Der König stand auf dem Balkon und betrachtete sein Reich. Es gab einiges zu entdecken, denn das Reich reichte von Horizont zu Horizont - und das war nur die Hälfte, die von dieser Seite der Burg sichtbar war. Auf dem anderen Balkon nach vorne hinaus gab es noch midestens genau so viel Reich zu betrachten wenn man wollte. Oder man ging gleich auf den großen Turm, denn von dort aus war alles zu sehen - zumindest so weit das Auge reichte.
Von hinten schlich leise der Hofmeister herbei. "Guten Morgen eure Hoheit", sagte er und verbeugte sich tief obwohl der König gar nicht hinsah. "Wie steht es um das Reich?" Der König drehte sich um. "Sagt ihr es mir, Hofmeister. Für gewöhnlich wisst ihr über solche Dinge besser bescheid. Ich erfreue mich lediglich an der schönen Aussicht."
"Sehr wohl", sagte der Hofmeister, zog ein gerolltes Pergament aus dem weiten Ärmel seiner Robe und begann vorzulesen. "Also, dem Reich geht es prima. Alle Ländereien sind Fruchtbar, der Handel blüht, wir haben mit niemandem Krieg, ihr seid der reichste Mensch der Welt, habt die schönste Frau die jemals gesehen wurde und das Volk liebt euch." Der König lachte. "Ich liebe mein Volk auch. Vielleicht sollte ich es ihm zeigen. Mit sofortiger Wirkung schaffe ich alle Steuern ab. Die Staatskasse platzt eh aus allen Nähten. Das können wir schon verkraften."
"Das ist sehr weise", sagte der Hofmeister während er die Anweisung notierte. "Danke", sagte der König, "Gibt es sonst noch was?" Der Hofmeister überflog seine Notizen. "Eine Sache wäre da wirklich noch... etwas das nicht länger aufgeschoben werden kann." Der König hob eine Augenbraue. "Ach ja? Dann sprecht, lasst es uns nicht noch weiter aufschieben."
"Seit ein paar Tagen erhalten wir Nachrichten aus allen Himmelsrichtungen die euren Jahrestag betreffen..."
"Meinen Jahrestag", fragte der König, "Ist es denn schon wieder so weit?"
"Oh ja, eure Hoheit, am 29. September, wie jedes Jahr."
"Das ist ja schon in einem Monat!", stellte der König fest. "Haben die Vorbereitungen für das Fest schon begonnen?"
"Aber ja, eure Hoheit. Es wird ein großartiges Fest werden, da gibt es gar keinen Zweifel."
"Was ist es dann?", fragte der König, "Ihr sagtet es gäbe Probleme."
"Nicht direkt Probleme, eure Hoheit. Ganz im Gegenteil. Es erreichen und Nachrichten aus allen Landen von verschiedenen Lords, dem Klerus, anderen Königen und dem gemeinen Volk. Sie alle lieben euch, eure Hoheit und sie alle stellen die gleiche Frage: was kann man dem König zum Jahrestag schenken? Jemandem der schon alles hat."
Der König schwieg und dachte nach.
"Wir müssen wirklich bald etwas tun", fuhr der Hofmeister fort, "Langsam können wir die viele Post die uns in dieser Sache erreicht weder bearbeiten, noch lagern. Es ist einfach zu viel! Jeder will euch beschenken, eure Hoheit."
Der König lächelte. "Sie lieben mich wirklich", murmelte er mehr zu sich selbst. Dann fragte er: "Was schlagt ihr vor?"
Der Hofmeister war auf diese Frage vorbereitet gewesen. "Das Beste wäre wohl eine öffentliche Erklärung. Ein Aushang in jeder Stadt und jedem Dorf von Küste zu Küste. Und darin erklärt ihr dann, dass es stimmt und ihr wirklich bereits alles besitzt und wunschlos glücklich seid und man euch nicht beschenken solle."
"Seid ihr verrückt?!?", fragte der König entsetzt. "Es geht um meinen Jahrestag! Natürlich soll man mich beschenken! Wir werdet einen Aushang machen. An jedem Baum im Reiche soll er genagelt werden, dass es jeder sehen kann. Besorgt einhundert Männer mit einhundert Federn, sie sollen den Aushang verfassen."
