28.06.10

Eine Freude

Eigentlich hatte ich mit einem gänzlich anderen Gesichtsausdruck gerechnet als ich der Liebsten einen dicken Strauß roter Rosen vor die Nase hielt. Denn statt mir freudestrahlend und dankend verliebt um den Hals zu fallen warf sie mir einen eher stechenden Blick entgegen und fragte: "Was ist das?"

"Rosen", antwortete ich freundlich lächelnd und streckte ihr den Strauß entgegen. "Für dich!" Prüfend sah die Liebste an mir vorbei als ob sie dort ein Kamerateam von verstehen sie Spaß erwartete. Irgendwie traute sie dem Braten nicht. "Rosen?", fragte sie. "Für mich?" Ich nickte fröhlich.

"Was hast du angestellt?", fragte Sie in einem Ton der keinen Zweifel daran ließ das es etwas Schlimmes gewesen sein mußte. "Nichts", antwortete ich etwas verzweifelt und fragte mich was ich falsch gemacht hatte das die Situation eine solche Wendung nahm. "Aber du bringst mir sonst nie Rosen mit", stellte sie richtigerweise fest. "Du mußt etwas angestellt haben! - Oh, nein! Hast du es etwa mit einer anderen getrieben und jetzt ein schlechtes Gewissen?" Ich schüttelte den Kopf und lächelte sanft. "Nein, nein. Ganz sicher nicht", erklärte ich wahrheitsgemäß. "Ich wollte dir ganz ehrlich einfach nur eine Freude bereiten."

Die Liebste sah mich abschätzend an. "Eine Freude?!?", fragte sie skeptisch und nahm den Rosenstrauß zögerlich entgegen. "Ja, eine Freunde", bestätigte ich und fügte "weil ich dich liebe" hinzu. "Du sagst doch immer nie würde ich dir Blumen mitbringen und da dachte ich..." Doch bevor ich zu Ende erklären konnte wurde ich auch schon mit dem Rosenstrauß verdroschen während die Liebste im Takt der Schläge schimpfte "Stimmt - ja - auch! - Nie - bringst - du - mir - Blu - men - mit!"

Und jetzt weiß ich auch warum...

22.06.10

Wie die Zahnarztfrauen

Es gab Zeiten - und ich glaube das war sogar noch bevor Dr. Best mit den schlechten Konkurrenz-Zahnbürsten unschuldige Tomaten zermanschte - da war es üblich das Zahnpflegeprodukte im Fernsehen von Zahnarztfrauen beworben wurden. Ja, ZahnarztFRAUEN - nicht ZahnärztINNEN. Die älteren Leser werden sich sicherlich erinnern.

Das ging dann immer etwa so: "Hallo, ich als Zahnarztfrau empfehle ihnen dringend Perlweiss", *grins*, "denn seit ich Perlweiss benutze kann ich endlich Äpfel essen ohne dabei literweise Zahnfleischblut zu verlieren.", *in einen Apfel beiß*, *grins*.

Ich habe mich schon damals immer gefragt warum gerade Zahnarztfrauen die notwendige Kompetenz unterstellt wurde gute von schlechten Zahnpflegeprodukten zu unterscheiden. Ich hätte ja besser die Zahnärzte selbst gefragt und nicht deren Frauen. Aber egal. Was die können kann ich auch!

Die Liebste ist nämlich demnächst fertig mit ihrem Medizinstudium und macht dann ihre Facharztausbildung zur Gynäkologin. Machen Sie sich also darauf gefasst mich bald in der Fernsehwerbung zu sehen!

"Hallo, ich als Gynäkologinnenmann empfehle ihnen dringend die tollen Tampons von OB. Die nehmen die Regel nämlich da auf wo sie passiert... äh... ganz bestimmt...!"

14.06.10

Dann spiel ich halt mit mir selbst...!

