29.02.08

Falsch! Oder?

Heute hat die Azubiene in unserer Abteilung Geburtstag. Kein Scherz, wirklich heute! Ich glaube sie ist die erste und einzige Person die ich kenne, die am 29sten Februar Geburtstag hat. Zwanzig Jahre jung ist sie geworden.

Da der 29ste Februar ja nur alle vier Jahre im Kalender auftaucht, ist es natürlich eher eine Ausnahme das sie an diesem Tag auch feiern kann. Und natürlich muss auch jeder einen Witz drüber machen. Ich weiss nicht wie oft die Gute heute von verschiedenen Leuten hören musste "Herzlichen Glückwunsch! Wie alt sind sie geworden? Fünf? Hahaha!" ...und wie oft sie das heute noch hören wird. Spätestens nach dem dritten mal ist dieser Witz nämlich total doof und abgelutscht. Ein Glück, dass ich morgens sehr früh im Büro bin und den Joke somit als erster Gratulant raushauen konnte als er noch frisch war.

Hunde lieben immer den am meisten, der sie füttert. So ist das auch mit unserer Abteilung. Wenn uns jemand füttert, dann lieben wir denjenigen ganz doll - zumindest bis zum Feierabend. Und so waren wir hoch erfreut das die Azubiene zur Feier des Tages Kuchen mitgebracht hatte.

Wir sitzen also irgendwann mit der ganzen Abteilung gemütlich beisammen und schaufeln Kirsch- oder wahlweise Schokokuchen in uns rein. Da sagt der Chef: "Ich dachte eigentlich sie hätten erst morgen Geburtstag. Bei unserer Personalabteilung ist nämlich der erste März und nicht der 29ste Februar vermerkt." Und jemand anders vermutet: "Vielleicht kann man den 29sten Februar EDV-mäßig nicht eintragen, weil er nur in Schaltjahren vorkommt? Vielleicht gibt's dann so was wie den Millenium-Bug?"

Darauf erzählt die Geburtstags-Azubiene, dass in ihrem Personalausweis auch der erste März als Geburtsdatum steht, sie aber garantiert am 29sten Februar 1988 geboren worden sei. Man hätte ihre Mutter damals gefragt was in die Geburtsurkunde eingetragen werden soll: das richtige Datum, welches nur in Schaltjahren vorkommt, oder lieber der Tag später, den es jedes Jahr gibt. Und da hat die Mutter sich für den ersten März entschieden.

Seitdem frage ich mich die ganze Zeit ob das wirklich so einfach geht. Ich meine das ist doch Dokumentenfälschung, oder? Die Azubiene hat in all ihren Papieren ein falsches Geburtsdatum stehen. Ausweis. Führerschein. Überall! Selbst ihre Sozialversicherungsnummer ist dann falsch, weil dort auch das Geburtsdatum drin verwurstet wird. Nicht das die Gute am Ende keine Rente bekommt wegen diesem Fehler.

Naja. Viele Frauen neigen ja dazu sich ab dem 30sten Lebensjahr als jünger auszugeben als sie tatsächlich sind. Einen Tag jünger ist die Azubiene schon jetzt... zumindest auf dem Papier.

28.02.08

Liebe Charlotte Roche,

wie dir sicherlich bekannt ist kann man auf youtube die videos deiner "promi wahrheit oder pflicht"-runde sehen. geniale idee! super show! ein jammer das niemand die eier dazu hat das im fernsehn zu senden.

nun ist es schon ewigkeiten her, dass ich die sachen gesehen habe. ich hatte das ganze schon wieder vollkommen vergessen, als der herr schmidt eins der videos in seinem blog erwähnte und dabei gleich noch dazu aufforderte deine show zu toppen. das will er dann filmen und ins netz stellen.

nun glaube ich kaum, dass deine show überhaupt getoppt werden kann. und da viele leute angst haben ihre anal-geschichten zu erzählen oder die füße ins klo zu stellen zweifele ich auch noch daran ob sich überhaupt genug freiwillige teilnehmer dafür finden. immerhin muss man schon bereit sein sich öffentlich zum löffel zu machen. aber wir arbeiten dran genug leute davon zu überzeugen und ich bin fest überzeugt wenn es gelingen sollte wird es ein lustiger abend werden.

