etc. - sind natürlich viel gravierender als in prähistorischer Vorzeit eine Mücke zu killen - was man, wie Zeitreisende wissen, ja auch nicht machen darf. Bleibt nur zu hoffen, dass es aufgrund dieser Eingriffe die Geschichte dermaßen verändert wird, dass es niemals in ferner Zukunft zum Bau des Raumschiff Voyager mit der Frau am Steuer kommen wird und/oder niemals ein Geschöpf namens Neelix (mein absoluter Hass-Charakter!) das Licht seiner Welt erblickt. Das wäre mein einziger Trost.

Cool wäre natürlich ein alternatives Ende auf der BluRay/DVD von dem Film, wo plötzlich Q erscheint und den ganzen Film rückgängig macht und sagt: "War nur'n Scherz." Wäre auf jeden Fall das bessere Ende gewesen.

11.03.09

Ich glaub es geht schon wieder los...

...das kann doch wohl nicht wahr sein.
Das man so *tam, tam, tam, tam*
Total den Halt verliert.

So oder ähnlich heisst es in einem alten Schlagerhit. Und ich glaub es geht tatsächlich wieder los. Der erste Politiker der das Wort "Killerspiele" sagt hat gewonnen verloren. Stattdessen sollte man lieber Amokläufe an sich verbieten oder vielleicht zur Abwechslung mal die tatsächlichen Ursachen dafür. Aber wenn man beschissene Erziehung einfach verbieten würde müssten sich Eltern am Ende tatsächlich noch um ihre Blagen kümmern und das wäre dann ja doch recht aufwändig. Das man den Kindern Jugendlichen Menschen den Zugang zu Waffen nicht einfach verbieten kann sehe ich ja noch ein weil... weil äh... weil das geht ja nicht.

Die meisten Opfer waren übrigens um die vierzehn/fünfzehn Jahre alt. Das sagt mir, dass die garantiert selbst alle mal nen Ego-Shooter oder ähnliches gezockt haben. Also müssten laut der CMUKZTZ-Theorie (Computerspiele Machen Unsere Kinder Zu Tickenden Zeitbomben) diese Kids das notwendige Aggressionspotential gehabt haben um dem Amokläufer entsprechend zu begegnen. Schliesslich ist ja diese ganze Generation verdorben. Die hatten halt nur keine Waffen. Denkt mal drüber nach.

Eigentlich ist das ganze zu traurig um drüber zu Scherzen. Dafür entschuldige ich mich.

01.04.08

Todes Fall

Heute mal ne ernsthafte Meldung. Jemand den ich kannte ist letzte Woche gestorben. Ich hatte jene Person zwar bestimmt seit acht Jahren nicht gesehen, aber trotzdem immer als netten, geselligen Kumpeltyp in Erinnerung gehabt. Damals war er so Mitte dreissig. Jetzt ist er mit vierundvierzig von uns gegangen. Das ist nicht alt.

Es ist wirklich tragisch, denn er war immer so gut drauf - hatte immer ein Lächeln im Gesicht. Besonders gut konnte er Feste feiern - und saufen. Und das hat ihn dann leider auch dahingerafft.

Nun stellt sich heraus, dass ich ihn anscheinend doch nicht so gut kannte. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass er seit Jahren schwer alkoholkrank war. Sowas fällt aber auch gar nicht auf wenn man die Leute nur hin und wieder mal auf Feiern trifft wo eh alle trinken.

Es war nicht direkt der Alkohol, der ihn umbrachte. Es war der Sturz. Denn im Vollrausch ist er gefallen. Leider so ungünstig, dass er danach nicht mehr aufstand. Nie mehr.

Bei der Beerdigung begann der Pfarrer seine Rede mit den Worten: "Man kann nicht tiefer fallen..." Nicht gerade passend wie ich fand. Ebensowenig wie die lange Pause die darauf folgte. Als kein Auge mehr trocken war fuhr er dann fort mit: "...als in Gottes Arme." Hat sich wohl gedacht ein kleiner Joke zu beginn hebt die Stimmung. War aber nicht so.

Der aufmerksame Leser mag jetzt vielleicht eine überraschende Pointe erwarten, ein "April, April" oder eine witzige unvorhergesehene Wendung der Geschichte die uns im letzten Moment doch noch ein Schmunzeln auf's Gesicht zaubert. Gibt's heute aber nicht. Alles wahr und alles traurig. Mein Beileid den Verbliebenen.