"Aber eure Hoheit, was sollen sie schreiben?"
"Meine Amazon-Wunschliste!"
Der Hofmeister notierte "Eure... was?!?"
"Meine Amazon-Wunschliste. Da steht alles drauf was ich gerne hätte, günstigere und teurere Sachen. Da ist für jeden etwas dabei und ich freue mich garantiert über jedes Geschenk davon. So und jetzt schnell, schnell. Macht hinne so lang die Zeit noch reicht."
Der Hofmeister verbeugte sich und eile davon während er hastig die Anweisungen des Königs notierte. Schon am nächsten Tag wurden die ersten Aushänge an Bäume im ganzen Reich genagelt.
Der Inhalt dieser Aushänge ist hier nachzulesen: http://www.amazon.de/registry/wishlist/1YBEXFEIFU3NA/ref=cm_sw_r_fa_ws_JN1wob1E2ZQWT
29.08.11
Der König
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Maak
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18.08.11
Deswegen
Ich war übrigens bis letztes Wochenende im Urlaub und auf Reisen. Deswegen war leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.
Aber keine Sorge, jetzt bin ich wieder da und am Arbeiten weil der Urlaub vorbei ist. Deswegen ist leider gar keine Zeit hier mal wieder was zu schreiben.
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14.07.11
And justice... for all!
...und das war dann der Grund warum ich mir so ein Gerichtsverfahren mal live anschauen wollte. Und als einmal dieser Entschluss gefasst war konnte mich auch nichts mehr aufhalten.
Ich ging also zum Gericht und fragte mich durch ob gerade irgendwelche interessanten öffentlichen Verfahren laufen würden, von denen ich mir eins anschauen könnte. Man schickte mich zu Gerichtssaal vier. Weil dort die Verhandlung schon begonnen hatte schlich ich mich leise rein und setzte mich zwischen die anderen Zuschauer.
Erst war ich ein wenig enttäuscht, weil nichts so war wie in den unzähligen Gerichtsverhandlungen die ich im Fernsehn gesehen hatte. Der Gerichtssaal war optisch sehr schlicht und nicht etwa mit teuren Hölzern vertäfelt wie ich angenommen hatte und es rief auch nicht ein einziges mal irgendjemand "EINSPRUCH, euer Ehren!".
Worum es in der Verhandlung ging weiß ich auch nicht mehr genau. Die haben da die ganze Zeit nur geredet. Voll langweilig war das! Und da hab ich halt nicht aufgepasst und an andere Sachen gedacht und darauf gewartet das es endlich zu Ende geht und irgendjemand für irgendetwas verurteilt wird. Zwischendurch bin ich auch mal eingenickt.
Irgendwann, als ich gerade mal wieder aufgewacht war, hat der Staatsanwalt gerade eine Zeugin in die Zange genommen. "Ich fasse das ganze mal zusammen", sagte er. "Sie haben nichts von der Tat gesehen, waren nicht einmal in der Nähe als es passiert ist, kennen weder den Kläger, noch den Angeklagten, und können auch sonst nichts hilfreiches zu diesem Fall beitragen und vermuten Sie sind nur aufgrund eines Schreibfehlers bei Ihrem Namen hier vorgeladen worden. Ist das so richtig?" Die Zeugin bestätigte. "Ja so ist es. Ich habe keine Ahnung worum es überhaupt hier geht", sagte sie. Der Richter machte sich eine Notiz in seine Akte.
"Nun gut", fuhr der Staatsanwalt fort, "eine letzte Frage habe ich dann noch. Würden Sie als völlig Unbeteiligte dem Gericht bitte sagen was sie glauben wer der Täter hier sein könnte?" Die Zeugin dachte nach und sah sich im Saal um. "Also wenn sie so fragen", antwortete Sie, "dann würde ich sagen der da ist schuld." Während sie das sagte zeigte sie auf mich. "Der sieht ziemlich schuldig aus."