so. achtung, jetzt kommt meine eigentliche frage: in den videos deiner wahrheit oder pflicht runde hast du karten auf dem tisch liegen auf denen vorschläge für fragen oder aufgaben für die weniger kreativen mitspieler geschrieben stehen. ist es möglich, dass du mir diese karten (oder zumindest die vorschläge darauf) zukommen lässt damit wir sie für unsere runde benutzen können. dann könnte man auch behaupten es sei gesponsort von charlotte roche persönlich, was vielleicht den ein oder anderen dazu bewegt noch mitzumachen.

ich hoffe auf eine (schnelle) antwort deinerseits.

viele liebe
grüße
marc hoffmann


Diese Email hatte ich vor zwei Wochen an Charlotte Roche geschrieben. Und weil ich finde Frau Roche ist für nen Promi ziemlich... ähm... auf dem Boden geblieben, habe ich auch fest mit einer Antwort gerechnet.

Eine Antwort kam auch, allerdings nicht von Charlotte selbst...



Lieber Herr Hoffmann,

die Karten sind nicht im Besitz von Charlotte Roche; da müssen Sie sich leider selber was überlegen.

Wünsche viel Erfolg,

Theda Gold vom Büro Roche


Eine Frechheit, oder? Ich schreibe einen halben Roman und die glauben drei Zeilen reichen mir als angemessene Antwort? Das musste ich mit Frau Gold klären.



liebe frau gold,

nein, nein, nein. das ist ja nun ganz und gar nicht die antwort die ich haben wollte. und - nichts gegen sie frau gold - aber wenn schon, dann soll mir charlotte roche doch bitte eine absage schreiben. die ist nämlich hip und ich hege den verdacht sie, frau gold, sind das nicht.

da können sie natürlich gar nichts für, frau gold. vermutlich haben sie die anweisung so knallhart den zugang von fan zu frau roche zu blocken und blos niemals nie gutgemeinte, nette briefe weiter zu leiten. naja, job ist job. ich tu auch nicht alles gern was ich den ganzen tag so machen muss. ich bin mir sicher wenn sie dürften, frau gold, dann hätten sie meine mail auch weiter geleitet. immerhin bin ich es doch: der gute marc hoffmann. sie wissen schon, der lustige, gesellige, immer für einen spass zu haben typ. ausserdem hätten sie ja dann was bei mir gut. sie verstehen schon. ;-)

aber gut. ich werde sie jetzt in ruhe lassen, frau gold. was bleibt mir auch anderes übrig. übrigens finde ich das gold ein total guter nachname ist. den würd ich behalten an ihrer stelle.

ich wünsch ihnen was
und grüßen sie mir die frau roche
(aber wirklich ehrlich)

marc hoffmann


Danach hab ich lange gewartet. Das ganze ist jetzt zwei Wochen her. Es kam nix mehr. Ich glaube Frau Gold ist eingeschnappt. Vielleicht hat sie auch PMS, wer weiss das schon.

Wo sind die Promis wenn man mal ihre Hilfe braucht?

26.02.08

Schwule Brötchen

"Sollen wir uns das letzte Brötchen teilen?" fragt er. "Oh, ja gerne!" antwortet sie. Er nimmt das Brötchen und schneidet es durch. "Möchtest du die obere oder die untere Hälfte?"

Jeder kennt das. Sobald es darum geht das zwei Personen sich ein Brötchen teilen wollen, kommt es unweigerlich zu der Frage wer welche Hälfte bekommt. Jeder hat da so seine Vorlieben. Und hat man sich einmal für eine Hälfte entschieden wird man vermutlich sein ganzes Leben lang immer nach dieser Brötchenhälfte verlangen.

