06.04.09

Ich

Ich habe am Wochenende mal meinen Blog von hinten nach vorne quergelesen und festgestellt wie oft ich doch das Wort "ich" benutze. Ich, ich, ich. Immer ich. Jemand der mich nicht so gut kennt wie ich mich selbst kenne könnte glatt annehmen, ich sei ein selbstverliebter egomanischer ich-bezogener Egoist.

Um also nicht mehr so oft "ich" zu schreiben habe ich (ach verdammt) mir überlegt mal testweise nur noch in der dritten Person von mir selbst zu sprechen und/oder jedes verwendete "ich" durch ein "seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene" zu ersetzen. Das klingt dann bestimmt viel weniger eingebildet.

Okay. Test läuft ab... jetzt!

Seit seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene sich nur noch seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene nennt hat er festgestellt, dass viele Leute ihn mit dem Papst verwechseln. Da diese Verwechslungen zuvor nicht auftraten nimmt seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene an, dass dies entweder mit dem Attribut "himmlisch" im Titel seiner himmlischen Großartigkeit, Maaks des Erhabenen zu tun hat, oder aber mit der Sträne grauer Haare, die sich seit einiger Zeit über dem linken Ohr seiner himmlischen Großartigkeit, Maak des Erhabenen zeigt. Auch fragt sich seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene ob es mehr Vor- oder Nachteil ist mit dem Papst verwechselt zu werden.

Sei es wie es sei. Aufgrund der großen Nachfrage hat seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene nun beschlossen Audienzen zu gewähren - und zwar nicht nur besonderen Leuten, sondern jedem! Natürlich ist seiner himmlischen Großartigkeit, Maak dem Erhabenen bewusst, dass das ganz schön viele Audienzen sind und das es deshalb zu langen Wartezeiten kommen kann bis der einzelne seine Privataudienz gewährt bekommt. Seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene weist daher darauf hin sich unbedingt früh für eine Audienz zu bewerben. Momentan beträgt die Wartezeit etwa dreissig Monate. Es hat sich zwar noch niemand für eine Audienz beworben und seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene könnte sofort Audienzen gewähren, aber später werden sich sicherlich irgendwann viele viele Leute bewerben und tatsächlich Wartezeiten von dreissig Monaten entstehen und seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene möchte alle gleich behandeln weshalb auch schon die ersten Bewerber dreissig Monate warten müssen. Alles andere wäre ungerecht.

Desweiteren erwägt seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene eine Internetseite ähnlich wie www.triff-den-papst.de zu machen, wo man für viel Geld diese Audienzen bei seiner himmlischen Großartigkeit, Maak dem Erhabenen buchen kann. Man könnte diese Internetseite www.triff-seine-himmlische-grossartigkeit-maak-den-erhabenen.de nennen.

Doch wärend seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene diese Zeilen schreibt kommen ihm Zweifel an der ganzen Sache. Was wenn seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene irgendwann seinen Titel aufgrund der viel schneller zu tippenden kurzform in der ersten Person wieder ablegt? Finden wir es heraus...

Und damit endet der Test.

Ja ich gebe zu es war eine schöne Zeit als himmlische Großartigkeit, aber eigentlich bin ich dann doch lieber ich. Audienzen gewähre ich trotzdem - auch ohne Wartezeiten. Stellen Sie einfach Ihre Frage in den Kommentaren und der Erhabene wird sie so schnell ich kann beantworten.

Kommentare:

Frau Vivaldi hat gesagt…

Schön, dass Sie wieder ich sind.. oder so. Sie selbst jedenfalls.
Audienz brauche ich momentan aber nicht, werde mich bei Bedarf gern hintanstellen.
Herzlichst, Ihre Frau Vivaldi

Maksi hat gesagt…

Seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene, ich melde mich hiermit für eine Audienz an. Wir müssen unbedingt die Sache mit den kommentierten Kommentaren klären. Es brennt mir auf der Seele. Wären Sie also so liebensgewürzig und würden mich für in # Monaten eintragen? Mein Dank würde Ihnen auf ewig hinterher schleichen.
Unterwürfigst,
Ihre ergebene Maksi
(manchmal der Wahrheit nicht mächtig)

geschichtenerzähler hat gesagt…

Seine himmlische Großartigkeit, Maak der Erhabene, ich erlaube mir untertänigst, KEINE Audienz bei Ihnen zu buchen, da ich selbst eine Warteliste von dreiundachtzig Jahren abarbeiten muss, zu welchen mir gewährten Audienzen ich noch reisen muss.

Marco hat gesagt…

Welcher Maak?

Frau Rossi hat gesagt…

...also ICH finde das mit dem ICH nicht so schlim. Schließlich bin ICH ja der wichtigste Mensche in MEINEM Leben. Und besser Du schreibst in der ICH-Form, als dass Du "man" schreibst. ICH ist viel persönlicher als man - finde ICH.

Ach, ja, aber der Versuch in der dritten Person war durchaus gelungen. Das mit den Audienzen würde ICH mir sowie gut überlegen. Kommen zuviele Spinner... ;)

Maak hat gesagt…

@frau vivaldi: dann lassen sie sich wenigstens segnen. im internet geht das ganz einfach mit digitaler segnatur.

@maksi: okay, für ihre audienz mache ich mal einen hausbesuch wie sie sicherlich schon in den kommentaren ihres blogs gelesen haben.

@geschichtenerzähler: okay, geht klar. wie wäre es mit einem termin für keine audienz morgen um fünf?

@marco: na ich. ich, ich, ich! ICH!!!

Maak hat gesagt…

@frau rossi: ich find's eigentlich auch nicht wirklich schlimm musste mir aber mangels fehlender richtiger themen was aus den fingern saugen damit die besucherzahlen nicht noch weiter sinken. ;-)

Frau Vivaldi hat gesagt…

Segnen ist OK, Herr Maak. Dankeschön!

Rotzlöffel hat gesagt…

Das mit den Autienzen würde ich mir doch nochmal überlegen. Du stellst dann ein Spendensäckchen auf (machen die Katholen ja immer so) und wirst steinreich. Und wenn du dann reich bist, macht auch die graue Strähne nix mehr. Die ultimative Geschäftsidee, nä? Ich überleg mir nochmal, ob ich irgendwann ma nen Antrag stelle ;o)

geschichtenerzähler hat gesagt…

Halb sechs wäre besser, dann treffen wir uns also nicht um halb sechs?

Maak hat gesagt…

@frau vivaldi: bitte, gerne.

@rotzlöffel: bin aber kein kathole. bevor ich aus der kirche ausgetreten bin war ich evangele. hoffe das klappt trotzdem mit dem reichwerden.

@geschichtenerzähler: ja, okay. ich bin dann pünktlich um halb sechs nicht da. versprochen.