"AHA!", sagte der Richter. "Fall gelöst. Ich verurteile den Typ da", er zeigte auch auf mich, "für eine lange Zeit im Gefängnis oder mindestens eine hohe Geldstrafe." Dann hämmerte er mit seinem Holzhammer auf sein Holzplättchen. "Führt die Sau ab!" Sofort sprangen die Gerichtsdiener auf legten mir Handschellen an und führten mich davon. Ich konnte noch einen Blick auf die Klägerin, eine junge Frau die ich nie zuvor gesehen hatte, erhaschen die vor Glück in Tränen ausbrach weil die Gerechtigkeit gesiegt hatte.
Ja und weil ich dann ne Weile weggesperrt war konnte ich hier nix schreiben in letzter Zeit. True story.
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Rubrik: Bloggen, Geschichten, Seltsam
02.06.11
Keep it real
Heut morgen beim Frühstück mit der Liebsten:
"...ach und am ersten Juli wird unser neues Firmangebäude eingeweiht und alle sind eingeladen mit ihren Familien. Gibt Kuchen. Und es wird gegrillt. Da kommst du auch, oder?"
"Klar komm ich."
"Schön! Dann kannste dir mal gleich mein neues Büro anschauen."
"Gerne. Was soll ich denn da anziehen?"
"Hö? Wie jetzt?"
"W-a-s - s-o-l-l - i-c-h - d-a - a-n-z-i-e-h-e-n - ?"
"Öhm... naja. Ich hab meinen Arbeitskollegen immer erzählt das du Ärztin bist... und Metzgerstochter! Zieh dir also bitte einen Arztkittel an und häng dir eine Fleischwurst um den Hals damit meine Geschichte glaubwürdiger klingt." :-)
True story!
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24.05.11
Vorsicht Stufe
"Welche Stufe?", fragte sich Kevin und sah sich um. "Etwa die da? Die kleine Stufe da?!?" Vor ihm war eine kleine Stufe, vielleicht vier Zentimeter hoch. Daneben, an der Wand, hing ein riesiges Schild auf dem in großen Buchstaben "VORSICHT STUFE!" stand.
Kevin lachte. Kopfschüttelnd dachte er: "Für so eine kleine Stufe machen die hier so ein großes Schild hin. Verrückt!" Dann hopste er demonstrativ die Stufe hoch. "So. Nix passiert. Gut das das Schild mich gewarnt hat, haha.", dachte er sich und ging weiter.
Kevin kam keine drei Schritte weit, da sprang ihn die Stufe von hinten an, brach ihm das Genick und fraß ihn auf.
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30.03.11
Keine Zeit
Tut mir Leid. Is so.
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21.02.11
Weitergehen!
(vom 07.05.2008)
"Hey, sie da", rief der Polizist, "ja, genau sie!" Ich sah mich um. Ausser mir war niemand in der Nähe. "Wer? Ich?", fragte ich trotzdem. "Ja, genau sie meine ich", bestätigte er, "gehen sie bitte weiter. Es gibt hier nichts zu sehen." Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor stehen zu bleiben, denn eigentlich hatte ich den Polizisten ja nicht mal gesehen bis er mich gerufen hat. "Sie sind ja immer noch hier", brüllte er.
Ich ging zögerlich weiter, sah dabei aber die ganze Zeit in seine Richtung und fragte mich was er wohl zu verbergen hatte. Denn eigentlich war tatsächlich nichts zu sehen. Kein Unfall, keine Kreideumrisse auf dem Boden, kein Blut. Nichts. "Entschuldigen sie", fragte ich ihn aus der Ferne, "was genau soll ich denn bitte nicht sehen dürfen?" Der Polizist wirkte genervt. "Das geht sie gar nichts an", raunzte er, "Weitergehen! Weitergehen!"
So ging ich also weiter und dachte mir noch ich müsste unbedingt morgen mal in die Zeitung schauen ob dort über den Vorfall berichtet würde. Und so war es dann auch. Am nächsten Tag stand auf dem Titelblatt in riesigen Buchstaben: "Nichts zu sehen, weil nichts passiert. Fussgänger gingen weiter." Und stolz dachte ich noch für mich selbst: "Und ich war dabei!"
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Rubrik: das kenn ich doch alles schon