Ich favorisiere ja die obere Brötchenhälfte, ganz einfach weil sie mir größer erscheint (und wenn's um Essen geht bin ich Egoist). Andere Leute sehen das anders und finden die ähm... "Höcker" der oberen Hälfte zu hart, spitz oder knusprig und wollen lieber die weichere, untere Brötchenhälfte. Es gibt sicherlich für beide Brötchenhälften Vor- und Nachteile und jeder muss mit sich selbst ausmachen warum er welche Hälfte lieber hat. Aber ich glaube man kann behaupten das jeder Mensch seine Lieblingshälfte hat, die er immer der anderen vorziehen würde.

Wenn das also so ist, warum ist dann noch keine Bäckerei auf die Idee gekommen belegte Brötchen zu verkaufen bei denen beide Hälften gleich sind. Ist doch ganz einfach. Man nehme zwei Brötchen und schneide sie durch. Man erhält zwei obere und zwei untere Brötchenhälften. Nun nimmt man die oberen Hälften und macht daraus ein neues Brötchen und aus den beiden unteren Hälften ebenso. Scheibe Wurst oder Käse dazwischen und fertig. Wär das nicht was?

Da ja dann nicht mehr zwei verschiedene sondern zwei gleiche Brötchenhälften ein Brötchen ergäben, könnte man von schwulen bzw. lesbischen Brötchen sprechen. Nehmen wir mal an, die obere, kurvenreichere, sexy Brötchenhälfte mit dem Spalt sei die Weibliche und die untere, flache, weichere Hälfte die Männliche. Dann könnte man als Fan der unteren (männlichen) Brötchenhälften zu der schönen Bäckerin gehen und sagen "Ein schwules Brötchen mit Salami bitte." Und die wüßte dann sofort Bescheid und gäbe ein Brötchen aus zwei unteren Hälften mit einer Scheibe Salami dazwischen raus. Genial, oder? Umgekeht klappt das genau so. Ein "lesbisches Brötchen mit Käse" wären zwei obere Brötchenhälften mit ner Scheibe Gouda dazwischen.

Wenn man jetzt nur ein halbes belegtes Brötchen kaufen will könnte man zum Beispiel "ein halb-schwules Brötchen mit Mett" bestellen und die schöne Bäckerin wüsste direkt, dass man lieber die untere Brötchenhälfte mit Mett belegt hätte. Ein halb-lesbisches Brötchen wäre halt nur die obere Hälfte. So könnten lange Formulierungen in der Bäckerei kurz und knackig auf den Punkt gebracht werden und das Bestellen ginge viel schneller.

Daher fordere ich ab sofort "schwule" und "lesbische" Brötchen in den allgemeinen Sprachgebrauch zu integrieren wo es nur geht um damit die Welt wieder ein kleines Stück zu verbessern. Heterobrötchen können von mir aus auch weiterhin als "normal" bezeichnet werden - die sind ja eh nix Besonderes.

25.02.08

Fussball, Frauen und Fiege-Bier

Die Liebste hat zwei Brüder. Der eine ist mein Zahnarzt. Den kennen Sie schon wenn Sie hier immer fleissig mitlesen. Aber um den geht's heute nicht. Heute geht's um den anderen Bruder. Ich will ihn mal Jan nennen. Das ist zum einen sehr kurz und zum anderen heißt er so.

Der Jan ist ein wandelndes Fussball-Lexikon. Wenn Sie den nach dem Namen der Oma eines Siebziger-Jahre-Zweitlegisten fragen, dann weiss der Jan das. Wenn in der E-Jugend eines Drei-Seelen-Kaffs in Schweden einer Verletzt ist, dann weiss der Jan davon noch bevor der Trainer das mitkriegt. Jan kann auch zu jedem Fussballspiel auf der Welt im passenden Trikot der Heim-Mannschaft gehen, da er einen Kleiderschrank voller Trikots aus allen Ländern der Welt hat. Sie sehen der Jan hat echt Ahnung wenn's um Fussball geht.

Und der Jan hat auch echt Ahnung wenn's darum geht an exotische Karten für Fussballspiele zu kommen. Und so hat er es geschafft zwei VIP-Karten für das Spiel VfL Bochum gegen Hannover 96 zu ergattern - für umsonst! In diesem Fall bedeutet VIP-Karten nicht etwa nur tolle Plätze, sondern auch noch Zutritt zur VIP-Lounge im bochumer Stadion. Dort rein zu kommen kostet sonst so richtig viel Asche. Also so richtig, richtig viel. Und wen hat er eingeladen mitzukommen? Na mich natürlich! Ein toller Kerl, der Jan.