Urlaub - und ich habe nichts besseres zu tun als mit meinen beiden dämlichen Klonen Playstation 3 zu zocken...


(Inspiration kam von hier. Link gefunden da.)

01.06.10

Titten

(vom 18.01.2008)

Als ich der Liebsten (Medizinstudentin) einst diese Umsonst-Mitnehm-Werbe-Postkarte zeigte...


...da sagte sie nur "Oh, schau mal. Die hat eins von den wirklich guten Stethoskopen. So eins hab ich auch."

Ähm... ja... das war auch mein erster Gedanke.

27.05.10

Nicht zu glauben!!!!!

(vom 17.01.2008)

Ja, Sie lesen richtig. Da sind tatsächlich fünf Ausrufezeichen in der Überschrift. Manche leute glauben nur Wahnsinnige würden fünf Ausrufezeichen am Stück benutzen, aber hier ist es mal wirklich angebracht, denn was mir gestern passiert ist das war... ja also das war mal wirklich... also sowas hab ich ja noch nie... also wenn ich's nicht selbst erlebt... es war einfach unglaublich!!!!! (So unglaublich, dass ich hier schon wieder fünf Ausrufezeichen verwenden musste.)

Also, morgens, der Wecker klingelt und ich hau noch ein paar mal drauf und snooze weil ich ja nicht ahnen konnte was da noch auf mich zukommen würde. Hätte ich gewusst was später noch geschehen würde dann wäre ich ja..... aber eins nach dem anderen.

Ich stehe also auf und gehe nichts ahnend ins Bad um zu duschen. Weil ich zu lang am snoozen war hatte ich jetzt Zeitdruck und musste auf's Rasieren verzichten - bin also unrasiert und mit kratzenden Stoppeln unter die Dusche und beeile mich auch da mit dem Zähneputzen (mach ich morgens immer beim Duschen) und Einseifen so richtig damit ich es überhaupt noch in den Bus schaffe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass gerade diese Eile am Ende..... nein. Halt. First things first.

Abgetrocknet. Angezogen. Tasche gepackt. Raus. Und dann passierts...

Kennen Sie das wenn Sie in der Ferne den Bus kommen sehen, in den Sie uuunbedingt einsteigen müssen und sich dann die Zeit verlangsamt? So war es. Ich stehe an der Türschwelle des Hauses und sehe in der Ferne den Bus. Und ich laufe. Ich renne in Slowmotion den Weg in Richtung Bürgersteig stecke eine Hand mit gespreitzen Fingern nach vorne und brülle "Adriaaaan" "Neeeeein! Haaaaalt". Und der Bus kriecht langsam - wegen der Slomotion - aber unaufhaltsam weiter die Strasse entlang. Und ich renne. Und Wind weht. Und ich erreiche die Straße. Der Bus kommt von rechts näher. Ich muss nur noch über die Straße. Von links kommt ein Auto - schnell, aber in Slowmotion. Und - Sie werden schon ahnen was passiert - ich bleibe stehen. Bin ja nicht blöd und lass mich einfach überfahren. Und das Auto fährt vor bei und ich renne über die Straße und der Bus hält und ich steige ein. Puh! Aber das ist noch gar nichts gegen das was mir später noch passieren würde.

Denn endlich auf der Arbeit angekommen erwartete mich erstmal nichts besonderes. Der ganze Arbeitstag verlief ohne große unerwartete Vorfälle und wiegte mich in trügerischer Sicherheit. Selbst als ich nachmittags nach der Arbeit auf dem Weg nach hause war dachte ich noch dies würde ein ganz normaler Tag.

Und dann, circa einen Kilometer von meiner Haustür entfernt, passierte es dann. Es kam aus heiterem Himmel. Ein Flugzeug. Und es stürzte ab. Direkt vor meine Füße! Etwa 274 Tote, aber die Feuerwehr zählt immer noch die Körperteile. Könnten also mehr sein.