Und so haben wir uns also am Freitag getroffen um zusammen mit der Bahn nach Bochum zu fahren. In dieser Bahn fuhr auch ein Spastiker mit. Als ich seine seltsamen Zuckungen sah tat mir der arme Kerl sehr leid und ich stellte mir vor wie andere Leute ihn dafür vermutlich auslachen. Drei Sekunden später allerdings fing er an rhythmisch mit seinem Kopf gegen die Scheibe zu bollern und dabei fröhlich Fussballlieder zu singen. Da konnte ich nicht anders und musste selber lachen. Hinterher tat's mir wieder leid aber in dem Moment ging's einfach nicht anders. Ich war ja nicht der einzige. Die ganze Bahn war belustigt. Der hat aber auch zwanzig Minutern non-stop Show gemacht. Sie hätten dabei sein müssen.

Naja, jedenfalls kamen wir irgendwann auch am Stadion an und sind dann hoch zur VIP-Lounge. Dort hat man ein schickes Armbändchen bekommen, an denen die Türsteher und die Servicekräfte auch erkennen konnten dass man wirklich very important war. Ich war ja bisher nicht in vielen VIP-Lounges, aber von allen beiden die ich bisher von innen gesehen hatte war diese die Bessere Beste.

Natürlich sah die Lounge optisch schon mal sehr gemütlich aus. Besonders wenn man durch die Scheibe sehen konnte wie sich die Ränge im Stadion langsam mit non-VIP-Fans füllten, die noch mindestens eine Stunde in der Kälte hocken würden bevor das Spiel überhaupt begann, schätzte man die Tatsache in einem beheizten Luxusrestaurant zu hocken.

Bei Speisen und Getränken galt: "all you can eat" beziehungsweise "drink". Der Jan und ich haben das allerdings falsch verstanden und uns "more than we could eat" reingezogen. War ja umsonst. Mal ehrlich, am Ende waren wir runder als ein Fussball und dem Platzen nahe. Auch von dem Fiege-Bier das ich gar nicht so gerne mag hab ich aus Lokalpatriotismus viel zu viel getrunken.

Im Service arbeiteten fast nur hübsche Mädels. War ein wenig wie das Hooters, nur das die weniger tittig und nicht so knapp angezogen waren sondern etwas seriösere Uniformen trugen. Aber hübsch waren sie alle - bis auf die Eine die uns den ganzen Abend bedient hat. Sie wissen schon, Murphy's Gesetz. Naja, der Service war trotzdem klasse. Die kam immer schon mit'm nächsten Bier noch bevor es bestellt war (was sicherlich auch ein Grund für die totale Übersättigung an diesem Abend war).

Ausser dem Jan und mir waren natürlich noch andere very imprtant persons dort. Die waren entweder very reich oder very bekannt oder very glücklich von irgendwem Tickets bekommen zu haben so wie wir. Weil da natürlich überwiegend Fussball-Prominenz zugegen war sagte der Jan ständig "Oh, sieh mal da ist der So-und-so!" und "Schau mal, der Dicke da vorne war mal der Trainer von Wattenscheid." oder "Das da ist die Haste-nicht-gesehn. Die ist in der deutschen Frauennationalmanschaft. Eine echte Weltmeisterin!" Ich habe dann immer anerkennend gestaunt was für Promis uns umgeben haben. Dabei kannte ich die wenigsten davon - die mich allerdings auch nicht, was die Sache ausgleicht.

Erkannt habe ich allerdings den Herrn Brdaric und den Herrn Dabrowski. Die beiden sind die ganze Zeit durch die Lounge getigert weil sie nicht mitspielen durften. Der eine war verletzt, der andere gelb-gesperrt. Auch den Herrn Wosz, den Zwerg, konnte ich unter den Anwesenden eindeutig ausmachen. Der hat an der Theke gesessen und Fiege-Bier geschlürft.

Und dann hab ich noch wen erkannt. Eine Blondine. Und genau wie bei dem Herrn in der U-Bahn hatte ich auch hier keine Ahnung woher ich die kenne. Sicher war, dass mir ihr Name nicht bekannt war, was mir ersparte nachzugrübeln wie die wohl heissen mag. Trotzdem war ich mir sicher die schon hundert mal gesehen zu haben. Aber wo? Optisch hatte sie was von ner Nachrichtensprecherin. Vielleicht ein wenig jung, aber möchlich. Und wenn die nicht in irgendeiner Art bekannt war, was machte sie dann in der VIP-Lounge? Also hab ich Jan gefragt ob die Blondine ein Promi ist und woher man die wohl kennen könnte. Der Jan hat an dem Abend bestimmt fünfzig Leute identifiziert von denen ich nie gehört habe, aber diese eine, die ich ausnahmsweise mal erkannt habe, die kannte er natürlich nicht. Die Erkenntnis kam mir als es nach dem Spiel etwas leerer in der Lounge wurde. Da sah ich, dass der Tisch an dem die gesessen hatte für die Firma Rewe reserviert war. Der Hinweis reichte mir. Das Mädel sitzt in dem Supermarkt wo ich immer einkaufe an der Kasse und ist nicht prominenter als ich selbst. So kann man sich irren.

Alles in allem war es ein toller Abend. Sich unter unbekannte Promis mischen und futtern bis die Schwarte kracht muss man mal gemacht haben. Dass Bochum auch noch das Spiel gewann war nur das I-Tüpfelchen eines gelungenen Abends.

21.02.08

Zwei Klappen mit einer Fliege geschlagen

Weil ich so ein super Sportler bin kann ich natürlich super fangen. Deshalb hab ich gleich zwei Stöckchen erwischt, wobei nur eins davon geflogen kam. Das andere lag einfach so herum und wurde geklaut gefunden.

Ich beginne mal mit dem Stöckche, dass mir explizit zugeworfen wurde:

DAS HANDY-STÖCKCHEN

1. Hast du ein Handy?
Nein und damit hat sich das Stöckchen dann wohl erledigt. Ja.

2. Wenn ja welche Marke?
Und wenn nein? Motorola

3. Welchen Klingelton benutzt Du derzeit?
Cantina (die Musik, die die Alien-Jazz-Band in der Kneipe spielt wo Han Solo das erste mal in Star Wars Episode IV auftaucht)

4. Welches Bild zeigt Dein Handybildschirm?
Das hier:














Passend zu www.dustintwain.de

5. Wo hast du Dein Handy immer bei Dir und angeschaltet?
Eigentlich überall wenn ich nicht zu hause bin. In manchen Situationen halt nur Vibration (z.B. im Kino).

6. In welchen Situationen ist das Handy daheim oder ausgeschaltet?
Wenn ich auch daheim bin. Aus isses eigentlich nie (ausser der Akku geht alle) weil ich immer die Pin vergesse und dann beim einschalten suchen muss.

7. Wieviele Handys hattest Du schon?
Ich glaube drei, vielleicht auch vier. Natürlich inklusive dem aktuellen. War nie sehr begeistert von den Dingern. Ausser vielleicht vom iPhone, aber das ist ja schon kein Telefon mehr. ;-)

8. Gab es schon eine Situation, wo Du wünschtest, Du hättest kein Handy?
Ja. Wenn's beim Sex klingelt.

So, das war das Handy-Stöckchen, nehme es wer will oder lasst es liegen. So toll ist es ja nicht... im Gegensatz zu dem folgenden Stöckchen. Das hat mir so gut gefallen das ich es gleich aufgesammelt habe obwohl es keiner nach mir geworfen hat:

DAS YOUNGSTERSTÖCKCHEN

Es geht einfach nur darum sein eigenes Lieblingsfoto aus der Zeit vor dem ersten Schultag zu posten. Und hier isses:

























Meine Güte muss ich ein glückliches Kind gewesen sein. Sehen Sie diese Freude? Toll, oder? Obwohl ich selbst kein großer Stöckchen-Fan bin hoffe ich dieses Stöckchen wird von vielen, vielen Leute aufgenommen und wir bekommen ein paar lustige Bilder zu sehen.