Moment, halt, stop. So ein Blödsinn. Glauben sie mir kein Wort. Es ist gar kein Flugzeug abgestürzt. Ich wollte sie nur kurz veralbern. Denken Sie nicht Sie hätten davon in den Nachrichten gehört? Aber wäre auch ne gute Geschichte gewesen. Was tatsächlich passiert ist war vielleicht nicht ganz so spektakulär, aber immerhin nah dran.

Als ich nämlich zu Hause war hab ich mich in die Küche gestellt und mir einen Super-Maak-Sahne-Auflauf-mit-Nudeln-und-Fleisch gemacht. Und der war soooooo lecker, das war echt unglaublich!!!!! Sagt auch die Liebste. Rezept gibt's hier.

21.05.10

Das macht nur Frauen dick

(vom 28.12.2007)

Wie schon an anderer Stelle erwähnt achte ich ja seit einiger Zeit auf diese Nährwerttabellen die auf Nahrungsmittelverpackungen immer irgendwo ganz klein draufgedruckt werden. Davon wird man zwar nicht dünn, aber man hat ein wesentlich schlechteres Gewissen wenn man dann fettiges Zeugs trotzdem isst.

Letztens war ich mit meiner Liebsten im Fett-Tempel McDonald's und sie hat dort bemerkt, dass auch Nährwerttabellen auf dem Papier sind, in welches die kleinen Burger eingewickelt werden. Allerdings gelten diese Tabellen scheinbar nur für Frauen wie die Symbole (Pfeile) deutlich zeigen.


Warum dort nur Frauen und/oder Mädchen (ganz eindeutig in Röcken) abgebildet werden bleibt ein Rätsel. Vermutlich machen die Burger nur im Zusammenhang mit Östrogen dick. Ja, so wird es ganz ganz sicher sein. Da bin ich vollkommen überzeugt von. Noch drei Cheeseburger bitte!

18.05.10

Wach - und zwar richtig!

Mein Leben lang hatte ich Probleme damit morgens in der Früh so richtig wach zu werden. Ein wenig wach wurde ich zwar immer, aber oft reichte das nur um bis ins Bad zu kommen wo ich dann beim morgendlichen pinkeln wieder eingeschlafen bin. (Das ist übrigens ein guter Grund sich anzugewöhnen im Sitzen zu pinkeln - was ich allerdings bis heute nicht getan habe.)

Das ich morgens nicht richtig wach wurde war lange Zeit ein großes Problem für mich. Sie glauben ja gar nicht wie viele Jahre Schule ich verschlafen habe wegen dieser Sache. Obwohl... wenn Sie all die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler in meinen Texte zählen, dann glauben Sie es vielleicht ja doch.

Jedenfalls hatte ich irgendwann die Schnauze voll und habe mich an einen Experten gewendet: meinen Bruder! Der hat das mit dem Aufstehen nämlich voll raus. Den können Sie zu jeder Tag- und Nachtzeit wecken und er ist sofort voll da. Manchmal frage ich mich ob er überhaupt schläft, so aufgeweckt wie der immer ist. Ein wenig unheimlich finde ich das schon.

Auf jeden Fall habe ich ihn gefragt: "Basti", ich nannte ihn so weil das sein Name ist, "Basti, wie machst du das? Wie schaffst du es morgens wach zu werden? Was ist dein Geheimnis?" Und er sagte mir: "Kaffee!" Und ich: "Kaffee?" Und er: "Ja, Kaffee. Mit Kaffee wird jeder wach."

Und das war der beste Tipp, der mir in meinem ganzen Leben gegeben wurde. Von da an ging ich nach dem Aufstehen nicht mehr ins Bad um dort wieder einzuschlafen, sondern direkt in die Küche wo ich mir jetzt jeden Morgen eine heiße Kanne Kaffe über den Kopf schütte. Es ist zwar eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, aber danach ist man wach - und zwar richtig1 Das können Sie mir glauben.