Total Recall

Eigentlich hatte ich schon verdrängt was mich gestern den ganzen Tag beschäftigt hatte, aber dann war er heut morgen wieder in der U-Bahn. Kaum hatte ich ihn gesehen kam in mir das mulmige Gefühl hoch das ich heut wieder den ganzen Tag drüber nachdenken würde wer das ist. Ich bekam die Krise.

In China gibt es nur ein und das selbe Wort für "Krise" und für "Gelegenheit". Gar nicht so dumm die Chinesen. Vielleicht werden sie deshalb mehr und mehr zur Weltmacht. Ich jedenfalls nutzte die Gelegenheit ihn nochmal getroffen zu haben.

Er saß in so nem Vierersitz, wo sich zwei Zweiersitze gegenüberstehen. Ich geh also zu ihm hin und setzt mich genau gegenüber hin - vor seine Nase.

Er sieht mich nicht. Ich staune. Muss nicht leicht sein jemanden so zu ignorieren. Normalerweise wenn man Blickkontakt mit Fremden in öffentlichen Verkehrsmitteln meiden will kann man aus dem Fenster sehen. In der U-Bahn macht das wenig Sinn. Er tut's trotzdem.

"Hallo" sage ich und mache damit auf mich aufmerksam. "Kennste mich noch?" Während ich das sage frage ich mich ob wir wohl schon beim "Du" waren oder ich ihn eigentlich hätte siezen müssen. "Also um diese Uhrzeit erkenne ich meistens noch gar nichts" sagt er. Sehr clever diese Antwort wie ich finde. Zeigt das er Humor hat und macht die zuvor an den Tag gelegte Ignoranz mir gegenüber vollig einleuchtend.

Naja immerhin mustert er mich jetzt von oben bis unten und sieht dabei sehr grüblerisch aus. Hah! Der weiss er kennt mich und hat keinen Plan woher. Genau wie ich gestern. Rache ist süß.

Ich helfe ihm ein wenig auf die Sprünge und sage ihm meine Theorie unserer Bekanntschaft. "Damals in Firma XY. Ich war dort in der Ausbildung zum Mediengestalter. Hatte noch viel längere Haare zu der Zeit." Ja das half. Man konnte ihm am Blick ansehen wie sein Hirn von Grübeln auf Erinnern umschaltete. Anscheinend war meine Theorie richtig.

"Natürlich", sagt er, "das war ne Zeit. Hast dich aber ganz schön verändert." Stimmt, denke ich, und du dich irgendwie so gar nicht. Jetzt müsste ich nur noch deinen Namen wissen für vollkommene Glückseligkeit. Aber so direkt will ich nicht fragen. "Und?", frag ich, "Was machste jetzt so? Also beruflich?" - "Ach ja", sagt er, "ich entwickle immer noch Lernplattformen für das Lehrinstitut XY." Plötzlich dämmerts mir. "Etwa immernoch die Lernplattform für deren Prototyp ich damals die grafische Oberfläche gestaltet habe?" frage ich. In diesem Moment rasen Wochen und Monate an meinem inneren Auge vorbei wie wir daran zusammen gearbeitet hatten. "Genau die!", sagt er, "Ist nach all den Jahren immer noch nicht fertig." Ich lächle. Endlich weiss ich wieder wer das ist.

Wir steigen an der selben Haltestelle aus der U-Bahn. "Kennste noch den So-und-so?" fragt er, "Oder die Haste-nicht-gesehn?" Ich kenne beide. Habe zwar auch diese Leute mindestens so lang wie ihn nicht gesehen, wüsste aber zumindest ihre Namen wenn ich sie dann wiedertreffen würde. Seiner fällt mir immernoch nicht ein. "Die treffen sich immer noch hin und wieder", fährt er fort, "und manchmal komm ich auch dazu. Soll ich dir nächstes mal bescheid geben? Kannst ja auch mal mitkommen ein Bierchen trinken oder so. Die freuen sich bestimmt" Wieso nicht, denke ich und sage "Ja klar mach das. Wird bestimmt toll."

Dann verabschieden wir uns und es trennen sich unsere Wege. Ich muss nach rechts, er nach links. Seinen Namen weiss ich immer noch nicht und ich habe auch keinen Schimmer ob er meinen weiss da wir immer nur "du" gesagt haben. Immerhin kann ich jetzt ruhig schlafen weil ich nun definitiv weiss woher ich ihn kenne. Alles andere ist egal, obwohl ich mich schon frage wie der sich bei mir melden will so ohne meine Daten...

20.02.08

Vergissmeinnicht

Da stand er. In der U-Bahn. Groß gewachsen und mit rotem, krausem Haar. Eine Ledertasche unter den rechten Arm geklemmt, hielt er sich mit der linken Hand an der Haltestange fest.

Ich sah ihn. Beobachtete ihn aus der Ferne. Erkannte ihn - und auch wieder nicht. Wer war dieser Typ?

Kennen Sie das? Sie treffen jemanden, den Sie eine lange Zeit nicht mehr gesehen haben und können sich nicht dran erinnern wer dieser jemand ist? Oder woher Sie ihn kennen? So geht's mir gerade. Seit heute morgen zerbreche ich mir den Kopf woher ich den Kerl in der U-Bahn kannte.

Ein Promi war es nicht. Ein Freund aus meiner Jugend? Nein, zu alt. Ein Arbeitskollege? Ja, das könnte schon eher sein. Oder doch nicht? Vielleicht war's auch ein Lehrer...? Ich glaub der war immer so lehrerhaft. Oder? Neee. Verdammt mein Hirn muss ein Sieb sein das ich das nicht mehr weiss.

Ich hätte ihn ansprechen und hoffen können, dass er mich wiedererkennt. "Hallo wie geht's dir? Lange nicht gesehen." Bei dem Gedanken was er antworten könnte fällt mir sogar die Stimme von dem Typen ein. Ich muss ihn also definitiv gekannt haben! Sogar gut. Ich hab ihn nur angenehm in Erinnerung. Sofern man das ungefähre Nichterkennen als Erinnerung bezeichnen kann.

Es zermartert mir das Hirn das ich nicht drauf komme wer das ist. Hätte ich ihn doch blos angesprochen. Ich werde heut Nacht nicht schlafen können deswegen. Argh!

Aber was sagt man in einer solchen Situation? "Hi, wie geht's? Ich kenne dich, weiss aber nicht woher und dein Name fällt mir erst recht nicht ein." Kann man doch nicht machen, oder? Wie peinlich wär das denn. Also hab ich weiterhin Abstand gehalten, aus dem Schatten heraus beobachtet und gegrübelt.

Einmal sah er zu mir rüber, hat mich aber nicht gesehen (oder nicht erkannt?). Das liegt vielleicht daran, dass ich mich über die Jahre etwas verändert habe. Vielleicht hatte er mich aber auch nur so beinahe erkannt wie ich ihn und grübelt jetzt selbst den ganzen Tag wer ich wohl gewesen sein könnte. Harhar! Das hätte er verdient.

Mitlerweile bin ich so weit, dass ich mir selbst einrede dass sei jemand aus der Firma gewesen in der ich damals meine erste Ausbildung gemacht habe. Das ist ewig her. Da kann man schon mal jemanden vergessen. Ist also gut möglich das das stimmt. Und weil ich ihm jetzt schon einen Job gegeben habe, habe ich ihn auch gleich noch Matthias getauft - was auch stimmen könnte.

Aber trotzdem finde ich keine Ruhe. Ich muss einfach die ganze Zeit drüber nachdenken wer das war. Das ganze lenkt mich sogar tierisch von der Arbeit ab. Wenn ich jetzt zufällig sterben würde, so würde mein Geist ruhelos hier im Gebäude rumspuken bis mir einfiele wer dieser Typ ist und ich so Erlösung erlange.

Kennen Sie das? Ist doch nicht normal, oder?